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Moderator



dabei seit 2012
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  Geschrieben: 16.03.24 19:25
Ich hab ja nicht gesagt dass ich niemandem mehr vertrauen sollte, sondern weniger offen und vertrauensselig. Da ich so offen bin dass es ich auch anderweitig oft in Schwierigkeiten gebracht hat, ist das schon eine gute Lektion, die ich daraus ziehen sollte, imo. Aber danke trotzdem^^

Erkenntnis des Tages: Wenn man sich erstmal aufgerafft und angefangen hat aufzuräumen und zu putzen, läufts eigentlich wie von selbst; und es ist echt verblüffend wie man dabei gleichzeitig auch im Kopf aufräumt.
Half the fun is learning!
Traumländer

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  Geschrieben: 17.03.24 03:00
Deutschland hat erschreckend wenig Einwohner, wenn heute 10% davon, in Düsseldorf auf der Straße waren cry
zu alt für den Scheiß
Traumländer



dabei seit 2019
1.198 Forenbeiträge

  Geschrieben: 17.03.24 13:42
metl schrieb:
Ist Gönnung nicht das Wort, aller Tage? @KI ;)

Klar doch dafuer
Die Wortschöpfung "Gönnung" allerdings ist mir neu und sie gefällt mir.
Passt gut neben meine "Schüssli" (abgeleitet von Schuss, iv) und die "Linien" in den virtuellen Schaukasten. Klingt ähnlich - "Dröhnung" (zugedröhnt) - ist auch dort.
Grüsse
 
Traumländerin



dabei seit 2013
187 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.03.24 08:19
Ich glaube ich habe endlich begonnen mich bedingungslos zu lieben und mein Zuhause in mir selbst zu finden. Damit scheint starke Reue darüber einherzugehen, wie ich mich selbst behandelt habe und dass manches, das ich hätte vermeiden können, wohl nie heilen wird.
 
Traumländer



dabei seit 2017
250 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.03.24 10:52
"Als ich mich selbst zu lieben begann" (von Charlie Chaplin)

Als ich mich selbst zu lieben begann ,
fand ich heraus,
dass Angst und seelisches Leiden
nur warnende Zeichen sind,
nicht gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das ist Authentisch Sein.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
verstand ich, wie sehr es jemanden kränken kann,
diesem Menschen meine Wünsche aufzudrängen,
wohl wissend, dass die Zeit nicht reif und der Mensch nicht bereit war,
und obwohl ich selbst dieser Mensch war.
Heute nenne ich das Respekt.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
hörte ich auf,
mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles, was mich umgab,
mich einlud zu wachsen.
Heute nenne ich das Reife.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
verstand ich, dass ich mich ausnahmslos immer
zur rechten Zeit am rechten Platz befinde
und dass alles im genau richtigen Augenblick geschieht.
So kam ich zur Ruhe.
Heute nenne ich das Selbstvertrauen.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
ließ ich es sein, mir meine eigene Zeit zu stehlen,
und hörte auf, großartige Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute tue ich nur, was mich froh und glücklich macht,
Dinge, die ich wirklich gern tue und die mein Herz erfreuen,
auf meine Art und in meinem Rhythmus.
Heute nenne ich das Einfachheit.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
befreite ich mich von allem,
was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von allem, was mich runterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich diese Einstellung gesunden Egoismus
Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
ließ ich es sein,
immer im Recht sein zu wollen,
und seitdem war ich seltener im Unrecht.
Heute habe ich entdeckt,
dass das Bescheidenheit ist.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
weigerte ich mich,
weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um die Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur für den Augenblick,
in dem ALLES geschieht.
Heute lebe ich jeden Tag einen nach dem anderen
und nenne es Erfüllung.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
dass mein Denken eine Last sein und mich krank machen kann.
Doch als ich es mit dem Herzen verband,
wurde mein Verstand ein wichtiger Verbündeter.
Diese Verbindung nenne ich heute Herzensweisheit.

Wir müssen uns nicht mehr fürchten vor Auseinandersetzungen,
Konflikten oder Problemen, sei es mit uns selbst oder anderen.
Selbst Sterne kollidieren und aus ihrem Zusammenstoß
werden neue Welten geboren.
Heute weiß ich - Das ist Leben!
 
