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Titel:Sklave des Alkohols
Droge:Alkohol
Autor:anonym
Datum:25.04.2017 01:46
Nützlichkeit:9,53 von 10 möglichen   (34 Stimmen abgegeben)

Bericht::

,,Ich blickte mit schmerzverzerrten Gesicht in den Spiegel und fragte mich, wer dieser Mann darin ist. Ich sah aus wie der letzte Penner. Seit mindestens einer Woche war ich unrassiert. Ebenso lange blieb meine Dusche leer. Mein Stuhlgang war fettig und ich hatte bestialische gürtelförmige Schmerzen. Noch völlig ahnungslos, welch 6 Monatiger Horrortrip mich erwarten wird. Ein Horrortrip bei dem ich (bzw. die Ärzte) um mein Leben kämpften. Ein fast aussichtsloser Kampf, denn ich hatte eine Überlebenschance von max. 20 Prozent! Doch ich kämpfte mich zurück ins Leben!"





Hätte ich in meiner Jugend auch nur ansatzweise erahnen können auf welch furchtbare Droge ich mich da eingelassen habe, ich hätte sie wohl niemals oder zumindest bedachter konsumiert. Leider war dies aber nicht der Fall und somit ruinierte ich mich über 10 Jahre hinweg mit der Droge Alkohol. Deren Kampf sich leider bis heute fortzieht. Doch wenigstens schaffte ich es von Anfang 2014 bis März diesen Jahres (2016) trocken zu bleiben. Trocken aber nicht nüchtern. In dieser Zeit konsumierte ich diverse Drogen und auch Rc`s. Damit hatte ich niemals ansatzweise solche Probleme wie mit der Droge Alkohol. Nicht im geringsten derartige Abstürze, oder solch betäubende Rauschzustände die mich völlig handlungsunfähig machten wie der Alkohol. Es war keine Seltenheit das ich eingenässt und noch völlig berauscht im Bett aufwachte.

Auch die Hygiene litt fürchterlich. Das Badezimmer benutzte ih eigentlich nur zum pissen oder kotzen. Weder die Dusche oder sonstige Utenslien für die Körperpflege wurden von mir benutzt. Ich lief herum wie der letzte Penner. So eine Vernachlässigung hatte ich während meiner Trockenzeit wenn überhaupt nur bei einer Speed Session die sich über ein paar Tage zog. Aber die Hygiene litt nicht ansatzweise so heftig wie in der Zeit als ich trank. Wenn das Speed dann alle war, war es eben alle. Bei Alkohohol steuerte ich sofort den nächsten Supermarkt an und führte den Exzess bis zur totalen körperlichen Erschöpfung fort bis ich einfach nicht mehr konnte.



1.Kapitel: Das erste Mal



Ich kann mich noch gut an meinen ersten Rausch mit Alkohol erinnern. Es war mein erster Rausch überhaupt. Ich kann mich noch gut an den Abend erinnern. Ans Ende eher weniger ;-)

Ich wollte eigentlich nur noch etwas im Wohnzimmer fernsehen. Dort stand damals dieser Kokosnuss Likör ,,Malibu" herum. Heute ist der Alkohol bei meiner Mam versteckt und würde niemals mehr so griffbereit (Rum)stehen^^

Ich dachte ein Glässchen kann ich mir doch mal gönnen. Insbesondere, da ich Kokosnuss liebe. Egal ob zum essen, als Shampoo, als Parfüm, oder wie in diesem Fall als Rauschmittel.

Da ich zuvor noch nie in Kontakt mit Alkohol kam, hatte es das Glas natürlich in sich. Damals war das noch eine günstige Angelegenheit. Auch der Rausch an sich war damals auch noch schön. Ich war fasziniert, dass man sozusagen auf Knopfdruck eine angenehmen Zustand erzeugen konnte. Doch im Leben ist nichts umsonst. Mit der Zeit werden die angenehmen Gefühle, die innere Wärme und sonstige positiven Effekte zunehmend weniger. Dies wird leider jeden Süchtigen irgendwann wiederfahren. Bei einem Alkoholiker wandelt der Körper das ganze irgendwann ins negative um. Das ganze nennt sich MEOS.

Doch zurück an jenen Abend vor dem Fernseher nachdem ich das Glas gelerrt hatte. Mich durchzog eine angenehme innere Wärme, geparrt mit einem euphorischen und enthemmenden Bewusstseinszustand. Natürlich wollte ich diesen Zustand noch steigern und goss mir noch ein Glas ein. Mich zog es damals nach draussen. Ich stolperte im angrenzenden Wald bei unserem Haus umher und laaberte mit mir selbst. So langsam begann ich zunehmend die Kontrolle über mein Verhalten und meine Körperfunktionen zu verlieren. Gut das ich zum damaligen Zeitpunkt alleine war. Denn an den Ausgang des Abends konnte ich mich nur noch lückenhaft erinnern. Umso mehr aber an den nächsten Morgen!!!

Mir war total schlecht und ich hatte Kopfweh. Der Pullover war von Kotze und Grasflecken verdreckt. Ich hatte auch keinerlei Erinnerung mehr wie ich nach Hause gekommen bin. Meine Mutter allerdings schon. Ich hatte in meinem Zustand keinerlei Wert mehr gelegt, so leise und unauffällig wie möglich in mein Zimmer zurückzuschleichen. Gäbe es die goldene Himbeere für schusselige Ninjas, ich hätte sie an dem besagten Abend mit Sicherheit gewonnen.

