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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Hart am Sonnen bei Eiseskälte mit 1P-LSD
Drogen:LSD
Autor:Bi Bib
Datum:02.03.2019 17:30
Set:alles super, happy drauf
Setting:draußen vor/hinter dem Haus, in der näheren Umgebung und im Haus
Nützlichkeit:7,57 von 10 möglichen   (7 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Ich hatte einen Freund zu Besuch und wir hatten uns ausgemacht die Substanz einzunehmen und eine gemeinsame Erfahrung zu generieren. Für ihn war es das erste Mal, das er 1P-LSD eingenommen hatte und auch Erfahrungen mit den herkömmlichen LSD waren bei ihm nicht gegeben. Ich hatte lediglich eine Woche zuvor 100 mikrogramm 1P-LSD für mich alleine ausprobiert. Bisher aber keine weiteren Erfahrungen sammeln können. Der Unterschied zur letzten Session war, das ich mir die 100mikrogramm nun mit einem mal gönnte, sowie der Freund auch. Es war ca. halb 1 Mittags, die Sonne war am Himmel zu sehen aber die Luft war kalt. Schade, denn das sollte während unseres Trips keine gute Bedingung sein.

Nach der Einnahme ca. 15 Minuten später schluckten wir die Pappen herunter und beschlossen, auf die Terasse zu gehen und die Sonne zu genießen. Zusätzlich nahmen wir verschiedene Spiele mit heraus um aufkommender Langeweile entgegenzusetzen. Ich bemerkte schon schnell ein anderes Körpergefühl, wo er noch keine spürbare Wirkungsveränderung hatte. Doch nicht lange, dann befanden wir uns in einem dermaßen Euphorischen Rausch, dass wir etwa eine Stunde lang, blöde Sachen erzählten und uns krumm davon lachten. Ich will ehrlich nicht wissen, wer uns alle gehört hatte und was die Nachbarn gedacht hatten. In dieser Anfangsphase der Euphorie stieg stetig in mir eine Übelkeit auf, die bei diesem Mal stärker war, als bei meiner letzten Einnahme. Ich hatte bei der Ersten Erfahrung die 100mikrogramm geteilt und verzögert eingenommen. Dieses Mal habe ich mich wirklich an der Kotzgrenze befunden. Das Gefühl stieg immer wieder in mir auf und ich musste, vom Lachen und Bewegen immer wieder Pausen einlegen. Musste mich beruhigen, damit das Gefühl nicht die Oberhand gewinnt. Meinem Freund erging es mit der Übelkeit nicht so. Er klagte jedoch über Kopfschmerzen nach einer Weile, die bis zum späten Abend anhielten. Auch sah er andere Ding wie ich viel leichter, wo ich mich stark auf die veränderte Optik konzentrieren musste. Er berichtete von kleinen weißen Pünktchen, die wie Glühwürmchen in der Luft herumschwirrten. Diese sah ich nur mit großer Anstrengung, während sie bei ihm eine immer dagewesene Begleiterscheinung darstellten.


Die Luft war trotz Sonne wirklich sehr kalt, doch wir hatten alles andere als Lust nach drinnen zu gehen. Die Umgebung draußen war einfach zu interessant. Die Wolken über mir türmten sich immer weiter auf, kurze Zeit hatte ich den Gedanken es würde ein Unheil über uns hereinbrechen, sodass ich mich schließlich entscheid weg zu sehen. Doch wie wunderschön dieses Phänomen der Wolkenbildung war, kann ich nur schwer in Worte fassen. Auch die Abgase der Flugzeuge waren wunderbar zu beobachten. Innerhalb von Minuten veränderte sich der gesamte Himmel zu einem anderen Bild. Die Kondensstreifen am Himmel wurden mit einer Geschwindigkeit durch die Luft getragen, dass man ihnen quasi beim Fliegen zusehen konnte. Die Struktur dieser Streifen veränderte sich dabei immer und immer wieder. Man konnte Details erkennen, die man in einem normalen Zustand nicht erkennt. Es war so faszinierend.

Wir verbrachten schließlich einige Stunden an diesem Platz. Immer im Wechsel zwischen atemberaubendem Erstaunen und plötzlich heftigen Lachanfällen. Die Tatsache, dass wir zu zwei waren, sorgte dafür, dass wir uns gegenseitig anstachelten, was letzten Endes zu diesen übermäßigen Lachen führte. Zum Teil mit Bauchschmerzen und immer wieder benötigten Ruhepausen, die jedoch nicht eingehalten werden konnten weil alles, was sich im Kopf befand einfach heraus musste in Form von Worten, die wiederum ein Lachen erzeugten.


Nach etwa 3 Stunden, wobei ich mir nicht sicher bin ob es wirklich 3 Stunden waren oder mehr oder weniger, entschlossen wir uns ein Stück außerhalb des Grundstückes herum zu laufen. Mal etwas anderes sehen und meinem Freund wollte ich einen schönen Ort zeigen. Die übermäßigen Lachanfälle ebbten langsam ab und es kam nur noch gelegentlich zu einem Lachen. Die Stimmung änderte sich langsam. Meinem Freund ging es schlechter und er hatte so gar keine Lust zu Laufen. Wollte nur noch auf einer Bank am Wegesrand sitzen. Vor uns ein Feld, dessen Gras unheimlich Weich und Flauschig aussah.

Wir entschlossen uns schließlich über das Feld zu laufen. Der Boden war tatsächlich sehr weich, obwohl viele Steine darauf lagen. Keine Ahnung ob ich jemals in meinem Leben über eine so weiche Erde gelaufen bin. Ich verspürte zunehmend das Gefühl, dass ich einmal rennen musste, also tat ich dies auch. Es war ein absolut überwältigendes Gefühl von Freiheit in mir zu spüren. Jede Bewegung fiel mir unheimlich leicht in diesem Augenblick. Zu schade, als ich am Ende des Feldes ankam und nicht weiter rennen konnte.

