Tripbericht lesen
Übersicht:
| Titel: | Verwirrt im Gedankenchaos |
| Drogen: | Mischkonsum von Psilocybinhaltige Pilze, Cannabis, GBL und Speed (Reihenfolge vom Autor festgelegt) |
| Autor: | Bruster |
| Datum: | 30.07.2009 18:36 |
| Set: | sehr gut gelaunt, fast schon euphorisch; Vorfreude auf den kommenden Trip |
| Setting: | Zimmer von nem Freund, später draußen in nem Dorf |
| Nützlichkeit: | 7,33 von 10 möglichen (12 Stimmen abgegeben) |
Bericht:
Vorwort:
An diesem Montag weckte mich n Freund (F.) von mir, der die getrockneten Pilze freundlicherweise an seine Adresse liefern lies, da meinen Eltern nen Päckchen aus Holland merkwürdig vorkommen würde. Er sagte, dass das Päckchen da ist, und ob ich noch ne Weile Zeit hätte. Ich stimmte zu, freute mich riesig auf den Tag.
Aufgrund der starken Vorfreude war nun nix mehr mit weiterschlafen. Also bin ich duschen gegangen, hab mich gerichtet und bin zu F. gegangen. Gegen 14:00 Uhr bin ich bei ihm angekommen. Er gab mir das Päckchen, ich steckte es erstmal in die Jacke, da die Pilze für später geplant waren.
Der Tag kann beginnen:
F. und ich gingen dann zu nem Kollegen von ihm. Wir saßen auf dem Sofa und schauten „Eine schrecklich nette Familie“ im Fernsehen an. Zwischendurch mal nen Kopf geraucht. Es war recht gutes Haschisch. Jedenfalls war ich nach dem einen Köpfchen schon ziemlich breit. Kurz nach 16:00 Uhr rauchten wir noch mal nen Kopf und verabschiedeten uns.
F. und ich sind dann in nen Supermarkt gegangen, weil ich noch Schokolade und Zigaretten kaufen musste. Dazu noch ne Packung Kekse für die Wartezeit aufs Taxi.
Als die Kekse verputzt waren und das Taxi da war, verabschiedete ich mich von F. und fuhr in ne Kleinstadt zu dem Freund (P.), mit dem ich den Pilztrip geplant hatte.
Dort angekommen, Päckchen aufgemacht, und Pilze ausgepackt. 5g Columbianische Pilze und 1g Hawaiianische Pilze. Wir entschieden uns dafür, die Columbianischen Pilze zuerst zu essen, und die anderen für später aufzuheben.
Der Trip:
15:45 Uhr. Wir aßen jeder 2,5g getrocknete Columbianer mit Schokolade. Kaum hatten wir die Pilze ne Weile gekaut klingelte P.’s Handy. Er telefonierte bis 16:01 Uhr. Während er am telefonieren war, hörte ich der Musik zu und spürte, dass die Wirkung der Pilze irgendwie verdammt schnell kommt. Ich erwartete in der ersten viertel Stunde eigentlich nicht so viel, außer einer euphorischen Vorfreude auf den Trip und ein stärker werdendes Pilzgefühl. Ich wurde zwar euphorisch und hatte dieses Pilzgefühl, jedoch schon ziemlich stark ausgeprägt.
P. hatte die Idee nen kleinen Spaziergang durchs Dorf zu machen. Da ich auch raus wollte, stimmte ich zu und wir gingen raus. Im Treppenhaus nach unten merkte ich, wie drauf ich eigentlich schon bin, da ich schon ein wenig torkelte und die Stufen sich weicher anfühlten als normal. Wir liefen die Treppen langsam und mit komischen Bewegungen nach unten.