Nie wieder dachte ich! Diesen Vorsatz hielt ich auch für ca. 2 Jahre. Bis ich das erste Mal Liebeskummer hatte. Ich war damals ca. 15 Jahre alt. Mein Vater hatte immer eine Kiste Bier in der Garage stehen. Da ich seither ja keinerlei Kontakt mehr mit Alkohol hatte, reichten die von mir gegriffenen 2 Biere vollkommen aus. Auch der Rausch artete diesesmal nicht in einem Blackout aus. Dieses mal war es meine erste vollkomme positive Erfahrung mit Alkohol. Leider wahrscheinlich auch der Startschuss für meine Alkoholkarriere. Ich empfand wieder die von mir damals erlebten positiven Gefühlszustände und neu hinzu kam die Erkentniss, das sich mit Alkohol negative mich quälende Gefühlszustände wie der Liebeskummmer, sich im wahrsten Sinne des Wortes ertränken lassen. Doch der Liebeskummer konnte schwimmen. Den am nächsten Morgen fühlte ich mich wieder sehr niedergeschlagen. Ich trank daher des öfteren ein paar Bierchen oben auf meiner Wiese am Waldrand. Ich sah mir die Sterne an und eleminierte meine negativen Gefühle mit 2-3 Bieren. Jetzt wo ich diese Zeilen schreibe, wird mir erst klar wie sich dadurch die Alkoholsucht immer mehr manifestierte. Damals dachte ich nicht im entferntesten daran, welch furchtbaren Weg ich dadurch einschlug. Ein Weg der zunehmend steiniger werden sollte. Aber an sowas dachte ich mit meinen naiven 15 Jahren nicht annähernd.



Auch das fortgehen mit Freunden an den Wochenenden begann. Da ich aus einem Dorf kam wo "der Hund verreckt" ist, war ausser saufen und zwischendurch beim Asiaten um die Ecke ne Kleinigkeit zu essen, nichts weiter geboten. Zumindest für mich. Für die anderen gab es noch Erfahrungen mit Mädchen. Aber ich hatte mit dem weibichen Geschlecht so ein gutes Händchen, wie eine Oma mit nem Smartphone. Da ich von Natur aus schon ein recht schüchterner Mensch bin und ich zuvor auch schon ein paar Mal "unglücklich verliebt" war, schwand mein Selbstbewusstsein genauso wie das Bier in den Gläsern.



Ich kompensierte das ganze damit, das ich zunehmends Bierflaschen in mein Mund schob, anstatt meine die Zunge in den Mund eines anderen Mädchens. Schon damals kristalisierte sich immer mehr heraus, dass ich dem Alkohol sehr angetan war. Ich war meist der betrunkenste der Gruppe. Auch diverse Abstürze schlichen sich ein. Ich werde jetzt dazu nur ein Beispiel erzählen. Es war eine Geburtstagsfeier. Ich betrank mich dort natürlich wieder ordentlich. Irgendwann hatte ich wieder einen Filmriss und erwachte wieder auf der Intensivstation im Krankenhaus. Mir wurde erzählt das ich wohl eine Vodka Flasche gepackt hatte und diese auf EX ausgesoffen hatte. Sie war noch halb voll. Danach fand mich ein Partygast etwas abseits der Party komatös im Gras liegend. Daraufhin wurde (wieder mal) ein Krankenwagen für mich gerufen. Solche Abstürze häuften sich. Ebenso mein Alkohol Konsum.

Ich fing nun an, auch unter der Woche nach der Arbeit zu trinken. Mittlerweile brauchte ich schon 5 Bier um mich zu betrinken. Auch wurde ich immer gieriger. Als ich das erste Bier noch trank, wurde ich schon gierig auf das nächste. Ich trank solange bis ich "einschlief". Das passierte meist während des 5 Bieres. Auch in der Arbeit fiel ich auf, da ich morgens noch eine kräftige Bier Fahne hatte. Das skurille dabei war, dass ich genau wusste das dies nicht normal ist und der Alkohol mittlerweile eine immer zentralere Rolle einnahm, aber man sich das ganze trotz alledem immer schön redet. Ist halt eine momentane "Phase" die sich wieder legen wird. Das ganze glaubte ich auch wirklich, aber in Wahrheit lügt man sich in die eigene Tasche. Auch Zuhause fiel meiner Mutter mein übermässiger Alkoholkonsum auf. Schon beim hereingehen klimperte mein Rucksack mit den Bierflaschen und jeden Morgen standen leere Bierflaschen herum. Um das ganze etwas zu "verhamlosen" versteckte ich vereinzelt die leeren Flaschen. Aber auch hier fiel mir nicht auf, dass ich mir auch hier nur in die eigene Tasche log. Auch die anfangs angenehme Wirkung hielt nicht mehr so lange und war nicht mehr so intensiv wie anfangs.

Es war wie ein tägliches Ritual. Auf dem Nachhauseweg kaufte ich mein Bier, welches ich mittlerweile in meiner Arbeitskleidung einwickelte, damit der Rucksack nicht mehr so klimperte. Ein weiterer Akt der Selbstverarschung. Ich sah zu mein Bier möglichst schnell und unauffällig an meiner Mam vorbeizuschleussen und auf mein Zimmer zu bringen. Dort schaltete ich den Fernseher ein und schaute immer die Serie ,,King of Queens". Die ersten 2 Biere waren noch von der anfänglichen angenehmen Wirkung begleitet. Zusammen mit der Serie ein doch angenehmer Zustand. Doch ich trank meine Biere immer zügiger und wurde dadurch auch schneller und stärker betrunken. Getrunken wurde immer bis ich irgendwann weggepennt bin. Meistens begann ich ab dem 3. Bier Musik zu hören und während desssen mein restliches Bier zu vernichten.

Am WE war es im Prinzip dasselbe. Möglichst schnell "dicht" zu sein. Auch meinen damaligen Kumpels fiel mein Konsummuster auf. Man sprach mich auch darauf an, aber ich spielte das ganze immer runter und shob es auf meine momentane "Phase". Das diese Phase sich aber über 10 Jahre hinweg ziehen wird, war mir damals nicht bewusst. Oder es war mir egal, was Alkohol sehr sehr gut kann.