Traumländer



dabei seit 2019
1.198 Forenbeiträge

  Geschrieben: 21.03.24 14:24
@Astronautilus - WOW, das geht rein!, nein, das haut rein! Danke fürs Teilen.
Grüsse

PS: = auch meine Erkenntnis des Tages
 
Traumländerin



dabei seit 2013
187 Forenbeiträge

  Geschrieben: 22.03.24 19:20
Eine Freundin hatte mir in einer heftigen Tiefpunktphase eine sehr liebevolle Karte geschrieben, vorne mit Auszügen aus genau diesem Gedicht. Hängt heute noch im Flur und werd ich wohl bis ans Lebensende behalten.

Vllt finden sich andere auch darin wieder:
"Du kannst stolz auf dich sein! [...] mit einem emotionalen und zwischenmenschlichen Reichtum und einem Schloss an Erfahrungen, die dich alle so unverwechselbar liebenswert und toll machen wie du bist - und wie viele Leute dich schätzen und lieben. Denk immer daran!"

Direkt darüber hängt etwas, das ich mir selbst geschrieben habe:
"Egal, was du tust oder nicht tust - du bist immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Und vor allem: Du bist genug. Das, was du tust, reicht aus. Vergiss nie, was du alles geschafft hast, und verliere nie den Glauben an dich."
 
Traumländer

dabei seit 2019
984 Forenbeiträge

  Geschrieben: 24.03.24 10:14
zuletzt geändert: 24.03.24 10:46 durch Andy I (insgesamt 2 mal geändert)
Auch von mir ein wow !

Charlie Chaplin war schon ein geiler Typ und seiner Zeit vorraus.
Hört euch mal "Die Rede an die Menschheit" an!

Aktueller den je .....


https://www.youtube.com/watch?v=ww0zvl18-Ys


Ich bekomme auch wenn ich es auswendig kann immer noch feuchte Augen wenn ich es höre.
Und die Musik von Hans Zimmer. ...
 
Traumländer



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581 Forenbeiträge

  Geschrieben: 24.03.24 11:38
Hier eine andere Version von Chaplins Rede .... Viel Freude damit!

Berge - Dafür lasst uns streiten

Das Gedicht von oben kannte ich schon; und es berührt jedes Mal.


Space is only noise if you can see, my friend!
Traumländerin



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1 Tripberichte

  Geschrieben: 25.03.24 09:51
@Andy I und Selbstausdruck: Diese großartige Rede war mein Einstieg in die Welt von Goa- und Psytrance.: https://youtu.be/9PNV6Lg_ajA?si=4RpHuUCZdMP1wKAk

"Snow Crystals" von Babalos kombiniert den von Charlie Chaplin gesprochenen Originaltext mit dem Violinstück "Snow Flakes" von Lindsey Stirling, unterlegt mit treibenden Bässen von 185 bpm. So wunderschön. Ich erinnere mich heute noch an eine Party, bei der Babalos live auf dem kleinsten Floor aufgelegt hatte. Der Floor war extrem voll, eigentlich viel zu voll für eine Goa. Die Feiernden übertönten immer mal wieder die Musik... bis zu diesem Track. Gebanntes Zuhören in absolutem Schweigen im Wechsel mit stampfender Ekstase. Absolut irre.


Zu meiner heutigen Erleuchtung hat mich ein zwar weniger berühmter, aber nicht weniger großartiger Mensch geführt: Mein Partner. love

Als Mensch, der mit Drogen nichts am Hut hat, war es für ihn völlig unverständlich, was Drogen einem so überragend Tolles bringen, was den damit verbundenen Aufwand, die Risiken und das oft schon sehr unangenehme Runterkommen rechtfertigt. Es wollte ihm nicht in den Kopf, warum ich dafür Stunden der Recherche, aufwändige Vorbereitungen für Partys, hohe Kosten und zusätzlich gesundheitliche und juristische Risiken in Kauf nehme. Und wieso mich in diesem Fall all die Male, bei denen es mir (vor allem als Anfängerin) währenddessen oder danach hundsmiserabel ging, nicht abgeschreckt haben, weiter zu machen und ich gleichzeitig wegen einem einzigen ziemlich üblen Kater so gut wie keinen Alkohol mehr trinke, weil es mir die Möglichkeit, mich nochmal so eklig zu fühlen, eben nicht wert ist. So gesehen ist das auch unlogisch.

