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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Geschichten, die das Leben schrieb - Part 1
Drogen:Mischkonsum von LSD und Cannabis (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:trinity
Datum:17.05.2017 01:10
Set:Voller freudiger Erwartung auf unseren ersten gemeinsamen Trip zu dritt
Setting:Mitten in der Natur - als Basis diente uns eine freundliche Waldlichtung
Nützlichkeit:8,57 von 10 möglichen   (21 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Geschichten die das Leben schrieb

Part 1




Von wütenden Wespen, "bright eyes" und einem bunt strahlenden Gemüsegarten



Weißes undefinierbares Dings ....

"Hey, trin, schau mal hier! Was ist denn dieses weiße Dings da in dem Loch?" S. und ich stehen mitten im Wald, vor einem ca. eineinhalb-m-Umfang-großem-Erdloch und starren beide zutiefst fasziniert in dieses ungefähr ein m tiefe Loch, wo seitlich am Bodenrand etwas Weißliches hervor schmimmerte. Ich meinte zu S., dass ich nicht erahnen kann, was das da sein sollte. Aber S. war heute ganz besonders locker drauf, hat auch schon einen langen Stock organisiert und stocherte kurz darauf schon auf diesem weißem Zeugs herum, welches da zwischen dieser dunklen Erde rausblitzte. Nicht wirklich oft, denn keine zwei Sekunden nach dem ersten Stochern hörten wir auch schon ein wütendes und aggressives Brummen und Summen, welches wir beide anfangs nicht einordnen konnten. Uns wurde jedoch sehr rasch klar, was da solche Geräusche von sich gab, denn die ersten Wespen strömten aus ihrem Nest heraus, um ihr soeben angegriffenes Zuhause zu verteidigen.

S. war zuerst ganz perplex und als er die Situation erkannte, rannte er wie von der Tarantel gestochen davon, ich spürte direkt seine Angst aufflammen und erkannte Panik ihn ihm aufsteigen. Ich sagte mit so ruhiger Stimme wie möglich, dass er nicht stressen sollte, sondern versuchen ruhig zu bleiben. Keine Ahnung, ob das ein guter Rat für ihn gewesen wäre, oder nicht? Er hat es ja sowieso nicht beachtet oder wahrscheinlich auch gar nicht wahrgenommen - die Angst in ihm war einfach lauter und präsenter in diesem Moment. Ich selber stand derweilen auf der anderen Seite von diesem Loch und wie sollte es anders sein, all die wütenden Erdwespen flogen natürlich sofort S. hinterher, sie schienen mich gar nicht wahrzunehmen. Ich selber schaute mir das ganze Schauspiel aus unmittelbarer Nähe an und ging langsam und so entspannt wie möglich einige Schritte zurück, bis ich soweit von diesem Erdloch weg war, welches sich diese Erdwespen als Heimat ausgesucht hatten, dass ich ab dort wieder locker und relaxed Richtung Zelt von uns drei New-Age-Hippies spazieren konnte. S. lief natürlich auch zu unserem Rückszugsgebiet zurück, er war noch ein wenig gestresst, als er beim Zelt ankam, doch er hatte echt viel Glück. Nur zwei Mal wurde er gestochen und er hatte auch keinerlei Reaktionen darauf, bis auf zwei kleine Schwellungen an den Einstichstellen am rechten Unterarm.



Wie diese Story begann ....

