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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Flüssiger Waldboden - Meskalin Entjungferung
Drogen:Peyote
Autor:Ram Dass
Datum:02.09.2009 18:31
Set:Aufgeregt, good vibrations
Setting:Zuhause, nahegelegener Wald
Nützlichkeit:7,37 von 10 möglichen   (30 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Nachdem ich bereits mehrere (teils starke) LSA trips hinter mir hatte, traute ich mich eines Tages zu Meskalin eine Chance zu geben. Leider bin ich was Psychedelika angeht in meinem Freundeskreis ein Außenseiter. Soll heißen dass die Leute die ich kenne eine etwas "konservative"Sichtweise haben, was entheogene Substanzen angeht. Trotzdem konnte ich einen guten Freund überreden mir als Tripsitter beizustehen, weil ich mir nicht sicher war wie viel stärker Meskalin bei mir wirkt als LSA.



Es war im Juni diesen Jahres (2009) als ich den Entschluss fasste mir im nahegelegenen Headshop einen Trichocereus pachanoi (San Pedro) zu kaufen. Leider wurde mir erst später bewusst dass das Exemplar mit einem Durchmesser von nur maximal 4-5 cm und einer Höhe von 30 cm nicht genug Meskalin enthalten würde um einen starken Trip herbeizuführen, dennoch riskierte ich es.



Ich zerkleinerte also das Kaktusstück und kochte es, also den Brei etwa zwei Stunden auf niedriger Temperatur. Dann ließ ich das Ganze abkühlen und siebte die Festbestandteile ab. Auf Erowid gibts dazu eine sehr detaillierte Beschreibung, von daher spare ich mir die Details.



Noch eine kleine Anmerkung: ich habeden Bericht vor paar monaten betreits auf einer anderen Page (unter dem Namen "Richard Alpert") verfasst, von daher nicht wundern wenn ihr den bericht schon kennt.



Nachdem ich nach meinem letzten LSA trip vor einem halben jahr wohl aufgrund der intensität (definitive ego auflösung verbunden mit gedanklichen halluzinationen und 3 Tage afterglow) hatte ich sehr sehr großen Respekt wieder ein entheogen zu mir zu nehmen. Deswegen war ich gestern vor der Einnahme auch mehr als aufgeregt, was wohl dann zu einer Überkeit vor der Einnahme geführt hat (ihr könnt euch das bestimmt vorstellen, also wenn man sehr aufgeregt ist). Vielleicht lagdas auch daran dass das nunmal mein erstes mal meskalinistund ich die subjektive wirkungnun wirklich nicht einschätzen konnte. Das machte sich dann auch an meinem Puls bemerkbahr der vorher schon gesteigert war.



Also nahm ich die brühe ein, zuerst die erste Hälfte (so gegen 16 Uhr). Um 16:45 kamdann endlich auch mein Tripsitter. Waährend der 45 Minuten nach der einnahme schaute ich mir den Woodstock Film von 1970 an um good vibrations zukriegenUnd mich auf den Trip einzustimmen. Als der Tripsitter nun da war (Michael) machte ich ihn nochmal darauf aufmerksam was zu tun ist sollte ichanzeichen eines bad trips zeigen. währenddessen bemerkte er bereits eine veränderung meiner Stimmungslage und meinte ich sei ziemlich aufgedreht... Und tatsächlichfühlte ich mich bereeits etwas hibbelig so in etwa wie nach ein paar tassen Kaffe (was allerdings nicht zwangsläufig auf das Meskalin zurückführbar ist. Währeend ich also den Woodstock Film kurz noch weiterschaute und mein Tripsittter dabei Fernsah merkte ich allerdings eine Zunahme der "Hibbeligkeit" und ein leichtes Dauergrinsen machte sich bemerkbar. Nachdem ich dann die 2te Hälfte des "Simora" getrunken hatte setzte ich mich zu meinem Sitter und schaute mit ihm Fern.



So gegen 18 Uhr gings dann los. Eine etreme Euphorie machte sich langsam und sehr gemachlich bemerkbar die sich steigerte aber sehr langsam. Ich hatte irgendwie das Bild einer Flasche vor augen die sich aus unerklärlichen Gründen langsam mit wasser füllt... Ich denke das beschreibt es am besten. das ist das gleichzeitig auch interessanteste Kriterium am Mesaklin Trip im Vergleich zu LSA. Wäherend das Meskalin sehr langsam immer mehr einem Euphorie höhepunkt zusteuert,so kommt LSA in Schüben die deine Wirbelsäule hochpulsieren. man wird bei LSA halt unvermittelt überrolt während das Meskalin dich sanft in den Trip führt (allerdings weiß ich wie gesagt nicht wie es sich bei höheren Dosen Meskalin verhält von daher bezogen auf meinen Trip). Während dieser sehr langsamen steigerung machte sich auch gleichzeitig eine gewisse gelassenheit breit, das während man von extremer Euphorie umhüllt ist. Und innerhalb dieser ersten halben Stunde nach Einsetzen der Wirkung kommt es schon zu einer deutlichen veränderung des subjektiven Zeitempfindens. Bis 19 Uhr steigerte sich diese Euphorie bis diese dann ihren Peak erreichte und ich mich auf erste Visuals bereit machte doch leider wie zu erwarten kamen die auch gegen 19:30 nicht und da ich mich ziemlich sicher auf den Beinen fühlte und ich auch sonst keine Probleme hatte (kreislauf etc.) machte ich den Vorschlag nach draußen zu gehen einen kleinen Spaziergang ins nahegelege Waldstück zu machen. Dies entpuppte sich als beste Entscheidung überhaupt. Sobald ich die Tür meines Wohngebäudes verließ und mich draußen befand übermannte mich ein gefühl der zufriedenheit und Freude. ich schaute auf die wuchtigen Bäume wie sich ihre Blätterkronen im Wind bewegten. Sie schienen förmich vor leben zu explodieren (das Strahlen oder glühen welches ich bei meinen LSA trips bemerkte blieb leider aus). Wir gingen nun also gemächlich richtung Waldstück. Auf dem Weg dahin begeneten wir mehreren Spaziergängern und in diesem Moment bemerkte ich eine weiter Eigenschaft der psychedelischen Erfahrung: Ich erkannte mich selbst in den menschen! In etwa so wie es Richard Alpert (Ram Dass) mal gesagt hat, also dass die Dinge die Uns voneinander unterscheiden, nach denen wir gelernt Haben unsere mitmenschen zu definieren auf einaml verschwinden und die gemienscamkeiten zutage treten. Zu ERKENNEN dass mein gegenüber nicht ein anderes Individuum sondern in der Tat ein "Bruder" und dass die Essenz seines Seins gleichzeitig die Essenz meines Seins ist erachte ich als eine der wichtigsten Erfahrungen oder besser "Qualitäten" der psychedelischen Erfahrung. Vor allem da sie soziokulturellen Konsequenzen für unsere Gesellschaft mit sich zieht (Vergleich Stammesgesellschaften die Entheogene benutzen VS posztmoderne industrialisierte Gesellschaft).

