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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Feiern kann man so leider nicht
Drogen:Mischkonsum von Heroin und Kokain (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:anonym
Datum:18.06.2017 18:50
Set:übermüdet und hungrig, depressiv, unmittelbar vor Konsum gut gelaunt
Setting:erst bei einer Freundin, später durch die Stadt gelaufen und Bahn gefahren
Nützlichkeit:6,63 von 10 möglichen   (8 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Hallo liebe Community,

ich möchte ganz gerne einmal über mein gestriges Erlebnis schreiben, wo ich bei einer Freundin war. Da ich aktuell noch die Wirkungen der letzten Nacht spüre, fällt es mir jedoch etwas schwer, die richtigen Worte zu finden. Dennoch möchte ich es mal versuchen, meine mangelnde Kreativität zu ignorieren.

Gestern Abend war ich mit zwei Freundinnen verabredet. Ich war auf dem Weg zur Freundin 1 und als ich da war, war Freundin 2 noch nicht da. Die letzten Tage ging es mir allerdings nicht so gut. Ich hatte insgesamt die letzten Wochen zu wenig geschlafen und auch viel gegrübelt über Dinge, die ich sowieso nicht ändern kann. Normalerweise höre ich regelmäßig positive Affirmationen, um meine Gedanken ins Positive zu lenken, was ich die letzten zwei Wochen jedoch vernachlässigt hatte. Jedoch schlug meine Stimmung sofort in Euphorie um, als ich Freundin 1 wieder traf. Sie erzählte mir tolle Dinge und steckte mich sofort mit ihrer guten Laune an.

Freundin 2 war auf dem Weg zu uns und wollte wissen, ob wir heute noch weggehen würden. Ich war grundsätzlich nicht abgeneigt, Freundin 1 konnte jedoch nicht mit, da sie am nächsten Morgen früh aus dem Haus musste. Doch trotz der eher ungünstigen Situation wurden Freundin 1 und mir um ca 21:00 von einem Unbekannten Türkisches Heroin #3 in die Nase eingeflößt. Da der Unbekannte jedoch Angst hatte, dass wir aufhören könnten zu atmen, flößte er uns nur mikroskopisch kleine Dosen ein, bis er ein Gefühl für den Reinheitsgrad entwickelte. Insgesamt hatte Freundin um etwa 22:00 pi mal Daumen 30mg intus und ich 20mg. Genaue Angaben kann ich leider nicht machen, da der Unbekannte das nicht abgewogen hat, sondern nur nach Augenmaß beurteilte.

Freundin 1 erzählte mir fröhlich, was sie in letzter Zeit erlebt hat und was sie in Zukunft gerne machen möchte, während ich still und strahlend zuhörte. Mir wurde warm, obwohl das Fenster weit offen war und es draußen eigentlich eher frisch war. Es tat gut, ihr zuzuhören, doch gelegentlich konnte ich ihr nicht mehr folgen. Meine Konzentration begann alle paar Sekunden abzureißen, sodass ich den Faden über das, was sie mir erzählte, verlor und ich mich immer wieder in die Geschichte einfriemeln musste, um ihr weiter folgen zu können. Gelegentlich stellte ich ihr ein paar Fragen, obgleich es in mir ganz still wurde. Ich wurde zum stillen Beobachter meiner selbst und dessen, was um mich herum passiert, ganz selig und ruhig.

„Irgendwie macht das Heroin echt euphorisch“, sagte Freundin 1 zu mir. „Ja schon“, antwortete ich, „aber es ist eher unterschwellig, sodass man es fast gar nicht merkt.“ „Hä, ne?“, entgegnete sie. „Naja, ich meine, dass es nicht so aufdringlich ist wie Ecstasy zum Beispiel. Es fühlt sich mehr an, als komme es von einem selbst.“ - „Achso, ja“, stimmte sie ein.