2.Kapitel: die erste Wohnung



2007 zog ich von Zuhause aus und zog in die Stadt. Was mir sehr gelegen kam, da ich dort im Gegensatz zu meinem Dorf anonym war. Dort gab es keine "Stammtischgespräche" über mich. Was mich aber noch am wenigsten kümmerte. Da diese Stammtischler im Endeffekt nichts besseres sind und ebenso Alkoholiker waren. Aber im Gegensatz zu mir keine verbrannte Erde hinterliessen. Das Leben in der Stadt gefiel mir. Wenn ich dort wieder einmal ungewollt einen öffentlichen Total Absturz hatte, war das Scheissegal, weil mich keiner kannte. Auch musste ich mir keine Gedanken mehr machen möglichst unauffälig mein Stoff nach Hause zu bringen. Auch die leeren Flaschen stellten keinerlei Probleme mehr da, da ich alleine in meiner eigenen Wohnung war. Der von mir zu anfangs gehaltene "Segen" stellte sich aber bald als gewaltiger Trugschluss raus. Den da ich keinerlei Kontrolle mehr unterlag und ich mich alleine so richtig ausleben (in meinem Fall zamsaufen) konnte, wurde mein Konsum immer heftiger. Auch reichte mir Bier alleine nicht mehr. Ich stieg auf billigen Wein um. Bier trank ich damals nur am WE mit meinem damaligen besten Kumpel. Wir kauften eine Kiste Bier und hingen vor der Playstation ab. Fortgegangen bin ich schon auch, aber das ich einfach kein Mädchen kennenlernte, machte mir zunehmend zu schaffen. Aus heutiger Sicht eigentlich logisch. Wirkt natürlich nicht sonderlich attraktiv wenn man nach Bier stinkend umherwankte. In der Disco stolperte ich im wahrsten Sinne des Wortes durch die Menge. So ging das ganze bis etwa 2008. Zu diesem Zeitpunkt schlitterte ich damals in eine 1 1/2 Jahre andauernde GBL Sucht. Diese konnte ich zwar bis heute erfolgreich besiegen, dessen Konsummuster aber leider nicht!



3. Kapitel: Der Anfang vom Ende



Ich fing wieder das trinken an. Mittlerweile bin ich beim Schnaps angelangt. Das fatale daran war aber mein Konsummuster, dass ich 1:1 vom GBL übernahm. Das bedeutete, dass ich mein Glas mit Vodka voll machte und es in einem Zug wie GBL austrank. Das hatte eigentlich nichts mehr mit trinken zu tun. Es war richtiges saufen bis hin zum Koma. Teilweise auch in einen Delirartigen Zustand. Also Alkoholvergiftung. Auch stellte ich erstmals Entzugserscheiungen vom Alkohol fest! Zittern, Angstzustände, innere Unruhe usw.

So schlich sich auch wie beim GBL ein 24/7 Konsummuster ein. Nur artete das ganze in immer schlimmer werdende Exzesse aus. So kam es beispielsweise vor das ich morgens aufwachte und mein Fernseher weg war. Als ich die Polizei verständigte, teilte mir man am Telefon mit, dass mein Fernseher von den gestrigen Kollegen wegen überlauter Musik konfisziert wurde. Am Revier blies ich vormittag 2,5 Promille!!! Ab 2 begann ich unruhig zu werden

Teilweise war ich derart betrunken, dass ich erst gar nich mehr die Tür öffnete. Als ich nach 15 Minuten Sturmklingeln der Hausmeisterin nicht reagierte, stellte man mir in der Wohnung den Strom bis zum Morgen aus. Hätte mich die Hausmeisterin nicht am Tag danach darauf angesprochen, wäre mir das ganze Szenario komplett entgangen. Was mir lieber gewesen wäre. Das war schon heftig. 15 Minuten Sturmklingeln und ich war

Auch schickte man mich (mittlerweil neuer Arbeitsplatz) desöfteren postwendend wieder nach Hause, da man schon beim ersten Blick sah, dass ich vollkommmen besoffen war. Morgens um 9 Uhr. Die Spirale fing sich immer weiter abwärts zu drehen. In der Entzugsklinik hätte man eine Drehtüre einbauen können, da ich dort alle paar Wochen zum entgiften dort war. Ich soff mich über ein paar Wochen derartig herunter das ich körperlich und psychisch derart am Arsch war, dass ich den Krankenwagen rief und mich einliefern lies. So anonym man in der Stadt auch ist, beim Rettungsdienst war ich es nicht. Dort war ich (leider) bekannt. Sebst bei der 112 erkannte mich so manch einer!!!Peinlich Peinlich! Auch im örtlichen Krankenhaus war ich bekannt. Da ich öfter besoffen ein parr Benzos schnorrte (Entzugsmedikation) und dann wieder abhaute. Einmal war ich so besoffen, dass ich in die entgegengesetzte Richtung lief und mir dabei mein Fuss an einer Trepe die ich i dunken nicht sah verstauchte. Der mich zuvor aufnehmende Arzt schlug die Hände über dem Kopf zusammen, als mich die Sanitäter wieder in die Notaufnahme reinschoben.

Doch mittlerweile bekam ich von allen Seiten immer mehr Druck, eine Teraphie zu machen. An dieser Stelle möchte ich mal was klarstellen. Lasst euch bitte NIEMALS zu einer Teraphie zwingen. Denn diese Art von Teraphie ist nichts weiter als rausgeschmissenes Geld. Nur wenn man von sich aus einen kompletten Lebenswandel ( was clean werden auch ist) anstrebt, hatt das ganze Hand und Fuss und ist sinnvoll. Vorallem sich seine Sucht einzugestehen und zu realisieren, dass dies eine lebenslange Abstinenz (zumindest von der Droge ) vorrausetzt. Denn bei Alkohol ist dies auf jeden Fall der Fall, dass ein Schluck genügt und man in null komma nix wieder im selben Schlik drinhängt wie zuvor. Es gibt den Ansatz des sogenannten ,,kontrollierten trinkens". Diesen halte ich aber insbesondere für Leute die sich bis ins Koma saufen, für sehr gefährlich. Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber genau das ist ja der Alkoholismus. Das einem die Fähigkeit der Kontrollle über die Trinkmenge verloren geht. Man kann nicht mehr aufhören weiter zu trinken. Vielleicht ähnlich vergleichbar wie bei Kokain. Man verspürt einen starken Drang weiter zu konsumieren. Man wird richtig gierig. Bei Alkohol endet dies halt meistens negativ. Als führendes Beispiel:

Man erwacht in seiner eigenen Kotze und Pisse! Sowas ist mir bei keiner anderen Droge passiert.

