Tripbericht lesen
Übersicht:
| Titel: | Arkaden der Stille |
| Drogen: | Kratom |
| Autor: | mandragoraundalraune |
| Datum: | 17.02.2008 16:28 |
| Set: | Nur ich mit mir |
| Setting: | Ein ruhiges Zimmer, Nachmittag |
| Nützlichkeit: | 5,23 von 10 möglichen (26 Stimmen abgegeben) |
Bericht:
Substanz: Kratom (Pflanzenpulver 1 Gramm in Tee)
Dauer: frueher Nachmittag bis in den Abend hinein
Eine halbe Stunde nach Einnahme Gefuehl von Vertiefung
des Atmens. Ich lege mich aufs Bett, betrachte das Spiel
von Schatten auf der Wand. Mit jedem Atemzug werde
ich ruhiger und ruhiger. Die Gedanken fliessen immer lang-
samer, kommen nach einer Weile (1,5 Std.) fast ganz zum
Stillstand. Ein Gefuehl von Ruhe, Stille, Klarheit und Rein-
heit. Ahnung von tieferen oder hoeheren Ebenen dieser
reinen Stille und ruhigen Klarheit. Dort bin ich noch nicht,
vieleicht irgendwann, irgendwo. Ich betrachte das Hand-
tuch ueber meiner Waeschleine. Ein Kunstwerk, wuerdig
fuer eine Austellung, aber man muesste es mit dem Be-
wusstsein sehen, das ich jetzt habe: der Faltenwurf der
Ewigkeit. Die unendlichenen Ebenen der Stille, ein Labyrinth
aus Arkaden, Pfeiler hinter Pfeiler bis man nichts mehr
sieht, aber das geht immer weiter, immer noch tiefer und
stiller. Am Abend gehe ich durch die Daemmerung (ich
war in Nepal), bleibe vor einem Bambushain stehen.
Sanft wiegen sich die Staemme im Wind, mit geschlossenen
Augen hoere ich ihr Knarren. So wiegt "es" sich auch in
mir. Ich denke und fuehle nichts, ist dies das Nirvana der
Buddhisten, das Sat-Chit-Ananda der Brahmanen? Waere
mein Seelenwetter nur immer so ruhig und klar!