Wir liefen ein wenig durch das Dorf und ich sah einen Regenbogen, der inmitten der Häuser anfing. Die Farben des Regenbogens überwältigten mich. Wir sind dann weitergelaufen. P. telefonierte mit nem Kollegen, während eine ältere Frau an uns durchlief. „Es ist grad alles anders“, sagte P. am Telefon und die ältere Frau drehte sich zu uns um und schaute uns fragend an. P. war schon 2 Meter weitergelaufen, während ich der Frau klarmachen wollte, dass mit ihm alles in Ordnung ist. Sie fragte mich, ob wir hier im Dorf wohnen. Ich verneinte und sagte, dass er „da hinten irgendwo“ wohnt. Ich belog die Frau, da ich ein wenig paranoid wurde, als sie fragte, wo wir wohnen. Ich dachte, sie wolle uns irgendwas, da wir zu dem Zeitpunkt schon recht große Pupillen hatten. Als P. sein Telefonat beendet hatte, kam er zu mir und der Frau und sagte auch, dass er „irgendwo dahinten“ wohnt. Sie erzählte uns, dass sie schon 32 Jahre hier wohnt und nur wissen wollte, ob sie uns eventuell als kleine Kinder kannte. Erleichtert sagten wir, dass wir zum Bus müssten, da es nicht mehr lange dauern würde, bis keiner von uns beiden mehr richtig mit ihr reden konnte. Wir machten uns auf den Rückweg zu P.’s Haus.
In seinem Zimmer angekommen, saß ich mich an den PC und spielte ne Runde Blobby Volley (2 „Flummys“ spielen den Ball übers Netz. Kleines 2D Spiel halt). Langsam fing auch alles an zu morphen. Der Bildschirm verzog sich in alle Richtungen, wurde langsam breiter, dann wieder höher. Die Muster der Holztür fingen an immer stärker in sich zu verlaufen. Auch die Flummys und der Ball vom Spiel zogen eine bunte Spur hinter sich. P. lief torkelnd im Zimmer rum und schaute sich um. Er sagte zu mir, ich solle mal aufstehen, und nicht nur da sitzen. Ich antwortete: „Keine Lust grad, ist voll bequem so.“ Ich konzentrierte mich wieder auf das Spiel und staunte, wie stark die Palmen, das Meer und die Wolken im Hintergrund in Bewegung waren. Mein Flummy bewegte sich automatisch und ich realisierte nicht, dass ich überhaupt spiele. Ich hatte weder den Ball noch die beiden Flummys anvisiert, sondern starrte apathisch auf die Wolken, spielte aber trotzdem normal weiter. Ein paar Sekunden später bemerkte ich laut: „Hey, ich weiß gar nicht mehr auf welcher Seite ich eigentlich spiele. Alles läuft grad automatisch ab.“ Daraufhin kam der erste Lacher von vielen an diesem Tag.
Ich erinnerte mich wieder daran, dass ich vielleicht mal aufstehen könnte. Ich sah mich um und hatte so ne Art doppelten Blick. Nicht verschwommen wie bei Alkohol, sondern jede Kante und Kontur war mit einer Schattierung, die die Farben des Regenbogens hatte, versehen. Ein wunderschöner Anblick. Die Spuren, die Gegenstände hinter sich herzogen, hatten genau dieselben Farben. Ich schob den Stuhl zurück und stand auf. „Oha, ich weiß jetzt was du mit aufstehen meinst.“ Mein Gleichgewicht schwankte sehr stark, aber ich konnte mich noch auf den Füßen halten.
Als ich mich ein wenig später wieder auf den Stuhl setzte, ging P. ständig aus dem Zimmer und machte die Tür sehr langsam auf, und schaute rein. Wir lachten jedes Mal stärker los. Immer als er aus dem Zimmer war, und ich zur Tür sah, drehte sich das Zimmer nach rechts. Die Schwerkraft wurde sozusagen für kurze Zeit in Richtung Wand verschoben und ist dann wieder auf den Boden zurück. Anders lässt sich das nicht beschreiben. Ich saß jedoch noch grad auf dem Stuhl.
