Tripbericht lesen
Übersicht:
| Titel: | Von Griechen, Piratenfahnen und 2 schlaflösen Nächten |
| Drogen: | Mischkonsum von Cannabis und LSD (Reihenfolge vom Autor festgelegt) |
| Autor: | anonym |
| Datum: | 29.07.2009 08:13 |
| Set: | irgendwo aufm Teknival in Ungarn |
| Setting: | neugierig, zufrieden, motiviert, ausgeglichen |
| Nützlichkeit: | 8,54 von 10 möglichen (24 Stimmen abgegeben) |
Bericht:
Anmerkung: Zeitangaben in diesem Tripbericht sind, meiner Meinung nach, total fürn Arsch. Hatte kaum wann eine Uhr dabei, und konnte in meinem Zustand auch keine Uhrzeiten einschätzen. Und, da ich sowieso wusste, das ganze Wochenende an keine Verpflichtungen (Außer Tanzen, gelegentlich ne Kleinigkeit essen, trinken und mal ab und an eine Zigarette rauchen) gebunden war, wollt ich das genießen und lies die Zeit mal Zeit sein. Ebenfalls kann es sein, dass ich einige Details vergessen habe, ich versuche jedoch großteils Aufzuschreiben, was mir wichtig erscheint. Extrem kleine kleinigkeiten ziehen den Bericht ja nur unnötig in die Länge und wirken beim Lesen bestimmt nicht so interessant wie ich sie erlebt habe. Fehler (sowohl rechtschreibtechnisch, als auch grammatisch) darf der Finder behalten. Also, dann start ich mal.
Einen schönen Wochenendes, zu Genüge darüber geredet und provisorisch geplant, hatten ich und 3 Freunde vor, nach einigen Startschwierigkeiten und Meinungsverschiedenheiten nach Ungarn aufs jährliche Teknival zu fahren. Da unser Fahrer noch nie auf einer Party war, musste er zuerst überredet werden, damit wir 3 anderen zu unserer fetten Party kommen könnten. Überreden war nach einer guten halben, verregneten Stunde in einem Zelt am Urban Art Forms auch nicht das Hauptproblem, so entschied man sich ab ins Auto zu steigen und sich auf den (wie sich später herausstellte nicht wenig anstrengenden) Weg nach Ungarn zu begeben. Dank der tollen Naivgationsdame, die uns durch irgendeinen abgelegenen Weg, welcher gefühlte Kilometer mit einem Betonblock in der Mitte verschönert war, geleitet hatte (und wir da das Auto auch einige Meter schieben mussten – und dadurch schon vor unserer Ankunft dreckig wie nix waren), stieg die Angst, im Endeffekt doch nicht hinzufinden. War dann aber doch nicht so.
Um 10 wars dann doch soweit: Das Auto war geparkt, ein Dübel vorgebaut und wir motiviert, erstmal das Teknivalgelände abzuchecken, was wir dann auch prompt gemacht hatten. Zeit wurde erstmal vor den Boxen totgeschlagen und die Motivation unseres Fahrers schwand sichtlich immer mehr (Anmerkung: Seine erste Party, noch dazu ne fette mehrtägige, kilometerweit von der Heimat entfernt – logisch, dass man da nicht einfach so wieder nach Hause abhauen konnte – vorausgesetzt mensch wollte die Anderen, die mitgefahren sind, nicht einfach so skrupellos sitzen lassen), so beschloss man kurzerhand mal eine kleine shoppingtour durchs Gelände zu starten. Natürlich wurde man da auch gleich fündig, und um ca. 23 Uhr (bestätigen kann ichs nicht, hatte zu der Zeit schon, dank des sich zu ende neigenden Handyakkus keine Uhr bei mir) hatte ich schon das erste halbe shiva-Ticket intus und beschloss nicht wie sonst, rumzusitzen und auf die Wirkung zu warten, sondern, nachdem sich das altbekannte wohlwärmige (Placebo- ?) Gefühl des Acids, welche seine Wirkung anscheinend schon ziemlich früh entfaltete, mit meiner Trippartnerin erstmal eine Runde vor den Boxen tanzen zu gehen. Das erste „what the fuck“ Gefühl machte sich breit, als ich vorm Auto mitm Blick Richtung Boxenwand stand – ein in der Nähe stehender Kleintransporter startete wie wild am Gelände rumzufahren um zum Schluss mit einer Mördergeschwindigkeit mitten in die tanzende Menge zu rasen. Rumfliegende Partymenschen warn die Folge – und als ich realisierte, dass diese doch schreien müssten wenn die durch die Luft fliegen, merkte ich, dass ich eigentlich schon ziemlich verpeilt war und bekam einen ordentlichen Lachflash :D durch ein Gespräch mit ner Freundin, welche nix intus hatte, wurde ich da aber wieder rausgerissen und alles schien wieder normal. Also, nun gings weiter zur Musik.
