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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:The Meodust Sessions
Drogen:Mischkonsum von PCP und Cannabis (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:Vireder
Datum:04.10.2012 02:18
Set:Bei mir Zuhause
Setting:Gut gelaunt und recht klar
Nützlichkeit:7,95 von 10 möglichen   (20 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Hallo und guten Tag.
Nachdem ich nun diesen TB schon angekündigt habe, und ich denke das es auf diesem Gebiet (nahe analoge Substanzen wie MXE, aber auch Arylcyclohexylamine im allgemeinen) wohl noch großes Interesse und einiges zu berichten gibt, stelle ich euch heute meinen TB über 3-Meo-PCP einmal vor.

Es begann an einem Dienstag, einen Tag nach meiner Entlassung aus der Klinik in der ich mich von Opioiden entgiftet habe, was auch mein Hauptziel war, allgemeine Abstinenz war nicht angestrebt, wenn auch etwas ruhiger treten auf jeden Fall zur Debatte steht.

Ich fühlte mich recht gut, hatte aber gemischte Gefühle da ich etwas früher entlassen wurde,
angeblich weil ich den Regelungen gebrochen habe, ich fühle mich jedoch keiner Schuld bewusst, schließlung bestand der Regelbruch darin das ich mein eigentliches Suchtmittel, das Buprenorphin, welches ich ja vorher schon ausgeschlichen hatte, in der Klinik nicht einmal konsumiert habe, sie wollen keinen kalten Entzug klar, aber als ich der Frau Oberärztin offenbart hatte, das ich nichts konsumiert habe, war der Drops doch schon gelutscht;
aber, naja, das ist eine andere Geschichte...


An besagtem Dienstag nun also erreichte mich das 3-Meo-PCP.
Ah ja, dieser Geruch...
Ich strahlte zwar etwas, mein Plan noch bis morgen totalabstinent zu bleiben wurde jedoch in keinster Weise angekratzt.

Jetzt am Mittwoch war mein mit selbst auferlegter Bann gebrochen und nachdem ich gegen Mittag erst einmal einen ersten Kopf Kif geraucht habe,
welcher mich auch gut wegbeamte, entschloss ich mich ein paar Stunden später, mich dem von mir schon vorher hochgeschätztem 3-Meo-PCP zu widmen.

Ich startete mit etwa 4 Milligramm intranasal.
innnerhalb weniger Minuten stellten sich erst Effekte wie allgemeine Stimulation,leichte Entkoppelung der Gliedmaßen, mentale Beruhigung und ein allmein dissoziiertes Gefühl,
welches aber auch ein paar assoziative Aspekte wie zum Teil den viel ziterten Gedankenflow
und die allgemeine Verbundenheit mit der Umwelt aufweist, und welche in der Regel eher für Assoziatve Psychedelika wie LSD,2C-B oder MDMA typisch sind.
Das Come-up begann langsam nach der Einnahme, stieg nach ca. 10-12 Minuten deutlich an, und war so richtig zwischen 20 und 30 Minuten in meinem zentralen Nervensystem angekommen.

Ich hatte auch den von einem anderen User in einem TB auf Erowid beschriebenen 'White Screen', also in etwa das Gefühl der Verstand wäre ein ungeschrieben Blatt.
Der TB-verfasser empfand es wohl als eher unangenehm.
ich jedoch denke das der Gemütszustand auch eine große Rolle spielt, ob man diese Eingebung als eher leer und kalt oder eher als befreiend und rebootend empfindet.
Der Reboot-Effekt von 3-Meo-PCP ähnelt dem von Ketamin, unterscheidet sich jedoch durch gewisse Aspekt, wie zum Beispiel das der Reboot bei 3-Meo-PCP zum Teil auf eine gewisse Weise schon während des Hauptteils der Erfahrung selbst beginnt.

Ich begann mich immer verbundener mit der Welt allgemein fühlen, mit allen Wundern der Erde, den Großes wie den Kleinen;
gleichzeitig fühlte ich mich von Sekunde zu Sekunde immer weiter entfernt von meiner mich direkt umgebenden Umwelt.

