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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Das Berghain aus Wackelpudding und Zuckerwatte
Drogen:Mischkonsum von Ketamin, Mephedron und Ecstasy (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:anonym
Datum:08.11.2021 01:36
Set:zerschlagen, Müde, erschöpft, Spotanentscheidung etwas neues zu testen, daher völlig unvoreigenommen
Setting:Das Berghain. Lauter, harter Techno, massig Gäste, 2 Freunde mit on Board.
Nützlichkeit:7,67 von 10 möglichen   (6 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Ich sitze im Berghain/Berlin. Seit Samstag 22 Uhr bin ich hier. Jetzt ist Sonntag, 12 Uhr. 14 Stunden. Mein Körper signalisiert mir: Feierabend! Meine 8 Freunde liegen bis auf einen (Timo), alle schon in den Betten. Ich mache mich auf den Weg zur Garderobe.

Da erreicht mich eine Whatsapp von einem Freund. Er will in ca. 2 Stunden ins Berghain und hat im Radar gesehen, dass ich dort sein müsste. Ich schreibe Ihm das ich Freitag schon hier war für 5 Stunden, jetzt auch schon 14 Stunden voll habe und echt nicht mehr kann.
Er erwidert dass er mir nen Wachmacher mitbringt und er sich sehr freuen würde wenn wir noch 1 oder 2 Stündchen zusammen feiern.

Ich willige ein.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits 2 kleine Lines Speed und 4 halbe Teile intus. Das letzte halbe verlor langsam seine Wirkung.
Ich besorgte mir 2 RedBull und wartete auf Niclas. Er kam circa 2 Stunden später zusammen mit 4 weiteren mir unbekannten Freunden.

Step One: Begrüßung
Step Two: Garderobe
Step Three: aufs Klo und Paddy wieder wach kriegen. SCHLEUNIGST

Niclas legte sich eine größere, und mir eine etwas kleinere Line parat. „Keta und Meffi“ sagte er. Sollte für 2 Stunden feiern erstmal reichen. Mephedron kannte ich bereits, Keta noch nicht.

Ungefähr 90 Sekunden später war er da: der Flausch. Alles wurde weich und behaglich um mich herum, gleichzeitig war ich Fit wie sonstwas, und schlagartig klar im Kopf, dennoch überlagert von einem angenehmen Schwindel.
Diese Klarheit hielt „leider“ nicht lange an. Bereits 3 Minuten später bestand ich nur noch aus Pudding. Ich konnte so gerade noch entspannt laufen, aber auch das komplette Berghain fühlte sich an wie Pudding. Als wenn ich in einer riesigen Hüpfburg herumstolperte. Ich trug recht schwere, klobige Feuerwehrstiefel und dazu eine Feuerwehrhose. (mein Lieblings Raveroutfit) Das machte die Sache mit dem Laufen allerdings auch nicht gerade einfacher. Zusätzlich wurde mein Gesicht um den Mund herum Taub.

Und dann ging die Post ab. Es begann damit, das meine gesehen Bilder nicht mehr zu meinen physischen/haptischen Gegenparts passten. Ich SAH dass ich meinen Fuß fest auf den Boden stellte, FÜHLTE es aber nicht. Ich hob den Arm, hätte mit geschlossenen Augen aber nicht sagen können ob er neben mir baumelt oder ich ihn gehoben habe.

Ich griff nach der Hand von Niclas, hätte aber genausogut in einen Eimer Schleim zum festhalten greifen können. Wie ein Kleinkind bei den ersten Gehversuchen tappste ich mit Ihm die Treppe hinauf in die Mainhall.
Dabei verformte sich die Treppe wie in „Twilight Zone“ und verschlang sich mit sich selbst. Das stellte aber kein Problem dar, ich verformte mich beim Laufen immerhin nahezu ähnlich mit. Ich packte mit der rechten Hand fest das Geländer und erklomm Stufe um Stufe, spürte das Geländer aber deutlich in der linken Handfläche. Die rechte Hand griff meiner Empfindung nach immer wieder ins leere, aber so lang ich trotzdem voran kam, beließ ich es einfach dabei und versuchte das zu Ignorieren.

