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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Meine Güte - kennt hier jemand PAPER-DYNAMITE ?
Drogen:Mischkonsum von Cannabis und Opium (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:starrider
Datum:03.09.2014 01:16
Set:gut drauf, durch und durch gesund, voller Freude, was besonderes zu haben...
Setting:verrauchte, unordentliche Bude eines Kumpels, aber durchaus vertraut
Nützlichkeit:8,12 von 10 möglichen   (25 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Erst einmal ein Hallo an Euch alle, alle, die das jetzt lesen, und auch an alle Mitglieder hier.
Ich möchte nun nachholen, was ich vielleicht bei meinem ersten TB, bzw. meinen wenigen Beiträgen versäumt habe:

Seit wenigen Tagen bin ich erst Mitglied, ich habe hier aber schon viel gelesen….

So vieles hat mich an mich selbst– und an meine Erfahrungen erinnert, so dass ich wusste, Ich will da dabei sein - Ich freue mich sehr, dass ich jetzt hier bin!

Ich schreibe jetzt meinen zweiten TB, und ich versuche diesmal, so ausführlich wie mir noch möglich ist, darüber zu berichten, wenn dieser Trip auch schon mehr als anderthalb Jahrzehnte zurückliegt.

Hoffentlich wird dieser Bericht nicht zu ausschweifend :)


Es war so, dass ich damals noch nicht lange aus der Schule war, bis dahin bestanden meine Erfahrungen lediglich aus weed/shit und Vivinox Dragees (nicht Vivinox stark).

Ein ehemaliger Klassenkamerad kam zu mir mit einem Bekannten, einem Freund eines Cousin´s von einem Bruder usw. -ist auch nicht besonders wichtig…. Oder doch?

Denn was dieser Zeitgenosse dabei hatte, hatte es derart in sich, für mich mit nichts anderem, was ich jemals ausprobiert habe, zu vergleichen…. Natürlich habe ich noch längst nicht alles probiert, trotzdem brauch sich meine „Erfahrungsliste“ nicht zu verstecken.

Was hätte ich nicht alles dafür gegeben, DEN TYP wieder zu treffen, was würde ich nicht heute– hier und jetzt und zwar sofort! - dafür geben, etwas aus der damaligen Situation mit ins hier und jetzt zu bringen!!!

Die einzigen Worte, die ich von diesem Typen zu hören bekam, waren :

„So ein Zeug wirst Du deinen Lebtag nie wieder zu Gesicht bekommen!“

Jung und naiv, wie man halt so war, dachte ich mir, er hätte einfach nur eine große Klappe, etwas später, nach den ersten paar Zügen davon, gingen mir die Worte von dem Kerl erneut durch den Kopf, allerdings dachte ich da schon nicht mehr, er wäre ein Großmaul, ich dachte für einen Augenblick, dass ich dieses Zeug vielleicht nie wieder sehe, weil ich gleich sterbe - aber es beängstigte mich nicht, nein nein, es war ein angenehmes Gefühl, warm und vertraut.

Der Typ gab meinem Kumpel ein ca 2x3 cm großes rechteckiges Etwas, eingepackt in Alufolie.

Wir waren unterwegs, brauchten vielleicht eine Stunde, bis wir zu Fuß dann bei meinem Kumpel ankamen. Unterwegs rauchten wir drei Tüten mit Material von minderer Qualität, umso größer die Vorfreude auf das, was kommt, wenn wir bei ihm zuhause sind.

Dort öffnete mein Kumpel die Alufolie, und zum Vorschein kam ein pechschwarzes, ganz flaches Rechteck– es glänzte so schön, allein durch diesen Anblick wussten wir beide, dass es ein interessanter Abend wird.

Mit flach meine ich, dass dieses Piece maximal 3 mm stark war.
Das besondere daran war, dass dieses Material aus drei Schichten bestand - zwei schwarze Schichten von feinstem, weichem, so wunderbar duftendem Hash…. UND DA DAZWISCHEN…..

Es war eine hauchdünne, leuchtend weisse Schicht. Zu sagen, diese weisse Schicht wäre beinahe nicht zu sehen gewesen, wäre eindeutig übertrieben.