Egal ob diverse peinlichlichkeiten in der Öffentlichkeit oder privat zu Hause passieren. Man säuft weiter und es ist wieder egal. Eben genau dieser Teufelskreis macht diese Droge so verherrend. Oder kennt ihr nen Kiffer der sich auf die Strasse in die Obdachlosigkeit gekifft hatt? Solch grausames Schicksal ist meist mit Alkohol verbunden. Ebenso die gesundheitlichen Fogeschäden sind bei Alkohol ENORM. Jemand der niemals auf einer Alkoholentzugsstation war, wird niemals von diesem Ausmass erfahren.Ich habe wirklich furchtbare Beispiele gesehen. Ich selbst habe mich ja auch gesundheitlich schwerst geschädigt. Aber dazu komme ich später. Auch der Alkoholentzug an sich, kann wirklich richtig hart sein!!! Ich hatte Alkoholentzüge die locker mit einem GBL Entzug mithalten können. Oder mit dem von Benzodiazepinen. Wirkt ja alles im selben Gehirnarreal, dem GABA Rezeptoren!



3.Kapitel: Der Verlust der Wohnung und das Leben als Obdachloser



Im März 2011 lernte ich in meiner Arbeitsstelle tatsächlich mal ein Mädchen kennen. Leider wusste ich nicht, wie ich mich verhalten sollte. Da mir eigentlich komplett die Erfahrung bzw. der Umgang mit Mädchen fehlte. So kam es eines Abends dazu, dass ich einfach mal was wagte. wie immer machte sie ihren Rundgang durch die Küche und die Lagerräume und kontrollierte ob die Kühlung läuft, Lichter aus sind usw...

Ich selbst zog mich um und kippte mir meinen restlichen halben Liter Rose` Wein rein und entsorgte die Flasche im Müll. Auf den Weg nach draussen, traf ich sie im Lageraum. Ich scherzte glaub ich irgend etwas oder neckte sie leicht. ich weiss es nicht mehr so genau. Aber es war auf einmal eine Art Magie in der Luft. Unsere Blicke wurden inniger. Mein Verstand machte nach dem halben Liter ( auf Ex ) genau das Gegenteil. Ausnahmsweise war es zum damaligen Zeitpunkt wirklich sehr hilfreich. Denn ich näherte mich und küsste sie. Oh Oh...dachte ich. Doch sie erwiederte es!!! Ein Wahnsinniges Gefühl des Glücks und der Erleichterung durchströmte mich. Es war wirklich wunderschön. Leider ging das ganze nur bis April. Da sie kündigte und sie feststellte, dass ich einfach zu kaputt war. Sie brachte es damals auf den Punkt: ,, Du musst erst mal schauen, dasss du mit dir selbst klarkommst!" Sie merkte das dies keine Zukunft hatte. Schätze ich. Als ich auch noch ein paar Wochen später erfuhr, dass sie auch wieder einen neuen hatt, zerbrach etwas in mir. Ich tauchte nur noch vereinzelt in der Arbeit auf, da ich wirklich derbe gesoffen hatte und einen total Absturz hatte. Ich möchte jetzt nicht näher darauf eingehen, da es einfach zu eklig und heftig war. Bis heute geht mir das noch leicht nach. Für jemand anderen wäre das als leichtes Tächtel Mächtel verbucht worden und Ende. Da wir auch nicht mal Sex hatten. Aber mir ging das sehr nach. Da es ein wunderschönes Gefühl war, die Liebe in meinem eigentlich recht einsamen Leben. Vorallem war sie mit mir auf einer Wellenlänge/Ebene.

Im Herbt 2011 bekam ich die Kündigung meines Mietverhältnises, da sich die Beschwerden gegen mich derart anhäuften, dass auch mein (wirklich geduldiger) Vermieter die Schnauze voll hatte. Ich fiel Hauptsächlich durch überlaute Musik auf. Aus heutiger Sicht kann ich das sehr gut nachvollziehen. Denn bis vor kurzem wohnte unter meiner jetzigen Wohnung auch jemand, der gerne mal aufdrehte. Sowas kann sehr nervig sein. Insbesondere bei mir musste das wohl sehr hart gewesen sein. Denn in meinem Suff drehte ich wirklich auf und wenn ich besoffen wegpennte kam es auch vor das ein und dasselbe Lied über Stunden hinweg in einer Endlosschleife lief. Das ganze auch noch spät Abends/Nachts. Gerade den Mieter unter mir, machte das wohl schwer zu schaffen, da er früh raus musste zur Arbeit! Es war in keinster Weise beabsichtigt ihn oder andere in meinem Haus irgendwie damit zu schaden. Der Alkohol wirkte wie eine Art Scheuklappen auf all meine Sinne. Ich nahm das ganze eigntlich als gar nicht schlimm war. Ein verheerender Trugschluss!!! Das macht die Droge so gefährlich. Es "dämpft" die Warnehmung und macht einen gleichgültig. Man schnallt nicht mehr wie assig und fertig man eigentlich ist. Das Umfeld merkt und sieht das. Man selbt allerdings nicht! Wirklich verrückt. So verrückt wie die Gesetzeslage. Man muss sich auf der Strasse in der Öffentlichkeit von irgendwelchen abgefuckten Zivi Bullen nach Gras filzen lassen und ein paar Meter weiter torkelt jemand mit 3 Promille rum und das interessiert die Vollidioten nicht! Traurig, aber ein anderes Thema.