Nach einer Weile vor der Box merkte ich, wie die Musik in meinem Kopf immer mehr abstraktere Formen annahm und ich die Musik unbewusst filterte. Die einzelnen Klangkomponenten erzeugten bei geschlossenen Augen schon kleine, farbige Punkte (wie, wenn man einen knallbunten, gefleckten Teppich ansieht), welche in rasender Geschwindigkeit näherkamen, um sich dann in Spiralen und weitere Punkte die wieder verschwanden und auftauchten, zu verwandeln. Ich genoss dieses Spektakel, dass sich da vor meinem inneren Auge abspielte ziemlich, da ich auf meinen bisherigen Ausflügen in der Acid-Welt so etwas nie selbst gesehen hatte, sondern nur von Erzählungen kannte. Nachdem ich meinte, davon genug gesehen zu haben, öffnete ich meine Augen und tanzte (wie eh schon die ganze zeit) weiter, und bekam langsam das Gefühl, dass tanzen eigentlich die Hauptkommunikationsform weltweit werden sollte. Der dröhnende Bass verwandelte den Boden meiner Umgebung langsam in eine dezent (von den Farben her) plastische Fläche und es sah aus, als würde bei jedem Basskick ein riesiger Farbtopf umgeworfen, der sich für einige Sekunden ausbreitete um anschließend wieder im Boden zu versickern. Ab diesem Zeitpunkt realisierte ich, dass sich der Trip bereits so extrem entfaltet, wie ich es noch nie bei einem Trip erlebt hatte. Besonders nicht in dieser Dosis. Mit einem Grinsen im Gesicht wurde beschlossen, erstmal einen Abstecher ins Auto zu machen um die Blase zu entleeren und einen Schluck zu trinken. Der Weg dorthin, nichtmal 3 Minuten im nüchternen Zustand, war nach einer Ewigkeit auch gemeistert und man machte es sich im Auto bequem. Überall wo ich hinsah, sah ich sich bewegende Muster, deren Konturen im rasenden Tempo (jedoch angenehm) ihre Farben änderten und sich dazu im Takt zur Musik, die man auch hier noch hören konnte, bewegen. Der grimmige Blick unseres Fahrers (in diesem Moment verankerte sich fest der Gedanke dass er mich hasste, weils mir so gut ging und ihm nicht) und der wabbernde Autosessel unter meinen Füßen veranlasste mich dann, schnellstens, jedoch nicht panisch, das Auto zu verlassen und erstmal auf Entdeckungstour zu gehen. Sichtlich fasziniert kamen wir jedoch nicht so weit – inzwischen war die zweite Boxenwand aufgebaut und man begab sich dort in die Nähe. Ich war nun an einem Punkt angelangt, wo ich keine 3 Meter gehen konnte ohne extrem erstaunt meine Umgebung ordentlich beobachten zu müssen. Gehen wurde auf diesem inzwischen knallrosa gewordenen und wabbernden Boden immer mehr und mehr anstrengend. Ich kam mir zusammen mit meiner Trippartnerin wie in einer anderen Welt vor, in der nur wir beide existierten und uns auch niemand wahrnehmen konnte. Reden war, rein objektiv gesehen, sowieso nicht möglich, und einen Typen, der mich überfreundlich nach einer Zigarette gefragt hatte, konnte ich sowieso nicht verstehen. So entschloss ich nun, mich auf den Boden zu setzen und einfach zu genießen, behielt jedoch immer meine Begleiterin im Auge, welche ja das erste mal auf einer Reise war. Die Frage, ob denn alles gut wäre und sie es genießt, wurde irgendwie auch jedes mal mit einem „Ja, mir geht’s gut, ich kenn mich nur net aus und weiß nicht was ich da grad mach“ beantwortet x) und mir gings auch gleich wie ihr. Ich fühlte mich dank der nun extrem verzerrten und mystischen Musik wie in der Antike; 4 Meter vor der Box sitzend beobachtete ich die tanzende Meute, das immer größer werdende