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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Muskatnuss - tote Zunge aber ganz guter Trip
Drogen:Muskatnuss
Autor:BlackSpot
Datum:02.11.2006 23:55
Set:Ehm.. bla. Keine Ahnung.
Setting:Leere Wohnung
Nützlichkeit:7,14 von 10 möglichen   (21 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Da viele der Muskatnusstripberichte relativ negativ ausfallen, wollte ich auch mal "einbisschen" die andere Seite zeigen. Ich spar euch das Geschwafel drumherum - ganz ehrlich, es interessiert kein Schwein. Zeitangaben und Co. kann ich leider nicht machen, da der Trip schon einbisschen zurückliegt und ich mich zu diesem Bericht relativ spontan entschieden habe. Ich fange einfach an:



Ich hatte vor dem Erlebnis, das ich euch im Folgenden schildern werde, auch schon versucht, "auf Muskatnuss" zu kommen. Ich nahm eine zu mir - es passierte überhaupt nichts. Einige Zeit später versuchte ich es erneut, dazu hatte ich mir 4 Nüsse besorgt.



Ich will hier jetzt mal nichts schönreden, der Geschmack ist einfach nur grauenvoll widerlich. Die Geschmacksnerven sterben regelrecht ab. Streichelt man mit der Zunge über den Gaumen oder über die Zunge selbst, fühlt sich das ganze extrem pelzig an. Ich habe drei runtergebracht (ganze Nüsse, zerkaut), die vierte schaffte ich nur zur hälfte - irgendwann war einfach Schluss.



Viele Stunden später:



Erstmal machte sich eine verdammte Übelkeit breit (ich weiss nicht, ob das nur durch den Geschmack bedingt war) und ich bereute, dass ich auch nur was von Muskatnüssen gehört habe. Doch das dauerte nicht allzulange und die Benommenheit setzte ein (kann leider keine Zeitangaben machen). Ab diesem Zeitpunkt wurde der Trip eigentlich (!!) ganz angenehm. Schloss ich die Augen, konnte ich viele schöne Farben sehen. Die Umgebung nahm ich immer weniger war - meine Aufmerksamkeit galt immer mehr mir selbst. In fühlte mich, als gäbe es nur mich auf dieser Welt - und wenn es doch etwas anderes gab (was mir einwenig klar wurde, sobald ich die Augen öffnete) war es vollkommen egal. Irgendwann klingelte das Telefon, was mich extrem störte. Ich würde sogar sagen, dass ich irgendwie wütend wurde und unbedingt wollte, dass es aufhörte. Doch aufstehen, den Hörer aufheben, auflegen und hängen lassen kam für mich nicht in Frage, ich hatte mich auf dem Boden breit gemacht und verspürte keinerlei Bedürfnis meine Position in irgend einer Weise zu verändern. Zum Glück hörte das Klingeln auch wieder auf - so konnte ich wieder voll und ganz in mich gehen. Hallus hatte ich keine (obwohl ich glaube das irgendwo gelesen zu haben), es kam mir aber dennoch alles einwenig anders vor. Bekannt, nicht wirklich interessant aber anders. Ich weiss garnicht, wie lange ich so auf dem Boden lag und chillte, aber aufeinmal fand ich mich auf dem Bett sitzend wieder. Ich bekam durst, überwand meine Abneigung gegenüber Bewegungen und holte mir meine Flasche vom Tisch - das wirkte auf mich, als hätte ich es in Zeitraffer getan. Kaum streckte ich meine Hand aus und machte mich zum Aufstehen bereit, flitze ich wie ein Blitz zur Flasche und zurück. Darüber musste ich erstmal herzhaft lachen. Wirklich klare Gedanken konnte ich nicht fassen, - nein, ich schien irgendwie "Zeitsprünge" zu machen. Kaum habe ich an etwas gedacht ertappte ich mich beim zuendedenken eines anderen Gedanken und empfand das irgendwie als ganz normal, merkte hinterher, dass irgendwie ein Stück zwischendurch fehlte. Aber in diesen "Realisierungszeiten" war ich eigentlich bei Sinnen (hört sich hier vllcht so an, als würde man nur hin und hertrippen, dem ist aber nicht so. Diese Sprünge traten zwar nicht allzu selten auf aber es waren längere "Pausen" dazwischen. Mit "Gedanken" meine ich nicht vereinzelte Geistesblitze sondern größere "Themengebiete" - irgendwie schwer zu beschreiben).



Irgendwann schlief ich dann einfach ein. Ich hatte sehr intensive Träume, an die ich mich am nächsten Tag (besser als sonst) erinnern konnte.





Die Nebenwirkungen traten bei mir in Form von Appetitlosigkeit, leichter Übelkeit und Kopfschmerzen auf. Es war nicht angenehm aber es gibt viel schlimmeres, binnen dreier Tage war davon auch nichts mehr zu spüren (klang vom ersten Tag natürlich immer mehr ab - also keine konstante Übelkeit, die sich über drei Tage erstreckte).





Also - zusammenfassend würde ich sagen, dass der Trip eigentlich ganz Ok war. Ich werde ihn so schnell natürlich nicht widerholen - erstens schon des Geschmacks wegen und zweitens ist Muskatnuss immerhin ein Mao-Hemmer, der nicht zu unterschätzen ist. Solltet ihr so einen Trip planen, informiert euch vorher unbedingt über die Dinge, die ihr hinterher/eventuell vorher nicht konsumieren dürft, da das ganze doch im Krankenhaus oder schlimmsten falls mit dem Tod enden könnte. Ich will kein Heuchler sein und werde euch jetzt nicht ausdrücklich davon abraten - ich habe es ja schließlich selbst genommen. Eine ERfahrung könnte es schon wert sein. Ihr müßt euch nur vorher im Klaren sein, ob der Geschmack und alles drum eurermeinung nach den Trip wert ist.



Ich hoffe, dass dieser Tripbericht wenigstens einbisschen helfen konnte. Danke fürs lesen.






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