Ich nahm dieses Piece in die Hand, roch daran, bog es leicht hin und her. Es war wunderschön. Es erinnerte mich vom Aussehen sofort an etwas, was bestimmt viele von Euch kennen, in der HARIBO Sorte „COLOR RADO“ gibt´s doch dieses Lakritzkonfekt. Daran hat es mich erinnert.

Wir waren nicht informiert, wir haben nicht gefragt, wir waren dumm und unerfahren - aber wir haben darauf gepfiffen, zu wissen, was das weisse Zeug überhaupt ist.

Es hieß einfach nur „Paper-Dynamite“ und war dazu bestimmt, von uns eingeatmet zu werden!

Ohne vieler Worte war uns sofort klar, dass weder Papers noch Bongs für dieses schwarz-weisse Gold in Frage kämen.

Wir rauchten es pur durch die Pfeife, es schmeckte wundervoll, begleitet von dem typischen wallenden Druck, den man in der Lunge spürt, wenn man guten, potenten Shit raucht.

Mein Kumpel zog aus seiner Lieblings-Pfeife, einem schön geschliffenem Stein mit Kickloch, ich aus einer kleinen, einfachen Metallpfeife.

Die Wirkung setzte genauso schnell oder langsam ein, wie die von ganz normalem Material.

Das in den Kopf aufsteigende Kribbeln, begleitet von Shitgeschmack, das Gefühl starken Pulsierens der Adern, die sich auf dem Kopf befinden, leichtes Flimmern vor den Augen.

Während mein Kumpel die zweite Pfeife rauchte, er war noch am ziehen, hatte ich schon eine akustische Halluzination, ich hörte wie er sagte :“ Mann, ich muss mich hier jetzt erst mal zurücklegen, das ist verrückt!“ Doch während ich das hörte, befanden sich seine Lippen an der Pfeife.

Ich weiß, es klingt unglaublich! Aber - er nahm die Pfeife vom Mund, er hielt noch etwas inne, dann bließ er den restlichen Rauch seiner Zimmerlampe entgegen, um nach einem vielleicht 10 Sekunden währenden Blick der kleinen Rauchwolke folgend diese verdammten Worte auszusprechen:


:“ Mann, ich muss mich hier jetzt erst mal zurücklegen, das ist verrückt!“

Nachdem er genau diese Worte aussprach, war ich auf eine Art genauso verblüfft darüber, wie ich andererseits „gewusst“ oder „geahnt“ habe, was er gleich sagen würde…

ICH WAR BEI FANTASTISCHEM BEWUSSTSEIN

Ich war ein Hellseher! :)

Gleich darauf überkam mich ein negatives Gefühl, äußerst seltsam, ich war die ganze Zeit gut drauf, und plötzlich dachte ich bei mir: Mann, du lascher Penner, kackst du schon ab, oder was?!

Und dann müssen bei mir die Lichter ausgegangen sein. Als ich irgendwann meine Augen öffnete, waren nach der Uhr, die im Zimmer hing, gerade mal 10 Minuten vergangen, mein Freund lag seltsam verdreht da, er gab komische Laute von sich, so etwas wie mmmmh… mmmmhhh… mmmooooohh, er war im Gesicht ganz rot, Schweißperlen auf der Stirn, die Augen geschlossen. Aber dies beunruhigte mich keineswegs, ich erinnere mich, wie ich sagte :“ich mach dann mal weiter“ , überzeugt davon, ich hätte mich normal mit ihm unterhalten.

Diesmal schloss ich freiwillig die Augen, verfiel in einen traumartigen Zustand, leicht schläfrig, mit einer Wärme im Körper, wie ich sie nur mit LSD vergleichen kann.

Ich war mir diesem halbschlafendem, traumähnlichen Zustand bewusst, bis ich mich plötzlich in der Fußgängerzone einer riesigen, fremden Stadt befand. Alles war verschwunden! - Das Bewusstsein, etwas geraucht zu haben, die wohlige Wärme im Körper, der Druck im Kopf. Es war alles so kalt, steril, neutral?? Keine Ahnung, wie ich es beschreiben soll…. Die Bilder waren so gestochen scharf.