Nach ziemlich viel nachdenken und mein Verhalten immer weiter hinterfragen denke ich, mein Motiv zu kennen, damals als viel zu brave junge Frau wie heute als langsam von einer Depression Genesende: Ich habe unter Amphetamin einen komplett neuen Zugang zum kreativen Schaffen gefunden. Während mein altes Ich und mein depressives Ich nur etwas als die Mühe wert ansehen, was vollendet ist und einen Zweck erfüllt, fand ich beim Malen und Basteln unter Amphetamin Freude und Erfüllung im Prozess des Schaffens, ohne auf ein Ergebnis oder einen Nutzen des Geschaffenen fixiert zu sein. Einmal begonnen, setzt sich diese Aufwärtsspirale von Schaffen, Freude am Schaffen, Motivation neue Pläne anzugehen usw. auch nüchtern fort, wenn das Gehirn den Schaffensprozess selbst als eigene Dopaminquelle einmal erkannt hat. Amphetamin diente mir vor einigen Jahren als Katalysator, um den Prozess in Gang zu setzen und am Laufen zu halten, bis das Gehirn seine "Programmierung" geändert hatte. War ich erstmal im Flow, hab ich manchmal gemalt, bis ich mit dem Pinsel in der Hand eingeschlafen bin, weil ich schlicht vergessen habe, zu konsumieren. Und in der Zeit, in der ich abstinent war, blieb der Effekt bestehen. Ich konnte mich in etwas vertiefen und allein das daran arbeiten machte mich glücklich. Dass ich nun seit einem halben Jahr in einer depressiven Episode stecke und viel zu lange auf Behandlung warten musste, hat das Hirn offenbar verlernen lassen, auf diese Dopaminquelle zuzugreifen. Oder meine Willenskraft ist durch lange Phase der Erschöpfung so gering, dass ich (trotz Medikamente) noch immer kaum Zugang zu kreativem Arbeiten, das mir an sich sehr helfen würde, bekomme. Ich kann nicht wollen, könnte man sagen. Nehme ich aber auch nur eine geringe Menge Amphetamin, kann ich in meine Arbeit eintauchen, mein Kopf ist still und nach einiger Zeit merke ich, wie befriedigend es sich anfühlt, etwas mit eigenen Händen zu schaffen. Verinnerlicht habe ich das Flowerleben aber leider noch nicht und durch die sonstige Medikation muss ich auch bei jeglichem Konsum sehr vorsichtig und zurückhaltend sein.


Ich hoffe, meine Gedanken sind einigermaßen nachvollziehbar. Würde mich interessieren, ob jemand ähnliche Beweggründe hat/hatte oder eine Idee für eine andere Möglichkeit, den Prozess anzustoßen und am laufen zu halten. Mein Hirn braucht zur Zeit noch sehr lange, um etwas zu erlernen. Meine Ärztin erzählt mir nur, ich müsse eben Geduld haben und sollte mir keinen Druck machen usw. und versteht nicht, dass es mich nur noch mehr runterzieht, wenn ich durch Medis zwar funktioniere, aber ständig bewerte, was nützlich und damit Aufwand wert ist und so kaum etwas tue, was mir mental gut tut. Ich war mein halbes Leben schon ein auf Leistung und Nutzen programmierter Roboter, so will ich nicht wieder werden. Die, die ich in den letzten 4 Jahren war, ist mir viel sympathischer, die würde ich gerne irgendwann wieder werden.
Manche Grenzen muss man überschreiten, um zu sehen, wo sie liegen.
Traumländer

dabei seit 2019
984 Forenbeiträge

  Geschrieben: 26.03.24 08:02
Manche Grenzen muss man überschreiten, um zu sehen, wo sie liegen.

.... oder was ein Mensch nicht selbst erlebt hat, hat er auch nicht begriffen ....


Meine Beweggründe waren andere, weg von dem was man Zuhause nennt.
Jahrelang nur Schlamm , Dreck und schuften, schlafen in Containern. Alk in hülle und fülle zu 99% selbst gebrannter.
Drogen zum ausschalten. Nur nicht nachdenken.
Das einzige was stimmte war die Kohle. Ausgeben konnte man nichts. (Montage im Ausland)
Zurück in Deutschland heute. Frau drei Kinder ... für Partys viel zu alt, eigentlich schade.
Dafür weiß ich wie man alle möglichen Nachtschattengewächse oder Fliegenpilz und Pflanzen zielgenau einsetzen kann.
Einen Arzt außer Zahnarzt hab ich nie gebraucht. Alles was ich brauche um gesund zu sein finde ich draußen.

Ich kann jungen Leuten nur sagen, nutzt die Zeit.
Kommt nicht in die Tretmühle.
Verlasst dieses schöne Land mit diesem scheiß Staat.
Wie wunderbar schön war Deutschland in meiner Kindheit.
Ich höre hier auf weil Politik hier nichts zu suchen hat !!!
 
