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Titel:mein Elfentraumland ;-)
Drogen:Mischkonsum von Psilocybinhaltige Pilze und Alkohol (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:zarteElfe
Datum:27.05.2007 18:49
Set:guter Dinge und in freudiger Erwarung
Setting:zuhause im Wohnzimmer
Nützlichkeit:3,65 von 10 möglichen   (17 Stimmen abgegeben)
Status:Dieser Bericht wurde aus den Tripbericht-Listen entfernt. Er ist jedoch noch für alle lesbar.

Bericht:

Am Samstagnachmittag konsumierte ich zusammen mit einem Freund ein Stofftütchen handelsüblicher Pilze. Die kleinen weißen Stofftütchen mit Smiley darauf dürften Insidern ein Begriff sein. Ich wiege ca. 48 kg, der Freund ca. 65 kg. Ich empfehle möglichst frische Pilze zu verwenden. Ich habe meine Pilze geschenkt bekommen. Manche Leute bestellen etwas, überlegen es sich dann anders (Paranoia wegen Führerschein, Haartest) und schenken die Ware her. Naja, Glück für mich ;-) Ansonsten ist es wirklich am besten, man konsumiert die Pilze sobald man sie hat, wenn man sie bestellt hat. Trockene Pilze verlieren an Qualität. Auf einer Party bekam ich von einer Bekannten ein dreiviertel Tütchen Pilze mit nahezu keiner Wirkung. Ich wurde lediglich unfassbar müde (sehr ungünstig auf einer Party). Grundsätzlich sind Pilze keine Partydroge, sondern etwas für zuhause oder im Garten, Park, Wald etc. Das entspricht meiner Erfahrung und vier Freunde von mir behaupten das gleiche. Die Pilze immer gründlich durchkauen und darauf achten, daß man nicht gerade vorher eine Weihnachtsgans oder sonstwas schweres, fettes zu sich genommen hat. Der Magen sollte weder total leer, noch ganz voll sein. Eine Pilzeinnahme auf leerem Magen könnte Übelkeit verursachen.



Ich habe die Pilze deshalb am Samstagnachmittag genommen, um

a) Zeit zu haben, die Pilze in Ruhe auf mich wirken lassen zu können und weil

b) der nächste Tag nicht unbedingt ein Arbeitstag sein sollte, da man am Folgetag noch etwas durcheinander und unkonzentriert sein kann.



Die Pilze fingen bei mir eine halbe Stunde nach der Einnahme an zu wirken. Die Umgebung wirkte auf mich sehr behaglich, beruhigend und einlullend. Der ganze Pilzrausch hatte einen sehr milden Charakter. Ich sah elfenähnliche Wesen durch die Wohnung schweben. Sie waren hübsch anzusehen und machten einen netten und liebevollen Eindruck. Die Elfen zeigten mir bunte kleine Steine, die funkelten und glänzten. So ging das ca. 3 - 4 Stunden lang. Das Ganze ebnete langsam ab und ich blieb noch eine Weile in einer sehr ruhigen und entspannten Verfassung. Alles in allem kein spektakulärer Pilztrip, aber gerade das sanfte daran mit den Märchenwesen gefiel mir.

Ich habe während der ganzen Zeit insgesamt ca. 2 Gläser Rotwein getrunken. Von intensiven Alkoholkonsum möchte ich während der Pilzwirkung abraten. Ebenso möchte ich davon abraten Pilze mit anderen Drogen zusammen zu konsumieren. Man kann sich für den Fall eines Negativtrips hochdosierte Beruhigungstabletten wie Baldrian, Melisse etc. bereithalten. Das reicht für gewöhnlich, den auf Halluzinogene reagiere ich sehr empfindlich. Nur sehr selten arten die Angstzustände und Paranoia derart aus, daß auf Benzodiazepam zurückgegriffen werden muß. Diazepame werden von Notärzten (wenn diese in so einem Fall hinzugezogen werden) gerne gegeben. Leider machen sich diese Leute nicht bewußt, daß Natur (Pilze) und Chemie (Diazepam) getrennt voneinander wirkt. Erst wenn die Wirkung der Pilze vorbei ist, beginnt das Diazepam zu wirken, also völlig sinn- und wertlos. So ist es zumindest einer Freundin mehrfach ergangen. Ich hatte im Internet mal einen Tripbericht von einem ängstlichen Menschen gelesen, der zeitgleich Diazepam und Pilze eingenommen hat. Die Wirkung der Pilze wurde dadurch beeinträchtigt. Wer so ängstlich ist, sollte m.E. gar keine halluzinogegen Pilze essen.



Zuletzt noch ein kleiner Tipp: Manchmal kann es passieren, daß die Pilze sich auf die Nieren- und Blasenfunktion auswirken. Im Klartext heißt das, daß es Leute gibt, deren Blase wie zugeschnürt ist, obwohl ein Reiz vorhanden ist. Bier (anregend) und Pilze (hemmend) sind demnach keine gute Mischung. Es wirkt keineswegs ausgleichend, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern eher irritierend.