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LdT-Forum » Drogen » Psychoaktive Pilze » Gelben Knollenblätterpilz rauchen


Seite 1 (Beiträge 1 bis 12 von 12)

AutorBeitrag
» Thread-Ersteller «
Neuer Träumer



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  Geschrieben: 23.10.20 00:02
Hi, habe gelesen, dass diese Pilze Bufotenin enthalten, genauso wie der Porphyrbrauner Wulstling. Hat das schon mal jemand probiert?


"Nein, ich nehme keine Chemie!"
Traumländer



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  Geschrieben: 23.10.20 09:38
zuletzt geändert: 23.10.20 10:47 durch LordS (insgesamt 2 mal geändert)
wikipedia schrieb:
Bei den Giften des Grünen Knollenblätterpilzes handelt es sich hauptsächlich um verschiedene zyklische Oligopeptide: Die Amatoxine (α-Amanitin, β-Amanitin, γ-Amanitin) und Phallotoxine (Phalloin, Phalloidin, Phallicin, Phallacidin). Neueren Erkenntnissen zufolge sind Phallotoxine beim Verzehr von Knollenblätterpilzen allerdings ungefährlich, da diese im Darm nicht absorbiert werden.[1] Das extrem toxische Amanitin des Grünen Knollenblätterpilzes wird durch Kochen nicht unschädlich gemacht, sondern bleibt vollständig erhalten. Die Amanitine sind hitzestabil.


okay also die gifte die einen umbringen sind hitzestabil. Du willst es rauchen, nun is die Frage wie hitzestabil sie sind. Aber nach dieser Aussage würde ich auf jedenfall davon abraten.
Und die anderen Gifte die scheinbar bei oraler aufnahme unschädlich sind, werden durch das Rauchen vielleicht auch schädlich.

Aufgrund dessen halte ich das vorhaben für sehr riskant und würde davon abraten und lieber nach Psilocybe-pilzen Ausschau halten.

Edit: Bufotenin soll hitzeinstabil sein, also beim rauchen zerstört werden, allerdings versteh ich, woher du deine info hast. Wikipediaeintrag zu Bufotenin:
wikipedia schrieb:
Um die Giftwirkung zu umgehen, wird das Krötensekret geraucht. Während die giftigen Bestandteile des Sekrets dabei angeblich zerstört werden, soll das chemisch sehr stabile Bufotenin erhalten bleiben.

also dazu gibts unterschiedliche auffassungen. Von dem Vorhaben würde ich trotzdem abraten.

Oh gerade gemerkt, dass du ja vom Gelben knollenblätterpilz redest. gugu hat recht, verwechslungsgefahr mit dem grünen ist zu beachten.

EditEdit: wir haben mal Fliegen und Pantherpilze geraucht in der Jugend. Konnten aber keine von Placebo unterscheidbare Wirkung feststellen.

mfg LordS

"Jeder Mensch ist zugleich der Nutznießer und das Opfer der sprachlichen Tradition, in die er hineingeboren wurde" - Aldous Huxley
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  Geschrieben: 23.10.20 10:02
zuletzt geändert: 23.10.20 10:42 durch gugu (insgesamt 1 mal geändert)
Bufotenin ist aber nicht Hitzestabil.

Der gelbe Knollenblätterpilz ist sogar essbar, und ist nur roh giftig, wie die meisten Speisepilze auch.
Die enthaltenen Gifte werden beim Kochen unschädlich gemacht und er enthält nicht das tödliche Gift seiner Verwandten.
Dennoch wird er nicht als Speisepilz empfohlen, wegen der enormen Verwechslungsgefahr mit dem grünen und dem weißen Knollenblätterpilz .

Denn die Färbung der Pilze variiert stark.

