Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Die aztekischen Scheinwelten
Drogen:Mischkonsum von Peyote und Alkohol (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:Nitrosamine
Datum:02.03.2004 00:00
Set:positive Grundstimmung
Setting:bei einem Freund in der Wohnung
Nützlichkeit:6,00 von 10 möglichen   (16 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Wir haben traditionell den Kaktus ausgekocht und das Meskalin nicht gesondert extrahiert. Der Geschmak des sudförmigen Breis war sehr unangenehm. Es kostete einige Überwindung diesen hinunterzubringen. Daher haben wir anschließend ein wenig Bier getrunken um den Geschmak zu überdecken. So nach ca. 1 Stunde setzte die Wirkung ein. Es machte sich ein wohliges Gefühl im Körper breit. Leider hat ein Freund von mir das "Getränk" nicht gut verdauen können und musste so auf die Toillette entschwinden. Im Zimmer hatten wir gedämpftes Kerzenlicht, um die Atmosphäre zu verbessern. Die hallozinogene Wirkung setzte dann auch ein. Ich sah verschiedene Strukturen und Muster an den Wänden. Diese verformten sich und nahmen verschiedene etwas blasse Farben an. Diese Bilder waren sehr intensiv. Ich weiß nicht, ob die Muster durch vorherige Erfahrungen induziert wurden, aber sie hatten sehr symetrische Strukturen. Hier kann man sich gut vorstellen, wie einige Naturvölker in ihrer Kunstgeschichte geprägt wurden. Ein sehr interessantes Erlebnis war außerdem das erlischen einer Kerze, daß zeitgleich mit einem Bass in der Musik, die wir hörten, stattfand. Wir mussten nach kurzem Erstaunen alle sehr lachen. Die Wirkung hielt etwa 3-4 Stunden an. Wir haben währenddessen immer mal wieder Alkohol getrunken.

Insgesamt war es ein sehr interessantes Erlebnis, wobei man vor dem Geschmack des Peyotekaktus warnen muß. Vielleicht ist es ratsamer das Meskalin zu extrahieren, auch wenn damit viel vom Flair verloren geht.