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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Das Wunder von Katapulto
Drogen:Schwarzes Bilsenkraut
Autor:8I0Psychonaut
Datum:07.06.2021 08:04
Set:In Ferienstimmung
Setting:Im Hotel und Strand
Nützlichkeit:Mindestanzahl an Bewertungen noch nicht erreicht

Bericht:

Das Wunder von Katapulto - oder - Die Insel des Tonal

Hi,

eigentlich bin ich ja zu alt um Comics zu lesen, doch gelegentlich kaufe ich dann doch das eine oder andere LTB im Supermarkt,
denn oft bin ich in meiner Freizeit einfach zu faul oder zu bekifft bin um etwas profunderes zu lesen, und schließlich muss die
Klolektüre auch zeitweise gewechselt werden, aber ich schweife ab...

Jedenfalls glaube ich in einen Comic (LTB 509) einen (versteckten ?) Nachtschatten-Drogentrip entdeckt zu haben:
Eine ausführliche Zusammenfassung der Geschichte findet ihr hier.

In der Geschichte "Das Wunder von Katapulto" geht es zum Teil um die griechische Mythologie, genauer um die Zauberin Kirke.
Wer nicht weiß, kann sich ja nochmal genauer in den Mythos einlesen, jedenfalls war Kirke diejenige, welche die Männer des
Odysseus in Schweine (= sexuell erregte Männer) verwandelt hat. Dafür hat sie wohl ein Nachtschattengewächs verwendet,
höchstwahrscheinlich Bilsenkraut. Odysseus hatte das Gegengift Moly und konnte so den Trip ausweichen.

Im Comic erfahren Micky und Goofy, dass es an einen tristen und abgelegenen Ort ein magisches Portal geben soll,
an dem Helios (das ist der Sonnengott) demjenigen sein kostbarstes Gut verleiht, der eine Zauberformel spricht...

Da ich den Mythos kannte, als auch die Wirkung der Nachtschattengewächse habe ich es mir nochmal genauer angeschaut,
dabei ist mir aufgefallen, dass man die Geschichte auch anders anordnen kann, wie eine Art Puzzle.
Das habe ich dann natürlich versucht, das Ergebnis ist weiter unten zu sehen.

Dabei ist eine Geschichte herausgekommen, die meiner Meinung nach sehr gut einen Nachtschatten-Trip beschreibt, mit typischen
Elementen, wie dem Verschwinden oder Verwandeln von Gegenständen, assoziativen Szenenwechseln, Schwindel und Hitzeanfälligkeit,
stereotypen Verhalten und dem typischen Nicht-Hinterfragen des Erlebten.
Dass das Bilsenkraut an tristen und abgelegenen Orten wächst passt ebenfalls.

(Ich bin mir nicht sicher ob das Verwenden der Bilder erlaubt ist, wenn es ein Problem ist, dann gebt Bescheid und ich lösche den
Bericht wieder, wäre halt schade, da es hier eh kaum Nachschatten Tripberichte gibt)


Meine Zusammensetzung beginnt mit einer Einleitung, an dessen Ende Micky und Goofy mit Inspector Arcano zusammen ein
Wurstbrot essen, was man da wohl reingemischt hat... danach beginnt der Trip, aber seht selbst :D




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... eine Katze.

Sie hatte zwei Seiten, zwei getrennte Wesenheiten. Das Tonal, und das Nagual.

Vor ihrer Geburt war sie nur Nagual.
Doch mit ihrer Geburt wurde auch ihr Tonal geboren.

Alles was sie wusste und tat war Werk des Tonal.
Es war eine Art Beschützer, es wurde zu ihren Wächter,
es war der Organisator ihrer individuellen Welt,
dessen Aufgabe es war das Chaos der Welt zu ordnen.
Als Wächter beschützte das Tonal ihr ganzes Sein.

Das Tonal war alles was sie war, alles, was sie kannte,
alles wofür sie Laute hatte, es war nichts anderes als ihr eigenes Tun.
Dies schloß nicht nur sie als Tier ein, sondern alles in ihrer eigenen Welt.
Das Tonal schuf ihre Welt, obwohl es nichts erschaffen konnte.

Ihr Tonal war wie eine Insel. Seine Funktion war zu glauben,
zu urteilen, zu bewerten, zu bezeugen.
Alles was sie über sich selbst und ihre Welt wusste,
lag auf der Insel des Tonal. Ihre Vernunft war Teil des Tonals,
so wie auch ihr Körper. Auch Gott, war Teil ihres Tonal,
denn es war der Teil von dem was sie glaubte.

Das Nagual war derjenige Teil von ihr, der ihr ganz unzugänglich war.
Es war der Teil von ihr für den es keine Beschreibung gab,
keine Wörter, keine Namen, keine Gefühle, kein Wissen.
Sie erlebte es, war aber ahnungslos. Wo war dieser Teil?

Er umgab die Insel.

Um zu funktionieren brauchte sie Tonal, und so wuchs es.
Je wichtiger es wurde, umso mehr verdunkelte es den Glanz ihres Nagual.
Als ihr Tonal eine gewisse Größe erreicht hatte,
fing sie an kausale Zusammenhänge aufzustellen.
Sie began Sachverhalte zu begreifen und bildete Paare.
Dabei entging ihr, dass sie immer nur Dinge ihrer Insel zusammenfasste.
Ein merkwürdiges Wesen.

Was befand sich nun in diesen Raum außerhalb der Insel?

Das lässt sich unmöglich beantworten.

Würde man sagen nichts,
so würde man das Nagual nur zu einen Teil des Tonal machen.
Das Nagual war weder Erfahrung noch Intuition, noch Bewußtsein,
es war nur Wirkung, es war grenzenlos, es endete niemals.
Es war der einzige Teil von ihr, der etwas erschaffen konnte.
Das Tonal schuf nichts, es beurteilte und bewertete.

So konnte sie diese Seite nicht begreifen,
denn sobald sie das auch nur versucht hätte,
wäre sofort ihr Tonal ans Ruder gelangt,
und hätte sie geblendet.

Das Tonal zwang sie, seine eigenen Einsichten zu befolgen.
Es zwang sie auch nur die leiseste Ahnung von dem Nagual auszutilgen.

Nichtsdestoweniger, dessen ungeachtet, unter seltenen gewissen Voraussichten,
konnte etwas im Tonal sich manchmal dessen bewusst werden,
dass es noch etwas anderes gab.
Was war es?

Es war die Stimme des Nagual.

Doch die Töne, welche diese Stimme von sich gab, waren sehr merkwürdig
Als sie ihr in den Sinn kamen, wurde ihr Herz von den Lauten so tief berührt,
dass sie versuchte sich von den Fesseln des Tonal zu befreien um zum Nagual zu gelangen.
Wäre ihr das gelungen, wäre sie gestorben.

Es war eine sehr besonnene Katze,
ihr Tonal versuchte jede Art von Unheil zu vermeiden.
Daher war ihr diese Erfahrung ganz ungeheuerlich.
So entschied sie sich einen Trick anzuwenden.
Was machte sie?

Sie vergaß es.

So konnte sie diese Gefahr, auf diese Art zu sterben ... bannen.

Und wenn sie (ihr Tonal und das Nagual) nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...

Und hier die passende musikalische Begleitung zum Trip:

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Äh ... wo ist eigentlich euer Freund Theo?

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