Es ist also dringend abzuraten von Experimenten mit dem gelben Knollenblätterpilz.
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Traumländer



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  Geschrieben: 23.10.20 11:36
Auch ich rate dir dringend ab davon, möchtest du experimentieren mit bufotein und 5-meo-dmt kann ich dir yopo Samen empfehlen, ist recht kostengünstig und ne Erfahrung wert.
"Wenn ich loslasse was ich bin, werde ich was ich sein könnte."
Laotse

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Neuer Träumer



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  Geschrieben: 23.10.20 12:43
Also ich meine natürlich nicht den grünen Knollenblätterpilz. Man kann den gelben nach etwas Recherche/Pilzbüchern gut erkennen (Kartoffelkellergeruch, Knollenform, Hutfarbe).
Der Fliegenpilz ist übrigens auch ein Knollenblätterpilz. Habe den schon öfters mit Gras zusammen geraucht (die abgezogenen Huthäute) und da war eindeutig eine Wirkung da.

Die Idee mit den gelben Knollenblätterpilz habe ich hier gepostet, weil ich dazu leider nichts gefunden habe. Jedoch ist Bufotenin von der Struktur doch fast identisch mit DMT, was
man ja auch raucht. Wenn man den gepulverten Pilz einfach mit etwas Tabak oder Gras mischt (ähnlich wie bei Changa) dann sollte doch ein Teil des Bufotenins besser vor dem
Verbrennen geschützt sein und verdampfen, oder?

Bei Wikipedia steht ein Siedepunkt von 320 °C, was mir relativ hoch vorkommt, ist das dann die Temperatur ab der der Stoff zerfällt?

Falls das mit dem Rauchen wirklich eine dumme Idee sein sollte, könnte man dann nicht auch ein Schnupfpulver daraus extrahieren?
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  Geschrieben: 23.10.20 18:56
Warum muss es denn unbedingt dieser Pilz sein? Fliegenpilze habe ich auch schon gegessen (Rauchen finde ich wirkungslos), aber nur weil es noch keiner gemacht hat oder es kostengünstig ist oder verfügbar, würde ich da kein Risiko eingehen! Warum sollte die Mischung mit Tabak /Cannabis das bufotein vorm Zerfall beim Rauchen schützen? Ich bin echt risikofreudig, aber da muss man "kosten" und nutzen abwägen. Mein Rat :lass es.
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Laotse

Neuer Träumer

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  Geschrieben: 24.10.20 03:34
Hab selbst keine Erfahrung mit Bufotenin, aber laut einem Artikel von Jonathan Ott im Journal of Psychoactive Drugs lassen sich Yopo/Cebil-Samen (dann meist mit Tabak) oder daraus extrahiertes Bufotenin (als freie Base) rauchen. Auf Erowid und hier im Forum gibt es Erfahrungsberichte, die das bestätigen. Außerdem findet man auch einiges zum Thema Bufotenin-Changa im Netz. Das man Bufotenin rauchen kann, halte ich also für sehr sicher belegt.

Was den Gelben Knollenblätterpilz betrifft:
Der enthält scheinbar deutlich weniger Bufotenin als Yopo/Cebil-Samen. Man findet z.B. Angaben von 0,70 - 1,50% der Trockenmasse (bei (hauptsächlich) in Deutschland gesammelten Exemplaren). Zum Vergleich: Für Yopo-Samen finden sich in der Literatur Angaben von bis zu 7,4% und für Cebil-Samen von bis zu 12,4% (siehe oben verlinkter Artikel von J. Ott). Man muss also wohl zunächst viele Pilze sammeln, wenn man damit experimentieren will.
Man findet im Netz auch einen Bericht von jemandem, der aus Gelben Knollenblätterpilzen Bufotenin extrahiert und dieses dann geraucht hat. Der meint, dass eine Extraktion Pflicht sei, hat aber offensichtlich auch gar nicht erst versucht, die getrockneten Pilze irgendwie zu rauchen/schnupfen.
Weiterhin besteht eben die bereits angesprochene Verwechslungsgefahr, wobei keiner weiß, ob die Giftstoffe im Grünen Blätterpilz überhaupt gefährlich sind, wenn man den Pilz raucht. Ich würds aber nicht ausprobieren wollen.


