Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Keine reine Bauchsache
Drogen:Hawaiianische Baby-Holzrose
Autor:Pheriol
Datum:26.06.2007 10:22
Set:2 Trips (Ruhig und Experementierfreudig contra \
Setting:Zu Hause / Geburtstagsfeier (größtenteils unbekanntes Umfeld)
Nützlichkeit:8,27 von 10 möglichen   (22 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Einleitung:





So ich habe mich nun auch einmal an den berühmten, oder eher berüchtigten, LSA-Samen versucht. Dabei will ich wie bei meinem letzten Tripbericht Eindrücke, Pros und Contras sowie einige "Überlebenstips" geben.

Ich bin halt immer noch der Meinung, dass Tripberichte als Orientierung für Interessierte geschrieben werden sollten und nicht als Zurschaustellung meiner "voll krassesten" Erlebnisse wo ich " voll drauf war, alta".



So nachdem ich mich mal wieder unbeliebt gemacht habe fang ich mal an ^^.





Vorgeplenkel Trip 1:



Etwa Drei Wochen nach meiner Bestellung bei einem kleineren Onlineshop, der zu seinem Nachteil aus Peru sendet aber diesen überwiegend faire Preise und gute Qualität bietet hatte ich mehrere kleinere tütchen mit den wie kleine Nüsschen anmutenden Holzrosensamen in der Hand.



Die als natürliches Brechmittel geltende Schale war nur noch teils zu sehen, daher nahm ich an, dass die Samen entweder bereits geschaelt wurden (Grob) oder für die bessere Einteilung in Gramm zerteilt wurden.

Sollte ich das jetzt sofort probieren oder erst geduldig warten? Zwei dinge rieten mir vom ersteren ab: Erstens ich hatte erst vor 2 Stunden was gegessen, also war mein Magen garantiert nicht leer und Zweitens war es schon recht Spät und mein natürlicher Biorythmus hätte mich den ganzen Trip wohl verschlafen lassen.

Also 8 Stunden seeligen Schlafes später...





Trip 1: Zu Hause... Viel zu früh... Öhm Frühstück!?



Man bin ich noch Müde und ein Frühstück wäre laut den Brummen meines Magens jetzt eine ähnliche Wundertat wie die Speisung der Fünftausend auf der Hochzeit zu Kanaan... nein mein Magenwindungen sind gerade die Fünftausend: "Brot und Fisch... los her damit, da steht noch nen Toast und so eine drecks Früstücksfischkonserve im Kühlschrank!"

Aber statt auf ihn zu hören starre ich auf dass Gebräu aus warmen Wasser, einem Löffel Honig und 4 von diesen Samenteilen die ich vorher mit einer Combizange bearbeitet habe.

Naja Vier werdens eh nicht bringen ein kurzer Blick zum Glas und runter mit der Brühe die nach einer Mischung aus Smacks und Baumrinde schmeckte, beine nach Rechts auf das Sofa, Glotze an... Realityshow... Realityshow... Homeshopping... Realityshow... Zwei stunden später... NICHTS!



Das einzigste was mir merkwürdig vorkommt ist dass ich fasziniert davon bin mir selbst auf den Unterarm zu Klatschen um die Striemen zu bewundern die sich kurzzeitig darauf bilden.

Nein sie sehen nicht besonders toll aus, das einzige faszinierende ist, dass ich etwas schmerzhaftes sehe aber nichts fühle...



Na toll dafür hätte ich auch drei Aspirin hintereinander schmeißen können.



Es wird Zeit nachzulegen... bislang habe ich mich ja dagegen gewehrt, aber langsam wirds langweilig und außerdem verschwindet diese komische dumpfe Bauchgefühl, als hätte man einen Schwamm gegessen... einen lebenden, und macht den Hunger wieder Platz.

Treppe hoch, zum Vorrat, auspacken, auf dem tisch verteilen, ein weiteres 4 Samen Häufchen bilden...



Scheiße tun meine Beine weh, als hätte ich gerade die BErgetappe der Tour de France ohne Doping absolviert...

