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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Das erst Mal, Spontan, Lagerfeuer und Natur
Drogen:Mischkonsum von Speed, Alkohol und LSD (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:taddelos
Datum:09.07.2020 04:57
Set:unvorbereitet, normaler Alltag aber am nächsten Tag frei.
Setting:Geburstag einer Freundin, Outdoor mit Lagerfeuer unter Bäumen, gemütl. Lichter + ca 15-20 Personen
Nützlichkeit:Mindestanzahl an Bewertungen noch nicht erreicht
Status:Dieser Bericht wurde aus den Tripbericht-Listen entfernt. Er ist jedoch noch für alle lesbar.

Bericht:

Mein erster LSD Trip ist nun gut einen halben Monat her.

Ich war an diesem Abend auf 2 Geburtstagen eingeladen und musste vorher bis spät abends arbeiten.
LSD auszuprobieren war jedoch nicht vorher geplant.
Das Setting hat gestimmt, ich hatte gute Laune und eine neue Freundin(Ich kannte sie da gerade mal 2 Wochen und sie ist auch noch 6 Jahre jünger als ich), die mir sehr sympathisch war und nach wie vor ist, hatte mir gesagt, dass sie eine Pappe nehmen würde.

Ich haderte mit mir selbst. So ein Trip geht doch so lang. Mit halluzinogenen Pilzen durfte ich bereits mehrmals Bekanntschaft machen – der Trip bei diesen ist aber nach 4 Stunden vorbei. LSD kann gut Drei Mal so lang dauern. Die 2 Bier sowie 2 Nasen Pepp, die ich in mir hatte, ließen die Zweifel nicht gerade weniger werden. Jedoch war das Umfeld Ideal.

Ihr hättet es sehen müssen. Es war eine große Rasenfläche, die nach hinten schmaler wurde. In den Bäumen hingen Laternen und Lichterketten in bunten Farben. Ein Pool war aufgebaut – in diesem lagen aber nur die Getränke, da es zum Schwimmen etwas zu frisch war. Ein „Starshower-Motion“ gerät aus der Fernsehwerbung war auf die Bäume gerichtet.
Ein Teil der Gäste saß an einem Tisch aus Paletten mit unterschiedlichen Stühlen außen herum, auf dem Tisch standen Kerzen und es roch nach Weed. Hinten in der Ecke saßen einige am Lagerfeuer, welches Unterhalb der hohen Bäume gemacht wurde. Der aufsteigende Rauch und die Hitze ließen die Blätter darüber tanzen. Es war eine außerordentlich entspannte Atmosphäre. An Musik war von allem etwas zu hören - House, Elektro, Goa, Club…

Es war bereits 01:00 Uhr am Morgen. Ich überlegte also einen Moment und dachte mir das ich für meinen ersten LSD Trip eigentlich kein besseres Setting bekommen könnte. Also los. Wir teilten die Pappe in zwei Hälften. Auf einer waren laut meinem Kumpel 300 Mikrogramm. Wir klemmten sie zwischen Zahnfleisch und Lippe, also über dem Eckzahn und grinsten uns an. Meine Freundin stellte ihre ACID Uhr (Die Stopp-Uhr im Handy) an.

Mir viel ein das ich noch auf den anderen Geburtstag, 5 Häuser weiter, musste .. Also entschloss ich kurzerhand rüber zu gehen damit ich wieder da bin, wenn der Trip los geht.
Auf dem anderen Geburtstag war nicht viel los die meisten sind dort schon mach Haus. Wir quatschten, rauchten eine zusammen, und nach einer Stunde ging ich wieder zurück auf den anderen Geburtstag, wo meine Freundin schon am Feuer auf mich wartete. Auf dem Weg dorthin, lief ich an einer Wasserstelle vorbei. Ich konnte es nicht genau begreifen, jedoch fand ich das Wasser irgendwie schöner als sonst. Der Trip ging also langsam los. Die Farben waren intensiver und ich begab mich mehr in meine Gedanken.
smile
Bei meiner Freundin am Feuer angekommen, saßen wir nebeneinander und guckten uns die Flammen des Feuers an. Wir schauten nach oben zu den tanzenden Blättern. Ich bat darum die Musikrichtung zu wechseln und machte eine Playlist namens „Jazz Beats“ an. Dieser Musikstil war perfekt. Entspannt, elegant und passend zur Location und der Stimmung. Alle anderen Gäste waren begeistert davon.

Meine Freundin und ich schauten uns an. "Glaubst du da kommt noch was?"Fragte sie mich. Ich dachte nicht das der Trip stärker werden würde.
Übrigens ... wenn du an dem Punkt bist an dem zu denkst „Döller wird’s wohl nicht mehr..“ Bist du spätestens eine Stunde später richtig drauf.

Ich sah nach oben zu den Blättern. Plötzlich merkte ich wie ich abstrakter dachte. Ich sagte zu meiner Freundin „Wenn man nach oben zu den Blättern guckt, sieht es ein bisschen so aus als wäre das ein großes Zelt, dass danach nichts mehr kommt. Als säßen wir unter einer Art Kuppel aus Ästen.“

Die Flammen waren wunderschön anzusehen. Alles war wie verzaubert. Ich spürte meinen Körper nicht mehr so sehr. Für uns war das Schmerzempfinden und das generelle Gefühl für den eigenen Körper auf LSD auf jeden Fall reduziert.
Wir saßen also zu zweit in unseren Gartenstühlen und kamen uns vor wie in einem Film. Um uns herum spielte sich die Szenerie ab. Und wir waren mitten drin und schauten und den Streifen an.

