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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Sinnkrieg [DMT - verdampft]
Drogen:Ayahuasca
Autor:karxo
Datum:04.01.2018 10:13
Set:Aufgeregt, entschlossen,
Setting:Zimmer, abends, Kerzenschein, Psychill,
Nützlichkeit:7,63 von 10 möglichen   (8 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Hallo meine lieben Mitmenschen,

hier meine Erfahrung mit NN-DMT BASE.


Hardfacts

- 50 mg + 20 mg
Inhaliert durch eine Plastikflasche + Alufolie

Vorbereitung

Ich hatte iwann das tiefe Bedürfnis eine tiefe psychedelische Erfahrung zu machen und kam auf die Idee DMT dafür zu benutzen.
Zuvor hatte ich eine leichte Erfahrung mit Changa-Samen. Aus dieser Erfahrung nahm ich mit, dass ich am Besten gleich "richtig" dosieren sollte.
Deswegen entschied ich mich für die hohe Dosis von 50 mg DMT -BASE, ich wollte einen Durchbruch. Eine Ich-Auflösung. Die Antwort.
Bis ich das DMT bekomme und ich damit trippe, vergehen zwei Wochen. So war ich gut vorbereitet. Scheinbar...

Das Erlebnis
(Bewusst im Präsens geschrieben)

Also, es ist soweit. Das DMT liegt vor mir. Ich mache mir nochmal bewusst, dass ich mich dem was mir gezeigt werden soll völlig hingebe.
Der Raum ist mit Copal geklärt und der Kerzenschein verwandelt mein Zimmer in eine Oase.
Mir geht nochmals die Erfahrung mit Changa durch den Kopf - es war einfach zu wenig und etwas wollte mich nicht komplett eintauchen lassen.

Nun lag ich nackt im Bett. Es war schon spät ~ 22 Uhr. Ich wollte das meine Mitbewohner schlafen, da ich nicht wissen würde, wie ich ihnen erkläre dass ich unter der Woche DMT rauche...
Ich wiege 50 mg ab und stecke es in meine gebastelte Pfeife. Zünde das Feuerzeug an, es verdampft und ich ziehe es tief in die Lunge. Nach dem Einatmen nahm ich einen Sugilith in die Hand. Falls ich "etwas" begegnen sollte, ist es immer gut was in der Hand zu haben.
Der Rauch ist grässlich. Ekelhaft. Der Tribut. Die Eintrittskarte.

Es folgt ein seltsames Körpergefühl. Es wird immer unschöner und fängt an sich wie ein quetschen anzufühlen.
Mein Nackenhaut schmerzt und brennt. Mein Kopf fühlt sich an als würden 20 kg darauf lasten. Ich denke: " "Ich bin beschränkt", "Das ist alles, keine psychedelische Reise. Dein Wesen ist zu begrenzt. Dein Limit erreicht." Dann folgen Gedanken über meine Eltern - Ahnengedanken. Ich schließe meine Augen - nichts passiert.
Damit möchte ich mich nicht abfinden und lege nach. 20 mg. "Wahrscheinlich ist das Zeug schlecht".
Das gleiche von vorn. Typischer DMT Rauch - wahrlich nicht zu verwechseln. Bodyload extrem unangenehm. Ich schließe die Augen.

*Plupp*
Ich bin in einem Farbenmeer. Es ist schwierig zu beschreiben. Doch Alex Grey und andere bilden diese Realität treffend nach.
Alles ist sehr langsam! Den Raum, welchen ich betrete, wird von zwei Wesen erschaffen. Die Farben sind orange, gelb, rot, weiß. Es ziehen sich Säulen durch den Raum, gedreht, der Boden ist Kariert, es gibt wie eine Art Weg durch den Raum.

Mich zieht es aus dem Raum raus und ich sehe die Wesen die den Raum spinnen; wie ein Puppenspieler die Fäden zieht.
Ich bin enttäuscht. "Wie? Das soll alles sein?" Daraufhin werden die Wesen energischer und versuchen den Raum noch bunter und drehender zu gestalten - noch flashiger.
Doch dann werde ich traurig weil die Wesen mich unterhalten "müssen". Und in diesem Moment erkenne ich das es Clowns sind. Zwei Clowns mit Riesigen charakteristischen Clownsmützen, die Mützen so groß wie der Raum. Bunt.

Ich werde aggressiv weil ich daran Schuld sein soll, dass sie mich unterhalten müssen. Meine Worte an sie überschlagen sich und ich erinnere mich nicht genau daran, was ich "sage". Doch am Ende steht <<EXISTENZ, WARUM?>> im Raum. Darauf haben sie keine Antwort und ich werde richtig wütend, woraufhin sie wütend werden.
Der Raum wird dunkel und düster, ich kämpfe mit meinen Argumenten gegen die Clowns. Die mentalen Schwerter kreuzen sich.
Das geht eine Ewigkeit so, bis ich erkennen muss dass es gänzlich sinnlos ist.
Die Antwort finde ich schnell. Demut und Dankbarkeit.
Der Raum wird wieder hell und fröhlich, die Clowns lachen und spielen wieder mit dem Raum und ich lache laut vor mich hin.

Mir wird bewusst, ich entscheide selbst ob etwas Sinn macht oder nicht.

Den ganzen Trip über spürt ich dieses körperliche Gefühl, auch als ich den Raum betrat spürt ich stark dieses ziehen. Ich bin mir sicher, dass ich mit jmd. reden hätte können; diesem Menschen parallel zum Trip berichten können was mit mir passiert.
Ich dachte ich hätte meine Erwartungen losgelassen aber es war so anders wie ich mir es vorgestellt habe. Ich dachte ich werde jeden Bezug zur Umwelt verlieren. Egotod. Sowas.

Ich möchte es nochmal machen. Dieselmal nicht allein.

Dankbarkeit und Demut oder besser das engl. humbleness, das zu integrieren ist eine schöne Aufgabe.

Danke, dass ich das mit euch teilen darf!






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