Ich bekam die Kündigung und musste innerhalb von 3 Monaten ausziehen. Mein rettender Strohalm war eine Sozioteraphie. Für diejenigen die wenig Ahnung von den verschiedenen Teraphiemöglichkeiten haben:

Bei einer Sozioteraphie handelt es sich böse ausgedrückt um ein Altersheim für Säufer/Drogis. Also Endstation. Viele dort kamen direkt von der Strasse oder waren ( so wie ich) kurz vor der Obdachlosigkeit. Manche andere entschieden sich bewusst für diese Art von Teraphieform. Minimum war für meine damalig gewähte Einrichtung ein halbes Jahr. Es war eine harte aber auch schöne Zeit. Aber ich war einfach mit meinen damaligen 26 Jahren zu jung für diese Art von Teraphie. Was eine sehr geile Sache war, ist das ebenfalls ein 30 Jähriger den ich sogar noch von meiner einer Langzeiteraphien kannte dort wohnte. Er verlor ebenfalls seine Wohnung und ging dort in diese Einrichtung. Grob umrissen war es eine WG für Suchtkranke. Terapeutisch waren ausser Einzelgespräche mit einem der dort beschäftigten Terapheuten und eine einmalige Gruppensitzung pro Woche nichts weiter geboten. Solch Bezeichnungen wie "Arbeitsteraphie" sind für mich völliger Stuss! Den halben Tag Kartons falten oder andere eintönige Fliessbandarbeiten, haben (für mich) keinerlei terapeutischen Sinn. Wüsste auch nicht welchen. Kam mir dort sehr ausgenutzt vor. Denn wir verdienten dort so viel wie ein Chinesicher Fabrikarbeiter, während die Firma selbst gut verdiente. Aber mit dem Deckmantel "Arbeitsteraphie" war es legitim. Das die Arbeit niemanden Spass machte, war dann egal. Es hatt eher dafür gesorgt, sich erst recht berauschen zu wollen um diese frustrierende Arbeit erträglich zu gestalten. Aber es war immerhin ein schöner Zuverdienst zu den lächerlichen 100 Euro "Taschengeld", die man als Heimbewohner bekam. Durch die Arbeit hatte ich zusätzlich dann 200 Euro pro Monat zu Verfügung. Das war ok. Die meisten Einrichtungen dieser Art zahlen ihren Bewohnern neben dem Taschengeld nichts bzw. nur sehr wenig für die Arbeitsterphie. Während sie sich selbst die Taschen vollstopfen. Wurde bestimmt von irgendeinem Politiker ins Leben gerufen, die Idee ;-)

Ein weiterer Vorteil war, dass die Einrichtung praktisch mitten in der Stadt war und auch zahlreiche Apotheken hatte ( DXM zb.) und auch die Post nicht kontrolliert wurde (Kratom). Ich konnte es somit gut dort aushalten. Denn ein komplett nüchternes Leben strebe ich selbst bis heute nicht an. Warum auch? Solange mir eine Substanz keine Probleme bereitet, meide ich sie auch nicht. DXM konsumierte ich damals 1-2 pro Woche (10 Kapseln) und kratom 1 mal pro monat eine bestellung, die ich dann innerhalb einer Woche konsumierte.



Das halbe Jahr neigte sich dem Ende zu und ich begann nach einer Wohnung zu suchen. Doch ich merkte schnell, dass man dort ohne fremde Hife nicht wegkommt. Wie denn auch? Von dem bisschen Taschengeld Bus und Bahntickets zu kaufen um zu dem Besichtigungstermin zu erscheinen? Vorallem als Heimbewohner! Die einzige Option die ich hatte, war zurück zu meiner Mutter zu ziehen. Weder ich noch sie waren davon begeistert. Aber es war die einzige Möglichkeit für mich, da wegzukommen....



Ich zog also Anfang Mai 2012 zurück zu meiner Mutter. Da ich eine Teraphie gemacht hatte, konnte ich weiterhin als Koch bei meiner damaligen Arbeitsstelle weiterarbeiten. Doch schnell begann das ganze wieder ins wanken zu geraten. Ich begann wider zu trinken. Ich trank Schnaps. Da sich dieser leichter und unaufälliger im Rucksack transportieren lies. Zuhause angekommen, spielte ich mit meiner PS3 und goss mir ein randvolles Glas Vodka auf EX auf leeren Magen rein und spülte mit etwas Cola nach um den Geschmack und das brennen zu lindern. Das Glas flutete wunderschön an. Mein ganzer Körper erwärmte sich und durchströmte mich mit einem angenehmen Gefühl. So stellete ich mir damals harte Opioide vor. Diese Vorstellung war von der Realität nicht weit enfernt. Aber das ganze galt nur für das erste Glas und auch nur für die anfängliche Wirkung. Der Vorgang wiederholte sich ein paar Mal und ich war relativ schnell betrunken und schlief ein.

Das ganze ging ca. 3 Monate gut. Bis mich meine Mutter erwischte. Ich flog von Zuhause raus und sass auf der Strasse. In meinem Dorf gab es ein Hotel in das ich mich dann auch begab. Das gute war, dass man sich dort nur einschreiben musste und nicht gleich bar zahlen musste. Mein damaliger Hausarzt war 5 Minuten enfernt. Ich texte ihn zu und schaffte es das er mir 20 von den 10mg Diazepam Tabletten verschrieb. Im Hotel betrank ich mich und haute mir die Diaz rein. Das ging zirka 2-3 Tage so, bis mich die Putzfrau komatös am Boden liegend zwischen leeren Streifen und Schnapsflaschen fand. Es wurde sofort ein Notarzt gerufen und ich landete auf der Intensivstation. Nun war ich wieder in der Stadt in der ich damals auch meine Wohnung hatte. Am nächsten Morgen verliess ich das KH gegen ärztlichen Rat. Eigentlich eine fatale Entscheidung!!! Wäre ich geblieben wäre das ganze vielleicht um einiges besser ausgegangen. Ich hätte ein Dach über dem Kopf gehabt und zu essen. Doch Vorrausetzung dafür war ein Entzug. Aber ich sträubte mich dagegen, da ich lieber weitertrinken und weiter Diaz in mich reinschütten wollte, da ich mit der ganzen Situation überfordert war und einfach nur dicht sein wollte. So ging es ab in das nächste Hotel. Dort musste man allerdings gleich bezahlen. Das Zimmer kostete 60 Euro die Nacht. Da dies natürlich eine Stange Geld war, löste ich meinenen Bausparvertrag auf und nahm die kompletten 800 Euro in bar mit. Meist flog ich innerhalb weniger Tage aus den unterschiedlichen Hotels raus, da ich in meinem mischkonsum völlig die Kontrolle verlor. Überall waren Brandlöcher und Kotzflecken. Zerstörtes Mobiliar. Auch ein komplettes Waschbecken schaffte ich zu zerstören(unbeabsichtigt). Irgendwann wurde mein Geld und Nervenkostüm immer weniger. Ich hatte noch 28 Diazepam Tabletten und kaufte auf der Strasse noch 7 Tavor und in der Norma eine Flasche Wiskey. Ich war fertig mit den Nerven und dieser Welt. Ich beschloss mir das Leben zu nehmen. Zurück i Hotelzimmer schluckte ich angetrunken die 28 Diazepam und 8 Tavor mit ordentich Wiskey. Ich dachte in dem Moment nicht wirklich nach. Ich fühlte mch einfach nur mies und ALLEIN. Ich nahm noch ein paar kräftige Züge und.....FILMRISS....