8I0Psychonaut schrieb:
Bei Wikipedia steht ein Siedepunkt von 320 °C, was mir relativ hoch vorkommt, ist das dann die Temperatur ab der der Stoff zerfällt?

Nein. Wenn eine Siedetemperatur für einen Stoff angegeben wird, ist damit gemeint, dass der Stoff bei dieser Temperatur unzersetzt verdampft. Wenn sich ein Stoff ab einer bestimmten Temperatur zersetzt, wird diese Temperatur als Zersetzungstemperatur bezeichnet.
 
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Neuer Träumer



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  Geschrieben: 24.10.20 09:52
zuletzt geändert: 24.10.20 10:25 durch 8I0Psychonaut (insgesamt 1 mal geändert)
Das nur 0,7 - 1,5 % in der Trockenmasse enthalten sind stört mich nicht. Die Pilze wachsen in meiner Nähe massenhaft in großen Kolonien, so dass ich wohl leicht 1-2 kg an Frischmaterial sammeln kann. Die Pilze kann ich auch zweifelsfrei identifizieren, so dass keine Verwechslungsgefahr mit gefährlichen Giftpilzen wie dem grünen Knollenblätterpilz besteht. Die Zersetzungstemperatur liegt also über 320 °C, gut.

@Baumzwiebel:
Habe mir das z.B. so vorgestellt, dass ich auf einer Schicht mit Pilzpulver eine Tabakschicht lege, die ich dann in der Bong oder Pfeife anzünde. Dadruch verbrennt zuerst der Tabak und die heißen Dämpfe werden durch das Pilzmaterial geleitet, so dass ein Großteil des Bufotenins verdampft, bevor die Verbrennung diesen Bereich erreicht.

@taubStumm:
Könntest du noch den anderen Bereicht aus dem Netz hier verlinken?
In dem von dir genannten Paper wird eine Extraktionsmethode nach Tyler und Gröger (1964) beschrieben:
Habe mal die Quelle rausgesucht: https://sci-hub.do/10.1055/s-0028-1100193

Vorgehen:

1. Entfetten des Materials mit Petrolether in Soxhlet-Apparatur
2. Dreimaliges Auslaugen mit 70 % Ethanol, die Phasen vereinigen und filtern
3. Unter Vakuum auf ein kleines Volumen aufkonzentrieren
4. Mit NaOH auf pH 10 bringen und mit NaCl sättigen
5. Dreimaliges Extrahieren mit n-Butanol (wassergesättigt), die Phasen vereinigen
6. Zur jetzigen Lösung dieselbe Menge an Petrolether hinzufügen
7. Dreifaches Extrahieren mit 2 %iger Weinsäure
8. Wieder mit NaOH basisch machen und erneut mit n-Butanol extrahieren, dann trocknen

Ich habe keinen Dr. in organischer Chemie, daher sind mir ein paar Sachen unklar:
a) Ist es wirklich notwendig das Material in einen ersten Schritt zu entfetten?
b) Da die Zersetzungstemperatur über 320 °C liegt, kann man dann wohl auch ohne Vakuum (also mit Erhitzen im Wasserbad) aufkonzentrieren, oder?
c) Was ich nicht verstehe ist, dass man die Lösung dann mit NaCl sättigt, wozu das den?
d) Anstelle von Weinsäure, könnte man doch auch einen Salzsäure-Lösung mit gleichen pH-Wert verwenden, oder?
e) Anstelle von Petrolether könnte man doch auch Wundbenzin verwenden, oder?
e) Könnte man nicht einfach anstelle dieser Methode eine typische Säure-Base-Extraktion machen?


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  Geschrieben: 24.10.20 13:26
Hallo 8I0Psychonaut,

die Hutfarbe ist eben kein eindeutiges Merkmal zur Identifizierung des gelben Knollenblätterpilzes!
Denn die Hutfarbe variiert stark und kann auch weiß sein oder grünlich schimmern.

