your psychedelic community
   Werbung
kratom.eu






Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Die Welt neu kennenlernen
Drogen:Mischkonsum von Ecstasy, Hawaiianische Baby-Holzrose und Cannabis (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:newlife
Datum:11.02.2017 17:37
Set:Neugierig auf den Flower Flip und allgemein fröhlich
Setting:Hitech Party in einem eigenartigen Club
Nützlichkeit:7,56 von 10 möglichen   (9 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Unglaublich, zu was unser Geist fähig ist! Ich bin immer noch ziemlich neben der Spur und verstehe noch nicht ganz, was mit mir passiert. Diese Nacht wird mein Leben verändern und ich hoffe, dass ich diese Chance nutzen kann, um mich selbst ganz neu zu erschaffen.

Doch erst einmal möchte ich erklären, was in dieser Nacht passiert ist. Dieser Bericht könnte unter Umständen lange werden und ich werde versuchen, euch das erlebte interessant zu vermitteln.

Ich will schon seit längerem von den Drogen wegkommen, da Psychedelikas das Potential haben, einem das Leben zu zerstören. Schon seit einiger Zeit gönne ich mir immer wieder den "letzten Tripp" und den "wirklich letzten Joint" doch es funktioniert nicht. Gestern war wieder einer dieser Tripps und vielleicht hilft er mir diesmal wirklich, Abstand zu gewinnen.
Ich bestellte mir 12 Samen Hawaiianische Holzrose und freute mich, als sie zu Hause ankamen. Ich schälte die Schale mit einem Messer ab und pulverisierte 6 Samen mit einem Hammer. Das Pulver füllte ich in 2 Gelatinekapseln und verstaute diese in einer Zündholzschachtel.

Nach dem Nachtessen machte ich mich auf den Weg. Ich kaufte mir im Denner eine Cola und ein Päckchen Zigaretten und fuhr darauf mit dem Zug zum weiteren Drogenshopping. Kurze Zeit später traf ich eine nette junge Frau und kaufte von ihr 6 Pillen mit je 200mg MDMA und etwas Gras. Nach einem kurzen Gespräch machte ich mich auf den Weg zur Party. Schon im Zug warf ich mir die erste LSA-Kapsel und einen Drittel einer Pille ein. Dies war ungefähr um halb 10.

Als ich im Club ankam spürte ich noch nichts und legte deshalb mit der 2. Kapsel nach. Auch den Rest der Pille spülte ich mit etwas Wasser in mein Körper. Um das Anfluten des LSAs etwas angenehmer zu machen begab ich mich auf den Raucherflor und drehte mir einen Joint. Während dem Rauchen wurde mir dann plötzlich klar, dass ich kurz vor einer sehr interessanten Drogenerfahrung stehe.

Ich bewegte mich zur Musik und betrachtete all die wunderschönen Bilder an der Wand. Viele Wandtücher und sonstige UV Dekorationen standen im Raum. Besonders aufmerksam betrachtete ich den leuchtenden Pikachu mit einer Bong in der Hand. Seit dem Moment, in dem ich den Joint ausmachte erinnere ich mich nur Traumartig an die Geschehnisse des Abends. Sehr viel passierte daraufhin. Ich lief wie wild vom einen Danceflor zum anderen und von der Toilette zum Wasserhahn. Überall wühlte ich verspult in meiner Tasche und hatte immer Angst, etwas zu verlieren. Ich habe nicht mehr aktiv entschieden, was ich genau machen will sondern bin vom einen Ort zum anderen geirrt.

Die Euphorie umgab mich den ganzen Abend. Ich öffnete mich der Droge wie ich es noch nie konnte. Das Bild floss vor meinen Augen und alles bewegte sich im Raum. Die Optics sind extrem schwer zum beschreiben. Alle Objekte änderten ganz weich ihre Farben und bewegten sich zur Musik. Der Hitech nahm mein Gehrin vollständig auseinander und ich liess mich einfach gehen. Mit einem Lächeln bewegte ich mich zur Musik wie kein anderer auf der Tanzfläche. Dabei steuerte nicht ich meinen Körper sondern die Droge in Kombination mit der Musik.

Öfters ging ich nach draussen, rauchte eine Zigarette und führte verschiedenste Gespräche mit den unterschiedlichsten Personen. Es wurde mir jedoch ein wenig zu viel und ich wusste, dass ich Gefahr lief, einen Kollaps oder ein Serotoninsyndrom zu bekommen. Keine Ahnung wie hoch die Gefahr wirklich war aber ich wollte es nicht riskieren. Also legte ich mir Kopfhörer auf und ging in die vertraute Natur. Gleich neben dem Club kannte ich einen Platz, welcher eine sehr friedliche Wirkung auf mich hat. Dort angekommen konnte ich zur Ruhe kommen und dachte über meinem aktuellen Tripp nach. Die Gedanken flossen in meinem Gehirn und ich hatte ein verlangen dazu, aufzuschreiben über was ich nachdachte. So setzte ich mich auf einen Gartenstuhl vor einen kleinen Weiher und begann in meinen Ipod zu schreiben:

