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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:therapeutischer Abschluss eines turbulenten Jahres bei Tante Emma
Drogen:MDMA
Autor:anonym
Datum:06.01.2019 15:25
Set:aufgeregt, erwartungsvoll, Wohlbefinden, Monate vorher: Stress im Alltag und Beruf
Setting:Einfamilienhaus mit meinen besten Freunden, Schwarzlicht, RGB-Beleuchtung, Musik: gemischt
Nützlichkeit:6,27 von 10 möglichen   (11 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Hier mein kleiner Bericht zu meinem dirtten Mal MDMA. Den Bericht schreibe ich, um ihn mir vor dem nächsten Mal durchzulesen und, weil ich dem LdT etwas "zurückgeben" möchte. Außerdem kann ich dadurch das Erlebte besser verarbeiten.


Vorbereitung und Einnahme

Die dritte MDMA-Erfahrung zum Enden des Jahres wurde von uns (Freund A, Freund B und ich) und weitere, die nur Alkohol trinken schon Wochen vorher geplant, da wir letztes beim letzten Mal das Gefühl hatten, dass man die Zeit in der man drauf ist möglichst effizient nutzen sollte. (Das hat uns im nachhinein aber ziemlich wenig geholfen! Es kommt im Endeffekt ganz anders als geplant und man sollte einfach den Moment genießen und das machen, worauf man im jetzigen Moment am meisten Bock hat.)
Trotzdem hatten wir schon lange vorher Kristalle besorgt, die mit 82% angegeben waren (Die Quelle war mehr als verlässlich, weswegen wir uns darauf verlassen haben)
Wir haben uns um 8 Uhr getroffen und die ganzen Vorbereitungen getroffen - Licht, Musik, Rückzugsorte, Obst und Getränke. Um ca. 10:30 haben wir die Kristalle (bei mir waren es ca. 1,7mg pro KG) mit etwas Wasser runtergespült - BÄH! Wir hatten alle einen ziemlich leeren Magen, weswegen die Wirkung nicht lange auf sich warten ließ.

Das Warten auf die ersten Effekte

Bereits nach 2 Minuten setzten bei uns allen die ersten (Placebo?)-Effekte ein. Ich konnte nicht mehr still stehen, mein Puls war höher als sonst, ich wurde leicht zittrig. Das war nicht sehr angenehm und ich wollte einfach nur irgendwie die Zeit totschlagen. Wir sind kurz raus gegangen, haben eine Zigarette nach der anderen geraucht und sind vor Anspannung wie gelähmt.
- Komischerweise war ich diesmal aufgeregter als beim ersten Mal, weil ich wusste wie heftig der erste "Kick" bei mir zünden kann -
Nach ca. 20 Minuten setzten dann endlich die ersten Effekte ein. Der Bewegungsdrang war definitiv kein Placeboeffekt mehr und die Musik klang schon deutlich geiler. Außerdem fühlten sich jegliche Bewegungen "smoother" an - wenig später waren die Wirkung aber wieder schwächer. Ich dachte mir nichts dabei, weil MDMA ja oft in Wellen kommt.


Der erste Kick

Meine Mitkonsumenten waren schon voll drauf und schließlich war es auch bei mir soweit: Dieses Kribbeln bzw. leichte Taubheit in Kopf setzt ein und ich wusste: Jetzt geht´s los!
Ich bat meinen Freund A, dass er mit mir kurz zu einem der Rückzugsorte geht und mich kurz betreut. Ich musste mich erstmal hinknien und tief durchatmen. Ich war am ganzen Körper klitschnass und mir wurde richtig heiß, was dazu führte, dass ich nur in Unterhose auf dem Boden lag. Das war für Freund B zum Glück kein Problem und er redete mir gut zu und hat mir quasi eine Choreografie vorgemacht, um tief durchzuatmen und um nicht die Kontrolle zu verlieren - Das unglaublich geholfen, alleine hätte ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Panikattacke oder so bekommen. Der Flash ging jetzt aber schon gefühlt 5 Minuten was bei mir sonst nie der Fall war. Anstatt mich jetzt weiter dort hineinzusteigern sind wir schnell mit ein paar weiteren Freunden nach draußen gegangen. Der Gang zur Tür erwies sich aber als sehr schwer. Ich konnte nicht geradeaus gucken und ich bin getorkelt wie ein betrunkener. Als ich dann aber endlich an der frischen Luft war, ging es mir schon deutlich besser. Durch das spazieren hat sich mein Puls wieder eingependelt. Die vorher eher "stimulierende" Wirkung wurde wie durch einen Schalter in Euphorie umgewandelt -KLICK! Bildlich kann man sich das so vorstellen, dass ich von jetzt auf gleich meine Augen aufgerissen habe und mich gefreut habe wie ein kleines Kind an Weihnachten, 1000-mal stärker. Dazu kommt dieses befriedigende Gefühl nach dem Sex und die unglaubliche Leichtheit im ganzen Körper. Dadurch hat sich auch Freund A total gefreut, dass ich die "kritische Phase" überstanden habe. Dann musste ich natürlich erstmal jeden ganz lange umarmen und ihm sagen wie f#cking geil das gerade ist.
Dann hat einer meiner Freunden Musik angemacht. Die Musik fühlte sich sooo perfekt an. Beim spazieren bin ich nur noch "gehopst". An einem Ort, wo man ziemlich weit gucken konnte habe ich dann erstmal gesehen, wie sich auch meine Optik leicht verändert hat. Das ist aber sehr schwierig zu beschreiben... Es ist alles irgendwie schärfer und näher rangezoomt aber gleichzeitig auch schwammiger.
Nach 20 Minuten sind wir dann wieder ins Haus gegangen.