Auch die Farbe der anderen Knollenblätterpilze variiert.

Will nicht nerven ;) wenn Du den gelben eindeutig identifizieren kannst, dann viel Erfolg mit Deinem Experiment.

Und noch was:
Zwischen 10 gelben Knollenblätterpilzen , kann ein grüner oder weißer Knollenblätterpilz wachsen. Deshalb schaue Dir immer jeden einzelnen Pilz auf alle Merkmale an!
Und bei fehlender 100%Sicherheit, stehen lassen.

Alles Liebe Dir.
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Neuer Träumer

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  Geschrieben: 25.10.20 01:27
8I0Psychonaut schrieb:
Könntest du noch den anderen Bereicht aus dem Netz hier verlinken?

Ist auf DMT-Nexus.

Zum Rest:
a) Wenn mit Ethanol extrahiert wird, landen sonst einige von den Fetten auch im Ethanolextrakt. Wenn die dann nicht in irgendeinem Extraktionsschritt abgetrennt werden, verunreinigen sie das Produkt. In dem Artikel von J. Ott ist die Extraktion von Bufotenin aus Cebil-Samen beschrieben. Der entfettet auch, aber extrahiert die Cebil-Samen zuerst mit 96% Ethanol 1% Weinsäure, konzentriert das Extrakt auf, verdünnt mit Wasser, stellt den pH mit Salzsäure auf 3-4 und entfettet dann mit Chloroform.
b) Wahrscheinlich ja. Lösungsmittel im Vakuum abzudampfen ist im Labor einfach "Standard", weil es viele Vorteile hat (siehe auch Rotationsverdampfer). Es wäre aber eventuell denkbar, dass irgendwelche in diesem Schritt noch vorhandene Verunreinigungen sich zersetzen, das könnte eventuell zu Problemen führen. Wie wahrscheinlich das ist, weiß ich nicht.
c) Vermutlich wird dadurch die Bildung einer Emulsion verhindert oder die Löslichkeit von n-Butanol in Wasser herabgesetzt (oder beides).
d) Da J. Ott bei seiner Extraktion Salzsäure verwendet, denke ich, dass das auch funktionieren sollte.
e) Ja. Ist soweit ich weiß praktisch das gleiche, Wundbenzin ist nur besonders rein.
f) Theoretisch sollte das funktionieren, die Frage ist nur, wie rein das Endprodukt dann ist. Gut möglich, das dabei andere Alkaloide mit extrahiert werden.
 
» Thread-Ersteller «
Neuer Träumer



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  Geschrieben: 26.10.20 21:44
@taubStumm: Danke für die Chemie-Nachhilfestunde! Ein Vakuum-Rotationsverdampfer für den Keller wäre schon nicht schlecht, am besten mit Stickstoffkühlung. Leider übersteigt das momentan mein Budget...

Ich werde mich beizeiten an eine Extraktion wagen und dann hier berichten.
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  Geschrieben: 26.10.20 22:37
Also Stickstoffkühlung ist mal wirklich too much.. kaltes Wasser aus dem Hahn reicht völlig aus, Stickstoffkühlung würde nur zu Problemen wie z.B. sofortigem Erstarren der zu destillierenden Lösung, ggf. Platzen der gläsernen Kühlleitungen uvm. führen.
Aber ja, ein Roti ist schon was feines. Hätte ich genug Geld, würde ich mir auch einen anschaffen.

Die verlinkte Extraktionsanleitung erscheint mir jedoch ein wenig seltsam.. Ich würde jedenfalls eher eine normale Säure/Base-Extraktion vornehmen. Es muss aber in jedem Fall entfettet werden, da diese sonst im Produkt landen.
“The United States is also a one-party state but, with typical American extravagance, they have two of them.”

-Julius Nyerere, ehem. President von Tansania

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