Es war Ende August 1999 - S., M. und ich haben uns ein einsames Plätzchen an einer Waldlichtung ausgesucht, und das auch noch an einem wunderbar sonnigen Sommertag, um gemeinsam einen Millenium-Hoffmann-Trip genießen und erleben zu dürfen. M. hatte im letzten Jahr schon um die 4 - 5 LSD-Trips hinter sich, auch einen Meskalin-Trip, welcher ihm aber während des Trips aufgrund einer Überdosierung und der damit einhergehenden unerwartet überwältigenden Intensität und dem nicht-darauf-vorbereitet-gewesen-sein auch sehr zu schaffen machte. Ich selber hatte erst einmal einige Wochen zuvor mit M. zusammen einen LSD-Trip erlebt (auch einer dieser Millenium-Hoffmänner), der sehr positiv verlief. Dies Abenteuer zu dritt, mitten im Nirgendwo, mit einem Zelt auf einer kleinen geschützten und doch sonnigen Waldlichtung, war also mein zweites LSD-Erlebnis, wieder mit diesen Millenium-Hoffmännern (die um die 250 bis 300 µg gehabt haben sollen), welche so wunderbar ihrem Ruf gerecht wurden und wie geschaffen waren für frischgebackene LSD-Jünger. S. hatte bis dato noch niemals LSD genommen, für ihn war es also Premiere. Ansonsten waren wir noch recht jungfräulich unterwegs, was andere Drogen anging. Andere Rauschmittel wie MDMA, Speed, Pilze, Kokain, Ketamin, Kratom, etc. kamen bei uns allen dreien erst später Mal dazu.

Noch kurz etwas zu unseren Personen, ich war damals 20 J., S. war 22. J. und M. war zu dieser guten alten Zeit 24. J. jung. Wir drei hatten bis dahin wirklich nur mehr oder weniger viel Erfahrung mit Ganja und Alkohol in jeglicher Form und eben oben erwähnte eher spärlichen Erfahrungen mit LSD (M. eben auch noch dieses eine Mal Meskalin). M. und S. sind Brüder, ich kannte die beiden erst seit ca. zwei Jahren, wir waren damals alle drei im Gastgewerbe tätig. Als wir irgendwann schließlich alle das Kellner-auf-Saison-Dasein satt hatten, sind wir gemeinsam nach Wien gezogen, haben uns dort ein Haus gemietet und wollten mal schauen, was die große weite Welt uns so zu bieten hatte.

Einige Abenteuer - bei weitem nicht alle davon waren drogengeschwängert - haben wir drei seitdem miteinander erlebt. Mittlerweile (ca. 18 J. später) hab ich zu M. schon seit ein paar Jahren keinen Kontakt mehr, wir haben uns einfach auseinander gelebt und leben jetzt ca. 800 km voneinander entfernt. Mit S. erlebe ich aber immer noch ab und an diverse Abenteuer, diese Geschichte ist eine der ersten richtig intensiven, auf die wir gemeinsam zurück blicken können.



Es sollte so grün wie möglich sein ....

Wir fuhren also mit dem Auto einfach so ins Blaue, Hauptsache auf der Landkarte war viel Grün rundherum. :) Ca. 100 km später landeten wir irgendwo im tiefsten Niederösterreich zwischen irgendwelchen Feldern und Wiesen, welche nur noch begrenzt waren durch die Wälder, die sich durch dieses Gebiet schlängelten. Als wir gegen Mittag und nach einigem Fußmarsch eine kleine und geschützte Lichtung fanden, schlugen wir unser Lager auf und stellten erstmal das Zelt auf, denn wir wollten natürlich auch dort übernachten. Als das Wichtigste erledigt war, hatten wir auch schon alle drei einen Millenium-Hoffmann-Blotter unter der Zunge. Wir waren weiter beschäftigt mit ausräumen und gemütlich herrichten von unserem Lager und M. baute zwischendrinnen einen Joint, den wir nach Abschluss dieser Arbeiten gemeinsam rauchender- und inhalierenderweise genossen.

Als wir den Joint noch nicht mal ganz fertig geraucht hatten, merkten wir auch schon alle drei eine sanft heranschleichende Wirkung vom LSD - dies sollte aber erst der Anfang werden. Die Wahrnehmung wurde immer intensiver bei mir, wir wurden alle drei irgendwie angespannter, hibbeliger, voller freudiger Erwartung und wir erkannten, dass es jetzt gleich so richtig losgehen würde. Wir drei Freaks, hier, mitten in der Natur und keine Ahnung von der Gegend und was uns so erwarten wird in den nächsten Stunden - das Abenteuer konnte also beginnen ....!



