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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Horrortrip auf DXM
Drogen:DXM
Autor:ehemaliges Mitglied
Datum:11.10.2005 10:21
Set:wenn Vofreude zur Panik wird ;)
Setting:Sturmfrei bei einer Freundin
Nützlichkeit:8,44 von 10 möglichen   (16 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Es war so ca. Anfang diesen Jahres, als mich meine Freundin in der Schule beiseite zog. Seit kurzem hatten wir einen neuen Typen bei uns in Der Stufe, der schon ziemlich viele Erfahrungen mit allerlei Drogen gemacht hatte. Da meine Freundin S. und ich eigentlich für alles Neue offen waren und auch schon eigene Erfahrungen mit Joints gesammelt haben, war ich richtig begeistert, als sie mir erzählte, dass sie dieser Typ auf ein paar Pillen aufmerksam gemacht hat, die es ohne Rezept in der Apotheke zu kaufen gäbe. 'Dr. Rentschler Tuss Hustenstiller retard Kapseln', hörte sich gar nicht mal sooo schlecht an! Genaueres zu der Wirkung hat uns der Typ aber auch nicht gesagt…,, einfach nur ein geiles Gefühl“ oh ja…



Im Nachhinein find ich es ziemlich verantwortungslos andere Leute, die Drogen als Spass ansehen auf den Geschmack zu bringen, aba ich denke auch, dass wir eigentlich so reif hätten sein müssen, nicht darauf einzugehen.



Na ja, ein paar Tage später kam S. jedenfalls mit einer Packung Rentschlers an und wir verabredeten uns für den Abend. ,,Yes Sturmfrei“ Ihre Eltern und ihre Geschwister waren zum Glück nicht da. Wir machten es uns in ihrem Zimmer richtig gemütlich, legten Musik auf und chillten ein wenig! Ich war irgendwie super nervös, dachte jedoch gleichzeitig, dass ich so entspannt sei, dass mir so nen paar Husten-Pillchen nichts anhaben könnten. Als wir die Kapseln vor uns liegen hatten, überlegten wir, wie wir sie am besten einnehmen. Auf Kapseln schlucken hatten wir keinen Bock, und wenn, dann schon direkt den guten Inhalt. Also haben wir die Kapseln geöffnet und die kleinen Pulver-Perlen in ein Glas getan. Jeder von uns hat den Inhalt von drei Kapseln genommen. Danach haben wir uns wieder in S. Zimmer gesetzt und über unser Befinden gesprochen, man war ich nervös. Wir kamen jedoch nach einer halben Stunde zu der Erkenntnis, dass wir keine Wirkung merkten. Uns wurde langweilig und wir beschlossen uns noch mit ein paar Freunden zu treffen. Aber vorher nahmen wir jeder die restlichen 4 Kapseln. Für jeden noch zwei. Auch als wir draußen waren, bemerkten wir noch keine Wirkung. Ca. eine Stunde nach der letzten Einnahme, waren wir dann wieder zuhause. Die Nervosität, hatte sich nun in reine Enttäuschung verwandelt. Natürlich hatte ich vor die Nacht bei meiner besten Freundin zu verbringen. Nach hause hätte ich, wenn es wirken würde nicht mehr gekonnt! (Meine Mutter arbeitet in einer Sucht-Klinik lol)



Also haben wir uns letztendlich müde wie wir waren ins Bett gelegt und sind ziemlich plötzlich eingeschlafen!



Ok, und der Rest der Nacht hätte dann selbst in der Hölle nicht schlimmer sein können! Urplötzlich, mitten im Schlaf bin ich dann aufgeschreckt. Mit weit aufgerissenen Augen lag ich da und dachte mein Körper würde durch die Matratze nach unten gezogen. Mein Kopf war endlos schwer und versank wie ein Stein in dem Kissen. Ich konnte gar nichts mehr. Panik überfiel mich. Im ersten Moment wusste ich nicht, was mit mir los war, ich fühlte mich als würde mir das Leben ausgesogen werden. Und dann realisierte ich, dass die Kapseln anfingen zu wirken…bestimmt 5stunden nach der Einnahme! Ich bekam Panik und fing an viel zu schnell zu atmen. Meinen Körper spürte ich nicht, aber Mein Herz raste, was mir durch ein dumpfes Gefühl in meinem Kopf bewusst wurde. Ich dachte nur ,, Oh mein Gott, nein, nein, nein!!! Hör auf! Schlaf wieder ein, schlaf einfach wieder ein!!“ Doch ich konnte nicht schlafen. Meine Augen waren weit aufgerissen, so, dass es schon weh tat, ich konnte nicht einmal blinzeln. Bei Hanf ist ja eigentlich das Gegenteil der Fall, da gehen die Augen ja fast schon von allein zu, aber dieses Gefühl, des Zwangs hab ich vorher noch nie verspürt.