Dann fiel mir ein, mal ne Mischung zu machen. Also von dem Gras bisschen was für 2 Köpfe weggemacht und in die Mischungsschale gemacht. Beim Kleinschneiden rief ich laut zu P., der gerade in der Wohnung umher rannte: „Hey, das musst mal machen, das fühlt sich total geil an.“ Die Mischungsschale morphte sehr stark und ich sagte leise vor mich hin: „Scheisse, das kann wohl noch ne Weile dauern mit der Mischung.“ Dann lachte ich erstmal wieder los. Als ich eine Zigarette aufmachen wollte fiel mir auf, wie lang die Zigarette ist. Nach geschätzten 15 Minuten war die Mischung „fertig“. Ich betrachtete das Häufchen und bemerkte, dass da viel zu wenig Gras drin war. „Hmm, egal“, dachte ich mir und stellte die Schale hinter mich auf den Tisch.
P. telefonierte wieder mit jemandem. Er stand im Zimmer und ich fragte, ob S. am Telefon ist. P. antwortete: „Weiß nicht…“. „Gib ihn mir mal, will mal mit ihm reden“, sagte ich wie ein Kleinkind und fing lauthals an loszulachen. Kurz darauf stand S. vor der Tür und kam hoch. Ich bekam Angst, was jetzt auf mich zukommt, und versteckte mich hinter der Tür, um langsam rauszuschauen. Als ich S. sah, war ich erleichtert und fing wieder an loszulachen.
Er setzte sich auf den Stuhl und sagte: „Ich rauch davon mal nen Köpfchen.“ Ich sagte ihm, dass da noch Gras fehlt und er die Mischung mal fertig machen soll, weil von uns beiden keiner mehr im Stande dazu war. Gesagt, getan. Mischung war fertig und S. rauchte schon mal nen Kopf. Meine Lachflashs wurden immer stärker und ich kam nicht einmal dazu nen ganzen Kopf zu rauchen. Ich hatte die Bong glaub ich ne halbe Stunde in der Hand und kam einfach nicht damit klar, den Kopf zu rauchen, weil ich mir ständig nen Lacher schob. Nach einigen Versuchen gelang es mir die Hälfte des Köpfchens zu rauchen. Der Rest vom Rauch wurde in der Bong kalt, während ich mir mal wieder genüsslich einen ablachte.
S. störte den Trip überhaupt nicht, im Gegenteil, es war dermaßen witzig, als er da war. P. lief durchs Zimmer und fragte 2- oder 3-mal, ob er tropft. Wir versicherten ihm, dass er nicht tropft und lachten dabei alle los.
Ich sagte leise „Hallo?“ aus Spaß und fing wieder an zu lachen. S. fragte mich, ob mich mit „Hallo?“ das grüne Männchen vor der Tür meinte. Er stand auf und öffnete die Tür. „Was machst?“, fragte P. „Ich sag dem grünen Männchen vor der Tür Hallo.“, sagte S. und wieder waren alle am Lachen.
Da wir das Haus gegen 18:00 Uhr verlassen sollten, rief ich F. mal an. Als er ranging, fing ich wieder an zu lachen. Ich wusste erst gar nicht mehr, warum ich eigentlich anrief. Nach kurzer Denkpause fiel mir ein, dass ich fragen wollte, ob wir zu ihm gehen können. Leider hatte er keine Zeit mehr und wünschte uns noch viel Spaß.
Ich schaute mal auf die Uhr, sah zwar, dass es 18:00 Uhr war, aber wusste nicht, was das bedeutet, sondern nur, dass wir bald raus mussten, weil P.’s Mutter uns nicht in diesem Zustand sehen sollte. Dann kam wieder sinnloses, aber amüsantes Geschwätz:
Ich: „Wir müssen bald gehen“
S.: „Wohin?“
P.: „Raus.“
Ich: „Hääh?`“
Ich: „Achsooo“
Und wieder Gelächter. Da der ganze Raum flüssig war, wusste ich zeitweise nicht mehr, wo ich bin, jedoch fiel es mir kurz darauf wieder ein. Darüber lachte ich zu dem Zeitpunkt noch. Es muss ca. 18:30 Uhr gewesen sein, als wir dann aus dem Haus sind. Es war dunkel und kalt. Keine gute Idee, so ungeplant draußen rumzuirren. S. fuhr wieder weg.
