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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Offenbarung meines liebenden Ichs
Drogen:Mischkonsum von Hawaiianische Baby-Holzrose, MDMA und Cannabis (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:newlife
Datum:08.01.2018 22:23
Set:Sehr grosse Vorfreude
Setting:Goaparty, Feuerstelle, Küche mit Kamin
Nützlichkeit:8,44 von 10 möglichen   (9 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Meine lieben Traumländler

Nach meinem Langzeitbericht mit Happy End ging es nicht lange, bis ich Stück für Stück wieder ins alte Leben zurückfiel. Es waren verwirrende, unangenehme Monate, in denen ich nicht wusste wie es mit mir weiter geht. Die sozialen Probleme waren wieder zurückgekommen.
Wie es mir das Herz zusammenschnürt wenn ich mit jemandem spreche ist unertragbar... Wie mit einem Seil wird mir die Brust zusammengezogen, alles verkrampft sich in mir.
Dankbarkeit allein reicht eben doch nicht aus... Aber nun zu meiner neuen Erfahrung:

Am Samstag hatte ich wohl die schönste Nacht meines Lebens. Das erste Mal nahm ich mein Lieblings-Drogenmix nicht alleine, sondern mit einer sehr guten Kollegin. Leider wollte ihr Freund nicht mittrippen, ich hätte mich sehr gefreut zu dritt, hatte aber volles Verständnis. Eine solch intensive Erfahrung muss man sicher ohne Zweifel antreten. Der Flowerflip aus LSA und MDMA entfaltete seine volle, unglaublich schöne Wirkung und liess mich in eine Welt der Liebe und der Freude eintauchen. Wir trippten an einem idealen Ort, an dem eine grosse Partylocation, ein Bandraum von Freunden und eine Wohngemeinschaft aus Bauwagen und Wohnungen mit einer Gemeinschaftsküche gleich nebeneinander lagen.

Am Abend bereiteten wir die Holzrose Samen vor. Erst schälen, einweichen, nochmals schälen und dann pulverisieren. Daraus ergaben sich 6 Portionen aus je 3 Samen. Um Mitternacht gingen wir dann auf die Goaparty nebenan. Schon bald machten wir uns auf die Suche nach MDMA und wurden schliesslich auch fündig. Ca. 170mg MDMA und 3 Samen Holzrose pro Person sollten uns ins gewünschte Wunderland bringen. In der ruhigen Gemeinschaftsküche starteten wir die Reise und rauchten gleich darauf einen Joint. Die Vorfreude war riesig, ich fühlte mich schon vor der Wirkung sehr euphorisch!
Das MDMA begann sehr schnell zu wirken als wir auf der Tanzfläche mit weit gedehnten Mundwinkeln die psychedelischen Klänge genossen. Ich konnte den Kopf nach hinten hängen lassen tief durchatmen und meinem Körper freien lauf lassen. Das Tanzen wurde zum Inbegriff von Freiheit. Es wurde aber schnell intensiver und stärker und wir entschieden uns, zum Feuer zu gehen. Auch das LSA zeigte nun seine Wirkung.
Meiner Meinung nach ergänzen sich die zwei Drogen ideal. Das LSA lässt die Masken fallen, es bringt einem zu seinem wahren Selbst, zum Urkern der eigenen Persönlichkeit. Und MDMA bringt viel Liebe und Freude mit sich. Kombinieren könnt ihr nun selbst:) Und genau so fühlte ich mich nun auch. Vollkommen bei mir selbst, ganz bewusst im Moment ohne Angst. Oft nannte ich die Mischung den Schlüssel zum Paradies.

Ich glaube ich konnte mich den Menschen noch nie so gut öffnen wie in dieser Nacht. Die Umarmungen waren fester, die Worte vertrauter und die Blicke liebevoller. Es tat unendlich gut, meine Freunde zu umarmen, ihnen zu sagen wie wichtig sie für mich sind und wie stark ich sie liebe. Bei jeder Umarmung fühlte ich die Liebe am ganzen Körper und hätte am liebsten nie mehr losgelassen.
Einmal als ich eine Kollegin fest in die Arme nahm und ihr ins Ohr flüsterte dass es unglaublich gut tut sie zu umarmen, küsste sie mir die Wange und den Hals. Dieses Gefühl war so wundervoll, dass ich jetzt noch Gänsehaut bekomme wenn ich daran denke.

