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LdT-Forum » Konsum » Heilkunde » Das zuverlässigste Mittel gegen Übelkeit ?


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AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Traumländer

dabei seit 2014
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  Geschrieben: 15.04.18 16:49
Hey , ich suche das stärkste Antibrechmittel überhaupt. Das ein Kotzen verhindert, egal ob die Übelkeit organisch oder psychisch bedingt ist, ob Chemotherapie oder massive Vergiftung.

Ich habe da 3 im Sinn, nämlich:

Chlorprothixen - "Es kann auch gegen Brechreiz verwendet werden" , also eher Offlabel ?

Promethazin -Anwendung u.a : "Übelkeit und Erbrechen (oral, wenn therapeutische Alternativen nicht durchführbar sind oder nicht erfolgreich waren)". Klingt schon besser

Granisetron - Bekommt ein Angehöriger gegen die Chemo Übelkeit.

Welches der Mittel schätzt ihr am stärksten ein? Oder kennt jemand was besseres? Würde es bei Antiemetika was bringen, mehrere verschiedene gleichzeitig einzunehmen sodass jedes Wirkspektrum abgedeckt wäre?

 
Traumländer



dabei seit 2013
1.083 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.04.18 18:19
Ich habe nur Erfahrung mit Promethazin und fand es im Bereich von 20 mg ganz okay. Allerdings ziehe ich Emesan (Diphenhydramin) vor. Deine restlichen fragen kann ich nicht beantworten. Vielleicht weiß Neopunk da mehr (Der Kerl hat Plan).

Peace
 
Traumländer



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  Geschrieben: 15.04.18 19:24
Ich denke ich würde Cannabis, Ingwer und irgendein Antiemetikum kombinieren. Alle von dir Medikamente zu kombinieren, halte ich für eine schlechte Idee. Interaktionen, Wirkverstärkungen, etc. sind da nicht mehr wirklich absehbar. Laut Wiki soll es aber bei Granisetron keine klinisch relevanten Wechselwirkungen geben. Verrätst du uns, was es mit deiner Frage auf sich hat?
Töricht ist, wer behauptet, der psychedelische Weg sei frei von Risiko.
Kurzsichtig ist, wer glaubt, das Risiko lohne sich nicht.
Traumländer



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1.083 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.04.18 19:58
Stimmt Ingwer habe ich ganz vergessen. Kann ich auch empfehlen. Am besten frischen Ingwer reiben und ein Tee damit machen.

Peace
 
Endlos-Träumer



dabei seit 2015
41 Forenbeiträge

  Geschrieben: 15.04.18 20:41
Ingwer kann eine starke Waffe gegen Übelkeit sein.
Allerdings sollte man vorher ausprobieren, wie man zu frischem/getrockneten/kandiertem Ingwer steht. Habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass Letzterer super hilft, während der Frische bei mir auf dem letzten Trip sogar eher für zusätzliche Übelkeit gesorgt hat, einfach weil Ingwer frisch und pur eben doch einen sehr intensiven Geschmack hat.
 
Träumer



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  Geschrieben: 15.04.18 21:42
zuletzt geändert: 15.04.18 21:58 durch J4N0L1V3R (insgesamt 1 mal geändert)
Dimenhydrinat ,Ranitidin , Ingwer , Iberogast , Zitronensaft , frische Luft , falls die Übelkeit durch Übersäuerung bedingt ist hilft auch Kaiser Natron oder Pantoprazol.

Medikamente zu kombinieren macht Sinn wenn sie an unterschiedlichen Rezeptoren wirken also z.B. Dimenhydrinat als H1-Rezeptor-Antagonsit und Ranitidin als H2-Rezeptor-Antagonsit.