Der Rückweg zum Haus war wieder etwas anders. Die Bewegungen fielen uns schwer. Man trottete in seinen Schritten einfach nur dahin und es war kein besonders angenehmes Gefühl. Der Körper war durch die Anstrengungen der letzten Stunden gezehrt. Zu gerne hätte ich mich einfach nur in mein Bett gelegt und hätte geschlafen. Doch dafür war die Neugier des Trips zu groß. Meinem Freund ging es als wir zurück waren zunehmend besser. Wir experimentierten und verloren uns in optische Veränderungen. Besonders fasziniert war ich von dem Tisch, dessen Oberfläche schmutzig grau war, mit einigen Kratzern darauf. Die Oberfläche stellte sich dar als wäre sie zwei geteilt. Unten war die normale Sicht erkennbar. Oberhalb dieser lag ein Ölfilm, der sich in seichten Farben über die untere Fläche bewegte. Eine typische LSD-Optik würde ich meinen. Doch es war absolut faszinierend. Nicht greifbar, wie diese Bewegungen zustande kommen konnten.

Auch sehr angetan war ich von einer Tasse Kaffe, deren Mischung aus Kaffee und Milch ein völlig neues Bild generierte. Als würden Pflanzen in dem Kaffee wachsen, traten kleine Milchschwaden an die Wasseroberfläche und schwammen dort herum. Es machte zudem einen Unterschied aus welcher Entfernung man auf die Dinge sah. Von einem Meter Entfernung oder 15cm, dazwischen lag eine unendliche Weite mit immer neuen Erkenntnissen.

Ein immer mich begleitendes Phänomen waren die Mandalamuster, die fraktalartig ineinander übergingen. Auch diese stellen ein LSD typisches Symptom dar.

Ich mischte irgendwann einen Saft zusammen aus Mango und Apfel, der der Hit des Tages werden sollte. Alleine der Geruch war phänomenal. Der Geschmack wie eine Explosion im Mund. Einfach ein göttliches Getränk, was unseren Trip versüßte.

Ein störender Faktor während des Trips jedoch war, dass die Bewegungen der Feinmotorik verloren gingen. Eine Zigarette zu drehen oder einen Hosenknopf zuzumachen war unheimlich schwierig. Die Bewegungen taten weh, ich konnte die Finger kaum koordinieren und so versuchte ich mich auf die wesentlichsten Tätigkeiten zu beschränken.

Zu angeschlagen von der nun 5 Stunden andauernden Kälte um uns herum entschlossen wir uns ins Haus zu gehen und dort weitere Stunden des guten Trips zu genießen. Mit Musik und ein bisschen Abwechslung gelang uns dies bis in den Abend hinein. Ein Blick in den Spiegel verriet mir außerdem, dass mein Gesicht anders aussah als sonst. Natürlich nur durch eine veränderte Wahrnehmung und nicht tatsächlich. Ich sah wirklich hässlich aus, wenn ich das so sagen kann. Mein Gesicht wirkte äußerst dünn, vor allem in Richtung Kinn, ein bisschen hatte ich den Eindruck ich sehe aus wie eine Maus. Auch Personen um mich herum wirkten körperlich vor allem im Gesicht anders als im nüchternen Zustand. (Dieser Punkt ist für Jeden, der einmal LSD oder 1PLSD zu sich nehmen möchte wichtig, denn es kann hier schnell zu Angstzuständen kommen und somit dem gesamten Trip einen bittere Beigeschmack verleihen, der nicht notwendig und außerdem vermeidbar ist. Ich würde empfehlen gerade nüchterne Personen im Umfeld zu meiden. Nicht auf die Straße, in Läden oder andere Öffentliche Orte zu gehen. Auch mein Freund hatte diese Gesichtsveränderung erlebt, er meinte er sehe hässlich aus. Also Spiegel lieber meiden ;) Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Das würde mich interessieren.)

Das LSD in unseren Körper ebbte zunehmend ab, doch die Optik´s waren noch deutlich sichtbar. Auch nach 7 Stunden noch. Gegessen hatten wir während der vergangenen Stunden nichts also gönnten wir uns etwa Pizza vom Vortag. Doch auch das Essen gestaltete sich schwierig, da nur ein leichter Appetit spürbar war. Hunger hatten wir alle male. Ein paar bissen Pizza hier und da. Ein paar Nüsse oder Salzstangen. So konnte sich der Körper wieder etwas aufbauen und erholen.

In unseren Köpfen machte sich am späten Abend eine zunehmende leere breit. Wir redeten zwar über wichtige und ernste Themen doch die Gedanken waren nicht die gleichen wie im nüchternen Zustand. Ab und zu kam es wieder zu massiven Lachflashs. Wir ließen den Abend ausklingen, wurden müder und entschlossen uns schlafen zu gehen. Am nächsten Morgen war vom Vortag außer die Erinnerung an die Stunden des Trips bei mir nicht mehr zu spüren. Mein Freund hatte immer noch die Optiks der weißen Würmchen in seinem Sichtfeld, die jedoch auch mit der Zeit verschwanden. Körperlich hatten wir keinen Kater, außer dass wir spät ins Bett gingen und am nächsten Tag schlief ich bis um 12. Das scheint mein Körper gebraucht zu haben, wobei ich auch im nüchternen Zustand immer viele Stunden schlafe und auch gut und gerne mal bis 12 Uhr mittags.

Alles in allem würde ich den Trip als gut einschätzen, bin jedoch äußerst neugierig welches Potential in der Substanz noch so steckt. Da werden wohl noch einige Erfahrungen gemacht werden.






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