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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Ein verwünscheltes Wunderland
Drogen:Mischkonsum von LSD, MDMA und Cannabis (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:HerbIsTheHealing
Datum:04.11.2017 13:44
Set:Mehrtägiges Goa-Festival
Setting:Vorfreude, Gespanntheit
Nützlichkeit:7,83 von 10 möglichen   (6 Stimmen abgegeben)

Bericht:

1. Vorwort:

Liebe Ldt-Community!

Nach nun gut einem Jahr des Mitlesens möchte ich einige Erfahrungen mit euch teilen und meine Kenntnisse der deutschen Sprache wieder mal auf die Probe stellen…*g*
Aus diesen Gedanken heraus entstand dieser Bericht.
Zuerst zu meiner Person: Ich bin männlich, 19 Jahre alt komme aus dem wunderschönen Österreich mit leider weniger schönen Traditionen und Leuten und habe dieses Jahr meine Matura (Abitur) abgeschlossen. Ich mache zurzeit meinen Zivildienst und habe vor danach zu studieren. Ich halte mich für einen weltoffenen, netten Menschen und versuche das auch der Außenwelt zu übermitteln. Ich kiffe seit inzwischen gut 2 Jahren sehr regelmäßig, mit immer wieder mal ein, zwei Wochen Pause. Meine Erfahrungen beliefen sich auf einige LSA-Trips, MDMA, Speed, und wie schon gesagt Cannabis in verschiedensten Sorten und Konsumformen.
Das Erlebte ereignete sich im Sommer 2017, ungefähr 2 Wochen nach meiner letzten Prüfung auf einem mittelgroßen mehrtägigen Goa-Festival, welches auch das bis dato größte war, das ich besuchen durfte. Es ging von Donnerstag bis Montag wobei die Musik von Donnerstag Abend bis Sonntag Abend durchspielte. Ich bin zwar sowieso verfrüht abgereist aber dazu später mehr. Ich werde viele Details, an die ich mich erinnern kann hier wiedergeben, von der Anreise bis zur Abreise und das Ganze als Geschichte erzählen. Da ich solche Berichte persönlich am allerliebsten lese, wollte ich mich auch mal darin versuchen. Wer hier also nur über den eigentlichen Trip lesen möchte, kann gerne runterscrollen.

2. Beschwerliche Anreise und Gleichgesinnte

Der Plan diesen Sommer ein mehrtägiges Goa-Festival zu besuchen stand schon seit ein paar Monaten. Ursprünglich wollten meine liebe Freundin, ein gemeinsamer und guter Freund, nennen wir ihn hier Abraham, und ich das Festival besuchen. Da meine Freundin aber leider berufsbedingt absagen musste machten nur Abraham und ich uns auf den weiten Weg mit Bus und Bahn, da wir beide noch keinen Führerschein besaßen. Die Anreise war mit Zelt, Pavillon, Campingstühlen und Gepäck dementsprechend hardcore. Auf den Zug der uns in die nächstgrößte Stadt des Festivals bringen sollte, mussten wir dann auch gut 90 Minuten warten, aber unsere Vorfreude konnte dadurch nur ein kleines bisschen gesenkt werden. Diese 90 Minuten am Bahnsteig nutzten wir dann auch, um uns nach anderen Festivalbesuchern umzusehen und die langweilige Zeit mit ein paar Gesprächen zu überbrücken. Wir wurden relativ schnell fündig, wenn diese 2 Jungs auch die Einzigen waren, die gemeinsam mit uns diesen einen Zug als Anreisemittel gewählt hatten. In den folgenden Zeilen nenne ich die beiden Günther und Manfred. (Namen natürlich geändert) Die 2 machten einen etwas proletigen, gescherten, wenn auch freundlichen Eindruck. Und da wir sowieso nur zu zweit waren, entschieden wir uns kurzerhand dazu unser Lager am Festival gemeinsam mit ihnen aufzuschlagen. Auf der Hinfahrt passierte nichts weiter Erwähnenswertes und viel später als geplant aber doch, kamen wir auf dem Festivalgelände an.

3. Welcome

So, da bin ich nun, erstmal von den Eindrücken geflasht und auf meiner ersten großen Goa. Anfangs vielleicht noch viele Hunderte, später aber auf jeden Fall tausende herumwuselnde Menschen, der trockene Staub, die heiße Nachmittagssonne. Es sei gesagt, die Location ist die vermutlich menschenfeindlichste Umgebung (mit Ausnahme des Mainfloors) in der ich jemals feiern durfte. Es handelt sich im Grunde um eine riesige Baugrube oder Schottergrube. Die einzige Vegetation auf den Campingplätzen beläuft sich auf ein paar vertrocknete Grashalme, ansonsten nur Stein, Schutt und Geröll soweit das Auge reicht. Vor allem die Hitze, zwischen 30 und 35 Grad im Schatten, machte einem extrem zu schaffen. Wir suchten uns einen Platz auf der „Wiese“. Eben nur vertrocknetes, hartes Gras, aber immer noch besser als mitten im Staub und Schutt zu campen. So… Sachen abstellen, Campingsessel aufstellen und erstmal ein Tütchen rauchen. Ich hole meine 20g feinstes Cannabis, Sorte leider unbekannt, die ich für dieses Festival gekauft hatte aus dem Gepäck und drehte eine fette Tüte.