Ich weiss nicht mehr genau ob ich in der Klapse, Ausnüchterungszelle oder normales Krankenhaus zu mir kam. Innerhalb weniger Wochen, war ich überall mindestens einmal. Ich selbst hatte keinerlei Erinnerung an den Abend. Aber der Suizid ging schief. Mir wurde erzählt, dass ich wohl in Boxershorts bekleidet im Restaurnt des Hotels rumgestolpert sei und wirres Zeug gebrabbelt haben musste. Danach wurde ich wieder mal komatös und man rief den Notarzt.

Mein Geld war alle und ich schlief in Papiertonnen. Essen klaute ich oder prellte die Zeche in irgendwelchen Restaurants. Ich klaute einen Rucksack voll Schnaps und bettelte um Geld. Davon kaufte ich mir ein Busticket mit dem ich ins Nachbardorf von mir fuhr. Dort war auch ein Hotel. Und wie erhofft, reichte dort auch erstmal nur eine "Anmeldung" ohne geich zahlen zu müssen. Yes!!!!

Auf dem Zimmer orderte ich erstmal Schnitzel mit Pommes und ein Schweinebraten. Dann leerte ich meine Vodkaflaschen und bediente mich auch noch an der Minibar. Irgendwann kam der Hotelmanager, da ich anfing zu dem essen auch Schnaps und Bier zu bestellen. Er sah überall die verstreuten leeren Flaschen. Er verständigte einen Rettungswagen, da ich wieder mal komatös war und man mich nicht wachbrachte. Ich lies mich nachdem man mich wachbrachte zu ner Entgiftung einweisen. Ich konnte nicht mehr. Dort machte ich einen Alkohol und Benzoentzug.

Nach der Entlassung meldete ich mich in meinem Dorf beim Bürgermeister, welcher mir einen Obdachlosencontainer zuwies. Dieser war mitten im Dorf (wo mich jeder kannte und ich aufwuchs). Es war ein kleines bad und eine Britsche zum pennen und zwei herdplatten zum kochen drin. Es war ein Einzelcontainer. Doch ich war eider nicht alleine. Da dieses Ding mitten auf ner Wiese im freien stand, nisteten sich dort viele Spinnen häuslich ein. Überall waren diese Viecher. Spitze! Optimal für jemanden der eine Spinnenphobie hatt!. Am schlimmsten war es nachts. Da ich bei jedem Geräusch aufschrak und eine Spinne vermutete. Einmal streifte mich auch etwas am Arm! Das war Psycho Terror in nie gekanntem Ausmass! Ich schoss mich wieder mit Diaz und Schnaps ab um nicht durchzudrehen in dem Dreckscontainer. Da waren teilweisewirklich fette Dinger dabei. Bei einer musste ich sogar zweimal draufhauen. Kein Witz!!!

Auch der Container musste einiges einstecken.Einml wachte ich morgens am Boden auf. Der Schrank für die Kleider war nur noch ein Trümmerhaufen. Der Fernseher (den mir meine Mutter in den Container fuhr) lag heruntergekracht am Boden. So ging das ganze eine Zeit lang....

November 2012 verstauchte ich mir auf dem Weg zum Arzt den Fuss. Ich humpelte dann in die Praxis um bei ihm Nachschub (Diaz) zu holen. Als er sah wie fertig ich war, verweigerte r das Rezept. Ich verliess fluchend seine Praxis. Er schickte mir ein Krankenwagen nach. Da es mittlerweile Winter war und ich stark eingeschränkt war durch die Verstauchung und Unmengen an Schnaps, wollten sie mich mit ins KH nehmen. Ich wollte dies aber nicht. Am nächsten Tag kam ein Arzt vom Gesundheitsam vorbei. Dieser veranlasste dann eine Zwangseinweisung!!! Damals war ich furchtbar sauer und verstand den Ernst der Lage nicht. Aus heutiger Sicht handelte er eigentlich richtig. Ich war in einem eiskalten Container (um zu heizen musste ich 200 Meter weiter Holz für den Ofen holen) mit verstauchtem Fuss. Betrunken und alles war verdreckt. Ich konnte mich zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich wirklich nicht mehr um mich selbst kümmern und wäre evtl. erfroren. Aber trotz alledem war dies eine HEFTIGER Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte und traumatisierte mich sehr stark!



Kaptitel 4: 6 Wochen in der Psychiatrie



Ich wurde also zwangseingewiesen und mit der Polizei in die Psychiatrie gebracht. Dem nicht genug, wurde mir ein gesetzlicher Betreuer zugewiesen. Ich hatte damals wirklich sehr stark unter dieser Situation gelitten. Insbesondere das EINGESPERRT sein, belastete mich extrem. Diese Situation machte mir auch in den Ausnüchterungszellen zuvor schon zu schaffen. Das empfinde ich als sehr schlimm. Hätten sie mich lieber körperlich gezüchtigt, damit käme ich klar. Mit gefangenschaft überhaupt nicht! Immer wenn ich aufwachte, dachte ich das dies nur ein böser Traum war, doch leider stellte ich dann ziemlich schnell fest das ich das alles nicht nur geträumt habe. Ich möchte das ganze auch nicht wieder alles hochholen, da dies wirklich schlimme 6 Wochen voller Angst und Ungewissheit waren. Manche sassen dort über Monate fest! Ein grausamer Ort, an dem furchtbare Vibrations herrschten!!!



