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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:7 Monate lang entzweit
Drogen:Muskatnuss
Autor:user gesperrt
Datum:19.10.2010 23:41
Set:Zuhause, draussen
Setting:zunaechst freudig
Nützlichkeit:6,93 von 10 möglichen   (29 Stimmen abgegeben)

Bericht:

An einem Samstagmorgen wachte ich mit Schmerzen in der Leber, motorischem Vollverlust und einem Knick in der Optik auf.

Es war einer der schlimmsten Tage meines Lebens - womoeglich fast auch mein Letzter. Wie kam es dazu? Warum war ich nicht mehr in der Lage, zu stehen oder zu reden? Warum fiel ich die ganze Zeit?

-Es war die Muskatueberdosis vom vorigen Abend



Zuvor



Mittlerweile habe ich viermal auf Muskatnuss getript. Ich fand es erstaunlich, da es meine erste psychoaktive Droge jemals war. Dieses Gefuehl des Schwebens hatte ich noch nie zuvor erlebt und fand es spektakulaer.

Und so entschied ich, nochmals auf diese mystische Frucht zu tripen.



Ich besorgte mir also eine Dose von 35 g, wovon ich vorhatte, 30g einzunehmen, da ich bloss bei voller Droehnung komplette Taubheit verspuehrte. Irgendwann sollte ich jedoch feststellen, dass ich die ganze Dose leergemacht habe.



Trip



Um 16.00 Uhr nahm ich es mit einem Glas Wasser ein. (TUT DAS NIEMALS!!!) Wer den Geschmack bereits kennt, weiss, was ich durchgemacht habe.



Nach ca. zwei Stunden kam solch eine typische Euphorie auf, ich fuehlte mich leicht angetrieben und geboostet. Ich ging in der Zeit mit meinem Bruder raus und fackelte vor laufender Kamera eine Spidermanfigur ab.



Inzwischen waren wir zurueck und ich schaute bei mir im Zimmer fern. Es war etwa 20.00 Uhr. Dann kamen eine Art Kraempfe auf, die sich als taktisches aufgluehen des ganzen Koerpers aeusserten. Irgendwann blieb das Gluehen und dies empfand ich dann nicht mehr schmerzhaft, sondern angenehm.



Nach einer Weile wurde das Gefuehl intensiver und immer seltsamer. Irgendwie verstand ich akkustisch keinen Ton am Fernseher, aber dafuer hoerten sich die Geraeusche, die sich jenseits meines Zimmers abspielten sehr, sehr laut an - als waere es alles direkt neben mir gewesen. Ich war in einer Art Trance, und alle Bewegungen zogen Schliren hinter sich her. Alles Gesprochene hinterlies ein Echo.



Ich ging an den PC und hoerte mir Musik an. Ich war der Meinung, jetzt die Musik erst zu verstehen und dass sie fuer diesen Moment geschrieben wurde.



Dann legte ich mich in mein Bett und waehrend ich einschlief sah ich seltsame Bilder und hoerte immer wieder Musik einer Panfloete, die ich mir einbildete



Der Horrortrip!!!



Ich wachte nun auf- es war der naechste Tag. Ich fiel die ganze Zeit und wurde nach unten gedrueckt, obwohl ich die ganze Zeit lag. Es ging nicht weg. Ich hatte so grosse Schmerzen im Unterbauch und meine Leber war riesig. Ich sah alles doppelt und konnte meine Augen nicht auf einen Punkt konzentrieren lassen. Es war so schrecklich.



Ich liess mich auf den Boden fallen und robbte zur Toilette. Da richtete ich mich am Waschbecken auf und erschrak fast zu Tode: Mein Gesicht aufgeschwollen und weiss wie Schnee, meine Augen dunkelrot und meine Lippen tiefblau. ,,Okay,, dachte ich. ,,Du wirst jetzt sterben... aber ich will noch nicht sterben,, .

Zurueck ins Bett gerobbt.



Ich konnte logisch denken, das war das Problem. Ich wusste, dass ich die Hoechstdosis ueberschritten habe, dass meine Leber im Begriff war, zu versagen und, dass ich nicht der Erste gewesen waere.

Ich kann dem Herrn echt danken, dass er mich da lebendig rauskommen liess. Es war definitiv eine Ueberdosis und wirklich gefaehrlich.



Im Laufe des Abends wurde es schwaecher und hielt noch am dritten Tage an, andem es gegen Mittagszeit dann weg war.

///////////



Dass es ohne Folgen geblieben ist, kann ich nicht behaupten. Ich fuehlte mich nie wieder, wie vor dem Horrortrip. Ich war, wie entzweit und, als ob man mir ein Stueck von meiner Selbst herausgerissen haette. 7 Monate hatte ich Depressionen mit Suizidgedanken und fuehlte mich ein wenig fremdgetrieben.

ABER es hat sich alles wieder normalisiert, auch wenn es wirklich sehr viel Zeit benoetigt wurde. Ich musste es eben verarbeiten.






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