4.Der Rausch kann beignnen!

Wir sind keine 5 Minuten da, ich rauche gerade genüsslich, da kommt schon der erste Besucher um mit uns zu reden. Es handelte sich um einen deutschen Besucher der weit reiste. Verstehe ich nicht, bei den vielen geilen Festivals in D aber wenn er meint. Nach ein paar kurzen Worten des Begrüßens kommt er zum Wesentlichen: „Braucht ihr Jungs irgendwas? LSD, Teile, MDMA, Ketamin, Pilze, Koks?“ Oha… dachte ich mir, so läuft das hier also. Auf den Veranstaltungen auf denen ich bisher war, musste man sich immer auf die Suche nach dem Zeuch machen, hier kommt das Zeuch also zu dir *g* Wir waren fürs erste durchaus am MDMA interessiert aber Günther meinte, es wäre absolut nicht nötig welches zu kaufen. Der erste Tag verging und noch viele weitere Anbieter machten ihre Runden auf dem Zeltplatz um ihr Zeuch zu verkaufen. Wir rauchten noch viele Tüten und irgendwann meinte Günther er geht jetzt Zeuch holen. Abraham und ich dachten uns nichts weiter dabei, aber als er dann mit 20 Trips, mehreren Gramm Keta, mehreren Gramm MDMA, mehreren Gramm Koks und ungefähr 50 Teilen wieder kam staunten wir nicht schlecht. Wie sich herausstellte war Günther schon seit vielen, vielen Jahren in der Szene und finanzierte sich seinen Konsum auf den Festivals quasi durchs Ticken mit. Die 3 Jungs legten fleißig los und viele Lines später war auch ich bereit mir eine gute Line MDMA zu gönnen. Da ich aber quasi bis auf das bisschen High noch nüchtern war, brannte es höllisch in der Nase aber was soll’s. Ein halbes Teil wurde 45 Minuten später nachgelegt und wir gingen alle zum Mainfloor um mal eine gehörige Runde zu dancen. Ich werde jetzt hier nicht näher auf den Rausch eingehen, da bis auf wenige Ausnahmen so gut wie alle Räusche mit dieser Droge gleich sind (Euphorie, Bewegungsdrang, Rededrang) und es in diesem Bericht ja eigentlich um’s Acid geht. Viele durchstampfte Stunden später liege ich im Zelt und kann erstaunlich schnell und gut einschlafen.