"Wow - ich bin überwältigt von dem was ich gerade durchmache. Ich sitze gerade in einem gGartenstuhl an einem kleinen Weiher. In meinem kopf tanzt mein geist zu der unglaublichen Musik von sannya. Der Mond scheint zwischen den bäumen durch, es ist leicht bewölkt und die bäume um mich sehen fantastisch aus. Die Lichter spiegeln im Wasser und bewegen sich fast unmerklich zur Musik. Das einzige was mich stört ist das ständige Kauen, Schlucken und Kiefermahlen. Es hält sich noch in Grenzen aber es fühlt sich komisch an.
Ich weiss, Drogen und Goa ist ein heiss umstrittenes Thema. Und Drogen allgemein sind äusserst interessant und gefährlich. Doch wenn ich sehe, zu was für wunderbaren Dingen sie fähig sind, kann ich nur danke sagen. Der Tripp im Moment lässt mich ganz neue Seiten des Lebens kennen.
Es ist ein Gefühl in mir, dass gerade durchgebrochen ist und ich freue mich auf mein leben und was ich damit anstellen kann.
So konnte ich mich noch nie gehen lassen auf Drogen. Ich kann nicht beschreiben was gerade in mir abläuft. Ich bin total verspult, aber in meinem kopf ist die totale Party. Ich brauche aber dringend eine Pause von allen Substanzen. Sie bringen mich noch um den verstand. Ich habe das Gefühl dass ich die Welt verstehe, ist das normal?
Was passiert mit mir? xD
Ich freue mich so auf mein leben:) aber ohne Drogen und Partys. Also nur noch in einem verantwortungsvollen Ausmass.
Für erfahrene Konsumenten ist der Garden Flip echt zu empfehlen. Aber für unerfahrene ist er viiiiiel zu anstrengend!! Im falschen Moment könnte dieses Gemisch eine Persönlichkeit an die Wand klatschen und für viele Jahre zerstören."

Diese Art von Gedankengängen zogen sich auch weiter, als ich wieder zurück auf die Tanzfläche ging. Immer wieder zog ich mich auf ein Sofa zurück und schrieb auf, was mir durch den Kopf ging:

"Ich kann einfach nicht in Worte fassen, was mir gerade durch den Kopf geht. Ich erfahre gerade so viel Persönliches und Tiefes über mich selbst. So ist das Leben lebenswert! Haha, ich darf mich selbst sein!! Mir steht die ganze Welt offen, ich muss nur an mich selbst glauben:) ich denke es geht vielen so wie mir, nur denken sie nicht so darüber nach, wie ich es durch diese Drogenerfahrung darf. Ich möchte am liebsten mit all meinen Freunden diesen Moment der Schönheit teilen. Es gibt so viel zu feiern auf dieser Welt, es lohnt sich nicht, sich über unnötige Kleinigkeiten aufzuregen."

"Gerade habe ich hier im Club etwas erlebt, was mir die Stimmung vermiest hat. Es gab vermutlich eine Schlägerei von irgendwelchen Abstürzen. Was ist mit den Werten von "Goa" passiert?!?! Es gibt diese unglaublich liebende Bewegung der "Kultur", und dann gibt es einen neuen Teil, den ich ab sofort nicht mehr unterstützen möchte. Das hat nichts mehr mit Liebe zu tun. Gerade sprach ich mit einen korrekten Typen, den ich seit heute darüber und er ist meiner Meinung. Für ihn bedeutet das Wort Goa Familie."

"Die Gedankengänge sind so klar wie noch selten. Darum schreibe ich auch die ganze Zeit.
Wenn ich ehrlich bin fühle, ich mich ganz schön schuldig; ich musste so oft lügen in meinem Leben. Ehrlichkeit ist der Grundstein aller Beziehungen und ich habe es schon so oft gekränkt. Ich muss ein verantwortungsvolleres Leben führen, um auch ehrlich sein zu können. Ich will das leben auch ohne Drogen als Party feiern. Die Jugend kann hart sein, doch man muss ja erst aus Erfahrungen lernen können. Mein Problem ist, dass ich eben genau aus diesen Fehlern nicht genug gelernt habe. Glaubt mir, ich habe schon viel Scheisse gebaut und Dinge getan, auf die ich nicht stolz bin. Doch wenn ich all diese Dummheiten nutzen kann, um daraus zu lernen, wird meine Zukunft vielleicht wunderschön."

Diese Schuld, die ich beschrieben habe bezieht sich vor allem gegenüber meinen Eltern. Ich konnte ihnen heute nicht in die Augen schauen weil ich sie dermassen enttäuschen würde, wenn sie erfahren würden, was ich in dem vergangenen Jahr angestellt habe. Ich schwor mir, dieses Schuldgefühl zu nutzen um meine späteren Entscheidungen mit mehr Sorgfalt zu treffen. Ich will nicht überheblich klingen aber ich habe das Gefühl, diese Gedanken lassen sich mit dem Erwachsen werden in Verbindung bringen.