Die Reise ging los ....

Wir wurden immer aktiver und wuselten um unser Lager herum, erkundeten "unsere Waldlichtung" immer mehr und begannen immer ausgelassener und hingebungsvoller die wunderbare Wirkung des LSD auf unseren Körper und Geist auszuleben. S. riss sich auf einmal seine gesamten Klamotten vom Leib, laut schreiend: "Das stört mich alles auf meiner Haut, ich will frei sein und den Wind und alles andere um mich herum spüren!" M. und ich schauten uns lachend an, als S. nackt wie Gott ihn schuf über die Wiese und um unser Zeltlager herumsprang. Etwas später bedeckte er sich doch mit einem bunten Tuch um seine Hüften gebunden ....

Ich fing an mit den Jonglierbällen herumzuspielen und konnte es kaum glauben, wie viel Zeit ich hatte zwischen dem werfen des einen Balles und dem fangen des anderen. Gefühlt hatte ich ca. 5 Mal so viel Zeit mich auf die Bälle zu konzentrieren als normalerweise, dementsprechend einfach war es auch für mich, diverse Jonglier-Tricks auf geschmeidigste Art und Weise durchzuführen und diese schier unendliche Zeit dazwischen wahrzunehmen. Ich war sowas von begeistert und reingekippt in meine Jongliererei, dass ich gar nicht merkte, wie M. mir aus der Ferne einen Football zugeworfen hatte. Er schrie noch: "trin, fang!" Ich schreckte auf aus meinem Jonglier-Traum, die Bälle fielen alle auf den Boden als ich hochsah und da kam dieses lederne Ei auf mich zu, nur noch einige Meter von mir entfernt. Ich musste mich nicht einmal einen Schritt von meiner Position wegbewegen, der Football landete genau in meinen Armen. Ich musste sie nur noch ihm entgegenstrecken, der Rest geschah von ganz alleine. M. jubelte etwa 20 m entfernt lauthals los und ich war noch etwas perplex, wie automatisch und doch selbstverständlich die letzten Milli-Sekunden gerade abliefen. Daraufhin wurfen wir uns noch so einiges Zeugs gegenseitig zu und bald war es nix besonderes mehr für uns, dass wir alles auffingen, was wir uns so gut wie perfekt zugeworfen hatten.



Wir wollten mehr ....

Irgendwann zog es uns drei dann doch raus aus dieser geschützten Waldlichtung, wir wollten die Welt "da draußen" erkunden und sehen was uns noch so erwartete. S. war wieder mal voraus gelaufen, wahrscheinlich ist er wieder irgendeinem Schmetterling hinterher gerannt .... ^^ S. zählt zu diesen Träumern, die jedem schönen Glanz, jedem im Wind sanft dahin fliegendem Blatt, einfach allem Schönen und auf den ersten Blick Betörendem, was das Leben so zu bieten hat, nachjagt. Das war zwar früher anders ausgeprägt als es vielleicht heute noch ist, aber diese Eigenschaft hat ihn immer schon angetrieben und motiviert. So ist er eben ....

M. und ich liefen also S. nach, wir kamen auf eine große Wiese, dazwischen standen einige Bäume, links und rechts gab es großflächige Felder und man konnte weit schauen - unser Fokus hatte sich auf einmal vergrößert, nur dadurch, dass wir diese kleine Waldlichtung und unseren sicheren Hafen verlassen hatten und unseren Instinkten gefolgt sind. M. lief happy und fröhlich auf den nächsten allein herum stehenden Baum zu und umarmte ihn. S. rannte einfach so, laut lachend, über die Wiese und stürzte auf einmal in eine Art Loch - es war lustig, die Überraschung an seiner Körperreaktion wahrzunehmen. Es war natürlich kein Loch in dieser weitflächig verlaufenden Wiese, sondern es waren eher so horizontal verlaufende "Rinnsaale", also kleine Bäche, die sich so ca. alle 30 bis 40 m durch diese Wiese zogen.