altgriechische Theater aka. Boxenwand und genoss das Schauspiel, welche sich meinem Körper darbot. Ab diesem Zeitpunkt (wahrscheinlich der High-Peak meiner halben Pappe) begriff ich die phänomenale Veränderung, welche meinem Bewusstsein zuteil wurde, und somit den Begriff psychedelisch (der sich auch ab diesem Zeitpunkt permanent in meinem Kopf befand); Meine inneren Gefühle verbreiteten sich in einem gefühlten Radius von 10 Meter Umfeld. Ich fühlte mich wie Gott, und zugleich der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt – Und die ganzen Gegenstände, Pflanzen und Menschen in dieser „acid-kuppel“ waren Teil von mir. Ein Blick auf etwas offenbarte mir deren Gefühlswelt und ließ mich daran teilhaben. Mir wurde ab diesem Zeitpunkt auch das verheerende Potential, dass diese Droge haben könnte klar, jedoch vertiefte ich diese Gedanken aus Respekt vor einem Horrortrip nicht näher. Wie uns später erzählt wurde beschlossen dass wir nach 2 Stunden vor den Griechen rumhocken mal wieder nen Abstecher ins Auto zu machen. Der High-Peak war langsam, aber gemütlich am abfluten und da ich währendm Weg zum Auto wieder vergessen habe was nun eigentlich unser Plan war, begab ich mich wieder vor die Box (und hab somit auch den Sonnenaufgang, den ich Beobachten wollte, nicht mitbekommen; War mir in diesem Moment jedoch auch ziemlich egal, da es bewölkt war), um dort ein bisschen zu tanzen. Als mir auch das zuviel wurde, wurde dann gemütlich noch eine Weile im Auto abgechillt und ich beobachtete erneut die Muster im Auto, welche nun zwar nicht so intensiv, jedoch trotzdem schön anzusehen waren. Der Trip war nun endgültig am abfluten und ich körperlich auch ziemlich erschöpft, jedoch zufrieden.
Inzwischen war es 8 Uhr geworden, ich fand, dass ich mich genug ausgeruht hatte und latschte mit einer Freundin erneut das gesamte Gelände ab, um mir einen Guten-Morgen Kaffee zu holen und nen Abstecher zu anderen Bekannten zu machen. Irgendwie kam dann die Idee, doch noch einen Trip zu kaufen auf, und abgeneigt war ich dieser Idee nicht. Wurde dann um ca. 12 Uhr mittags auch gemacht, und nach einigen Stunden befand ich mich wieder in meiner Acid-Kuppel, jedoch diesmal mit einem Bekannten, der auch meinte dass er nach seiner gestrigen Erfahrung gerne noch einen hätte. Diesmal wars aber ein ganzes Ticket. Da es nun hell war, wirkte dieses anfangs nicht so intensiv wie in der Nacht davor. Wunderschön anzusehen war jedoch dann, während dem tanzen und extrem in die Musik reinsteigern, die sich öffnende Wolkendecke und der meerblaue Himmel, der sich uns zeigte. Mit einem Grinser im Gesicht wurden die nun unbequemen, warmen Pullover und Westen abgelegt und der Himmel tanzend beobachtet, welcher sich von seiner wunderschönen blauen Farbe langsam in ein noch faszinierenderes blaugrün verwandelte. Die Wolken verschmolzen mit diesem Hintergrund und meine Umgebung wirkte abermals wie ein riesig durchdachtes, plastisches Gemälde, welches sich veränderte. Ein Blick auf entferntere Gegenden auf dem Festival ließ mich glauben, eine animierte Leinwand rund um den Bereich der Festivalwiese zu sehen. Baumkuppeln bewegten sich im Takt der Musik und zeigten mir mit deren Blättern, die in diesem Moment wie Hände wirkten, nette Gesten und winkten mir zu. Inzwischen war es 16 Uhr geworden, und der Trip noch immer voll im Gange. Es war eine erneute Entdeckungstour angesagt, und als ich den mystisch