Als wir draußen waren, dauerte es eine ganze Weile bis ich meine Jacke zu bekommen hab, da ich schon Handschuhe anhatte, und ich nen sehr starken Knick in der Optik hatte. Immer als wir an ner Laterne durchgelaufen sind es kurzzeitig hell war, unternahm ich den Versuch meine Jacke zu schließen, was sich aber als sehr verzwickt rausstellte, da mich der morphende und flüssige Boden zu sehr ablenkte. Nach einer Weile hab ich es dann geschafft meine Jacke zu zumachen und rannte P. wieder hinterher. Ich fror und wurde zusehends verwirrter.
„Wir müssen irgendwo hin, wo es warm ist.“, schlug ich vor. Jedoch stand uns da der Pilz im Weg, da nicht unbedingt jeder wissen sollte, wie drauf wir sind.
Also liefen wir verwirrt durch die Gegend. Ich sagte, dass ich total verwirrt bin und gar nicht weiß, was ich hier eigentlich tue. P. erinnerte mich ständig daran, dass ich in ***** bin und Pilze gegessen habe. Jeder Satz, den ich von mir gab, fing mit einem „Hääh?“ an. Als P. mich fragte, wies mir geht, sagte ich, dass es mir gut geht, außer dass ich total verwirrt bin. Ich wusste während des gesamten Spaziergangs nicht, wer oder was ich bin, was ich hier tue oder wo ich eigentlich wohne. Es kam mir alles so lange vor. Die Stimme von P. erinnerte mich jedes Mal wieder an so was wie eine Realität.
Meine Gedanken drehten sich nur noch um irgendein „Warum?“ Ich nahm die Welt um mich rum nur noch in den Momenten wahr, in denen P. mich an die Pilze erinnerte. Kurzzeitig wusste ich dann wieder, wo ich bin, aber nicht, was ich hier tue, wo ich wohne oder wie Pilze überhaupt wirken sollen. Ständig fragte ich mich, warum ich das mache, was ich hier mache, obwohl ich nicht einmal wusste, was ich überhaupt hier tue. Ich war in einer Art Gedankenwelt gefangen, in der nur ein Chaos aus meinen Gedanken existiert, über die ich keine Kontrolle mehr hatte. Von meiner Außenwelt nahm ich – wie oben erwähnt, bis auf kurze Momente – nichts wahr. Ich wusste auch nicht, dass ich fast täglich kiffe. Ich hätte in diesem Zustand nicht einmal erklären können, was Drogen sind. Es kam mir alles furchtbar fremd vor. Ich dachte daran, dass sich eine Psychose so anfühlen könnte. Schreckliches Gefühl, nichts mehr zu wissen.
Als P. sich auf eine Treppe setzte und ich daneben stand, fragte er mich wie viel Uhr sei. Ich schaute ihn verwirrt an, antwortete wieder mit einem „Hääh?“ Er erinnerte mich wieder daran, wo ich bin, und dass ich Pilze gegessen hatte. „Ahsoooo“, antwortete ich ihm, holte mein Handy aus der Tasche, schaute auf die Uhr und fügte hinzu: „19:25 Uhr“. Ich konnte zwar die Zahlen auf dem Display erkennen, jedoch hatte die Zeit keine Bedeutung. Genauso wie alles andere.
Ein wenig später sagte P., dass wir jetzt wieder zu ihm gehen, um was zu rauchen. Ich wusste nicht was ich davon halten soll, weil ich Drogen ja nicht definieren konnte. Trotzdem lief ich mit, da ich immer noch fror und unbedingt ins Warme wollte.