Ich brauchte nur weit zu schauen, dann sah ich diese Rinnsaale alle, zumindest soweit das Auge sehen konnte. S. hingegen fiel, während unseres Spaziergangs den kleinen Hügel auf dieser Wiese hoch, immer wieder in diese Rinnsaale, was uns alle drei aufs neue wieder belustigte. Mein persönliches Ding war es, meinen für mich neu erworbenen Weitblick zu genießen und kennen zu lernen. Weit zu schauen und z.B. den Wind zu sehen, wie er an den Blättern der Bäume, den Grashalmen der Wiese und den feinen Ästen der Sträucher am Rande des Waldes sanft darüber strich und für mich einzig durch die Reaktionen seiner Umgebung sichtbar wurde. Ich konnte wirklich den Wind sehen, zumindest konnte ich sehen, was alles vom Wind berührt wurde und somit konnte sich mein Hirnkastl ausmalen, wie der Wind verläuft - vor meinem geistigen Auge war somit der Wind für mich sichtbar - ich fand das einfach nur herrlich!

M. hielt sich die meiste Zeit ziemlich zurück und war eher ruhiger unterwegs und mehr mit sich selbst beschäftigt, oder wenn dann eben mit den Dingen, mit denen er sich gerade so verbinden wollte. Er hatte immer schon große Ideale, denen er leider niemals gerecht werden konnte .... Sein Bruder S. jedoch lief jedem Blatt im Wind nach, getrieben von einer kindlichen Lust an der Freude, dass mir selbst das Herz dabei aufging, als ich ihn dabei beobachtete. Beide sind sich so ähnlich in vielen Sachen, doch so verschieden in der Art und Weise, wie sie mit dem umgehen, was sie fasziniert oder erschreckt.

Doch was passierte da eigentlich mit MIR? Wie nahm ICH eigentlich diese Erlebnisse und diese Zustände wahr? Ich frug mich diese und noch andere Fragen, bis mir irgendwann mal bewusst wurde, nachdem wir so ca. ein bis zwei Std. auf dem LSD-Peak durch die Natur spazierten, dass ich ganz besonders diese ruhige und allgemein sehr weite und offene Wahrnehmung total genoß! Jeder Schritt durch die Wiese ließ mich zig Grillen und andere Insekten vor mir herspringen sehen, mir wurde bewusst, wieviel ich in diesem Zustand AUF EINMAL wahrnehmen konnte. Ich konnte den Wind "sehen", nur indem ich sah, was alles vom Wind berührt wurde. Ich konnte lachen über S. und dass er immer und immer wieder in diese Rinnsaale stürzte - ich sah es meist schon ein, zwei Sekunden vorher ....^^ Ich nahm so viel auf einmal wahr, wie noch niemals zuvor, konnte mich dabei sehr weit öffnen und glücklicherweise dieses Gefühl auch noch nach diesem Trip mitnehmen in den nüchternen Alltag. Ich erkannte auch danach immer wieder, wie wertvoll es ist, mit "bright eyes" durch die Welt laufen zu können. Ich wusste zwar nicht, was ich da genau tat und wie ich das steuern konnte, aber ich konnte es seitdem immer wieder und immer öfter genießen. Nach diesem Trip war meine Wahrnehmung von unserer Natur und unserer Welt nie mehr wieder dieselbe. Dankbarkeit und Demut begleiten mich seitdem durchs Leben ....



Wir sind vielleicht nicht alleine hier auf diesem Fleckchen Erde ....