Traumländer



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  Geschrieben: 26.03.24 22:39
Heute 5km in 28min barfuß gejoggt...
Ich mach ja seit n paar Monaten Krafttraining, manchmal bissle HIIT-Mäßig mit meinem eigenen Körper daheim auf der Yogamatte und muss ehrlich sagen:
Sheesh, Ausdauertraining fickt noch mal anders. Ich bin völlig platt.
Früher hab ich's andersrum gemacht, erst die Ausdauer trainiert und dann die Mukkis.
Da bin ich noch jedem Gym-Sportler barfuß davon gerannt.

Haja, aber laufen gibt halt kein Bizeps (glaub ich. Keine Ahnung wo das genau liegt).
Aber jetzt noch n bissle und ich hab bestimmt bald den perfekten Fuchsbody für den Sommer.
Dann muss ich nur noch mit dem Schwanz wedeln und...ach lassen wir das.
"Immer wieder, wenn ich aus dem Leib aufwache in mich selbst, lasse ich das andere hinter mir und trete ein in mein Selbst; ich sehe eine wunderbar gewaltige Schönheit und [...] bin in eins mit dem Göttlichen" (Plot. IV.8.6)
Traumländer



dabei seit 2020
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  Geschrieben: 27.03.24 13:01
Liebe Fly2Night,

erstmal fettes danke für den Track von Babalos! Ist echt gut und gefällt mir, obwohl es nicht unbedingt meine Mucke ist ....

Übrigens freu ich mich für dich mit, dass du so einen tollen Partner an deiner Seite hast, der dich mag wie du bist. Egal ob er nachvollziehen kann, warum du Drogen nimmst und all die Zeit und Risiken dafür in Kauf nimmst, oder nicht. Da ist wohl etwas zwischen euch, das euch mehr verbindet als diese "Oberflächlichkeiten" - schön ist das! iloveu

Das kann ich wohl deshalb sagen, weil ich selber schon seit mehr als 20 J. mit meinem Partner zsamm bin und es uns ähnlich ging/erging. Er konnte das ganze Drogenzeugs auch nicht nachvollziehen, weil er es einfach nicht kannte und kennt. Aber das macht gar nix, wenn man auf anderen Ebenen zusammen harmoniert. Dann sind diese kleinen oberflächlichen Unterschiede nicht relevant, weil das was man zusammen erlebt und fühlt viel mehr ist, also unterschiedliche Geschmäcker zu haben. Letztens meinte mein Freund zu mir: "Du hast schon ungewöhnliche Gewohnheiten.", als ich mein fünftes Bier aufmachte und meinen fünften Joint rauchte .... Und recht hat er, zumindest im Gegensatz zu seinem Geschmack was Freizeitgestaltung angeht. :)

Trotzdem harmoniert es schon seit so langer Zeit richtig gut und warum das so ist, kann wohl keiner so genau sagen. Das einzige, was ich sagen kann und wahrnehme ist, dass wir beide uns gegenseitig total respektieren, vertrauen und aus irgendeinem Grund auch total lieb haben. Was braucht es mehr? All die kleinen Unterschiedlichkeiten machen da absolut keinen Unterschied .... ;)

Und was du schreibst über deine derzeitige Depression und fehlender Motivation im Moment zu verweilen bei verschiedensten Dingen kann ich gut nachvollziehen - kenn ich das alles auch mehr als genug. Seit ich so gut wie keine Drogen mehr konsumiere, kenn ich diese fehlende Motivation und den fehlenden Flow auch. Das war früher anders, als ich noch rglm ....

Für mich bedeutet es aber nicht, dass ich jetzt wieder unbedingt mit fettem Konsum anfangen soll, sondern dass ich lernen kann, auch so (ganz ohne Drogen) meinen Flow wieder zu finden. Ist halt nicht die leichteste Übung, wenn man jahrelang "nur einen Knopf drücken musste" um mit dem Leben mitzufließen. Für mich sind diese Erfahrungen mit Drogen in meinem Leben eher eine Erfahrung, die ich mitnehme ins nüchterne Leben. Letzteres ist halt einfach ganz anders als das highe Leben und jenes diente mir eher als Katalysator um das Leben besser kennen zu lernen. Die richtige Challenge ist es für mich, das Leben auch nüchtern entspannt im Flow zu erleben. Das ist halt ein Prozess der sich entwickelt muss ....

Sorry für Laberflash .... ^^ Hab heute das erste Mal seit langem wieder Upper intus .... mrgreen

Also die Moral von der Geschichte ist wohl: Ich versuch nicht, mich mit irgendwas zu "programmieren", sondern so gut wie möglich mit dem Leben mitzufließen. Egal ob mit oder ohne Drogen ....