Während wir den Wald betarten, bemerkte ich sofort eine weiter leichte Sinnesveränderung: Der Wald wirkte irgendwie "weich". Als ich nachunten schauete war mir außerdem als sei ich ein Kleinwüchsiger Mensch. Und so streiften wir langsam durch den Wald und wäherend dessen machte sich ein gefühl breit als ginge man auf Watte. Dieses Gefühl steigerte sichbis ich plötzlich merkte dass ich Urinieren musste. Ich ging also ein Bisschen weiter in den Wald hinein und urinierte auf den von laub und Unterholz bedekcten Waldboden. Hier begannen dann die stärksten wenngleich eher subtielen Visuellen veränderungen. Ich erkannte jeden einzelnen Tropfen wie er auf den lockeren Waldboden "rasselte" und in viele einzelne Tropfen zerbarst, die ich gleichzeitig in jedem Detail wahrnahm und mit meinem Verstand verarbeitete, während ich gleichzeitig unzählige Ameisen und anderes Kleintier gestochen Scharf und im kleinsten Detail wahrnam, welches durch den plötzlichen Urinregen durch den Waldboden gescheuchtwurde. All diese Informationen erkannte Ich in den Bruchteilen weniger Sekunden und währenddessen bemerkte ich dass jeder einzelne Tropfen der den Waldboden berührte jenen Waldboden in kleine wellenförmige Bewegeungen versetzte, als währe der Waldboden selbst flüssig.

Anschließend setzten wir uns auf einen Baumstamm und unterhielten uns über sexuelle Triebe bzw. inwiefern diese instiktiv oder kognitiv geprägt sind während ich gebannt auf den Waldboden starrte. Dieser kam mir nun wie eine leich wabbernde Decke vor. Beim aufstehen bemerkte ich sofort und instinktiv dass sich in weiter entfernung Rehe befanden die sich zwischen den Bäumen versteckten. Mein Tripsitter bemerkte diese zuerst garnichtsodass ich fast glaubte sie seien eine Einbildung aber nach einer Weile sah auch er sie. Plötzlich überkam mich ein starkes Verlangen zu diesen rehen zu gehe. Dieses Verlangen war stärker als alles andere in diesem Moment, doch als sie wegliefen war auch das Verlangen wieder weg.

Nun machten wir uns wieder auf den Rückweg und da auch sonst nichts passierte dannach, kürze ich den Rest des Abends ab.

Da die Visuellen Effekte langsam nachließen und ich neben der Euphoreie nichts mehr erwartete, schauten wir uns Easy Rider an (übrigens ist der Film auf Meskalin noch vieeeeel besser als auf Gras^^). So ging der Abend dann gemützlich zuende. Ich begleitete me9inen Tripsitte noch zur Bushaltestelle in die innenstadt und ging dann wieder alleine nach hause. Auf dem Weg sah ich dann noch einen schweren Autounfall (bzw. die Wracks derAutos Und die Feuerweharbeiten) der mich in diesem Moment SEHR betroffen machte (mehr als sonst).

Zuahsue angekommen Relaxte ich noch ein bisschen auf "Incense and Peppermints" von Strawberry Alarm Clock (Bestes Lied wenn man grade auf Entheogenen Trippt) und hörte mir außerdem noch die kompletten Jefferson Airplane Alben "Surrealistic Pillow" und "Crown Of Creation" an. Besonders "The House at Ponneil Corners" versetzte mich gestern wieder in schiere Trance wieauch die letzten 3 Male Auf LSA.



Insgesamt kann ich sagen dass Meskalin ein sehr angenehmes Entheogen ist welches sich nicht durch jene magenkrämpfe wie LSA bemerkbar macht und einen gleichzeitig mehr und mehr in die psychedelische Gefühlslage eintauchen lässt als einen brutal und unvermittelt hineinzureißen. Auch wenn die Dosis sehr gering war und auch sonst nicht die Intesität hatte die ich nach meinen LSA Trips von einem Entheogen wie Meskalin erwartet hätte (wie gesagt die Dosis war zu gering) bin ich alles andere als enttäsucht da ich gestern einen tollen Tag hatte der meine "Doors Of Perception" um es mal mit den Worten des genialen Aldous Huxley auszudrücken ein weiteres mal nach meiner VIEL ZU LANGEN ABSTIENZ von 6 Monaten geöffnet hat.






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