Peace
- 1. Vorsitzender im Verein für Spontane-Maximalgenehmigung e.V. -

- Erwähnenswert Unterwegs -
Traumländer



dabei seit 2013
1.083 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.04.18 00:18
Also Ranitidin gegen Übelkeit höre ich zum ersten mal. Nehme ich auch regelmäßig und bringt bei mir nichts gegen Übelkeit. Als Nebenwirkung kann bei Ranitidin übrigens Übelkeit auftreten. Statt Dimenhydrinat nimm besser Diphenhydramin da ersteres Chlortheophyllin enthält welches anregend wirkt und bei manchen unangenehm wirkt. Ausserdem kann es die Übelkeit triggern.
Ausserdem ich zitiere mal von Wikipedia

"Dimenhydrinat ist ein Salz aus Diphenhydramin und 8-Chlortheophyllin und damit eine Kombination zweier Wirkstoffe. Diphenhydramin ist ein H1-Rezeptor-Antagonist (Antihistaminikum der 1. Generation) und wird vorwiegend als Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (Antiemetikum) und Beruhigungsmittel (Sedativum) eingesetzt. Chlortheophyllin ist ein mildes Anregungsmittel (Stimulans) und wird zugesetzt, um die Müdigkeit zu vermindern. Diphenhydramin ist zudem ein nichtselektiver Serotoninwiederaufnahmehemmer und hat somit gegebenenfalls auch eine stimmungsaufhellende Wirkung."

Deswegen würde ich schon wegen dem Besseren Preis/Leistungsverhältniss Emesan kaufen. Eine halbe Tablette hilft gut gegen Übelkeit und macht nur minimal gechillter/ruhiger.
Aber, ich weiß nicht was du damit vorhast deswegen bedenke Wechselwirkung zwischen dem Antiemetikum und vielleicht dazu konsumierte Medikamente/Drogen (Stichwort Chemo)

Peace
 
Traumländer



dabei seit 2009
502 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.04.18 03:45
Persönlich habe ich recht gute Erfahrungen mit Metoclopramid (verschreibungspflichtig). Verringert Übelkeit ziemlich effektiv und verhindert auch das Erbrechen.
"You measure democracy by the freedom it gives its dissidents, not the freedom it gives its assimilated conformists."
» Thread-Ersteller «
Traumländer

dabei seit 2014
263 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.04.18 18:55
Danke für die Antworten. Ich habe einen empfindlichen Magen und kotze schon von wenigen Mengen Gras, alkohol und opioiden deswegen will ich auch mal was drinne behalten können
 
Traumländer



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  Geschrieben: 18.04.18 06:32
Kotzt du bei einer Kombination von allen 3 Sachen oder auch schon, wenn du nur eines der 3 konsumierst? Wenn du von wenig Alkohol starke Magenprobleme bekommst, wäre eine unterliegende medizinische Problematik naheliegend und die Behandlung dieser Problematik sinnvoller als eine Symptombehandlung.

Mir wird von Weed+Alk recht schnell übel und Opis dazu stelle ich mir noch als zusätzlichen Übelkeitsverstärker vor.
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Träumer

dabei seit 2018
96 Forenbeiträge

  Geschrieben: 10.08.18 12:20
Ich habe leider auch massiv mit Übelkeit zu tun. Das ist bei Kratom nicht gerade ungewöhnlich, aber es kommt eben überhaupt nicht immer vor und ich verstehe nicht, warum es mal fies ist und mal überhaupt nicht. Viele biogene Drogen gehen leider auf den Magen.

Ich hatte auch erst Ingwer und Dimenhydrinat, habe mir das aber MCP Tabletten verschreiben lassen. Die helfen immer und zuverlässig. Ist keine erstrebenswerte Substanz, aber Übelkeit macht mich fertig.
Wenns ganz dicke kommt, nehme ich MCP/Dimenhydrinat in Kombi.
Öfter auch brauche ich gar nichts.
Hat von euch jemand eine Ahnung, wie das kommt und ob und wie man Übelkeit vermeiden könnte?
 