Nach den 6 Wochen entliess man mich und ich kehrte zurück in den Container. Der betreuer war wirklich angarchiert und besorgte mir innerhalb ein paar Wochen tatsächlich eine Wohnung in der Stadt. Es gibt viele Betreuer die stecken ihre "Schützlinge" einfach in ein Heim und kassieren ihre Provision. Da hatte ich Glück, den der meinige war wirklich auf meinen Willen bedacht und versuchte wirklich zu helfen. ich trank zwar wieder, aber nur noch Bier. Die ersparte mir zumindest grössere Abstürze. Das ging bis November 2013 so.



Kapitel 5: Zwischen Leben und tot



,,Ich blickte mit schmerzverzerrten Gesicht in den Spiegel und fragte mich, wer dieser Mann darin ist. Ich sah aus wie der letzte Penner. Seit mindestens einer Woche war ich unrassiert. Ebenso lange blieb meine Dusche leer. Mein Stuhlgang war fettig und ich hatte bestialische gürtelförmige Schmerzen. Noch völlig ahnungslos, welch 6 Monatiger Horrortrip mich erwarten wird!"



Ich schleppte mich zurück ins Wohnzimmer und zog meine Kleidung an. Gegenüber meiner Wohnung war eine Arztpraxis in die ich mich schleppte. Zu meiner Hausärztin hätte ich es vor Schmerzen nicht mehr geschafft. Ich wollte dort eigentlich nur ein Schmerzmittel haben, doch als sie mich sahen alamierten sie sofort einen Krankenwagen und man brachte mich ins Krankenhaus. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich wieder "heimgehen" wollte und ein Psychiater kam.......



Der anwesende Arzt lies mich aber dennoch nicht gehen. Was mir das Leben rettete. Den ich wurde am selben Tag noch Notoperiert und ins künstliche Koma versetzt, da meine Bauchspeicheldrüse stark entzündet war und sich schon angefangen hatte sich zu zersetzen. oder krasser ausgedrückt: sich selbst verdaute!



Ich lag 2 Monate im künstlichen Koma. Während dieser Zeit bekam ich einmal eine Blutvergiftung, ein Krankenhauskeim und Fieber wo sie mich runterkühlen mussten. Es hiess das ich zu 80 Prozent draufgehe. Ich selbst bekam von diesen ganzen Umsänden nichts mit. Ich wurde am laufenden Band operiert, so das sich durch das aufschneiden meine Bauchdecke zerstörte und ich mit geöffneter Bauchdecke da lag in der so ein Kissen drin war. Ich selbst nahm nur sehr skurille Traeume die sehr echt wirkten wahr. War sehr strange das ganze.



6. Kapitel: Ich bin im falschen Film



Im Januar 2014 holten sie mich aus dem künstlichen Koma und ich wusste gar nicht was los ist bzw. wo ich überhaupt bin. Ich konnte mich keinen Millimeter rühren. Während ich im Koma lag, hatt sich meine Muskulatur abgebaut und ich konnte nicht mal die Hand heben! Als ich auf meinen Bauch sah erschrack ich wegen des "eingebauten" Kissens oder was das war in meiner Bauchhöhle. Das ganze wurde noch gruseliger als gelb gekleidete Gestalten mit Mundschutz um mich herumwuselten (wegen des Krankenhauskeims). Ich dachte im ersten Moment ich befinde mich mitten im nächsten Teil von dem Horrorfim SAW. Vorallem konnte ich mich an nichts erinnern und auch nicht sprechen. Die ganze Situation war wirklich extrem beängstigend. Die Pflegekräfte versuchten mich zu beruhigen und redeten freundlich auf mich ein. Irgendwann kamen auch meine Eltern (die jeden tag da waren). Da ich nicht sprehen konnte, kam mein Vater auf die Idee, das Alphabet auf ein Stück Papier auszudrucken. Somit konnte ich Buchstabe für Buchstabe tippen und somit mit ihnen kommunizieren. Ich fragte ob ich ein Unfall hatte und von einer Klippe gesprungen sei, da ich die Situation im Koma träeumte. Sie erklärten mir das ich auf der Intensivstation sei und schwer erkrankt sei und sich meine Buchpeicheldrüse zersetzt hatte. Ich bin künstlich beatmet worden und konnte deshalb nicht sprechen. Neben mir standen zwei Transponder die randvoll mit diversen Medikamenten waren. Ich bekam soviel Schmerzmittel, damit hätte man die halbe Intensivstation betäuben können sagte ein Pfleger. Dauernd sammelte sich Schleim im Hals an und sie schoben mir einen Schlauch rein um alles abzusaugen. Das ist mir immer noch als sehr grausam in Erinnerung, da ich währendessen das Gefühl hatte zu ersticken. Auch war der Hals sehr gereizt durch meine Magensonde die mich künstlich ernährte.

Ich lag noch etwa ein Monat auf der Intensivstation. Ich fing an leichte Übungen zu machen um meine Muskeln wieder aufzubauen. Ich konnte mich nicht mal drehen. Alle paar Stunden kam eine Intensivschwester und drehte mich, damit ich mich nicht wund liege. Auch wurde ich jeden Tag gewaschen, was mir gar nicht gefiel, da ich dabei immer furchtbar fror. Mein Bauch wurde zwischenzeitlich zugenäht und ich wurde eines Abends das erste Mal aufgerichtet und auf den Bettrand gesetzt. Mir wurde furchtbar schwindelig und es war SOWAS VON ANSTRENGEND. Ich blickte den Pfleger fragend an und sagte:,, Das wird bestimmt nicht mehr. Ich werde ein Pflegefall bleiben und nie wieder laufen können!" Sie meinten das alles wieder gut wird. Das braucht halt Zeit.