5. Der große Tag ist gekommen

Ich erwache irgendwann am Vormittag relativ gut ausgeruht und bereit für den großen Tag. Die Bässe der Mainstage sowie noch mehr der zweiten Stage kann ich von unserem Platz aus gut vernehmen und ruhig ist es eigentlich nie. Nach gemütlichem Guten-Morgen Joint und ein wenig tanzen sitzen wir am Nachmittag zu viert im Kreis. Für Abraham ist es die zweite Erfahrung, für mich die große Premiere. Das Acid hatte ich schon ein dreiviertel Jahr im Gefrierfach gebunkert. Es war aus dem Netz von einem Vendor mit ausschließlich guten Bewertungen. Der Reinheitsgrad wurde mit 98% angegeben und eine Pappe hatte 125 µg. Abraham und ich legten uns beide eine Pappe unter die Zunge. Ich lutschte sie bis sie sich fast gänzlich im Mund aufgelöst hatte und schluckte die Reste dann runter. Nun hieß es warten. Gekifft habe ich während des Hochkommens nicht mehr um die unverfälschte Wirkung genießen zu können. Ich liege im trockenen Gras und begutachte die Wolken. Die Stimmung ist entspannt und ausgelassen. Schon bald spüre ich den Bodyload, den ich schon von den LSA Trips kenne und freue mich auf den Trip. Nach gut 45 Minuten bemerke ich erste optische Veränderungen. Während ich in die hohen Wolkentürme starre, beginnen sich diese zu bewegen. Sie rotieren, bauen sich immer wieder auf, einfach wunderschön und majestätisch. Ich bin sehr begeistert und begutachte das Schauspiel noch eine Weile. Die Optics, die ich vom LSA kannte, waren weit nicht so spektakulär. Klar waren die Farben intensiviert und ein bisschen Morphen war auch dabei, aber dass ich so eindeutige Bewegungen erkenne war erst beim Acid der Fall.
Die Optics werden immer heftiger und der Raum beginnt sich zu verzerren. Mein Sichtfeld ist jetzt so wie bei dem Fischauge Effekt bei Videos. Ich starre an die Decke unseres Plastik-Pavillons und die zahlreichen kleinen Falten in der Plastikplane bilden die abstraktesten Muster und Formen. Es ging wohl in Richtung Azteken und Maya, denn auch den Kopf eines indigenen Schamanen konnte ich zwischen den Mustern erkennen. Die ganze Situation wird immer abstrakter und als irgendein Großchecker, der auch Günther mit großen Mengen Stoff zum Ticken versorgt, vorbeikommt und die beiden unter Beschimpfungen aber auf halbwegs entspannte Weise über Preis und Mengen diskutieren, kann ich nicht anders als einfach nur mehr zu lachen. Ich fand diese Situation so abstrakt… Ich, auf Acid mitten zwischen den argen Drogengeschäften. So direkten Kontakt mit so großen Mengen Zeuchs hatte ich noch nie. Das Ganze ging noch gut 30 Minuten dahin in denen ich eigentlich fast durchgehend lachen musste. Dann beging ich einen blöden Fehler. Ich kiffte. Leider holte mich meine Paranoia und Selbstunsicherheit durchs Kiffen wieder ein. An diesem Tag lief den ganzen Tag Darkpsy und Hitech auf der Mainstage und diese ganzen schrillen, schnellen Töne sorgten für akustische Hallus meinerseits vom Feinsten. Ich dachte mich hätte wer angesprochen, ohne dass es der Fall war. Ich hörte Stimmen, Gelächter. Nicht fröhlich, sondern hämisch und böse. Zum Glück habe ich nicht nachgelegt, denn mit dieser Menge vermochte ich es immer noch rational zu denken. So hörte ich zwar sehr lange dieses böse Gelächter, konnte mir aber noch sowas sagen wie: Ey, du bist auf Acid, das ist nicht echt, versuchs zu ignorieren. Tja, leichter gesagt als getan. Meine Grundstimmung schwankte daher von supertoll zu neutral bis unangenehm. Zum Glück hatte ich mich soweit im Griff noch zu wissen, dass ich das nur halluziniere und dadurch konnte ich mich einigermaßen beruhigen. Günther bemerkte offenbar meine Unsicherheit und so nahm er mich gemeinsam mit Abraham mit auf eine seiner Tick-Runden über den Campingplatz. Abraham gönnte sich übrigens permanent. Nach dem das Acid wirkte zog er noch Koka, Keta, nahm MDMA. Auf gut Deutsch ließ er einfach die Sau raus und konsumierte nach Belieben durcheinander und viel davon. Mich hätte es wohl schon nach halber Menge ausgenockt aber er schien es zu vertragen, denn er war eigentlich recht gut drauf. ( 😉 )

Meine Sicht war jetzt sowas von der absolut geile Megahammer. Als hätte jemand ein Video gemacht und abwechselnd gelb, rot, lila, grün Filter draufgelegt. Günther, der schon oft auf dem Festival war zeigte uns das ganze Gelände und mir war nicht bewusst wie groß das Ganze eigentlich war. Als wir auf einer Anhöhe angekommen waren, stand die Sonne schon sehr tief und genau über dem alten Turm und der alten Rennbahn. Es war einfach ein göttlicher Anblick. Ich hätte stundenlang dasitzen und staunen können. Die Leute die das Festival kennen wissen übrigens spätestens jetzt von welchem ich spreche. Als wir wieder am Zeltplatz angekommen waren wurde es langsam dunkel und meine gute Laune verflüchtigte sich leider wieder. Ich stattete der Mainstage noch ein paar Besuche ab, aber diese vielen bumdiadlzuaren (vollkommen druffen) Leute verschreckten mich ein wenig und der Darkpsy war mir für einen Acid Trip auf jeden Fall zu stressig. Ich liebe Progressive so richtig und versteht mich nicht falsch, auch zu einem Darkpsy Set kann ich auf schnellen Substanzen mal ordentlich abshaken, aber den ganzen Tag stundenlang nur mit Darkpsy beschallt zu werden war mir einfach vieeeel zu stressig. Nebenbei bemerkt stritten sich Manfred und Günther permanent und beschimpften sich die ganze Zeit. Das schien zwar bei ihrer Freundschaft ganz normal zu sein und keiner von ihnen war auch nur zu einem Zeitpunkt ungut mir gegenüber, ganz im Gegenteil, aber trotzdem war die Stimmung dadurch nicht Friede Freude Eierkuchen und so hätte ich mir das gewünscht. Also zog ich mich wieder ins Zelt zurück. Manfred meinte ob ich nicht ein bisschen MDMA dippen möchte, vielleicht würde das meine Stimmung aufhellen, aber ich verneinte dankend. Irgendwann unter Tags hatte Manfred mal gemeint einen Polizisten gesehen zu haben. Einen! Einzigen! Unter tausenden druffen Leuten! Aber nein, nix mit rational denken. Natürlich schob ich am Abend dann die krasse Paranoia. Ich verbrachte die restliche Nacht in meinem Zelt, musste aber im 15 Minuten Takt rausschauen um mich zu vergewissern, dass da jetzt eh keine Polizei mit Hunden durchgeht… LOL Ich habe mir auch mehrmals eingebildet Gebell zu hören, aber das kam vermutlich vom Hund der Nachbarn (armes Tier). Irgendwann fiel ich in den frühen Morgenstunden in einen erstaunlich ruhigen Schlaf.