Dann klingelte es auch schon bald und Freundin 2 kam vorbei. Ich war etwas nervös, weil sie eigentlich eher gegen harte Drogen ist, aber letztendlich war das alles kein Thema. Wir unterhielten uns über viele schöne Dinge und beschlossen dann, dass Freundin 2 und ich noch feiern gehen würden, wenn Freundin 1 schlafen gehen muss.Wieder fiel es mir schwer, mich zu konzentrieren, obgleich man mir nichts anmerkte. Allerdings hatte ich einen ziemlich starken Juckreiz, der mich immer wieder ablenkte. Freundin 1 fing immer wieder an, für Sekunden wegzudösen und wieder aufzuwachen, während Freundin 2 und ich uns unterhielten. Allerdings war es dann auch schon etwas 00:30. Freundin 2 bot uns noch Bier an, das wir jedoch aus Angst vor der Atemdepression dankend ablehnten. Als sie später rauchen ging (ca 00:40), flößte der Unbekannte uns beiden noch je ca 5mg ein. Die Euphorie verstärkte sich, jedoch nahmen auch die Konzentrationsprobleme und der Juckreiz zu. Ich erkannte auch visuelle Effekte. Die Farbgebung veränderte sich leicht ins Bläuliche und die Konturen wurden weicher. Das konnte jedoch auch an der Veränderung der Pupillen liegen. Als ich in den Spiegel sah, war ich erstaunt über meine Augen und bewunderte meine eigene Augenfarbe. Dann fiel mir ein, dass es vielleicht etwas ungünstig ist, dass sie so hell sind, da man so ja gar nicht verstecken kann, dass man konsumiert hat. Obwohl ich mir Sorgen darüber macht, berührten mich die Gefühle nicht.

Was mich jedoch negativ überraschte, war, dass das Heroin nicht gegen meine Schmerzen im Bein half. Das Bein tat aufgrund zwei kurz aufeinanderfolgenden Unfällen schon sehr weh, doch obwohl ich konsumiert hatte, hatte ich trotzdem die selben nervigen Schmerzen.

Um 1:25 beschlossen Freundin 2 und ich, dass wir noch in einen Club gehen wollten, sodass mir der Unbekannte nochmal um die 50mg Kokain in die Nase flößte. Das war sehr interessant, da ich zwar die Wirkung spürte, jedoch gar nicht das Bedürfnis hatte, laut herum zu lachen oder anderweitig abzudrehen, wie ich es sonst vom Koks hatte. Im Gegenteil gefiel es mir, extrem nett und liebevoll zu sein. Andere Menschen glücklich machen und mich an ihren strahlenden Gesichtern erfreuen. Und es war wunderschön!

Als Freundin 2 und ich herumliefen, tat mir das Bein weh und ihr der Kopf, doch trotzdem wollte ich ihr unbedingt meine letzte Ibu geben. Das wollte sie jedoch nicht, weil ich ja selbst Schmerzen hatte, doch ich wollte es unbedingt. Das Projekt „Ibu geben“ scheiterte letztendlich daran, dass ich meine Ibu zuhause vergessen hatte.

Doch dann überkam mich ein totaler Liebesflash und ich umarmte sie plötzlich ganz innig und erzählte ihr sehr ausführlich, wie lieb ich sie habe und wie glücklich ich darüber bin, sie wieder zu sehen. Sie freute sich sehr darüber und dann liefen wir gemeinsam mehrere Kilometer durch verschiedene Stadtviertel zum Club. Während des Weges wurde meine Atmung teilweise etwas asthmatisch, wie ich es von zu viel Kokain bereits kannte. Vermutlich lag es daran, dass der Mischkonsum sehr anstrengend ist für den Kreislauf. Während wir herumliefen, und das hätten wir ewig tun können, so schön war das, juckte mir immer mal wieder die Nase und das Gesicht.

Irgendwann kamen wir an einem Falafelladen an. Wir wollten nämlich etwas essen, da ich ohnehin Hunger hatte und so aßen wir. Das Essen fiel mir schwerer als sonst, war jedoch nicht unmöglich. Doch es war ein ganz besonderes Erlebnis. Ich konnte jede einzelne Zutat herausschmecken, jedes Zimtkorn, jede Knoblauchzehe. Es war ein einziges Fest in meinem Mund. Die Vielfalt der Geschmäcker, die auf meiner Zunge tanzten, beeindruckte mich sehr. So war jeder Bissen etwas ganz Besonderes. Zudem trank ich einen frischen Minztee. Auch dieser schmeckte so unglaublich gut, so frisch und einzigartig. Ich hatte vergessen, wie GUT Minztee eigentlich schmeckt. Es war unglaublich!