So sind wir dann gegen 20:30 Uhr wieder in seinem Zimmer gewesen. Wir rauchten noch jeder 2 Köpfe, die ich aber wieder nicht wahrnahm, da mein Ich noch in diesem Gedankenchaos gefangen war. Als mein Ich wieder aus der Gedankenwelt in meinen Körper zurückkehrte, nahm ich das Zimmer wieder wahr. Das Morphen war fast vollständig verschwunden. Vor mir sah ich ein Blatt Papier, auf dem die Hawaiianischen Pilze lagen. Wir teilten uns das Gramm Pilze und spielten noch ein paar Runden Blobby Volley.
Von dem halben Gramm Hawaiianer spürte ich nur recht wenig Wirkung. Unsere Pupillen waren riesig und wir lachten uns über jede Kleinigkeit kaputt.
P. lag im Bett. Als ich ihn anschaute, hatte ich wieder diesen doppelten, farbig schattierten Blick. Jedoch hielt der nicht lange an. Um 21:45 Uhr nahm ich die Zeit wieder wahr und wusste auch, was damit anzufangen ist. Ich wollte ne Zigarette rauchen, wollte mich aber nicht bewegen, da ich total bequem in den Stühlen hing. Letztendlich dauerte es ca. ne halbe Stunde, bis ich endlich eine geraucht hatte.
Ich: „Hmm. Das wollte ich eigentlich gar nicht.“
P.: „Du wolltest doch eine rauchen, hast ja gemacht.“
Ich: „Ja, aber ich habs mir anders vorgestellt.“
P.: „Wie meinsch?“
Ich: „Weiß nich…“
P.: „Hääh?“
Ich: „Ahsooo“
Nach diesem Dialog fingen wir beide wieder an loszulachen, weil es uns beide an den Trip erinnerte. P. fragte mich, ob ich Hunger hätte. Erst verneinte ich. Jedoch dauerte es nicht lange bis er mich überredet hatte zu McDonald zu fahren.
Gegen 23:00 Uhr fuhren wir dann los, um unsere Mägen zu füllen. Da wir immer noch riesige Teller hatten, war ich für McDrive. Gesagt, getan. Plötzlich standen wir hinter nem Auto, was auf seine Bestellung wartete, und P. fiel ein: „Shit, hab vergessen zu schauen, was ich will.“ Wir hatten auch vergessen zu bestellen und sind einfach durchgefahren. Erst wollten wir zurück zu dem Lautsprecher fahren, um zu bestellen, was jedoch nicht mehr möglich war, da kurz danach ein Auto hinter uns stand. Wir warteten bis das Auto vor uns weg war, um das Ganze noch mal richtig zu machen.
Nachdem wir gegessen hatten, fuhren wir wieder zu P. und warteten im Zimmer auf nen Kollegen (M.), der noch durchkommen wollte. Wir legten uns aufs Bett und schauten n Film, um uns Zeit zu vertreiben.
Gegen 02:30 Uhr holten wir M. mit dem Auto ab, und fuhren wieder zu P. zurück.
Das Runterkommen:
Wieder bei P. zu Hause angekommen, freuten wir uns drauf, endlich was rauchen zu können. M. machte ne Mischung aus Gras, Schwarzem Afghane und Tabak. Nachdem jeder ein Köpfchen geraucht hatte, fingen wir an abwechselnd Blobby Volley zu zocken.
M. hatte auch nen verrückten Tag hinter sich, erzählte er uns und packte ein kleines Fläschchen mit einer durchsichtigen Flüssigkeit drin. GBL. Ich hatte schon öfters darüber gelesen. Dann kann ich wenigstens gut schlafen, dachte ich mir. P. holte 3 Gläser und wir tranken jeweils 1 Glas mit 1,5 ml GBL.
Nach dem ersten Glas spürte ich dieselben Effekte, wie ich sie vom „angetrunken sein“ kenne. Trotzdem nahm ich die Wirkung anders wahr, als die von Alkohol. Ich war gut drauf, was ich eh schon den ganzen Tag war, und sang zur Musik mit.