Ein Typ namens Lenny war total drüber. Er hatte bereits alles Mögliche intus und gab sich dann auch noch eine halbe Pappe. Er war eine Art Künstler. Er hatte etwas dabei das wie ein Palmenwedel ausschaute. Jedoch waren dort noch Blumen angeklebt und diverse andere Dinge in unterschiedlichen Farben. Mit diesem Teil tanzte er um das Feuer und durch den Garten und lies sich von der Musik treiben. Er sagte ständig lustige Sachen und hatte sogar eine Wassermelone dabei. Diese war natürlich nicht sehr akkurat geschnitten, erfrischte aber trotzdem unsere Münder. Auf ACID übrigens mehr als intensiv. Der Satz meiner Freundin „Lenny guckt so wie ich mich fühle“ blieb mir im Gedächtnis hängen.
Doch sie hatte mehr als recht. Netflix könnte gut ne Serie mit dem Typen produzieren. Sehr unterhaltsam – vor allem auf psychedelischen Drogen.

Nach einer weile kam ein anderes Mädchen zu uns herüber. Sie hatte eine Mische Alkohol in der Hand und schaute schon recht benommen. Wir versuchten nett zu ihr zu sein, konnten aber nicht viel zu ihr sagen. Als sie wieder zu ihrem Platz ging schauten meine Freundin und ich uns an und waren uns einig „Die hatte ja mal komplett andere Vibes – das passte gar nicht zu uns in diesem Moment“.

Wir merkten das Menschen, die nicht auf ACID sind, einem schon recht suspekt vorkommen können - hängt natürlich immer vom gegenüber ab.

Das Geburtstagskind war gut betrunken. Wir standen vor ihr und sie hat und betrunken wie sie war etwas erzählt. Wir antworteten jedoch nicht sofort - auf LSD hatten wir gefühlt einen IQ von 5 ... Das witzige war, das sie dachte wir hätten keine lust mit ihr zu reden weil sie so voll war. Wir mussten ihr dann erstmal erklären das wir auf ACID sind und alles ein wenig langsamer verarbeiten.

Die Tatsache das man kaum gerade und flüssige Sätze heraus bekommt ist nicht sehr angenehm gewesen. ich kam mir strohdumm vor und es kam zwischendurch auch ein paar mal kurz ein Unwohlsein zum Vorschein. Immerhin kannte ich auf dieser Party nicht alle und laberte dann auch noch gelegentlich Müll - zumindest nahm ich es so wahr. Macht man sich dieser Tatsache jedoch bewusst das dies zwischendurch normal ist, kann man die Sinneseindrücke genießen lernen und sich einfach fallen lassen. Ich habe Dinge mit anderer, abstrakterer Denkweise betrachtet und so über meinen Tellerrand hinausgeblickt.

Es war eine aufregende Erfahrung für mich. Ich würde es wieder tun.

Irgendwann wurde es hell draußen. Die Sonnenstrahlen landeten in den Bäumen über unseren Köpfen. Ich stellte fest, wie scharf ich sehen konnte und wie wunderschön die Bäume im Sonnenlicht über mir ausschauten. Ich verstand, warum es von vielen empfohlen wird LSD draußen zu konsumieren. Die Schönheit und Ganzheitlichkeit der Natur, wird auf ACID einfach viel intensiver wahrgenommen. Ich fasste einen Ast an der auf dem Boden ragte. Vielleicht lag es an dem schwammigen, verfälschten Körpergefühl aber ich war mit dem kleinen Ast kurz connectet. Diese kurze Berührung fühlte sich intensiver an. Ich kann es schwer beschreiben.

Im Vergleich zu Psylocibin kann ich sagen, das LSD wesentlich sanfter kommt. Natürlich kommt auch dies auf die Dosis an. Es gibt zwischendurch Zeitpunkte, an denen man sich kurzzeitig unwohl fühlen kann wie bei anderen Halluzinogenen auch. Dort kann man sich aber auch wieder selbst herausholen. Es ist normal das solche Empfindungen vorkommen, immerhin arbeitet das Hirn auf Hochtouren - Als würden Busse plötzlich auf Schienen fahren und umgekehrt, und zudem noch Querfeldein. Set und Setting sowie die Dosierung sollten daher sorgsam gewählt werden. Unsere Dosis war meines Empfindens für das Erste mal Ideal. Nicht zu stark, nicht zu lasch. Perfekt um diese Art von Droge kennen zu lernen.

Mein persönlicher Eindruck im Vergleich zu Pilzen: Es ist sanfter, tiefgehender, dauert aber auch länger. Nach guten 9 Stunden bin ich nach Hause und ins Bett. Es dauerte ein wenig bis ich eingeschlafen bin. Nach 3 Stunden Schlaf war ich langsam wieder auf der Erde gelandet und habe in der Nacht darauf ganz normal schlafen können.

Einen Kater hatte ich nicht.

Achja. Auch Interessant: Ich hatte wenige Tage später einen Zahnarzt Termin. Meine Phobie war auf Schlag kein Problem. Ich war entspannt -was für meine Verhältnisse mehr als unnatürlich war. Ob da das LSD geholfen hat? Ich hoffe das bleibt so.

LSD – Eine Sache die ich mit Sicherheit nicht das letzte Mal probiert habe.






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