Mein Bewusstsein war völlig abwesend und erst nach langer Zeit bemerkte ich, wo ich war. Auf der Erde, (noch) am leben. Doch ich kam mir nicht mehr lebendig vor. Erst fühlte sich mein Körper und mein Kopf so seltsam fremd an, dann auf einmal, wie plötzliche Explosionen, durchlebte ich höllische Krämpfe. Wenn sich z.B mein rechtes Bein verkrampfte, was ich nun als Einzigstes spürte und versuchte meine Gedanken auf etwas anderes zu lenken, durchzuckte mich auf einmal an einer anderen Stelle ein Krampf. In diesem Moment wollte ich wirklich nur noch sterben. Ich wusste von Erzählungen, wenn man sich negativ in seinen Trip hineinsteigert, könnte man solche Wahnvorstellungen bekommen, dass das Herz aufhören würde zu schlagen. Nein, soweit war ich dann doch noch nicht, ich wusste zwar nicht einmal mehr wer ich war, konnte mich nicht einmal mehr an die Namen meiner Freunde und Eltern erinnern, die ich mir als Ablenkung ins Gedächtnis rufen wollte, doch ich wusste, dass ich war, weil ich gerade diese Qualen durchmachte!



Die ganze Zeit atmete ich durch die Nase, da ich keinen Mund mehr hatte. Alles an mir war wie gelähmt, einfach nur taub. Ich spürte teilweise nur noch meinen hohlen unendlich weiten und doch dermaßen eingezwängten Kopf. Wow, ich konnte meinen Mund öffnen, konnte tief Luftholen, doch mir kam es vor, als wäre diese Luft schwarz und verdorben, nach diesem einen Atemzug steckte mir der Tod, wie es mir vorkam im Körper. Meine Zunge und mein gesamter Hals waren staubtrocken. Ich musste etwas trinken, sofort!!! Sonst, sonst, ich musste einfach nur…aber wie. Ich konnte mich nicht bewegen! Panik? Ja, ich glaub ich bekam nun richtige Panik. Ich weiß nicht wie, aber im nächsten Moment saß ich. Alles drehte sich, und ich spürte nun gar nichts mehr. Mein Kopf wollte wegrollen, doch ich konnte mich noch so weit zusammen reißen, dass ich angestrengt versuchte zu sehen. Alles verschwommen und komisch schwebend! Nun bemerkte ich, dass S. neben mir lag. Im halbdunkeln, da wir ne Lichterkette angelassen hatten, konnte ich sie sehen, doch ich wusste nicht genau, was ich sah. Sie starrte mich an, auch mit weit aufgerissenen Augen, so wie die meinen. Nun kam mir das alles komisch vor und ich meine gelacht zu haben. Es war ein beruhigendes, obwohl auch nicht gerade angebrachtes Gefühl, das da noch jemand war, dem es genauso beschissen ging wie mir. Auch wenn ich es für unmöglich gehalten habe, faselte ich ihr etwas von wegen trinken und scheiß Gefühlen vor.



Sie nickte nur und plötzlich fand ich mich auf dem Weg ins Bad wieder. Mehr kriechend, als gehend. Das helle Licht war ziemlich scherzhaft und ich verschloss aus Gewohnheit die Tür. Das hätte böse enden können. Ich zog mich am Waschbecken hoch und trank etwas Wasser, doch mein Mund war gar nicht mehr trocken, mir wurde auf einmal nur verdammt übel. Ich fiel irgendwie auf den Boden und hängte mich über das Klo. Dort verharrte ich, weil mich das Wasser darin ungemein faszinierte. Als es mir jedoch zu unheimlich wurde, dass es sich drehte und die Farben änderte, fiel ich zurück und lag mit dem Rücken und angezogenen Beinen auf dem Boden. An dem Dachfenster über mir spiegelte sich mein Selbst, ich erkannte mich zwar, doch war ich mir ziemlich fremd. Mir kam es vor, als würde ich außerhalb meines Körpers sein, und mich einfach nur beobachten. Scheiße nein, ich konnte hier nicht liegen bleiben. Ich zwang meinen Körper sich zu bewegen und fand mich vor dem Spiegel wieder. Das was ich aus der nähe sah, war einfach nur erschreckend, ich hatte blutunterlaufene Augen und meine Pupillen nahmen fast mein ganzes Auge ein, ich sah nur noch schwarz. Doch mein Gesicht war schneeweiß. Ich versuchte mich an die letzten Minuten zurück zu erinnern, doch ich konnte es nicht, alles war weg. Ich lebte wirklich nur noch für den Augenblick. Ich sah noch immer in den Spiegel. Mein Gesicht fing an zu pulsieren, es fing an zu brennen, schmerzhaft zu brennen. Wasser, ich brauchte Wasser. Ich drehte den Hahn auf und ließ das eiskalte Wasser über meine Hände laufen und tränkte mein Gesicht darin. Im nächsten Moment fand ich mich auf dem Boden wieder.