Nun bedrängte mich ein ganz anderer, aber durchaus mir bekannter Druck.
Der Druck, den man spürt, wenn man viel Kaffee trinkt, und dann auf der Autobahn im Stau steht. Meine Blase war derart prall gefüllt, ich dachte, sie explodiert.

Das erstaunliche an diesem ganzen Trip war und ist, dass ich mich gestochen scharf an alles erinnere. Auch heute, so lange danach.

Ich ging nun in dieser riesigen Stadt einen Bürgersteig neben einer riesigen Strasse entlang, die Szene erinnerte mich fast an einen Ausschnitt aus dem Fernsehen, eine verkehrsschwangere, überfüllte Hauptstadt, oder so wie in New York, mit Yellow Cab Taxis noch und nöcher….

Ich war dort mit meinem Kumpel, (dachte ich) ich redete mit ihm über die Stadt, über Gott und die Welt, darüber, dass wir hier hoffentlich bald raus sind. Aber ich musste immer wieder feststellen, dass mein Kumpel weder rechts noch links, noch sonst irgendwo in meiner Nähe war. Mit dem Bedenken, dass all die Passanten mitbekommen haben, wie ich mit jemand geredet habe, der nirgends ist, ging ich immer weiter in die Stadt hinein, nur um mich gleich darauf immer wieder erneut auf ein Gespräch mit meinem ehemaligen Klassenkameraden einzulassen.

Ich dachte, ich würde verrückt, denn wie gesagt, ich wusste nicht mehr, dass ich etwas geraucht hatte– ich sah ein noch etwas entferntes Hochhaus, es war zitronengelb, sehr markant, im Vergleich zu all den anderen grauen Betonblöcken. Ich sagte zu meinem „imaginären“ Kumpel: „scheiße, muss ich pissen!“ Er antwortete nicht darauf, aber dafür ein großer, schlanker Mann, der uns entgegen kam. MEIN GOTT : der Kerl stach optisch aus der Menge heraus, nicht nur, wegen seiner Körpergröße, sondern auch, weil alle anderen Menschen plötzlich nur noch unscharf waren, so etwas wie Silhouetten.

In dem Moment, als ich meinen Kumpel also von meinem Harndrang berichtete, war dieser große Mann noch einige Meter von uns entfernt. Als er auf unserer Höhe war, sagte er, dass da hinten, in dem gelben Hochhaus, eine Toilette wäre. Im Vorbeigehen blickte der Mann aber nicht mir in die Augen, sondern an mir vorbei, auf meinen Kumpel, der gar nicht da war– wovon ich mich wieder überzeugte.

Meine Befürchtung, dort, in der großen, fremden Stadt verrückt zu werden, wurde dann endgültig dadurch beflügelt, dass ich, kurz vor der Eingangshalle des gelben Hochhauses stehend, extrem zusammengezuckt bin, Es waren quietschende Reifen zu hören, ein lauter Schrei, ein heftiger Knall.

Ich drehte mich nach hinten um, um zu sehen, wo dieser Unfall stattfand, sah dann aber nur den normalen, regen Großstadtverkehr, es war nichts geschehen….

Außer dass ich mich, als ich mich wieder zurückdrehte, ewig weit weg von diesem verdammten Hochhaus befand. Eine Frau, die ein leeres Gestell eines Kinderwagens an mir vorbeischob, lachte mich eher schadenfroh als nett an (aus)???

Das mit dem in die Ferne rückende Hochhaus wiederholte sich noch zweimal, ich redete nun lauter und aufgeregter als zuvor, ich schaute auf die Seite, erkannte die stechend blauen Augen meines Kumpels, ich fragte, was hier los sei, er sagte so etwas wie : wegen deiner scheiß Pisserei kommen wir hier nicht mehr so schnell weg.

Und jetzt möchte ich von dem krassesten Eindruck schreiben, welchen ich auf diesem Trip erhielt, und auch nie wieder vergessen kann:

Gleich nachdem ich von ihm die Schuld für unsere Situation zugeschoben bekam, grinste er mich an, und sagte, dass er mich aber sehr lieb habe, als würde ich sein Bruder sein. Er würde dass mit mir durchstehen, seine Augen wurden ziemlich rot, wie von gutem weed, die Augen wurden nass, er grinste noch, ich sah ihn genau, er verschwand nicht mehr wie die vorigen Male, sondern es war so, dass er sagte: es gibt schlimmeres als pinkeln zu müssen… doch noch bevor dieser Satz ausgesprochen war - ICH HÖRTE DEN SATZ BIS ZUM ENDE! - war mein Kumpel in einigen Metern Entfernung—mit dem Gesicht mir zugewandt, auf einer Art Treppe—so wie ein U-Bahn—Abgang– er verschwand langsam rückwärts dort hinunter– wedelte wie in Zeitlupe mit den Armen über dem Kopf, als würde er langsam versinken.