Einen moment lang stehe ich auf die Oberschenkel gestützt einfach nur japsend und ächzend in meinem Zimmer und so schnell der Schmerz da war, verschwand er auch wieder und macht einem unbändigen Aktivitätsdrang platz.



Das Nachlegen ist erstmal vergessen, und das einzige was mich noch interessiert ist wie ein Irrer aus dem Haus ins Feld zu rennen.

Der drang mich zu Bewegen wird von der typischen erweiterten Wahrnehmung begleitet.

Man kennt das ja: "Wow der Baum war noch nie so grün!" oder "Die Welt ist viel realer als gestern!"



Und plötzlich interessiere ich mich für alles, und zwar am besten für alles gleichzeitig...

"Oh das Gras grün ich frage mich ob die Urgrasarten vor dreisigtausend... oh oh ein Kirschbaum... sind das Süßkischen? oder Sau... Ha Pulloverschwinde... aehm Schafe... vielleicht sollte man eine Werbekampagne für..."



Und schon bin ich wieder Zuhause und lenke die gleiche Gedankenflut auf eines dieser Neumodischen Raumaccesoirs bestehend aus einem großen Glasgefäß, etwas gelben Kies, einer dicken Kerze und ein paar getrockneten Rosenblüten.. . Ich könnte schwören, dass die RRosenblüten zwei sich umschlingende nackte Frauen bilden. Aber das ist keine wirkliche Halluzination sondern nur ein Eindruck. Doch beflügelt von diesem Bild erwarte ich nun den Ansturm von Bildern und Farben und verfalle mir unerklärlich andauernd in ein sabberndes Kichern...



Zwei stunden später hat sich die freudige Erwartung zur einer bitteren Enttäuschung gewandelt. Ich fühle mich furchtbar Matt, als wäre Wetterumschwung oder mein Blutdruck wäre entweder viel zu hoch oder viel zu niedrig.

Zudem bin ich für meine Verhältnisse noch überaus schlecht gelaunt und leicht reizbar, dieser Trip ist definitiv zu Ende...



Fazit Trip 1:



Im Nachhinein war ich von dem Erlebnis gleichzeitig Enttäuscht und Überrascht.

Trotz der Enttäuschung nicht "mehr" erlebt zu haben, habe ich mir von so einer geringen Dosis keinen solchen Effekt versprochen, der eintritt wie ein Holzhammer.

Dennoch habe ich mir schließlich erstmal Blut geleckt noch mehr erhofft.



Zudem sind die Nebenwirkungen nicht ohne gewesen!

Das Flaue Bauchgefühl ist mehr als nur unangenehm... jedoch konnte ich es einfach ausblenden und nicht nachvollziehen warum manche es mit Brechreiz verwechseln.

Viel schlimmer empfand ich die Muskelschmerzen... man kann sich ganz überraschend so fühlen als hätte man gerade eben einen Krampf gehabt den man sich so richtig schön in den Muskel gezogen hat.

Außerdem zähle ich die hohe Reizbarkeit und die fast schon depressive Stimmungsschwankungen am Ende des Trips ebenfalls zu den möglichen Nebenwirkungen.



Im großen und ganzen war ich einfach nur Froh nicht nachgelegt zu haben.





Vorgeplenkel Trip 2:



Proben liefen mal richtig gut, meine Stimmung ist super und hängt irgendwo zwischen dem Rausch der Lautstärke und dem Geschmack des Bieres kurz vor der nahenden Langeweile.



"Wir könne leider nicht weiter Zocken, sonst schieben die Nachbarn Terror weil ihre Bälger nich Pennen können..."

Na super, aber es hat sich ja eine Geburtstagsfeier angekündigt die man aus Lustlosigkeit einfach "Nichts" zu tun überfallen kann.

Eine Geburtstagsfeier voll mit Menschen von dennen ich noch nie etwas gehört habe, eine Geburtstagsfeier an einen Ort von dessen Existenz ich nichteinmal wusste... irgendwo in den Kaparten auf einem schäbigen kleinen Bauernhof...