Moderator



dabei seit 2012
2.270 Forenbeiträge

  Geschrieben: 10.08.18 13:50
zuletzt geändert: 26.08.18 09:42 durch Pharmer (insgesamt 1 mal geändert)
Die Übelkeit von Opioiden kommt dadurch zustande, das es die Opioidrezeptoren die agonisiert werden an vielen Orten im Körper und vor allem im Gehirn gibt - unter anderem auch am Brechzentrum. Dieses wird dadurch in der Regel gereizt, was Erbrechen auslöst. Ausm Ärzteblatt:

https://www.aerzteblatt.de/archiv/54316/Uebelkeit-Erbrechen-und-Obstipation-in-der-palliativen-Situation schrieb:
Nervenimpulse aus der Chemorezeptoren-Triggerzone, vom zerebralen Kortex, vom Vestibularapparat und aus dem Gastrointestinaltrakt erregen das Brechzentrum. Für die Weiterleitung der Impulse sind unterschiedliche Rezeptoren verantwortlich (Tabelle 1) (10), wobei Reizung dieser Rezeptoren eine Auslösung der Symptome
bewirkt. Eine Ausnahme sind die µ-Rezeptoren im Brechzentrum, die bei Aktivierung inhibitorisch wirken. Normalerweise überwiegt aber die stimulierende Wirkung der Opioide auf die D2-Rezeptoren in der Chemorezeptoren-Triggerzone mit der Folge, dass Übelkeit und Erbrechen auftreten (2). Das Brechzentrum koordiniert die komplexen reflektorischen Vorgänge, die über motorische und vagale Efferenzen zum Erbrechen führen.


Einfach ausgedrückt ist es eine Nebenwirkung von Opioiden, die einfach dazugehört - zumindest solange keine neuen, selektiver wirkenden Opioide auf den Markt kommen. Die Pharmaforschung sucht schon ziemlich lange nach sowas, hat auch schon gute Ansätze, aber bisher gibt's noch nix von dem ich wüsste.

Um diese Nebenwirkung so gut wie möglich zu reduzieren gibt's aber schon ein paar Verhaltensmethoden:
- niedriger dosieren
- nicht oder wenig rauchen (Nikotin verstärkt manche Opiwirkungen kurzzeitig massiv, insbesondere die Übelkeit)
- keinen Mischkonsum betreiben (vor allem nicht mit Alkohol, der schadet schon für sich deiner Magenschleimhaut)
- weder zuviel noch zu wenig essen (ich fand die Übelkeit bei völlig leerem Magen meist am schlimmsten)
- bei akuter Übelkeit hinlegen (aber nicht einschlafen, Aspirationsgefahr!)

Medikamente:
- MCP: bewirkt hauptsächlich eine schnellere Magenentleerung (in den Darm statt in die andere Richtung ;)). Kann sehr gut
helfen, löst aber eigentlich nicht die Ursache des Problems. Bei mir blieb manchmal die Übelkeit, nur kam halt nurnoch
Magensaft hoch.
Vorsichtig dosieren, wirkt bei höheren Dosierungen sedierend - kann die Euphorie des Opis schwächen.

- Dimenhydrinat, Diphenhydramin oder Dextromethorphan:
Alle eigentlich ziemlich ideal, denn sie wirken direkt aufs Brechzentrum, packen das Problem also bei der Ursache
an. Sind außerdem alle rezeptfrei erhältlich.
Wirken allerdings auch alle ein wenig sedierend, was sich negativ auf den Turn auswirken kann. Bei korrekter Dosierung sollte das aber eigentlich keine große Rolle spielen.

- Hausmittel wie z.B. Ingwer oder Kamille: Als erstes Mittel sinnvolle Wahl, haben meist aber keine ausreichende Wirkung.

Das wäre jetzt mal was mir ganz spontan dazu einfällt. Gibt natürlich grade bei den Medikamenten noch einiges anderes, aber diese Medis und Methoden hab ich alle sehr regelmäßig benutzt und damit gute Erfahrungen gemacht.


Warum es von Tag zu Tag so anders ist kann ich dir nicht wirklich erklären. Ideen hätt ich viele, aber eben keine konkrete Erklärung. Ist aber bei mir und jedem den ich kenne auch so.

Half the fun is learning!
Träumer

dabei seit 2018
96 Forenbeiträge

  Geschrieben: 12.08.18 11:00
Wow, Pharmer, so eine differenzierte Antwort bzg. Übelkeit habe ich noch nie bekommen. Vielen Dank!