"Hey, Jungs, Zivilsation in ca. 100 m vor uns!" schrie ich lauthals, als ich den schmalen asphaltierten Güterweg weiter oben entdeckte. Einige Meter vor dieser kleinen Straße war anscheinend noch ein kleiner und einsam dastehender Gemüsegarten angelegt, der mit einem simplen selbst gemachten Holzzaun geschützt war. Das war zwar recht kärgliche Zivilisation, aber es bestand doch die Möglichkeit auf andere Menschen zu treffen, was eventuell unseren Flow und unseren Einklang mit Mutter Natur ja ein wenig stören konnte. M. und S. sahen gleichzeitig hoch, entdeckten auch sofort diesen kleinen Garten und es zog beide wie magisch dorthin. Ich ging langsam schlendernd weiter, doch M. und S. rannten mittlerweile schon hoch und waren auch bald am heißersehnten Ziel angelangt. Sie stiegen beide über den Zaun und ich hoffte nur, dass sie da jetzt nicht aus lauter Übermut irgendwelchen Mist bauten. Als ich endlich oben angekommen war, sah ich einen halbnackten S. am Boden kniend, ein frisch geerntetes Radieschen in der Hand und voller Lust und Freude am Geschmack dieses knackigen Gemüses frohlocken. Es folgten viele "Hmmm"´s und "Ahhh"´s und es schien ihm sichtlich zu schmecken. Auch M. war am schmatzen, doch er genoss lieber die roten Ribiseln, die prall von den Stauden herab hingen und nur darauf warteten geerntet zu werden.

Ich erfreute mich, auf der kleinen Straße stehend, an dem Anblick meiner Freunde, als ich aus dem rechten Augenwinkel etwas wahrnahm. Ich drehte meinen Kopf zur Seite und sah keine 30 bis 40 m entfernt ein älteres Ehepaar auf uns zukommen, beide schienen besonders interessiert und neugierig auf die beiden jungen Männer im Gemüsegarten zu schauen. Ich rief den beiden eher leise und verhalten zu: "Hey, da kommt wer, kommt da raus." Aber sie nahmen mich nicht wahr und als sie meinen Rufen endlich gewahr wurden, kam mir das ältere Ehepaar auch schon entgegen und einer der beiden fragte mich, woher wir denn so kommen? Ich schaute sie wahrscheinlich recht verdutzt und mit großen Augen (und Pupillen ^^) an, blickte die Wiese runter, auf der wir die letzten eineinhalb Stunden hoch spaziert waren, zeigte mit dem Finger auf unsere Lichtung, die ich gerade noch erahnen konnte und meinte ganz trocken: "Von da unten irgendwo ...."

Die beiden sahen sich erstaunt an, ließen ihre Blicke über M. und S. im Gemüsegarten schweifen und schauten danach wieder zu mir. Ich erkannte das riesengroße Fragezeichen in ihren Augen und meinte daraufhin sofort, dass wir da unten unser Lager aufgeschlagen hatten, hier die Natur ein wenig genießen und ich die beiden da im Gemüsegarten auch gleich wieder mit runter zu unserer Basis nehmen werde. Diese Antwort war wohl schon mehr nach ihrem Geschmack und somit zogen sie, sich freundlich verabschiedend, aber trotzdem noch sichtlich verwirrt, von dannen. Ich hätte in diesem Moment so gerne durch ihre Augen gesehen ....



Zurück zur Basis ....

