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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Ketamin - Besuch in der Schaltzentrale und plötzlicher Tod
Drogen:Mischkonsum von Ketamin, LSD und Cannabis (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:Abulafia
Datum:13.09.2017 11:53
Set:Erste Nacht eines Psy Party Wochenendes im Freundeskreis, ausgelassene Stimmung nach 10 Stunden
Setting:Stockdunkler Raum in meiner Wohnung - Sicht 0 - Liebevoll verbundener Tripsitter an Board
Nützlichkeit:3,86 von 10 möglichen   (7 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Es hat sich inzwischen ein internationaler Freundeskreis bzw. psychonautischer Zirkel gebildet, der sich in diesem Jahr zum vierten Mal getroffen hat.
Die Partys gehen das ganze Wochenende und sind hervorragend organisiert und vorbereitet.
Musik, Deko, kulinarische Versorgung, Chillout- und Rückzugsmöglichkeiten und eine ausgefeilte Substanz-Choreographie…
Wir waren diesmal acht Erwachsene und zwei Kinder zu Beginn des Wochenendes.
Party Start war mit Lowdose LSD / MDMA oder Candyflip, Beatles, Malen und Wortassoziationsspiele an der Wand.
Psychonatisches Spielzeug wie Fidget Spinner, Glasfaser Lichter, leuchtende Armbänder, etc. wurden gereicht.
Gegen 24:00 Uhr sind sieben zur Lokation für das restliche Wochenende aufgebrochen.
Es wurde getanzt, gekuschelt, gevögelt und das Erlebnis mit kleinen Dosen Keta aufgehübscht.

Später am Abend tanzte ich mit meiner Freundin und wir machten uns heiß mit ‚nem kleinen Blowjob auf der Tanzfläche. Dann musste sie mal für kleine Königskinderund ging Richtung Bad.
Ich zog eine ordentliche Menge Keta – per Augenmaß aus dem neuen Keta-Glasmörser und folgte meiner Freundin auf die Toilette und hatte eher sexuelles und vielleicht ein bisschen Grenzerfahrung im Sinn, aber das glitt mir dann schnell aus den Fingern.

Ich kam spontan auf die, im Nachhinein ziemlich unkluge Idee das Licht in dem Bad ohne Fenster auszuschalten, was zuerst eine angenehme Atmosphäre des Fühlens und der Vertrautheit erzeugte.
Aber dann übermannte mich der Rausch und das hier und jetzt verblasste ruckartig.

Die mir bekannten und geliebten Visionen und Bilder aus dem atomaren Hintergrund der Welt tauchten wieder auf, wie ich es von vielen Reisen in das K-hole kannte.
Der Blick und das Verständnis für das Gerüst oder nennen wir es Matrix aus dem die Welt aufgebaut ist.
Doch diesmal ging es weiter- in die Räume der Schaltzentrale sozusagen.
Mehrere Ströme von Sinneseindrücken und äußeren Einflüssen ziehen an mir vorbei.
Das sind zum Beispiel die olfaktorische, visuelle oder akustische Wahrnehmung und die Bewertung erfolgt durch Sinnesorgan Fähigkeit und die Interpretation der Reize, bzw. der Gesamtsituation im Gehirn.
„Karten“ mit Geräuschen, Bildern und Worten strömen auf mich ein.
Es sah aus wie parallele Reihen von Informationen oder Realitäts-Türen.
(Erinnert sich jemand an die Tür Förderbänder in „Die Monster AG“? So ähnlich…. Nur mehrere nebeneinander)

[img]https://goo.gl/images/ftToKA[/img]

Ich steh mitten im Strom und kann auf Sie reagieren oder eben auch nicht.
Die Folgen des Handelns oder Nichthandelns erscheinen in einer Art Kartenfächer, der mit unterschiedlicher Farbe und Helligkeit unterlegt ist.
Von hell Gelb, über Orange, Rot, Braun bis Schwarz.
Die Farbe und der Helligkeitsverlauf sind eine Hinweis bzw. geben Aufschluss über die Vitalität (Wie Förderlich für ein Fortbestehen ist die Handlung.) dieser Entscheidung.

Ich erinnere nicht mehr welchen fatalen Fehler ich dann gemacht habe, bzw. auf was ich wie reagiert habe und wie mein Eingriff aussah, aber ich verursachte einen von mir nicht mehr aufzuhaltenden Kurs ins dunkelbraune, alle zur Verfügung stehenden Karten – Optionen waren dunkel und dunkler und gingen unaufhaltsam ins Schwarz.
Bumm – game over. Schwarz. Ich war tot.

Scheiße, was war schief gelaufen? So war das nicht geplant.
Es kam kein Entsetzen oder Panik auf, es war eher ein Verstehen, das man jetzt eben wieder in den Warteraum geht, aus dem dann wieder ein neuer Start gemacht wird.
Doch Enttäuschung kam auf, da ich nicht bereit war und gerade im Moment noch so viel vorhatte.
Dann katapultierte mich eine Kraft in die Höhe über den vor sich hin rasenden Kartenstrom, es fühlte sich an wie ein Bonusleben im Spiel Subway Surfer. Ich flog und unter mir der neu gestartete Zug meines Lebens.
Es blitzte lila und grellgelb vor mir auf und ich tauchte wieder ein in den Strom – mein Leben ging tatsächlich weiter.
Ich versuchte nun wieder Zugang zur Realität zu bekommen, aber das gelang mir nicht.
Durch die vollkommene Dunkelheit und mein zwischenzeitliches darnieder sinken fehlte mir jeglicher Startpunkt. Ob ich die Augen offen oder geschlossen hatte, machte keinen Unterschied mehr und mir fehlte die Zuordnung im Raum – Wo war oben, wo war untern.
Ich wusste nicht wo ich war und kam nicht zurück.
Ich konnte meine Freundin hören und fühlen, aber ich hatte das Gefühl eine Realitätsebene entfernt zu sein und sie nur durch ein kleines Loch erreichen zu können.
Sie versuchte mich aufzurichten, aber ich drückte in meiner Wahrnehmung nur gegen dieses kleine Loch das ich nicht durchdringen konnte und konnte, wie ich spürte und Sie mir auch sagte, keinerlei Körperspannung aufbauen. Ich war wie ein Sack Kartoffeln.

Traurigkeit und Verzweiflung machte sich in mir breit.
Ich war verloren, hängen geblieben, hatte mich verlaufen.
Ich flüsterte ihr zu „I need an anchor“, also irgendeinen Startpunkt, eine Orientierung an dem ich meine Wahrnehmung wieder festmachen kann. Ich weiß nicht ob sie verstand was ich sagen wollte, aber ich spürte auch ihre zunehmende Verzweiflung mit der Situation umzugehen.
Minuten später konnte ich nach weiterem Reden den Toilettensitz über mir ertasten und dadurch einen solchen Einstieg finden, der mich wieder in die Realität zurückführte.
Sie brachte mich direkt ins Bett aber wir sprachen noch über den intensiven Trip,
da sich meine geistige Verfassung direkt auch körperlich geäußert hatte.
Sie hatte mich in ihren Armen tatsächlich sterben gefühlt, also was Atmung, Puls und körperliche Reaktionen anging.
Sie war ziemlich besorgt und angefasst.
Mir haben ihre Nähe und der Beistand sehr geholfen nicht in Panik zu verfallen und auch den Weg zurück zu finden.








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