Daraufhin war ich an einer Aufnahme, wie bei einer Notaufnahme, und bevor ich aussprechen konnte, was mein Problem war (das mit der vollen Blase) kamen Ärzte auf mich zu, und sagten, da kann man nichts mehr machen. Von nun an müsste ich mit diesem Problem leben.

„hast Du verstanden?“ fragte mich ein fast nackter Eingeborener, einen Speer auf mich richtend, ich war irgendwie gefesselt, er sagte, er könne mir die Blase durchstechen, da ginge der Druck von alleine weg.

Mann, Leute, ich machte meine Augen auf, sah auf die Uhr, mein Kumpel war da auf der Couch, und ich dachte mir nur: „ Ich habe noch ein bisschen Zeit, ich kann noch liegen bleiben— so wie wenn morgens der Wecker zum Aufstehen quälend drängt - und man sich selbst noch ein paar Mal „ nur noch fünf Minuten“ schenkt.

Plötzlich schrie einer, dass ich doch auf die Toilette gehen kann, was ich dann auch tat. Als ich aus der Toilette kam, standen verschiedene Leute da, wie wenn sie auf mich gewartet hätten, gratulierten mir zu meiner Erleichterung.

Da war auch wieder der Eingeborene, er sagte zu mir in erstaunlichem Hochdeutsch: „Das nächste Mal kriegen wir Dich!“

Ich wurde wach, mein Kumpel rüttelte an meiner Schulter, er gab mir Ohrfeigen, sie waren nicht von schlechten Eltern, aber sie schmerzten nicht. Ich sah ihn an, er begann zu grinsen und sagte, dass „sie mich das nächste Mal wahrscheinlich kriegen werden!“

Mir lief es EISKALT den Rücken runter, obwohl ich ansonsten rein gar nichts spürte.

Es waren nur 5 Stunden vergangen…. Aber ich war doch so lange so weit weg von hier.
Ich überprüfte noch mit einem Blick, ob ich mich eingenässt habe, dem war aber nicht so. Auch musste ich nicht zur Toilette.

Wir redeten noch eine Weile über Erlebtes, er sprach von Wasserbetten, es interessierte mich nicht.

Wir beschlossen auch, uns den Rest dieses Materials für ein anderes Mal aufzuheben.
Er hatte es aber an jemanden weitergegeben, was ich damals nicht einmal so schlimm fand.


Alles in allem war das nicht das schönste Erlebnis, aber das vielschichtigste. Aber trotz diverser eigentlich bedrohlicher Momente - hatte ich keine Angst.
Ich denke immer wieder daran zurück, und ich weiß, wie verrückt sich das ganze vielleicht anhören mag. Glaubt es mir oder nicht, das alles habe ich ERLEBT - und ich wollte es hier aufschreiben.

Später stellte sich heraus, dass die weiße Schicht vom „PAPER-DYnamite“ Opium gewesen ist.

Trotz meiner vielen, vielen Worte, eine unbeschreibliche Mischung aus Traum und Realität.

Ich hoffe, Euch hat mein Bericht gefallen, und ich hoffe, dass er sich nicht zu zäh lesen ließ.

Jedenfalls vielen Dank für´s Lesen…

Und zum Abschluß : kennt jemand dieses! PAPER-DYNAMITE?



starrider




„will they help us grow… to oneday be starriders?“





Nachtrag:

Ich habe jetzt erfahren, dass dieses Zeug in Wirklichkeit "Paper Dynamite" von dem Bekannten meines Kumpels genannt wurde. Deshalb habe ich das jetzt hier hinzugefügt.

Sorry für den anfangs falschen Namen, das liegt wohl auch daran, dass es schon länger her ist.






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