animierten Leinwandeingang in den angrenzenden Wald entdeckte, war ich kaum zu bändigen. Bewaffnet mit einer (wie ich später merkte unabsichtlich geklauten) Piratenfahne, 0,5 Liter Wasserflasche und einer Zigarette stand ich nun da, im Wald, fasziniert von den unglaublich hohen Bäumen und der Tatsache, dass ich das erste mal in meinem Leben sah, wie Wind eigentlich aussieht. Ich ließ mich letztendlich von zwitschernden Vögeln und einem sich entfaltenden „Weg des Schicksals“ durch den Wald leiten. Da ich alleine unterwegs war entschied ich jedoch, mich nicht zu weit von der eigentlichen Party zu entfernen. Mein Weg führte mich vorbei an freundlichen Bäumen, zwischendurch bekam ich ein leichtes unwohles Gefühl weil ich ausversehen einen Stein auf die Blätter eines Baums geworfen hatte und dank der acid-kuppel dachte, den Baum verletzt zu haben – verflog aber auch ziemlich schnell. Die Entdeckung eines sich in der Nähe befindenden Sees katapultierte mich wieder in ein unglaubliches Hoch – jedoch bekam ich Angst, da dort einige Fischer unterwegs waren und mich gesehen hatten, so war ich schnurstracks wieder auf dem Weg zurück zur Party. Die folgenden Stunden sahen gleich aus wie die vorigen – Rumsitzen, bekannte Gesichter sehen, Spaß haben, Zeit totschlagen (da ich auf zwei andere Freunde wartete, welche sich bereits am frühen Nachmittag ankündigten). Die Sonne begann auch langsam unterzugehen und der inzwischen längste Zeit schon wieder strahlend blaue Himmel begann, knicke zu bekommen (wie ein Blatt Papier). Ebenfalls sichtlich fasziniert von diesem Schauspiel wurde ich von einer Freundin aus dem sich entfaltenden „Naturschauspiel“ rausgerissen und man beschloss, sich wieder mal der Musik hinzugeben. Da es auch inzwischen erneut Nacht und mir (vielleicht aufgrund der fehlenden 8 Stunden Schlaf) ziemlich kalt wurde, wurde dieses Mal ein bisschen intensiver, im Endeffekt dann aber alleine vor der Box getanzt.
Irgendwann, also Stunden danach, traf ich dann zufällig meine 2 gesuchten Freunde, welche mich mit einem „Gott sei dank biste nicht mehr im Wald, wir dachten schon dass wir dich heut nicht mehr sehen würden“ begrüßt haben. Da auch diese beiden für einen Trip motiviert waren und ich mir an diesem Wochenende für nix zu schade war, beschloss ich nach anfänglicher Skepsis doch noch einmal mitzumachen. Ticket war gekauft, der seifenähnliche Geschmack den ich komischerweise bei diesem und den vorigen Tickets hatte, verbreitete sich ein erneutes Mal auf meiner Zunge, und auch das warme, wabbernde Gefühl im Kopf begrüßte mich mal wieder freundlich. Der Plan sah auch dieses Mal wieder gleich aus wie 12 bzw. 24 Stunden davor – Ab zur Box, Zeit mit tanzen totschlagen, viel Grinsen. Als sich die Wirkung wieder entfaltete startete die altbekannte Entdeckungstour ein erneutes Mal. Verheerend war jedoch die Temperatur dieses Mal – ich kann nicht eindeutig abschätzen, ob es nun an dem Trip lag, jedoch kamen mir die Temperaturen schon fast winterreif vor. Das Gefühl, nicht reden zu müssen, war erneut gekommen, bzw. gestaltete sich das formulieren anständiger Sätze schwer. Als ich sah, dass einer meiner Begleiter von jemandem, obwohl er nach Wasser fragte, eine Zigarette bekam, wollte ich fragen, ob ich denn nicht auch einen kleinen Zug davon bekomme. Ich formulierte nur diese Frage total anders, als ich sie mir in meinem Kopf zusammengereimt hatte, und dadurch verneinte mein Freund meine