Alles war eine einzige große Masse, ein großes Wunder, eine große Lüge.
Mal war sie grausam und direkt, mal lieblich und spielerisch, aber wozu die große Wahrheit suchen, würde das einen denn glücklicher machen?!
Die Welt ist zwar oft ziemich Scheiße, das Leben jedoch wunderschön, nur warum bin ich zur Zeit so unglücklichen, ich sehe keinen direkten Grund, und selbst wenn,
früher konnte meine Seele doch auch schnell Gewitterwolken in Sonnenschein verwandeln, warum streikt mein Hirn,
warum will es das Leben nicht bei den Hörnern packen wie sonst auch!?

Das 3-Meo-PCP schleuderte mich sanft und mit recht klarem Kopf langsam immer weiter in die an unseren weltlichen Problemchen recht dürftig interessierte Raumzeit und ich, nachdem ich ein wenig Musik gehört und mich meine Gedanken als auch meine Gliedmaßen in ihr hatte treiben lassen, entschloß mich nachdem die Wirkung nun etwa 1 Stunde langsam nachließ für weitere 6 mg und nach noch ein paar weiteren Minuten endringlicher Musik für den Film "Ende ist mein Anfang" der Verfilmung über das tatsächlich stattgefundene Treffen von Tiziano Terzani mit seinem Sohn Folco, aus welchem heraus Folco ein sehr lebensbejahendes Buch über sein letztes Treffen mit seinem Vater und über das Leben seines Vaters allgemein herausgibt.
"Eine Hymne auf die Möglichkeit zu seien was du bist", behauptet der Klappentext welcher inzwischen den Weg in mein Bücherregal gefunden hat.
Und das trifft das Kernthema eigentlich recht gut.

Was auch immer geschah aber nach einer Weile hatte mich der Film völlig erfasst und zerschmolzen.
Ich musste sogar heulen vor Freude, Gerührtheit, optimistischem Weltschmerz, nun ja, sehr viel besser lässt sich dieses recht spezielle Gefrühl nicht beschreiben...

Ich kann und muss hier ja jetzt nicht alle Aspekte dieses Filmes herunterrasseln,
schließlich soll das hier ja keine Filmkritik werden.
Wen es interessiert sieht sich den Film einfach mal an oder, noch besser, ließt das Buch.

Nachdem ich mit dem Film fertig war durchströmte pures inners Glück meine Adern, aber nicht jenes aufgedrängte 'Glück', welches Stimulanzien- oder Narkotikakonsum heraufbeschwört,
sondern ebend jens Glück, welches nur durch den regen Austausch deiner Synapsen entstehen kann, und in diesem Zusammenhang auch eher mit assoziaten Psychedelika in Verbindung gebracht wird.

Auch leichte CEV's begleiteten mich noch auch wenn ich es eher als erhöhte Verstellungsgabe, als als Augenliedkino beschreiben würde.

OEV's kommen in die Dosierung und auch allgemein anhand meiner bisherigen Erfahrungen eher nur in Richtung verschwimmmen der Konturen vor, leichten Farbshifts bzw. eine gewisse Art von Tranzparenz (eher ein taktiles als ein visuelles Phänomen) und gewissen Zeit/Raumshifts, welche die meisten Arylcyclohexylamine mit sich bringen.

Nach dem Film fühlte ich mich noch eine Weile aufgewühlt, zufrieden und irgendwie 'geerdet' oder man könnte sagen ich schwelgte irgendwo in einem recht seeligem Zustand der Melancholie.

Die direkte Wirkung des 3-Meo-PCP wich lansam, der Zustand hielt noch einen Weile an und ich entschied mich mit einer weiteren Dosis von etwa 8 mg und etwas mehr Kif mich wieder schnell in die seelige Entkoppelung der Nervenzellen zu katapultieren.
Dieses Mal hatte es wieder deutlich etwas von Keta, allerdings deutlich manischer und anregender.

Music war einfach phantastisch eingängig und melancholisch.
Alles war faszinierend.
Alles war etwas wert, alles bedeutungsträchtig.
Alles lohnt sich.

Ich nahm eventuell noch 1-2 mal eine Dosis von 6-8 mg und schlief am Ende des Rausches erschöpft und zufrieden ein.











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