Ich bin mir unsicher, ob ich das alles wissen will, was ich erfahren habe. Diese Gedanken führen immer weiter in ein dunkles Loch der Unsicherheit und der Verzweiflung. Was soll ich mit meinem Leben anstellen? Wer bin ich? Wie finde ich Glück, Frieden und Liebe? All diese Fragen nagen an mir und bringen mich noch um den Verstand. Ich mache mir zu viele Gedanken was Himmel und Hölle zugleich ist.

Am morgen früh brauchte ich frische Luft um all das zu verarbeiten und setzte mich nach draussen zu den anderen Psychonauten. Ich brachte es aber nicht fertig, zu kommunizieren sondern schaute Gedankenversunken ins Nichts. Irgendetwas riss mich jedoch wieder ins reale Leben und ich kam plötzlich mit einem Fremden ins Gespräch. Schnell merkte ich, dass er mir sehr ähnlich ist. Er ist zwar mit 22 Jahren schon etwas älter als ich, aber wir verstanden uns gut. Er hatte sich LSD gegönnt und war etwa ähnlich am denken, leben und feiern. Er war sehr offen und wir sprachen über alles Mögliche. Er erzählte mir, dass er einen leicht schizophrenen Hintergrund hat, was ich bei mir auch schon vermutete. Er wurde von allen Leuten alleine gelassen und war ganz auf sich alleine gestellt. Zusammen mit einem exzessiven Psychedelikakonsum begannen bei ihm Stimmen im Kopf zu sprechen. Ich erinnere mich nicht mehr genau an das Gespräch aber ich glaube er erzählte, dass diese Stimmen im Kopf er selbst ist und dass er mit sich selber spricht. Ich machte mir viele Gedanken zu dem Thema und studierte am Wort Schizophrenie herum. Ich stellte dann eine Theorie auf über mich selbst: Wenn ich beginne, über meine eigenen Gedanken nachzudenken, fühlen sich diese Gedanken an wie ein Gespräch mit mir selbst. Das Denken selbst ist für mich wie ein Monolog in meinem Kopf. Doch ist das eine gute oder schlechte Sache? Keine Ahnung... Ich sehe meine kleine Schizophrenie (falls ich eine habe) nicht als Krankheit oder als Fehler sondern als Art des Denkens. Wichtig ist aber, dass ich längere Konsumpausen einlege, um mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben.

Leider sah ich den neuen Kollegen nicht mehr. Ich hätte sehr gerne mit ihm über all das gesprochen. Auch hätte ich mich noch bedanken wollen, er hat mir sehr geholfen ohne es zu wissen. Er meinte, ich sei ein "Guter" und ich sehe sehr erfahren aus für mein Alter. Das zu hören tat mir so gut, da ich oft an mir selbst zweifle. Ich hoffe, ich sehe ihn eines Tages wieder und kann mit ihm über Gott und die Welt philosophieren.

Ich denke ich sollte langsam zu einem Schluss finden auch wenn ich noch tagelang weiterschreiben könnte:) Ich hoffe dass euch der Bericht gefällt, mir jedenfalls hat es geholfen, einmal alles aufzuschreiben um meine Erfahrungen ordnen zu können.

Ich möchte noch erwähnen dass Drogen extrem Gefährlich sind. Auch wenn sie mir teilweise sehr viel geschenkt haben, kann ich von Glück sprechen, dass ich mich nicht in ihnen verloren habe. Jede Droge hat seine eigenen Gefahren, ob körperlich, psychisch oder geistig, sollte man sich immer fragen ob es sich lohnt, seine Gesundheit aufs spiel zu setzen. Und wenn dann nur unter Safer Use. Wenn ihr es vertragt, werft euch Pillen und Substanzen und schnupft eure Pülverchen. Wichtig ist nur, daraus zu lernen. Ich persönlich will nicht ganz Abschied nehmen von Drogen, aber ich brauche längere Pausen. Auf Trips Erfahrungen sammeln und diese dann nüchtern mit klaren Gedanken zu verarbeiten. Der Grossteil der Zeit will ich in der Realität und nicht verträumt in anderen Welten verbringen. So soll meine nahe Zukunft aussehen.

Ich lasse mir Zeit bei meiner Veränderung, die ich durchmache. Es ist ein Prozess und dieser braucht seine Zeit. Aber das Ziel habe ich klar vor Augen: die Liebe. Sie ist alles, umgibt alles und lässt das Sein so schön sein. Liebe zur Menschheit, Liebe zu Freunden und Familie, Liebe zur Musik und Kunst. Und was ich am meisten liebe sind die unendlichen Möglichkeiten die wir auf dieser Welt haben und natürlich die Schönheit des weiblichen Wesens.

Einer meiner besten Freunde hat mir vor Jahren drei Worte ins Herz gelegt: "Love, Peace & Goa". Das wünsch ich euch allen und bedanke mich fürs Lesen. Fühlt euch frei, meinen Bericht zu kommentieren und kritisieren. Ich freue mich auf jeden Fall über eure Meinung.

Cheerio!!






Impressum   Kontakt   Nutzungsbedingungen