Wie bei meinem anderen TB auch, beschreibe ich hier bis zu einem bestimmten Punkt nicht chronologisch sortierte Situationen.


Nennenswerte Situationen

Reden und Probleme lösen

Vor allem mit Freund B redete ich die meiste Zeit über uns, unsere Probleme und unsere Freundschaft. Er wusste schon vorher, dass ich in der letzten Zeit Stress im Alltag und Beruf hatte. Nur mit MDMA habe ich mich noch viel mehr geöffnet und die Dinge frei aus mir raus gelassen. Freund B traute sich jetzt auch ehrlicher mit mir zu sein und hat mir auch Tipps/Ratschläge gegeben, die er mir sonst nicht geben würde. Das hat mir ungemein geholfen, allein schon das Gefühl zu Wissen, dass man sich zu 100% auf ihn verlassen kann. Das konnte ich zwar auch schon vorher, die Bestätigung war aber unglaublich befriedigend. Der Abend hat uns noch mehr zusammen geschweißt. An dem Abend haben wir uns auch geschworen, dass wir ab jetzt ALLE Blockaden in uns auflösen und Probleme auf beiden Seiten ansprechen werden (Hat bis heute auch gut geklappt). Ein Bespiel (Ich weiß nicht, ob es das gut trifft): Seinen Freunden guckt man ja relativ oft in die Augen. Aber gerade bei Männerfreundschaften zeigt man so gut wie gar keine Emotionen, obwohl man sich eigentlich total freut, wenn man sich sieht. Seit dem Abend lächeln wir uns viel öfter an und zeigen generell mehr Emotionen. Es fühlt sich wie eine emotionale Bindung an.

Warm oder Kalt?
Auf MDMA steigt die Körpertemperatur teils stark an. Oft fühlte sich das bei aber an wie Kälte, ich frierte. Obwohl meine Stirn sau heiß war und ich am schwitzen war deckten wir uns auf der Couch mit Decken zu. Ein großer Fehler wie ich finde. Ich denke, dass man dem Körper damit sehr schaden kann und evtl. auch eine Überhitzung bekommen kann. Es hat sich in dem Moment aber einfach richtig angefühlt.

Fliegen
Eines der besten Gefühle ist, wie ich finde, beim spazieren einfach stehen zu bleiben und diese atemberaubende Leichtigkeit (vor allem) in den Beinen zu spüren. "Auf Wolke 7" passt im dem Fall ziemlich gut. Der Asphalt fühlte sich an wie eine Wolke auf der man fliegt.

Tanzen
Musik ist emotional auf einem anderen Level sprübar. Mein Körper wusste genau welches Bewegung zu der Musik sich am besten anfühlt. Ich musste nicht darüber nachdenken, wie ich mich bewegen soll. Das MDMA hat mir die Entscheidung abgenommen. Mein Körper und mein Geist konnte sich dabei voll auf die Musik einlassen. Ich ließ mich einfach treiben.

Körperliche Nähe
Immer wenn ich mit jemandem geredet habe, musste ich ganz nah bei ihm sein. Teilweise habe ich mich auch an meinen Freunden festgehalten, um ihnen zu signalisieren, dass ich voll ganz bei ihnen bin. Und die Kleidung von anderen fühlte sich echt verdammt flauschig an.

Aftern

Beim Nachlassen der Wirkung waren wir alle fix und fertig. Wir saßen nur noch auf der Couch und konnten nicht mehr viel reden. Wir saßen einfach nur alle da und haben den Rest der Zeit genossen. Als Außenstehender sah das bestimmt nicht sehr spaßig aus - war es aber.


Abschluss und der Tag danach

Es ist noch deutlich mehr passiert als das was ich hier aufgeschrieben habe. Der ganze Abend ähnelte einem gemütlichen Männerabend am Wochenende. Generell hat einfach alles viel mehr Spaß gemacht. Vieles ist aber einfach nicht nennenswert.
Am nächsten Tag hatte ich leider erstmals einen Kater von MDMA. Als ich wieder alleine zu Hause war, wurde ich richtig traurig und fühlte mich sehr einsam. "Was soll ich denn jetzt noch machen? Nichts hat einen Sinn." Diese leichte depressive Verstimmung hat sich aber nach 2 Tagen gelegt und mir geht es wieder gut. Sogar etwas besser als vor dem Trip :-)

Danke für eure kurze Aufmerksamkeit.











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