Alles Liebe und Gute für dich, Fly2Night!

Selbsti




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Traumländerin



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  Geschrieben: 27.03.24 16:08
Lieber Selbstausdruck,

jemand, der so exakt in Worte fassen kann, was ich denke, darf mir gerne seinen Laberflash schenken. iloveu Mein vorheriger Beitrag könnte sich auch nicht mit Nüchternheit rühmen. biggrin

Für mich waren die Jahre, die ich mehr oder weniger high verbracht habe, eher ein Katalysator, zu lernen, dass ich nicht immer mitschwimmen muss, sondern einen anderen Weg wählen darf, wenn mir die Richtung nicht gefällt. Früher war ich eine fleißige, graue Maus, deren größtes Glück es war, für ihre Leistung gelobt zu werden. Mir kam gar nicht in den Sinn, dass es im Leben vielleicht um etwas ganz anderes geht. Dann wurde ich krank und eine schlimme Diagnose stand im Raum. Mir wurde plötzlich klar, dass ich gar nicht gelebt habe und das vielleicht nie mehr werde. Die Diagnose hatte sich zwar nicht bestätigt, aber der Gedanke, dass es nicht selbstverständlich ist, gesund zu leben und tun zu können, was man möchte, blieb bestehen. Ich fing an, mich mit allen möglichen Themen zu beschäftigen, die mir interessant erschienen. Das Thema Drogen hatte mich schon immer irgendwie fasziniert und ich hatte auch schon die eine oder andere Information aufgeschnappt. Nun fing ich verstärkt an, zu recherchieren, zu Substanzen, aber auch zu dem Zusammenspiel der Raveszene mit Substanzen, eignete mir über ein Jahr Wissen an, bevor ich in Begleitung eines tollen Menschen, der mir auch genau in diesem Zeitraum begegnete, erste Versuche wagte. Und ich merkte schnell, dass da noch so manches hinter dem Vorhang der Normalität ist, was es zu erkunden wert ist. Mit der Zeit fand ich dann auch Gefallen daran, Substanzen zum kreativen Arbeiten zu nutzen, als 2020 plötzlich Schluss mit Feiern war. Mittlerweile bevorzuge ich Malen oder Basteln sogar manchmal gegenüber einer Party. Tut einfach gut, ganz in einer Arbeit zu versinken, ohne Gedanken oder all dem Lärm der Welt draußen.

Ich jetzt vorgenommen, noch bis Dienstag zu konsumieren und bewusst versuchen, Dinge zu tun, die ein Flowerleben beinhalten können. Ich gehe davon aus, dass wenn ich mich erst einmal daran gewöhnt habe, mich wieder längere Zeit mit einer Sache zu beschäftigen, ich den Zustand auch nüchtern wieder eher erreichen kann. Früher hat das gut funktioniert, um wieder aus einem kreativen Tief raus zu kommen. Zu verlieren hab ich was das angeht gerade nichts. Ich werde berichten.
Manche Grenzen muss man überschreiten, um zu sehen, wo sie liegen.
Traumländer



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  Geschrieben: 27.03.24 16:33
Hi nochmal, Fly!

Danke für deine ehrlichen Worte über dich und dein Leben ....

Wollte dir nur noch kurz schreiben, dass mMn dieses Flow-Erlebnis nicht willentlich erzeugt werden kann. Entweder es ist da oder nicht .... Klingt schwierig und easy zugleich und ist es wohl auch .... ^^ Die "Wahrheit" ist, wir sind immer im Flow .... Das, was den Unterschied ausmacht ist DAS GEFÜHL dazu .... Aber auch das kann man nicht machen .... Außer, sich selbst und all seine Wünsche raus zu nehmen aus dem Leben. Das Leben ist da, genauso wie es grad ist, mit dir oder ohne dich. Meine Erfahrung ist, dass je mehr ich mich selbst und das Leben liebe - mich dem öffne was ist - umso mehr Flow!

Es ist dieses nix mehr anders haben wollen, als es ist .... Dieses im Einklang sein und noch viel mehr - sich selbst und das Leben zu lieben, genauso wie man/es ist. Diese Selbstliebe ist ausschlaggebend .... Hui, wie das entspannt .... ;) Offenheit dem gegenüber was grad ist, egal ob vermeintlich gut oder schlecht .... Und der Verstand taucht ein ins Herz .... Und das Herz "ummantelt" alles ....

Klar ist es auf Drugs anders als nüchtern, aber das zu erkennen ist das Geheimnis. Und das nix davon besser oder schlechter ist ....

GlG, Selbsti
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