6. Der Tag danach

Am nächsten Morgen erwachte ich bis auf einen leichten Afterglow nüchtern und war fürs Erste froh, den Trip hinter mir zu haben. Wir tauschten unsere Erfahrungen aus und rauchten noch einige Joints und Hütchen aus der Acrylbong von Manfred. Gegen Samstag Mittag schaffte ich es dann auch wieder an Akku für mein Handy zu kommen. Hier ein Dankeschön an die nette Dame vom Foodtruck, die trotz sehr viel Stress so lieb war, mein Handy aufzuladen. Nun schaffte ich es endlich meine Freundin zu kontaktieren. Diese machte sich sehr viele Sorgen um mich. Sie kifft zwar 1 mal die Woche in bisschen was mit mir und hat schon ein paar MDMA Erfahrungen hinter sich, aber trotzdem ist sie dem Thema Drogen gegenüber weit nicht so offen, wie ich es bin. Und da eigentlich ausgemacht war, dass ich mich regelmäßig bei ihr melde, das aber dann wegen mangelndem Strom für gut 24h nicht tat, war sie schon sehr gereizt. Ich konnte mir dann am Telefon anhören, dass es nicht nur drum geht wie es mir ginge und ja auch mal wer an sie denken könnte, da sie zu dem Zeitpunkt sehr viel Druck und sehr viel um die Ohren hatte. Ich hätte sie gerne beruhigen wollen, nur fielen mir die passende Worte dafür einfach nicht ein. Nach einem deprimierenden 45 minütigem Gespräch war meine Stimmung natürlich im Keller. Wir beide haben das heute schon ausgeredet, ihr war zu diesem Zeitpunkt leider nicht bewusst, dass sie mir damit das restliche Festival versaute. Ich bin ein sehr sensibler und fürsorglicher Mensch und mit dem Gedanken im Kopf, dass es ihr jetzt scheiße geht während ich auf einem fetten Festival bin, konnte ich einfach keinen Spaß mehr haben. Zum Glück wurde eine Freundin von mir, die auch auf dem Festival war mit dem Auto abgeholt und ich konnte so am Samstag Abend heimfahren. Vor hatte ich bis Sonntag Mittag zu bleiben, da ich am späten Nachmittag auf die Abschlussfeier meiner Schulklasse bei meinem KV zuhause musste (xD) Da traf es sich natürlich gut, dass ich schon einen Tag vorher heimfuhr und mich so noch ausruhen konnte und nicht komplett fertig und verballert auf die Feier fahren musste.

7. Fazit

Das Festival war eine super Erfahrung, aber mit etwas mehr Planung und den richtigen Leuten, könnte es zur perfekten Erfahrung werden und nicht nur zur super Erfahrung. Das LSD hat mich in eine wunderschöne, verwirrende, verwünschelte, beängstigende Welt entführt. Und trotz der Strapazen, die ich hatte, hat mir der Trip im Nachhinein betrachtet gut gefallen. Ich werde mich auf jeden Fall wieder auf eine Reise begeben, aber möchte wieder auf den passenden Zeitpunkt warten und nichts überstürzen. Meine Nächste Reise wird in einem entspannteren Setting in der Natur stattfinden, nicht unter so vielen fremden Menschen auf einem hektischen Festival. Das Setting war wohl für den allerersten Trip schlecht gewählt, aber daran kann ich jetzt ja auch nichts mehr ändern. Also liebe Leute, wenn ihr es bis hier geschafft habt, bedanke ich mich recht herzlich für’s Lesen. Ich hoffe meine Geschichte hat euch gefallen und unterhalten. Kritik sowie Fragen beantworte ich sehr gerne im Forum! Wenn Interesse für meine LSA Erfahrungen besteht, werde ich wohl auch darüber berichten.

Wünsche noch einen wunderschönen Tag,
Herb






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