Kacke ist nicht mein Ding... da schlägt mein siebter Sinn für beschissene udn peinliche Situationen so wie meine gute Erziehung wieder Alarm. Wieviel geld habe ich denn noch vielleicht könnte man in die Kneipe... *Plop* warum fallen denn da die LSA-Samen aus meiner Geldbörse und vor allem warum waren sie in meiner Geldbörse?



Ich nehme das einfach mal als Göttlichen Wink jetzt erstmal eine Vierteilstunde meinen Kumpel nach einer Ölverschmierten Rohrzange wühlen zu lassen, die Pizza in den Ofen zu schmeißen, die Samenbrösel mit Sinalco-Cola aufzugießen und das gebräu zu trinken.



Trip 2: Nach dem Proben... In 20 Minuten ist die Tiefkühlpizza fertig... Magen leer: Check ; Tinitus: Check





Diesmal waren es 8 von diesen Teilen und viel schneller macht sich auch die Wirkung bemerkbar. Keine Ahnung ob es an dem Bier liegt, aber das vormalige Interesse bleibt aus. Statt dessen stellt sich sehr schnell eine starke Gemütserheiterung ein.

Auf einmal bin ich gut gelaunt und Glücklich, selbst als genauso schnell sich wieder die Muskelkrämpfe und das Magengefühl melden. Das wird beides von dem High übertönt... Ich bemerke, dass sie da sind und ich empfinde sie als sehr unangenehm, aber ich registriere sie nur nebenbei.



Das schmerzzucken der Mudnwinkel wird also von dem riesigen Grinsen hinfortgewaschen. Genauso wie jedes Zeitgefühl. Auf der Autofahrt hin zu jener vorher verschmähten Party meldet sich einen moment lang mein rebellierender Magen, wird aber schnell wieder von dem sedierenden High zum verschweigen gebracht. Und der Gedanke jeden moment in einer völlig unbekannten Situation aufzuschlagen, der mir vor einer Stunde noch durchaus unangenehm war, weckt nun ein leichtes Glücksgefühl gepaart mit zutiefster Zufriedenheit in mir.



Wir kommen an und jemand von den Gästen pinkelte prompt in den Vorgarten und zieht so den Zorn der Gastgeberin auf sich die ein riesen Theater daraus macht:

Die Stimmung der andere ist sofort gedämpft...

Ich empfinde die Situation als durchaus gelungen...

Die Musik im Zelt ist scheiße, eigentlich von der Art die ich nicht einmal hören wollte wenn sie Krebs heilen würde und ich im Endstadium waere...

Meine Kumpels sehen das wohl genauso und die Stimmung sinkt weiter...

Doch mir ist auch das wiederrum egal, ich hangele mich solange durch die einzelnen töne und langne Gesichter bis ich irgendetwas finde, dass mich amysiert, also bin und bleibe ich glücklich...



So zieht sich das durch den ganzen abend, egal welche Situation, welch Schrecken, welch unsagbares Grauen mir auch an diesem Abend begegne... "NICHTS" kann meine Laune verderben. Das einzige was stetig daran nagt sind die immer staerker werdenden Muskelkraempfe, doch noch begeistern mich die ersten CEVs und Optics so sehr, dass die Schmerzen völlige nebensache sind.



Wieder von bewegungsdrang beseelt schnappe ich mir nen Kumpel um per pedes für einen Moment von der Feier zu entfliehen, die sich immer mehr als wahrer Vlad Tepes für positives Karma herausstellt, um den Feldlandschaft zu genießen, die von Farbnetzen durchzogen ist und in der sich ab und zu schemenhaft einige Zweidimensionale Objekte niederließen um wild herumzurotieren.



Diesen Höhepunkt jedoch einmal überwunden sacke ich kaum wieder auf der Fete in einen absolut unbrauchbaren Zustand. Ich bin zwar immer noch gut gelaunt und schwebe auf jener Glückswolke des Highs, doch fühle ich mich außerstande auch nur irgendetwas zu tun. Ich fühle mich immer mehr wie ein stiller Beobachter, der an dem geschehen um sich herum nicht mehr teilnimmt, sondern es nur beobachtet. Das einzige was mir zeigt, dass ich noch dort Sitze sind die immer staerker werdenden Muselschmerzen die wie gesagt sie wie kleine verkrampfungen anfühlen.