Wir liefen immer wieder vom einen zum anderen Ort. Wieder in der ruhigen Küche angekommen liessen wir uns vor dem Kamin nieder. Wir schauten in die rote Glut und genossen den Moment. Die Asche bewegte sich durch die warme Luft wie Seegras im Wasser. Das glühende Holz bildete Formen und Muster und wir verloren uns für einige Zeit in diesem wärmenden Wunder.
Dabei hörten wir einen Song, den ich zwei Tage zuvor produziert habe. Für mich war dieser Song wie ein persönlicher Durchbruch, er gefällt mir besser als alle bisherigen. Und als wir vor dem Feuer diesen Song schweigend 3-4 mal hörten, brannten sich die Melodien in meinen Kopf ein. Wenn ich den Song jetzt wieder höre, fühle mich gleich wieder zurückversetzt in diesem atemberaubenden Moment vor dem Kamin.

Draussen ereignete sich später eine eindrückliche Geschichte: Vor etwa einem Jahr, als ich das erste Mal den Flowerflip alleine probierte, bettelte ein asozialer Koks-Goaner so lange, bis ich ihm eine Pille schenkte. Später überredete er mich, nach drausser zu kommen wo 4-5 Kollegen im Dunkeln auf mich warteten. Hätte ich ihnen nicht all meine Pillen geschenkt und wäre nicht sofort verschwunden hätten sie mich sicher niedergeschlagen oder ausgeraubt.
Nun, in dieser Nacht sah ich ihn wieder. Mit schlechtem Gewissen fragte er mich „Kennst du mich noch?“. Ich lächelte ihn an und sagte „sicher“. Eine Frau neben ihm fragte „Hast du ihn ausgenommen?“. „Ja, das war scheisse von mir. Aber du weißt ich habe schon viele ausgenommen.“ Ich sah seine Schuldgefühle und antwortete: „Mach dir nichts draus, wenigstens bist du ehrlich.“ Er sah so erleichtert und verwirrt aus und ich lächelte ihn an. Ich merkte, jemandem zu vergeben, befreit nicht nur den Schuldigen sondern auch mich selbst.

Gegen den Morgen war die Wirkung durch das viele kiffen noch stärker geworden. Optisch tat sich auch einiges. Überall waren Lichtpunkte und Formen zu erkennen, aber ich konnte mich nicht darauf fokussieren. Ich lief einfach mit einem lächeln umher und genoss alles...
Schliesslich wurden wir noch zu jemandem aus der Wohngemeinschaft eingeladen. Er wollte uns sein neu ausgebautes Zimmer zeigen. Er erzählte uns viel über Drogenrituale der Urvölker, über Ayahuasca und Yoposamen. Auch sprachen wir über die Angst, Liebe zuzulassen und vertrauen zu schenken. Und über die Masken, die wir uns aus Angst verletzt zu werden selber zulegen.
Es war ein sehr interessantes Gespräch. Doch die Müdigkeit kam schnell und wir entschieden uns, dieser Erfahrung ein Ende zu geben. Auf dem Weg nach draussen kamen wir an einem Spiegel vorbei und sofort bleib mein Blick darin hängen. Die Form meines Gesichtes bewegte sich wellenartig, ich erkannte mich jedoch besser als normal im Spiegel. Mir war ganz klar bewusst, das bin ich!

Ich verabschiedete mich herzlich von allen Leuten und umarmte meine Freunde ein letztes Mal. Auch meine liebe Mittripperin umarmte ich ein letztes mal, bedankte mich herzlich für alles und machte mich auf den Heimweg. Das ankommen im eigenen Bett war wunderbar. Die Wirkung war immer noch ziemlich stark und ich lag in vollster Zufriedenheit in meinem Bett, bis ich irgendwann einschlief.

Den Tag danach war ich etwas müde aber immer noch in dieser Blase aus Zufriedenheit und Glück. Ich hatte das Gefühl endlich mich selber sein zu können. Ich hatte das Gefühl, endlich ECHTE Liebe teilen zu können. Dies ist alles was ich mir wünschte und ich fühlte mich so gut, weil der Traum endlich in Erfüllung zu gehen scheint.

Leider kam dieses beklemmende Gefühl in meinem Herzen aber wieder zurück... Die Angst der Einsamkeit sitzt zu tief. Trotz meinem grossen Willen bin ich anscheinend noch nicht dazu bereit, loszulassen. Ich tue im Moment alles mögliche, um wieder davon loszukommen. Zu einer erneuten Drogenpause will ich aktiver werden und alles tun, um möglichst viel von dieser Erfahrung des Zustandes der offenen Liebe in mein Leben zu integrieren. Ich freue mich auch sehr auf meinen nächsten Flowerflip, der bestimmt irgendwann folgen wird. Dann nicht an einer Goaparty sondern mit guten Freunden an einem Feuer. Doch erst einmal Pause, ich habe einige Dinge in meinem Leben zu klären und dafür will ich erst einmal nüchtern bleiben.

Falls jemand Methoden kennt, um sich von tiefen Ängsten zu lösen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen wäre ich sehr dankbar.

Peace!
newlife






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