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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Die Watte-Welt der Pflanzengöttin
Drogen:Mischkonsum von Engelstrompete, Cannabis, Alkohol, Katzenminze und Tabak (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:Pink Flo
Datum:28.04.2022 12:22
Set:unproduktiv, gelangweilt, nachdenklich
Setting:Wald, Sonnenuntergang, unterm Strommast und auf der Couch eines Freundes
Nützlichkeit:7,83 von 10 möglichen   (6 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Gestern hatte ich eine neue Art der Erfahrung mit Nachtschattengewächsen und anderen Substanzen, von der ich heute ein bisschen erzählen möchte.

Es war kurz nach 7, als ich einen Freund besuchte. Am Vortag hatten wir die Reste aus seinem Grinder gekratzt, um uns einen letzten Rausch zu genehmigen, bevor wir erstmal wieder auf dem Trockenen sitzen.
Doch als ich dann gestern in meinen eigenen Grinder schaute, sah ich, dass da noch was zu holen war und pinselte ihn sorgfältig leer. Die geringe Menge verunsicherte mich und doch wollte ich alles herausholen. Nützlicherweise war gestern meine Engelstrompete angekommen, die ich bestellt hatte und ich hatte ein Blatt, welches bei der Lieferung abgefallen war getrocknet. Es verlor dabei in etwa 60-70 % seiner Größe und so rupfte ich ein bisschen was davon ab und nahm es zusammen mit den letzten Cannabis-Bröseln und einem Beutel Katzenminze mit zu meinem Kumpel.

Er hatte noch keine wirkliche Erfahrung mit Katzenminze oder Engelstrompete gemacht aber dennoch bedurfte es keinerlei Überzeugungskünste, ihn dazu zu bringen, ebenfalls gehyped zu sein. Ich rollte also eine kleine Tüte, die zu 50 % aus Tabak und zu 40 % aus Katzenminze bestand. Kleine Blätterstückchen der Engelstrompete und die letzten Weed-Reste, die ich zusammengekratzt hatte, bildeten die letzten 10 %.
Wir liefen also in den Wald und rauchten den kleinen Jimbo dort. Erst schien es kaum zu wirken, bis auf eine leichte Entspannung, die aber auch nur Placebo hätte sein können. Wir beide tranken ein Bier und ich hatte es ziemlich eilig, weil ich alles aus dieser letzten Erfahrung herausholen wollte. Als wir dann jedoch einige schöne Landschaften, Bäume und Strommasten sahen, merkte ich, dass etwas anders ist. Es war subtil und hielt sich die meiste Zeit im Hintergrund, doch kam es manchmal ein klein bisschen raus.

Alles schien irgendwie schöner zu sein und ein magisches Gesamtbild zu ergeben. Jedoch ist dieses Gefühl ganz anders, als Einheitserfahrungen bei Dissoziativa oder Psychedelika. Es fühlt sich eher so an, als wäre da ein wohlwollendes Wesen, eine wohlwollende Frau, welche mit mir diese Reise einging. Und das Gesamtbild war eher so, wie eine Geschichte, die sich mein Gehirn selbst erzählte. Alles schien ein bisschen mehr Bedeutung zu haben, als sonst. Ich kannte dieses Gefühl bereits in stärkerer Auswirkung, jedoch nur von Tollkirschen und Schwarzem Bilsenkraut. Dort war es immer eher ein bisschen dunkler gewesen und insbesondere in der Kombination mit Gras war immer ein extreemes Dichtheitsgefühl entstanden. Diesmal aber waren Katzenminze und Gras mehr nur die kleinen Spielgefährten der Trompete, die ihre Wirkung eher verstärkten, als sie zu verfälschen.

Wir stellten uns dann unter einen Strommasten, genau in die Mitte und blickten nach oben. Es war sehr beeindruckend, wie sich die verkreuzten Eisenstreben immer höher in die Luft stämmen, sich gegenseitig Stabilität bieten und ein gigantisches Konstrukt bilden. Ich dachte mir nur: „Wenn ich mal wieder richtig drauf bin, muss ich das unbedingt nochmal machen.“ Und das würde ich auch jedem weiterempfehlen :D
Da es aber bereits recht kühl war, liefen wir also zu meinem Kollegen heim. Während er die Türe aufschloss, machte ich kurz die Augen zu und ein Gefühl der intensiven Entspannung überkam mich. Als wir dann bei ihm drin waren, zog ich meine Schuhe aus und fühlte mich dabei wie in Watte gepackt. Es war aber anders, als man es von Opiaten oder von Lowdose Emma kennt. Es war einfach nur kuschelig. Alles war so kuschelig. Ich legte mich so schnell ich konnte aufs Sofa und umarmte ein Kissen. Das Gefühl, welches ich am ehesten damit vergleichen kann, was ich in diesem Moment gefühlt habe, ist das Aufwachen mit einem Mädchen im Arm, nach einer Nacht, in der es absolut zur Sache ging und man alle Energie rausgelassen hat. In so einem Moment will man nicht aufstehen. Man will einfach nur liegen und kuscheln und glücklich sein.