Und was mir wieder Panik in den Kopf trieb, war, dass ich S. Mutter laut gegen die Tür klopfen hörte. Sie rief meinem Namen und wollte wissen, was ich hier drin machen würde. Sie habe einen lauten Knall gehört. Mir war das relativ egal. Dass mein Kreislauf so was nicht mitmacht, hätte mir klar sein können. Ich riss mich soweit zusammen, versuchte aufrecht zu stehen und öffnete die Tür. Der dunkle Flur prallte auf mich ein und ich fühlte mich wieder so erdrückt und leblos. S. Mutter nahm ich nicht mehr wahr. Sie redete nur auf mich ein, von wegen Notarzt rufen, wie ich denn aussehen würde, sie sei ja nicht dumm….



Ich winkte sie nur ab und nuschelte, dass ich einfach nur müde sei und schlafen wolle. Als ich in das Zimmer kam, starrte mich S. vom Bett aus mit einem Panik erfüllen Blick an und deutete mir ruhig zu sein. Ich legte mich wieder hin. S. Mutter gab es auf und ging wieder runter. Der Rest der Nacht dauerte eine Ewigkeit. Ich war endlos müde, doch ich konnte nicht schlafen. Ich lag, und doch war mir schwindelig, alles drehte sich. Mein Körper verlor an Substanz, wurde von dem Bett aufgenommen und war einfach nicht mehr da. Doch mein Kopf pulsierte, und ich hatte panische Angst mich zu bewegen, da ich Krämpfe und elende Schmerzen voraussah. Und sie kamen! Aber ich glaube ich hätte diese Nacht ohne meine Freundin nicht lebend überstanden. Wir fingen an darüber zu reden, wie wir fühlten. Diese Ablenkung tat ungemein gut. Wir redeten und redeten. Trotz der immer weiter um mich verschwindenden Welt redete ich weiter und weiter. Wenn ich aufhörte, holten mich die giftigen Wirkungen wieder ein. Wir erzählten sogar gleichzeitig. Ich hörte ihr nicht einmal richtig zu, ich weiß heut nicht mehr, was sie gesagt hat, weiß jedoch noch viel von dem, was ich erzählt hab. Klar, ich erzählte ihr von dem, was ich gesehen und gefühlt hab.



Langsam beruhigte sich mein Körper wieder, doch man sollte sich nicht zu früh freuen. Die Dunkelheit war nun nicht mehr nur dunkel, ich sah Dinge, die mir völlig klar erschienen und doch nicht da waren. Ja, die Halluz fingen an. In meiner Freundin sah ich plötzlich die beste Freundin meiner Mutter.. und Teile der Bettdecke waren Tiere, die sich langsam zu mir vorschleichen wollten. Ich erzählte jede Einzelheit, ich musste nur am Reden bleiben, dann würde es schon vorbei gehen… Das ging dann wirklich die ganze Nacht so. Als es hell wurde und immer noch nicht vorbei war, wollte ich nur noch heulen. Ich hab die ganze Nacht meine Augen nicht einmal wirklich zu machen können und ich hatte höllische Angst vor dem Tag. Was ist, wenn es nicht vorbei ginge, wenn es noch die nächsten Tage anhielte? Was sollte ich meinen Eltern erzählen? Ich musste aufhören mich in meine Angst hinein zu steigern. Zwischen all den Phasen meiner Erinnerungen sind riesige Blackouts.