Oben angekommen ließ ich das Geländer los und wollte wieder die Hand von Niclas ergreifen, aber ich schaffte es nicht. Er war 30 Meter oder mehr von mir entfernt obwohl er direkt vor mir Stand. Er griff dann meine Hand und zog mich auf eine Bank. Dort angekommen ließ ich mich auf die Sitzfläche plumpsen und fiel sofort wieder durch bis ins Erdgeschoss, wie als wenn die Bank und der Boden nur aus fluffiger Sahne bestünden hätten, oder einem Bällebad.
Ich brauchte eine Zeit um mich an diesen Zustand zu gewöhnen, zumal er sich auch immer wieder veränderte und anpasste. Mal passte die Größe meiner Hände nicht zu den Gegenständen die ich Griff. Mal war alles Zeitlich verschoben, ich spürte Berührungen sehr viel später als sie eigentlich passierten. Mal war mein Körper wie immer und in der nächsten Sekunde wie aus Gummi.

Ich fühlte mich wie ein Baby.. alles musste ich neu erlernen. Laufen, Sprechen, Greifen.. dies bekam ich aber binnen 30 Minuten in den Griff.

Als ich mich wieder etwas sicherer fühlte, gingen wir in die Menge tanzen. Das war unbeschreiblich. Ich strecke meine Arme zu beiden Seiten aus, und konnte gleichzeitig die beiden gegenüberliegenden Wände der Halle berühren. Meine Arme flubberten in die Länge wie diese Glibber-Patschehand die es mal im YPS-Heft oder in der MikeyMaus gab.

Ich wippte im klassischen Berghain-Stil zur Musik. In Wirklichkeit wippte ich vll. 10 oder 15cm zur Seite, es fühlte sich aber an als würde ich 3Meter ausladende Bewegungen machen. Und über allem lag eine herrlich schöne wattierte Flauschigkeit.

Hier möchte ich Anmerken, das ich mich zu keinem Zeitpunkt unwohl gefühlt hab oder gar Angst verspürte. Ich war ein wenig überfordert weil es SO viele neue und eigentlich falsche Eindrücke waren.

Neben Niclas und mir tanzte ein Pärchen. Sie sahen mich auf meiner kleinen Keta-Wolke fröhlich über dem Boden hin und her schweben, grinsten und sagten „Na? Erstes mal Special-K?“ Ich grinste, Timo (der letzte überbliebene von meinen 8 Buddys vorher) der sich von irgendwoher wieder dazugesellt hatte grinste. Wir beide nickten.

Das Pärchen lächelte, und Sie nahmen mich beide beim tanzen in den Arm. Es fühlte sich an als hätte sich unsere 3 Körper vereint und würden als ein einziger Lichtstrahl durchs All schiessen. Ich spürte nackte Haut auf nackter Haut, und auch wieder nicht. Ich tanzte, und stand trotzdem still. Alles war Dumpf aber doch irgendwie klar. Es war ein unbeschreibliches, überwältigendes Gefühl und ich fing in dieser Sekunde auf der Tanzfläche zu weinen an. 2 Minuten lang flennte ich vor Glück, lachte und grinste dabei, und tanzte Arm in Arm mit Timo und den beiden Fremden.

Während der nächsten 30 Minuten merkte ich, wie meine kleine Keta-Wolke mich langsam wieder dem Boden näher brachte.
Alles wurde klarer, Koordination kam zurück. Mein erstes mal auf Keta ging vorbei.
Nicht so mit Niclas. Er hatte die ganze Zeit tanzend und grinsend neben uns verbracht, lächelte süffisant und klingelte in den höchsten Tönen „naaaaaaachlegen! Eine Stunde schaffste noch“. Ich folgte Ihm geschwind wie nichts, aufs Klo.

Diesmal zog ich nur ungefähr 2/3 der ersten Meph/Keta Mischung. Diese Dosierung war deutlich Leichter zu händeln, vll. auch weil ich jetzt wusste wie ich meinen Körper besser kontrollieren kann.

Die Wirkung setzte wieder innerhalb kürzester Zeit ein, wir gingen sofort Tanzen. Ich hatte herausgefunden dass wenn ich mir mit dem Hintern einen Fixpunkt suchte (Bassbox, Pfahl, Wand, Geländer) das ich deutlich weniger taumelte. Also wippte ich noch 90 Minuten mit dem Hintern an der BassBox zu hartem Techno, und entschied dann aufzubrechen, und nicht noch mehr zu erzwingen. Es war ca. 19Uhr. Ich hatte nun knapp 21 Stunden im Berghain verbracht, und dabei eine Erfahrung gehabt die mich an mein aller erstes mal XTC in der Öffentlichkeit vor ewigen Jahren erinnerte. Auch im Berghain.

Ich versuche jetzt mal runterzukommen, der Trip ist gerade 5 Stunden her. Es ist Mitternacht. Gn8 ;-)






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