Nachdem wir lange gegessen hatte, bewegten wir uns endlich in die Richtung des Clubs, in den wir wollten. Doch während uns immer mehr Menschen entgegen kamen, veränderte sich etwas in mir (es war ca 2:30). Ich konnte anderen Menschen nicht in die Augen sehen und die Tatsache, dass sie mich ansahen, bereitete mir Unbehagen. Außerdem sah ich überall in eigentlich fremden Menschen die bekannten Gesichter der Menschen, die einmal nicht so nett zu mir gewesen waren. Es war verstörend, doch gleichzeitig ging es irgendwie an mir vorbei. Nach wie vor war ich nur ein stiller Beobachter und all diese Eindrücke berührten mich nicht.

Als wir am Club angekommen waren, standen da jede Menge Streifenwagen. Aus unerklärlichen Gründen machten sie mich nervös. Ich bat Freundin 2 darum, nochmal einen Busch zu suchen, da ich meine Wasserflasche verstecken musste, die man ja nicht mit in den Club nehmen darf, und so taten wir das. Währenddessen kamen uns immer wieder gröhlende taumelnde Menschen entgegen. Freundin 2 war direkt gereizt, weil sie keine Lust hatte, von denen angegraben zu werden und mir ging es ähnlich. Am Eingang es Clubs war Einlassstop. Doch trotzdem fragten wir die Türsteher, ob es voll ist. Die logen uns jedoch dreist an, indem sie sagten, es sei nicht voll und nicht leer, weswegen wir uns dagegen entschieden, reinzugehen.

Da es schon 3:55 nachts war, waren wir uns nicht sicher, ob es sich noch lohnt, irgendwo reinzugehen, da Freundin 2 auch bald schlafen gehen wollte und wir nicht unendlich viel Geld für wenig Zeit im Club ausgeben wollten. Irgendwie war meine Euphorie auch nicht mehr da, stattdessen war sie einer inneren Leere gewichen. Ich war wie auf Autopilot und mir war alles egal. Doch trotzdem hatte ich noch den Juckreiz und die innere Wärme in mir, welche sich jedoch nur auf das physische Temperaturempfinden beschränkte.

Als wir wieder im alternativen Viertel waren, sahen wir die Absinthbar. Ich äußerte meinen Ärger darüber, dass ich Heroin genommen habe, da ich ja nun keinen Absinth trinken konnte. Freundin 2 fand das auch schade, doch wir beschlossen, beim nächsten Mal einen Absinth zu trinken. Stattdessen suchten wir nach einer anderen Bar, wo man auch alkoholfreie Getränke für mich und Bier für Freundin 2 trinken konnte. Auf der Suche wurden wir mehrfach von besoffenen Kerlen bedrängt. Freundin 2 reagierte aggressiv, während ich abwesend das Geschehen beobachtete. Es war, als wäre ich ein Geist, der von außen betrachtet das ganze Szenario beobachtete. Interessanterweise suchten die Menschen auch eher den Kontakt zu Freundin 2 als zu mir, da ich ohnehin nicht wirklich da war.

Dann fanden wir eine Bar, die geöffnet hatte und gingen hinein. Als wir drinnen waren, trafen wir auf tiefe Abgründe. Graue Betonplatten und eine Menge besoffener Menschen, die jeder für sich auf klebrigen Boden zu schäbiger Musik tanzten. Es war ein seltsames Bild. Wir standen keine fünf Sekunden, als uns von hinten ein siffiger Typ umarmte und fragte, ob wir Spaß hätten. Freundin 2 machte sich wütend los, während ich noch gar nicht realisiert hatte, was eigentlich vor sich ging. Als wäre ich irgendwie dissoziativ. Wir verließen die Bar so schnell wie wir gekommen waren und kauften das Bier an der Bar gegenüber.

Dann liefen wir einen Kilometer weiter und kamen an einen Flohmarktplatz. Als wir dort ankamen, wurden wir erst einmal stutzig, weil da jede Menge Menschen mit Kopfhörern in einem Käfig standen und tanzten. Freundin 2 wollte wissen, wie viel das kostet, aber zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht besonders motiviert war, noch irgendwie unter Menschen geschweige denn feiern zu gehen. Am liebsten wollte ich einfach nur rumliegen und entspannen zu gemütlicher Musik. An diesem Punkt erkannte ich, dass Heroin definitiv keine Partydroge ist. Mein Unbehagen unter Menschen kam einer Reizüberflutung gleich. Und irgendwie war es auch seltsam, dass alle Kopfhörer trugen und nicht zur selben Musik tanzten. Da hätte ich mich doch auch genauso gut mit einem MP3-Player neben den Zaun stellen können und das Eintrittsgeld gespart. Es hörten ja nicht einmal alle die selbe Musik. Freundin 2 und ich diskutierten noch eine Weile darüber, während wir uns auf eine Holztreppe setzten.