NAja auch damit konnte ich gut Leben, ein wenig Schmerz macht mir im Normalfall nur wenig aus, naja ich habe damit leben können bis wir den heimweg angetreten haben.

Einmal auf den Weg kann nichtmal das Laternenlicht, dass sich in die drei Grundfarben zu spalten scheint um dann in der Luft hin und her zu schweben von den Schmerzen ablenken.

Zum Glück wirkt das Lsa immer noch sehr Zeitraffend und der Weg bleibt nur schleierhaft in meiner Erinnerung.

Nach dem Marsch wartet nur der Schlaf, die beste Linderung gegen die Schmerzen.





Fazit Trip 2:



Halluzinationen gab es zwar immer noch keine wirklichen, doch war ich trotz der Schmerzen, die dennoch nicht zu unterschaetzen sind, im Endeffekt sehr froh mich für den Trip entschieden zu haben. Die Samen haben einfach jeden Scheiß in eine postitive Erfahrung verwandelt und mir sozusagen den Abend gerettet.

Jedoch war der Tag danach ziemlich im Eimer, ich habe in etappen fast 14 stunden geschlafen und war nicht wirklich einsatzfaehig.

Auch sind große aktivitaeten im Endstadium des Rausches einfach nur anstrengend und unangenehm gewesen, auch das zog sich noch bis in den naechsten Tag hinein.

Im großen und ganzen ein hohes High für den man auch einen Hohen Preis zahlen muss.





Nach diesen beiden Trips will ich ein kleines Woodrose QnA anschließen:



Woodrose QnA



Q:Wie nimmt man HWR/HBH oder wie mans auch abkürzen will am besten ein?

A:Mit einer !Zange! (die kleinen dinger sind verflucht hart) zerquetschen und 10 minuten in cole ziehen lassen, anschließend den ganzen Inhalt des Glases trinken... Am besten auf leeren magen.



Q:Warum Cola?

A:Weil das Zeug Scheiße schmeckt, zwar nicht unerträglich... aber scheiße



Q:Sind die Nebenwirkungen wirklich so Schlimm wie man immer hört?

A:Ja... aber man ist waehrend des Peaks zu zugedröhnt um sie zu bemerken - Schlimm wird es erst wenn sie vor oder nach dem Peak auftreten.



Q:Wie Schlimm?

A:Je nach situation - Sehr schlimm.



Q:Wie Dosiere ich HBW?

A:Am besten faengt man ganz ganz gaaaanz klein an, man sollte schon vor wenigen Samen einen riesen Respekt haben und sie nicht unterschaetzen, danach kann man je nach Bedarf höher gehen - auf eigene Verantwortung versteht sich.



Q:Ist HBW Partytauglich

A:Jein! Ich denke der Effekt von HBW haengt sehr stark von der Stimmung vor der Einnahme ab, also kann man auch einen ganzen Abend scheiß laune Haben.



Q:Gibt es sonst noch Unangenehme dinge die mir vielleicht nach der Einnahme zustoßen könnten

A:Scheißausbrücke, Schmerzunempfindlichkeit (kann auch ins Auge gehen), Kaum Kaelte oder Hitzeempfinden, Atemschwierigkeiten, Sechstanerblase, Veraenderte Darmaktivitaet... also nen Klo in der Naehe, nen Warmer Ort und ne Weiche unterlage sind immer von Vorteil.



Q:Kann man mir ansehen, dass ich HBW genommen habe?

A:Naja wenn man es nicht an dem Merkwürdigen Verhalten merkt, dann an der Tatsache, dass deine Augen nur noch aus Pupillen bestehen werden... Die berühmten Kifferpupillen sind da garnichts gegen, man sieht auf dem Peak aus wie der Kater aus Shrek wenn er versucht niedlich zu sein... Die pupille nehmen im gegensatz zu THC auch nur sehr langsam wieder ihre normale größe an, man kann dir also noch morgen ansehen, dass du gestern LSA geschmissen hast.



Ich hoffe meine Klugscheißereien waren Sinnvoll



Mfg Pheriol