Nachdem unser Glas leer war, machten wir uns noch mal nen „Drink“ mit jeweils 2 ml GBL. Zwischendurch rauchten P. und ich noch ein paar Köpfe, da M. nichts mehr kiffen wollte. Während meines zweiten Glases spürte ich eine immer stärker werdende Trägheit. Ich lag im Bett und war total zugedröhnt (Das ist genau der richtige Ausdruck für GBL, finde ich). Als ich mir ne Zigarette drehte, sagte ich: „Shit, das Zeug haut krass rein. Ich bin total dicht.“ Es dauerte dann auch n bisschen länger als sonst mit dem Drehen. M. ging gegen 03:45 Uhr nach Hause.
Ich setzte mich an den PC und wollte ne Playlist zum Hinlegen zusammenstellen. Dies stellte sich jedoch schwerer raus als ich dachte, da es zusehends anstrengender wurde die Namen der Songs auf dem PC zu erkennen. Wir legten uns hin, aßen noch Haribo-Schnuller und hörten der Musik zu. Ich war schon stark ausgeknockt und lag – bis auf ein Arm, der sich zur Musik bewegte – bewegungslos da. Inzwischen war schon wieder 04:20 Uhr.
P. fragte mich, ob ich ne Nase Speed ziehen will, da ich grad so fertig bin. „Warum eigentlich nicht?“, dachte ich mir und es dauerte dann noch mal 10 Minuten, bis ich mich aufraffen konnte an den Tisch zu gehen. Als ich am PC saß, lehnte ich meinen Kopf an der Wand an, und fing an mir ne Line zu legen. Als die fertig war, und ich P. nach nem Schein fragte, sagte er ich solle Papier vom Block nehmen. Also gut. Das Ausschneiden und Zusammenrollen dauerte wieder etwas länger als ich dachte. Als ich die Line gezogen hatte kam mir die Idee, n Film zu schauen und noch n Kopf zu rauchen. Beim Aufstehen spürte ich, dass ich kaum noch stehen kann. Ich stand auf, hing komisch über dem Stuhl, schwankte rum und setzte mich wieder hin. Das machte ich 2- oder 3-mal bis ich die Bong endlich vor mir stehen hatte. P. machte zwischendurch was zu Essen. Ich spürte, wie ich wieder ein wenig aktiver wurde. Auch das Sehen war nach der Nase nicht mehr so anstrengend als vorher. Als wir beide den Teller leer hatten, rauchten wir noch nen Kopf und legten uns hin. Es war schon kurz nach 5 Uhr, als wir uns dann hinlegten und nen Film schauten. Von dem Film hab ich nicht viel mitbekommen, da ich recht schnell eingeschlafen bin.
Der nächste Tag:
Ich hatte einen sehr tiefen und guten Schlaf. Wir wurden um 14:00 Uhr geweckt, da P. arbeiten gehen musste. Als ich dann aufstand, fühlte ich mich ausgelaugt und ziemlich müde. Aber trotzdem noch gut. Ich zog dann noch n kleines Näschen Speed und wurde sofort wieder wach, und aktiv. Wir rauchten dann noch beide die letzten beiden Köpfchen von dem Schwarzen, der noch da war.
Danach wurde ich heimgefahren und spürte den Rest des Tages nichts mehr von einem Afterglow.
Fazit:
Im Nachhinein wird mir klar, dass mir die Pilze mit diesem Gedankenchaos sagen wollten, dass ich mich schlichtweg übernommen habe. Es irritierte und überrumpelte mich total, wie stark die Effekte schon nach 15 Minuten sein können. Im Endeffekt bin ich froh, dass wir die Hawaiianischen Pilze nicht gleich mit den Columbianischen gegessen haben. Wo das geendet wäre, kann ich nicht sagen.
Das der Tag mit Liquid und Speed endete wusste ich vorher nicht. Ich bin jedoch froh, Liquid probiert zu haben, auch wenn es vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt dafür war. Und ein wenig überdosiert war es auch mit 3,5 ml. Gerade dadurch habe ich nicht sonderlich viel Gefallen an GBL gefunden, worüber ich mich überhaupt nicht ärgere. Eher im Gegenteil.