Bis zu dem Moment, wo ich mich mit meinem Kumpel getroffen hatte, ging es mir an dem Tag irgendwie nicht ganz so gut. Manchmal hat man ja einfach einen Tag, wo man nicht wirklich aus dem Bett kommt und auch auf nichts Lust hat. Und genauso war dieser Tag. Doch in jenem Moment auf dem Sofa, war das absolute Gegenteil der Fall. Ich hatte zwar immer noch nicht großartig Lust, großartig was zu machen, sondern wollte einfach nur fernschauen, saufen und entspannen, doch dieses negative Gefühl von „Ich sollte eigentlich aufstehen.“, „Ich sollte eigentlich produktiver sein.“ Oder „Ich bin so demotiviert, wieso nur?!“, war weg. Ich konnte einfach nur den Moment genießen und mich darauf konzentrieren, maximal zu entspannen, auf dass der nächste Tag produktiver wird.

Dieses Gefühl hielt in dieser Intensität leider nur etwas mehr als eine Stunde an, jedoch war ich auch danach noch sehr entspannt und locker. Ich konnte auch endlich meditieren, was mir vorher an diesem Tag vor lauter Gedankenströmen nicht gelungen war.
Wir schauten die animierte Serie der Trailerpark Boys an (Geheimtipp für Trips und geile Kiffabende) und tranken jeder noch ein zweites Bier. Später kamen noch andere Freunde und sie zockten, während ich weiterhin nur entspannt da saß und die Zeit genoss.


Wichtig:
Die Engelstrompete hat starke Wirkstoffschwankungen und ist nicht ohne Grund bekannt dafür, eine absolute Teufelsdroge zu sein. So wie bei LSD zum Beispiel auch, ist es aber immer eine Frage der Dosis und des gesunden Menschenverstandes, was man tut und was in Folge dessen mit einem passiert.
Ich rate trotzdem auch generell von ihrem Konsum ab. Und wenn ihr es dennoch ausprobieren wollt, nehmt Blätter oder Blütenblätter, trocknet sie und raucht sie. Fangt dabei in sehr geringer Dosis an, denn selbst das kann (wie ihr an meinem Trip seht) reichen. Das gilt sowieso für JEDE (und zwar wirklich JEDE!!!) Droge: Slow-Dosing ist der einzige Weg, wie man maximal sicher konsumieren kann. Übertreibt es niemals, steigt immer mit Lowdosing ein und arbeitet euch dann LANGSAM von mal zu mal hoch. Alles andere stellt ein unnötiges Risiko für eure Psyche und euren Körper dar.
Hierbei ist besonders zu beachten: Viele Berichte, die ich über Nachtschattengewächse gelesen habe, nahmen eine schlimme Wendung, weil die Leute „nichts gemerkt haben“ und dann einfach fröhlich höher dosiert haben. Falls ihr nichts bemerkt, meditiert, raucht vielleicht einen und wenn ihr dann, 3 Stunden nach Einnahme der NSG immer noch nichts merkt, was über die Wirkung von Meditation und Cannabis hinausgeht, legt VORSICHTIG nach.
Und mindestens genauso wichtig: Informiert euch. Ihr müsst wissen, welche Wirkungen auftreten können, dann habt ihr auch keine Panik, wenn sie auftreten. Wenn ihr hingegen irgendwas nehmt, weil irgendein Junkie es euch auf einer Party empfiehlt, dann riskiert ihr nicht weniger, als euer Leben!


Fazit:
Ich persönlich habe bisher ausschließlich positive Erfahrungen mit NSG gemacht und diese hier zähle ich eindeutig dazu. Das liegt aber daran, dass ich noch nie über eine Low-Dose hinausgegangen bin. Ich empfehle eher die Mischung mit Gras, um ohne gefährliche Dosierungen des Gifts höhere Ebenen der umnachtenden Erfahrung zu machen. Auch Rauschmischungen sind, wie ich jetzt glaube zu wissen, eine gute Möglichkeit, die gefährlichen Tropanalkaloide zu konsumieren.






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