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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Nie mehr -- und auf ein neues
Drogen:Engelstrompete
Autor:ehemaliges Mitglied
Datum:18.03.2016 14:07
Set:Neugierig, traurig
Setting:Zuhause, anfangs allein
Nützlichkeit:5,90 von 10 möglichen   (20 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Vorweg: Nicht nachmachen!

In zwischen ist es bereits einige Monate her, diese hab ich aber auch gebraucht, um das Erlebte alles zu verarbeiten.

In den Weihnachtsferien, bin ich im Internet mehr durch Zufall auf Scopolarmin(in ET enthalten, aber bei mir in anderer Form vorliegend) gestoßen. Normalerweiße bin ich schon seit längeren von zuhause ausgezogen, aber habe ich mich entschieden meine Ferien mit meinen Familie zu verbingen. Mein plötzliches Interresse an Stoffen löse ungewollt und indirekt eine sehr gute Freundin(D.) aus, mit der ich mich total verstritten hatte, was ich zugegeben noch immer nicht verkraftet hatte und ich wollte das ganze für einen Tag vergessen.
Da meine persönliche Erfahrungen mit Stoffen bisher gegen null geht, wusste ich nicht genau was ich zu erwarten habe, warum ich anfangs auch extrem übervorsichtig war, zu recht.

Einnahme(8:00 Uhr):
Ich nahm die für mich errechnete Menge an Scopolarmin ein, damit sich eine leiche Wirkung zeigen sollte. Danach ging ich ins Wohnzimmer schaltete den Fernseher ein und swippe zwischen den Sendern ohne an irgendwas besonderes Interresse zu haben. Ich wartete und wartete, aber eine Wirkung wollte sich einfach nicht zeigen, bis mein Handy klingele und ich es einschaltet, wobei ich von einen komplett weißen Bildschirm überrascht wurde. Weder den Namen noch irgendwelche Bilder waren für mich noch zu erkennen. Aus meiner Erinnerung schafte ich die Helligkeit zu verringern und hielt mein Handy mit ausgestreckten Arm von mir weg. Erst jetzt konnte ich erahnen was auf dem Display steht. Ich schaffte es sogar auf die SMS zu antworten, was im Rückblick an einem Wunder grenzt.

Um noch etwas zum Trinken zu holen stand ich auf und ging in die Küche, aber ich hatte noch kaum einen Fuß auf den Boden, als eine unerwartete Schwindelkeit in mir aufkaum. Ich kann das gefühl und die orientierungslosigkeit nur mit einen Vollrausch vergleichen. Irgendwie schaffte ich den Weg, und setzte mich mit meinen Trinken wieder auf die Chouch und schaute weiter fern. Inzwischen viel es mir immer schwerer mich auf das TV-Programm zu konzentrieren, da mir immer weiter die verschiedensten und zusammenhangslosesten Gedanken durch den Kopf schoßen. Dabei gingen sie von Physik, Wirtschaft, Schule, Freund, Erinnerungen bis zu D.. Erst an der Erinnerung an D. blieben meine Gedanken hängen und eine schreckliche Traurigkeit überkam mich. Die nochmals durchlebten Erinnerungen kamen mir emotionaler vor, als zu den Zeitpunkt, an denen ich sie erlebt hatte. Jetzt bereut ich es zum ersten mal, daß ich was genommen hatte, da es genau das Gegenteil bewirkt hatte was ich wollte. Nun ja, ist wohl auch etwas irreal, daß man sich Ruhe und Zufriedenheit von etwas erhoft, das im Internet immer wieder mit Horrortrips in Zusammenhang gebracht wird, schön blöd von mir.

Inzwischen waren schon mehrere Stunde vergangen, meine Gefühlswelt hatte sich wieder einigermaßen gelegt und ich ging zu einen Spiegel. Mein Sichtfeld war vignettiert, wie mit Photoshop bearbeitet, meine Pubillen hatten sich maximal erweitert(kein wunder, dass ich zuvor auf meien Handy nichts mehr erkennen konnte) und mein Herz raste.

Meine zerstörte Sicht hielt am längsten an, also noch bis ich eingeschlafen war. Zuvor allerdings noch zu einen peinlichen Erlebnis: Jemand hielt mir sein Handy mit einen Fun-Bild unter die Augen und ich sollte es vorlesen, was natürlich für mich kein bisschen möglich war, da ich immer noch nur einen Weißen Fleck sah. Ich löste das Problem einfach, in dem ich sagte dass ich das schon kenne und nicht unbedingt lustig fand, aber es war wohl jedem in der Nähe aufgefallen, dass ich einfach nichts erkannt hatte. War ich froh, dass mir niemand dumme Fragen stellte.

Am nächsten Tag hatte ich ein Klassentreffen mit meiner Grundschulklasse(also Leute, mit denen ich schon ewig keinen Kontakt mehr hatte). Grundsätzlich ging es mir echt nicht gut, und es ist wohl jedem aufgefallen, dass es mir nicht möglich war längere, zusammenhängende Gesprächen zu folgen. Da ich aber grundsätzlich einfach nicht der Typ bin der etwas nimmt und es mir glaub auch niemand zutraut, konnte ich es einfach auf Übernächigung schieben. In meinen Kopf herrschte noch die ganze Woche über das übelste Chaos. Nach drei tagen hatte sich dies noch immer nicht normalisiert und ich bekam Angst, dass irgendwas 'kaputt' gegangen ist und es nie mehr so sein wird wie es zuvor war. Panik machte sich in mir breit. Scheiße wie konnte ich das nur machen, warum, warum? Zum glück legte sich das ganze nach einigen weiteren Tagen wieder.

Einige Wochen später unternahm ich eienen weiteren Versuch mit nur einen Bruchteil der Menge. Die NW waren auch hier genauso weit außgebreitet, nur die tauer hatte sich positiv verkürzt.

Fazit:
Das ist kein Trip, sondern eher eine Vergiftung, welche jeder normale Mensch nicht erleben möchte, die Verwirrung kann auch leicht in Horror übergehen und man ist völlig machtlos. Glaubt mir, es entgeht euch echt nichts, wenn ihr das nicht versucht habt. Ich hab zuvor auch die ganzen Internetforum nicht geglaubt, und habe es bereut.






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