Nach einem Monat wure ich auf eine normale Station verlegt und war dort glaub ich noch 8 Wochen. Es waren lange 8 Wochen, da ich praktisch ans Bett gefesselt war und jeder Tag gleich war. Da ich einen Keim hatte, war ich alleine auf den Zimmer und ausser die täglichen Besuche meiner Eltern, hatte ich niemand zum reden. Die einzige Ablenkung war der Fernseher, aber wer das Fernseheherprogramm kennt, weiss das da meist nur Scheisse läuft. Sie versuchten für mich einen Rehaplatz zu bekommen, aber fanden keinen. Ich wollte heim!

Doch da ich körperlich eh so am Arsch war, wäre das physisch eh nicht gegangen. Ausserdem DRÄNGTEN sie mich zu einer Sucht Teraphie. Sowas hasse ich (und ich denke jeder andere "suchtkranke" auch). Da ich geäussert habe , dass ich kein Bock hatte noch länger auf ein Rehaplatz zu warten, liessen sie mich erneut zwangseinweisen. Sie holten sich einen Beschluss. Ich wollte keinesfalls wieder in diese Kack Psychiatrie!!! Mein Betreuer fand ein Platz in einem Altenheim, dass geschlossen war(Demenzstation). Es war auf jeden Fall eine bessere Alternative. Aber es war frustrierend als mich die alten Leute beim Treppensteigen überholten und fitter waren als ich mit 27 Jahren. Es war sehr anstrengend zu laufen und ich musste so ein Bauchgurt tragen, da mir praktisch die Gedärme raushingen und nur die Haut sie noch hält. Das komplett nüchtern sein war für mich die Hölle. Ich bekam damals nur die 75mg Kapseln Lyrica und morphin tabletten(die halfen aber nichts). Ich telefonierte mit meiner Hausärztin und sie erhöhte das Lyrica auf 150mg 2x täglich. Das war meine Rettung. Den ich hamsterte die Kapseln und schluckte alle 2 Tage 600mg welche mich angenehm berauschten. Man war das schön als die Wirkung kam und ich nach all diesem Horror indem ich immer noch steckte mal wieder Freude empfinde. Darauf geschissen ob sie "drogeninduziert" war. Hauptsache ich war mal wieder HIGH :-)

So wurde die momentane Situation erträglich. Ein Tag nüchtern und ein Tag High, nüchtern, high usw...

Da die meisten Patienten dement waren, war es dort natürlich auch sehr langweilig. Doch nach ein paar Wochen wurde ein Platz in einem normalen Altersheim in meiner Stadt frei und der Beschluss wurde aufgehoben. Der erste Tag in dem Altersheim verlief zu meinen Gunsten, da der Fahrdienst mir meine Sachen auf Zimmer lieferte und zwischen meinen ganzen Sachen auch die Tüte mit den Medikamenten lag. JACKPOT!!! Ich nahm mir ein paar Streifen Lyrica und ein paar Morphin Tabletten und hoffte das das ganze nicht auffällt. Tat es nicht;-)



Gerade zum einleben in meine "neue" Umgebung war diese Fügung des Schicksals ein Segen. Denn mit meinen 27 Jahren in einem Altersheim zu landen ist alles andere als schön. Wieder einmal war ich in einer Umgebung wo ich eigentlich mit 27 Jahren nicht hingehöre. Wie damals das halbe Jahr in der Sozioteraphie. Aber auch hier war ein jüngerer Patient der etwas älter als 30 Jahre war. Mit diesem verstand ich mich ganz gut und auch ihm tat es ganz gut jemand seiner Generation zu haben. Denn der Grossteil war entweder dement oder halb tot. Bei mir war es zeitlich beschränkt, aber die alten Leute hier, bleiben bis zu ihrem Tod hier. Ein furchtbarer Gedanke! Deswegen vertehe ich die meisten Menschen nicht warum sie so alt wie möglich werden wollen. Irgendwann treten Verschleisserscheinungen des Körpers auf und man "kackt" auf gut Deutsch ab und ist auf fremde Hilfe angewiesen. Die Leute in dem Altenheim taten mir sehr leid.



Ich tat auch hier so als würde ich meine Medis schlucken und hamsterte sie um mich alle 2 Tage mit meinen 600mg zu berauschen. Ein Notvorrat hatte ich ja auch. Zusätzlich gelang es mir mit meinem Greifer (so ein stab wo vorne zwei greifarme waren um sachen vom Boden aufzuheben, da ich mich ja mit meinem Bauch nicht bücken konnte) durch das Fenster im Schwesternzimmer aus dem offenstehenden Schrank eine Döschen Tavor und eine Packung Tramadol zu stibitzen. diese halfen mir besser als diese Capros morphin tabletten. Deswegen sprach ich damals mit meinem mittlerweile neuen Hausarzt darüber. Aber da ich ja ein Alki bin und Tramadol für sein Missbrauch bekannt ist, verschrieb er mir Tilidin. Nur weil Nalaxon drin ist, heisst das noch lange nicht das sie nicht missbrauchsfähig sind. Ausserem wirkt Tilidin oral am besten. Er tat mir damit einen riesen Gefallen. Denn Tilidin war eines der besten Opioide die ich in meinem Leben hatte. Insbesondere das Lyrica pushte das Tilidin zusätzlich ganz gut. War also eine optimale Medikation für mich. Auch mit dem(stibitzten) Tavor harmonierte das Lyrica ganz gut.



Ich verbrachte in dem Altenheim circa. 3 Monate und konnte danach wieder soweit eigenständig in einer Wohnung leben. Alkohol rührte ich keinen an und die Betreuung wurde ebenfalls vom Gericht aufgehoben.



Ich war zweieinhalb Jahre trocken. Leider hatte ich bis vor kurzrm einig Rückfälle. Doch im Moment versuche ich wieder diese Zeit wo ich ZUFRIEDEN trocken war, wieder zu erreichen.






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