Dieses Erlebnis hat uns dann doch ein wenig runter geholt, aber diese innere Zerrissenheit hielt zum Glück nicht lange an. Als wir so über diese unendlich weitläufig wirkende Wiese runter wanderten, Richtung Basis und Zelt, überkam uns in einem dieser wunderbaren Momente des Trips wieder der Übermut und die Leichtigkeit unseres Seins - nämlich als S. wieder mal gekonnt in eine dieser Rinnsaale stürzte. :) Als wir nach einiger Zeit wieder beim Zelt angekommen waren, wollte ich in den angrenzenden Wald gehen, den wir noch nicht erkundet hatten. M. wollte lieber mal ein wenig chillen und es sich gemütlich machen in unserem Lager, doch S. war sofort dabei. Als wir so den Wald hoch stapften, nahmen wir das Geräusch von Motorsägen und anderen großen Maschinen wahr, zuerst noch recht leise, doch je höher wir stiegen, umso lauter wurden diese Geräusche, die eindeutig von Forstarbeitern stammten. Wir wollten in unserem Zustand nicht unbedingt noch einmal jemanden begegnen, der nicht auf unserer Welle surfte, also haben wir die Richtung gewechselt, als wir den ersten Arbeiter ca. 100 m vor uns erblickten. Wir gingen also immer tiefer in den Wald und je weiter wir uns entfernten von den Arbeitern und den Geräuschen ihrer Maschinen, umso erstaunter waren wir über die Ruhe, die dieser Wald auf uns ausstrahlte. Jeder von uns war wahrscheinlich in seinem ganz eigenen "Film", doch irgendwie nahmen wir doch beide dasselbe wahr. Plötzlich schrie S.: "Hey, trin, schau mal hier! Was ist denn dieses weiße Dings da in dem Loch?"

An diesem Punkt schließt sich der Kreis und wir sind wieder bei den wütenden Erdwespen gelandet, die eines unserer letzten großen Abenteuer dieses Trips werden sollten - doch noch nicht das letzte. Als wir am frühen Abend dann alle wieder zusammen am Zelt saßen, ein Lagerfeuer anmachten und uns endlich unseren zweiten Joint rauchten, hörten wir aus der Ferne ein lautes ratterndes und knatterndes Geräusch, dass sich für unsere drei sensiblen Ohrenpaare eher bedrohlich anhörte. Wir sahen uns erschrocken an und als wir dieses Geräusch endlich einordnen konnten und es immer lauter und präsenter wurde, sahen wir auch schon die Ursache dessen. Ein Helikopter flog relativ tief über den Wald und auch über unsere Lichtung. Wir hatten ja ein Feuer an und durch unseren Ausnahmezustand wurden wir auch recht schnell ein wenig paranoid, wir dachten wirklich, dieser Hubschrauber ist deshalb über uns drüber geflogen, weil er uns auskundschaften wollte. :) Als aber nach einer halben Std. nix mehr zu hören, geschweige denn zu sehen war von diesem Helikopter, wurden wir wieder etwas entspannter und konnten uns kurz darauf endlich zurücklehnen und die anbrechende Nacht im LSD-Afterglow genießen.

Am nächsten Morgen wachten wir alle drei recht entspannt und gut gelaunt auf. Wir genossen noch gemütlich den Morgen und unser Frühstück und sind dankbar über dieses gemeinsame Erlebnis und dieser wunderbaren Reise wieder Richtung Auto gewandert und zufrieden und gut gelaunt wieder nach Hause gefahren.



Ich blicke zurück ....

Diese Geschichte ist schon gefühlte Ewigkeiten her für mich, trotzdem war es ein ganz besonders intensives Erlebnis mit meinen Freunden, welches ich wohl nie mehr vergessen werde. Natürlich betrachte ich das Ganze jetzt aus der Distanz und mit ganz anderen Augen, aber trotzdem wird mir immer öfter bewusst in meinem jetzigen aktuellen Leben, wo und wann die Weichen darin gestellt wurden. Dieser gemeinsame Trip mit M. und S. war so beeindruckend für mich persönlich, seitdem hat sich mein Blick auf die Welt total gewandelt. Ich wusste damals zwar noch nicht, was da genau passiert ist mit mir, aber seitdem kann ich mit offenen Augen ("bright eyes") durch die Welt laufen, ich respektiere Erdwespen und deren Zuhause noch mehr als eh schon und wenn ich einen kleinen einsamen Gemüsegarten sehe, muss ich meist laut loslachen ....















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