Das Nächste woran ich mich erinnern kann, ist das ich dann gegen 12 doch noch meine Augen aufmachte. Hab ich etwa ein paar Minuten geschlafen? Ich fühlte meinen Körper wieder und hatte schon die Hoffnung, dass es vorbei sei, doch so war es nicht. Diesmal konnte ich mich nicht einmal hinsetzen. Alles was über der Höhe meines liegenden Kopf war, konnte mein Körper nicht bewältigen. S. war auch schon wach, wir starrten uns eine halbe Ewigkeit an. Ihre Pupillen waren riesig, sie war blass und hatte unterlaufene Augen. Ich hegte den Verdacht, dass ich nicht anders aussehen würde. Ihr ging es jedoch nicht so beschissen, zwar hatte sie auch Probleme aufzustehen, konnte aba nach nen paar Minuten schon die Treppe hinunter schleichen und sich einen Kaffee machen. Ihre Eltern waren zum Glück wieder weg. Bei mir ging gar nichts mehr. Schon halb eins und mein Vater wollte mich um eins abholen…Scheiße! Was sollte ich machen? Anrufen, ja, was anderes blieb mir nicht übrig! Ich ließ mir das Telefon bringen und wählte unsere Nummer. Meine Mutter nahm ab und ich faselte ihr etwas von wegen grad erst aufgewacht, und fünf Uhr vor. Ok, sie waren einverstanden.



Bis fünf Uhr wurde mein Zustand jedoch nicht besser. Zwar konnte ich schon nen paar Sekunden stehen, doch dann holte mich mein labiler Kreislauf wieder ein und ich fand mich auf dem Boden wieder. Ich bereute was wir getan hatten. Wahrscheinlich lag es daran, dass wir vor dem Einsetzen der Wirkung eingeschlafen waren und damit überrascht wurden, als unsere Körperfunktionen sowieso schon ganz unten waren. KA! Mir war es auch egal, ich musste meinen Eltern nur irgendwie beibringen, dass ich weder stehen noch laufen noch sehen konnte.



Als mein Vater mich abholte, meinte ich , dass ich einfach nur down wäre, weil wir die Nacht durchgemacht hätten. Er bemerkte nichts. Zu Hause, kam ich rein und fiel sofort auf mein Bett. Meine Mutter rief mich zum Tischdecken, was ich dann gerade noch hinbekommen habe. Na ja, und dann saß ich ihnen Angesicht zu Angesicht gegenüber. Meine Mutter wusste natürlich sofort, was los war und schickte mich ins Bett. Essen konnte ich sowieso nichts, mein Magen existierte einfach nicht mehr! Jetzt. Als ich lag, spürte ich zwar keine Schmerzen mehr, aber ich hatte plötzlich wieder extreme Halluzinationen. Drachen flogen durch mein Zimmer und ich kauerte mich in meinem Bett zusammen, weil ich angst hatte sie könnten mich kriegen. Mein Kopf rollte weg und hing schwerelos die Bettkante herunter. In diesem Moment kam meine Mutter in mein Zimmer. Natürlich erzählte ich ihr alles. Ich beteuerte, dass dies der größte Fehler meines Lebens war. Und der Meinung bin ich heut auch noch. Ich beantwortete knapp ihre Fragen und wollte dann einfach nur allein sein.



Es war Samstag. Sonntag verbrachte ich den ganzen Tag im Bett, da ich nicht aufrecht stehen konnte. Ich hatte meinen Eltern gegenüber ein verdammt schlechtes Gewissen. Ich hätte wirklich sterben können. Mein Kopf tat immer noch weh, von meinem Sturz, wo ich mit dem Kopf auf die Badewanne geknallt bin. Das hätte wirklich verdammt böse enden können. Naja, ich glaub die Wirkung hat dann noch die ganze Woche angedauert. Also Schule konnte ich vergessen, da war ich nur noch körperlich anwesend. Am dritten Tag hab ich dann Depressionen bekommen und hab vor meinen Lehrern geheult. Verdammt peinlich. Ich kann im Endeffekt nur sagen, dass ich dieses Zeug wirklich nie mehr anrühren würde. Ich hab meine Erfahrungen gesammelt, und ich weiß auch, dass die Kapseln nicht immer so wirken, doch ich glaube auch, dass es Glück im Unglück war, dass sie bei mir so gewirkt haben! Einmal schlechte Erfahrungen gemacht und für immer abgeschreckt! Aber jeder soll selbst sehen, was er daraus lernen kann….






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