Falsch gemacht habe ich, dass ich oft nüchtern war, heute mal ne Kleinigkeit gegessen, es geht mir viel besser und dass ich auf Opioiden ziemlich viel rauche. Muss ich aber nicht, kanns auch lassen.
Wichtig ist auch, das MCP ggf. die Wirkung der Opioide mindert.
Stimmt es, dass MCP ein Neuroletikum ist? Das würde mich nänlich massivst stören. Die beschriebenen Nebenwirkungen lassen mich das vermuten...
Ich schätze mal, dass sowas wie Pantoprazol oder Maaloxan gar nicht geeignet ist, richtig?
 
Moderator



dabei seit 2012
2.270 Forenbeiträge

  Geschrieben: 12.08.18 17:45
Gern :)

Nunja, also ein richtiges Neuroleptikum ist MCP definitiv nicht. Es ist aber, so wie viele Neuroleptika auch, ein Dopamin-Antagonist der in gewissem Maß auch die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. Deswegen löst es in entsprechend hohen Dosierungen auch neuroleptische Wirkungen aus - bei korrekter Dosierung sollten die allerdings so gut wie garnicht auftreten, deswegen hab ich auch zu vorsichtigem dosieren geraten.
Es ist in meinen Augen auch wie gesagt eher Mittel zweiter Wahl bei opioidinduzierter Übelkeit, weil es das Problem nicht an der Ursache anpackt und deshalb auch manchmal relativ wirkungslos sein kann - trotzdem hat es mir oft sehr gut geholfen.

Eine noch nicht genannte Alternative wäre auch noch Domperidon - das hat zumindest zum Teil einen ähnlichen Wirkmechanismus wie MCP, aber kommt nicht durch die Blut-Hirn-Schranke durch und hat deshalb keine neuroleptischen Nebenwirkungen. Ist allerdings genauso wie MCP verschreibungspflichtig und heute nichtmehr so beliebt bei den Ärzten, weil es dann doch zum Teil ziemlich heftige Nebenwirkungen haben kann.
Persönliche Erfahrung hab ich damit nie gemacht, aber es galt mal als das Antiemetikum schlechthin bei besonders üblen Fällen, da wollte ich es mal erwähnt haben.

Dann gibt es auch noch Granisetron, wurde oben bereits mal erwähnt; aber das ist echt ein ziemlicher Hammer den man eigentlich hauptsächlich bei Krebskranken gegen die extreme Übelkeit die oft durch die Zytostatikatherapie auftritt einsetzt. Da wäre ich ziemlich baff wenn dir das jemand einfach so verschreiben würde, aber gibt ja immer wieder Ausnahmen. Würde ich jedenfalls nicht für so einen Fall empfehlen.

Pantoprazol und Maaloxan sind beide absolut nicht dafür geeignet, beziehungsweise nur dann wenn die Opioide nicht die einzige Ursache der Übelkeit sind. Beide sind Antacida; oft wird damit geworben das damit auch leichte Übelkeit bekämpft werden kann - aber das stimmt eben nur, wenn die Ursache der Übelkeit eine Übersäuerung des Magens ist. Pantoprazol und sein etwas älterer Bruder Omeprazol sind als Protonenpumpenhemmer sowieso nicht als Akutmittel zu gebrauchen, wenn überhaupt muss man sie morgens nehmen - sie machen nichts gegen die Säure die schon im Magen ist, sondern reduzieren die weitere Produktion.

Ich kann schon verstehen das du auf nem Opiturn gern und viel rauchst - hab ich auch immer gemacht, eben wegen der Wirkungsverstärkung. Aber wenn du deshalb mit dauernder Übelkeit zu kämpfen hast, versuchs erstmal so das du höchstens alle 2 Stunden eine rauchst und dann vielleicht auch keine so starken Zigaretten bzw. dünner gedrehte mit weniger Tabak, wenn du selber drehst.
Wenn das nicht hilft, versuchs mal ganz ohne.
Half the fun is learning!
Traumländer

dabei seit 2013
229 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 13.08.18 01:37
Was ist mit Atropin? Wirkt das nur bei Reiseübelkeit, weils das Gleichgewichtsempfinden lähmt?
zu alt für den Scheiß

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