Dann gesellte sich ein Mann zu uns und fing ein Gespräch mit Freundin 2 an. Ich starrte in der Zwischenzeit abwesend die stille Mengenmenge im Käfig an und versuchte die Musik zu identifizieren, die sie hörten. Relativ schnell erkannte ich, dass blau aktueller Pop aus den Charts ist. Grün waren die Neue Deutsche Welle und Songs aus den 80ern und 90ern. Rot konnte ich leider nicht identifizieren. Währenddessen bekam ich nebenbei das Gespräch mit, das Freundin 2 und der fremde Mann führten. Ich war relativ schnell genervt von ihm, weil er sich über praktisch alles beschwerte, was nicht so ist wie früher. Er sprach vom 3. Weltkrieg, beklagte sich über Online-Dating und das Internet generell und wie die Menschheit sich zum Negativen verändert hätte. Innerlich machte mich das aggressiv und ich dachte nur, dass er doch bitte die … halten soll, aber diese Gedanken blieben tief in mir, an einem Ort, wo sie mich nicht berührten. Es ist sinnlos, aggressiv zu sein, doch ist es viel schöner, wenn man einfach offen bleibt und sich nicht vor Neuem verschließt. Ich lag so da, beobachtete die Menschen und döste immer wieder kurz weg. Wachte wieder auf, döste wieder weg. Nicht einschlafen! Nebenbei juckte wieder meine Haut. Nicht einschlafen!

Als der Fremde sich kritisch zum Berufswunsch von Freundin 2 äußerte, sagte ich dann doch etwas. Nicht aufdringlich, aber ich machte deutlich, dass es nicht unbedingt immer alles schlecht sein muss. Ebenso wie Online-Dating. Sicherlich ist nicht jeder dafür gemacht, doch auch online gibt es ja Menschen, die sich dort finden und glückliche Ehen führen. Die Negativität störte mich nämlich.

Weil ich die meiste Zeit abwesend war, sprach er irgendwann aus, dass ich komplett weg bin und fragte mich, was ich so mache. Da erzählte ich ihm, dass ich einen Umzug plante, und er erzählte mir, dass er demnächst wahrscheinlich ein WG-Zimmer frei haben wird. Wir tauschten Kontaktdaten aus, für wenn mal ein WG-Casting ist.

Freundin 2 und ich trennten uns dann um 5:00 und so fuhr ich allein nach Hause. In der Bahn döste ich jedoch immer wieder weg, und kurz darauf schreckte ich immer wieder hoch, weil ich nicht zu weit fahren wollte. Immer wenn ich einschlief, tauchten starke visuelle harmonische Traumbilder vor meinem inneren Auge auf. Als würde ich im Wachzustand träumen. Nebenbei musste ich mich immer wieder kratzen, weil mein Gesicht juckte.

Ich sah ungerne die Menschen um mich herum an, ihre Nähe überforderte mich. Irgendwie fühlte ich mich wie Elliot von Mr. Robot, welcher auch nicht mit sozialen Interaktionen zurecht kam. Ich war ängstlich und fragte mich, ob die anderen Menschen wohl merkten, was mit mir los ist. Nein Quatsch, korrigierte ich mich selbst. Die meisten Menschen sind besoffen und unwissend.

Dann musste ich 30 Minuten warten wegen der Umsteigezeit, weswegen ich beschloss, spazieren zu gehen. Dummerweise trat ich jedoch beim Hinuntersteigen des Bordsteins zu fest mit dem verletzen Bein auf, weswegen ich beißende Schmerzen hatte. Ich fluchte und humpelte und fühlte mich innerlich leer. Auf einmal erkannte ich, dass da einfach nichts ist. Kein Schmerz, keine Freude, keine Angst. Einfach nichts. Als wären sämtliche Gefühle in mir gestorben. Nur die Leere, das Nichts und das schmerzende Bein, was mich immer wieder Flüche ausstoßen ließ. Ich setzte mich nieder, umklammerte mein Knie und sah auf die andere Seite der Straße. Büsche. Schienen. Nichts.