Frage, was mich dann irgendwie ein bisschen traurig stimmte. Die Situation richtig stellen gestaltete sich in diesem Moment aber so schwer, dass ich beschloss, es einfach zu lassen. Es wurde immer kälter, meine Schuhe waren nass wie nix und ich begann irgendwie mehr traurig zu werden. Gepaart mit dem extremen Verpeiltheitsgefühl und der Tatsache, dass die beiden anderen den momentanen Zustand so genossen wie ich einen Tag zuvor, begab ich mich in das verdammt enge Auto (was nun ein anderes war – unser ursprünglicher Fahrer war bereits einen Tag davor aufm Weg nach Hause). Zusammen mit 5 anderen lag ich nun da, körperlich am Ende, da es bereits Sonntag, ich denke mal so ca. 03:30, war und ich seit Freitag morgens nur ne Stunde geschlafen hatte. Knapp davor, mich in einen Bad-Trip reinzureden, begann ich an der beschlagenen Autofensterscheibe rumzumalen, und meinen Kreationen beim rumwuseln zuzusehen. Irgendwie beruhigte mich dies ein bisschen und ich schloss meine Augen um dem Farbenschauspiel, welches abermals gekommen war, zuzusehen. Ich dürfte dann irgendwie eingeschlafen sein. Geweckt wurde ich um halb 9 von meinem Tripkameraden, welcher mich mit einem freundlichem Lächeln durch die Autoscheibe aus dem Auto lockte.
Inzwischen war es wieder warm geworden und die Sonne strahlte – ich wollte jedoch, nun wirklich körperlich am Ende und sichtlich gezeichnet vom vielen Tanzen und Trippen, nach Hause. So wurde, nach einem Kaffee eine Freundin, von der ich wusste dass sie auch nach Hause fahren wollte, aufgesucht. Nach einer großen Verabschiedungsorgie legte ich mich im Auto schlafen. Gegen Nachmittag wurde nun der Nachhauseweg angetreten. Zuhause angekommen wurde geduscht, Bett gemacht und eine ordentliche Runde geschlafen.
Ja, und nun sitz ich hier und hab diesen Bericht geschrieben. Mein Resümee von diesem Wochenende ist, dass es bestimmt eines, wenn nicht das, schönste Wochenende ist dass ich bis jetzt je erlebt hatte bzw. erleben werde. Ich fühle mich geistig um einige ordentliche Ecken reicher, das Gefühl, über mich und meine Taten am Wochenende im Klaren zu sein, gibt mir innerliche Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Jedoch merkte ich (dank des dritten Trips), dass mit dieser Droge auf keinen Fall zu spaßen ist, vor allem nicht für Menschen, welche nicht wissen, wo sie im Leben stehen und sich selbst im Leben sehen sollen. Der geringste Zweifel kann für eine 180° Drehung während eines Trips verantwortlich sein – ich wusste dies, da ich mich damals, vor meinem ersten Trip und auch danach, monatelang darüber informiert hatte – egal ob nun durch Internetartikel, Filme, oder Gespräche mit anderen.
Zu denken geben wird mir das Erlebte bestimmt noch Wochen, Monate, oder sogar Jahre. Ich für mich selbst habe beschlossen, dass dies mein letzter Ausflug durch die mystische Tür für lange zeit gewesen sein wird. Vielleicht auch für immer, ich weiß es nicht, will mir darüber auch keine Gedanken machen, sondern eher Dinge auf mich zukommen lassen. So wie auch in allen anderen belangen meines Lebens. Nach der letzten Nacht aufm Teknival weiß ich erst wieder so richtig zum schätzen wie schön es ist fest am Boden zu stehen. Das LSD hat mir Dinge gezeigt, aus denen ich nun genügend Nährboden habe um positive Schlüsse daraus zu ziehen und an mir selbst zu arbeiten wo ich finde, dass ich an mir arbeiten sollte. Und dies werde ich auch tun.
Dankeschön fürs Lesen.