Dann kam ein Mann auf mich zu, der den Bordstein entlang ging. Ich bekam Angst und hoffte, dass er mich nicht ansprechen würde. Würde er mich belästigen? Nein, das würde er nicht. Aber was wenn doch? Ich kann doch gar nicht schnell laufen. Was ist das überhaupt für ein bescheuertes Schmerzmittel? Das wirkt ja gar nicht gegen Schmerzen!

Der Mann ignorierte mich und ich war erleichtert. Schau, er will genauso wenig mit dir zu tun haben wie du mit ihm, dachte ich. Dann beschloss ich zurück zum Bahnhof zu humpeln.

Direkt neben mich setzten sich drei vom Alkohol gezeichnete Betrunkene, die sehr lustige Gespräche führten. Auch wenn ich im Zombiemodus vor mich hinstarrte, erfreute ich mich innerlich an ihren Witzen. Sie waren gut gelaunt und das gefiel mir.

Wieder in der Bahn döste ich weg, träumte, schreckte wieder auf. Wunderschöne Träume. Müde. Doch als ich endlich angekommen war, wusste ich erst gar nicht, ob ich es schaffen würde, aufzustehen. Es war jedoch kein Problem.

Dann lief mir ein Bekannter über den Weg, vor dem ich meinen Konsum eigentlich eher verstecke, weswegen ich etwas nervös war. Generell wollte ich eigentlich nicht, dass es zu viele Menschen mitbekommen. Ich war ängstlich, aber sehr nett zu ihm und wir unterhielten uns etwas. Dennoch versuchte ich mich schnell zu verabschieden und sagte, dass ich sehr müde bin. Er überraschte mich mit einer Umarmung. Ich war verwirrt. Hatte ich etwa mit meiner ängstlichen Erscheinung seinen Beschützerinstinkt geweckt? Oder war er nur betrunken und mochte mich? Umarmungen.. Hä?

Mit dem Fahrrad nach Hause zu kommen, war unkomplizierter, als ich es mir vorgestellt hatte. Wie auf Autopilot fuhr ich die Straßen entlang und hielt sogar alle Verkehrsregeln wie damals in der vierten Klasse ein. Es war, als wäre ich ausgeschaltet und funktioniere nun einwandfrei. Zuhause angekommen brachte ich sogar noch trotz Müdigkeit den Müll raus. Das hatte ich seit zwei Wochen nicht mehr gemacht aufgrund von zu viel Stress und Termindruck. Ein belastender Faktor weniger.

Einschlafen war unkompliziert. Ich machte eine Audiodatei mit positiven Affirmationen an und fütterte mein Gehirn mit positiven Vibes. Doch am nächsten Morgen, also heute, mochte ich gar nicht wirklich aufstehen. Es ist brüllend heiß draußen, doch mein Körper wollte Schlaf, mehr Schlaf. Der Gedanke, für nur drei Stunden in die Stadt zu fahren, kam mir nicht lukrativ genug vor. Deswegen habe ich mich entschieden, heute zu gammeln und diesen Tripbericht zu schreiben. Nach wie vor fühle ich mich noch etwas matschig, obwohl der letzte Konsum nun 18 Stunden zurück liegt. Ich hoffe jedoch, dass ich gedanklich wieder komplett fit bin, wenn ich morgen zur Arbeit muss. Etwas lästig finde ich es schon, dass es noch so lange wirkt. Das bedeutet, dass man sehr genau überlegen muss, wann man das nehmen möchte. Ich würde sagen, dass Heroin für mich nicht besonders alltagstauglich ist, da es den Antrieb sehr mindert und ich sehr menschenscheu und dissoziativ geworden bin. Grundsätzlich würde ich sagen, dass es für wenige Stunden sehr angenehm ist, aber im Anschluss sehr lange lästig nachwirkt. Die Kombination mit Kokain war interessant, da der Antrieb etwas gesteigert wurde und die Kombination eine empathogene Wirkung erzielt hat. Jedoch war es durchaus eine Belastung für den Kreislauf.

Hoffe, dass der Bericht in irgendeiner Weise nützlich ist.
Liebe Grüße!






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