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Titel:Fazit zu 3 maligem Methamphetaminkonsum
Droge:Crystal
Autor:alugaga
Datum:06.07.2017 17:00
Nützlichkeit:7,10 von 10 möglichen   (21 Stimmen abgegeben)

Bericht::

Auch wenn ich von sowas grundsätzlich nicht viel halte möchte ich diesen Bericht mit einem Gedicht beginnen, da es mir enorm schwer fällt die Erlebnisse durch diese Substanz zu ordnen und zu verarbeiten, da ich sie wohl komplett unter-, beziehungsweise ver-schätzt habe und da erscheint mir der Zugang durch Poesie, auch wenn ich ganz sicher kein Dichter bin, also potentiell erleichternd und fruchtbar.







Kristalle der Nacht

Begleiten durch die Dunkelheit

Von Gefühlen weit befreit

Von Einsamkeit bewacht

um den Verstand Gebracht



Die Angst davor mäßigt

Aber das Ende noch stärker gefürchtet

Ein Strom der Gedanken wie ein reißender Fluss

Der tobende Sturm meiner eigenen Lust



Eine unbändige Präsenz

Der Egoisten Essenz

Ausgelöst eine große Vielzahl von Fragen alle erstmal verdrängt

Wenn geschafft zu verzichten alle einzeln vor dir aufgehängt



Der Ekel er kommt näher

Faulig, modernd, stinkend

Die Präsenz verabschiedet sich

Erbricht seine Innereien in mich









Dieser „Langzeittripbericht“ wird hauptsächlich auf die Wirkung der Substanz und meine Persönlichen Einschätzungen dazu eingehen und nicht von den Umständen des Drogenkonsums berichten. Vielleicht folgt auch noch eine wissenschaftliche Aufarbeitung der etwas genaueren pharmakologischen Wirkung der Substanz, wenn es jedoch dazu kommt dann in kaum absehbarer Zeit.

Zu Beginn möchte ich einige wichtige Informationen zu meinem bisherigen Drogenkonsum bzw. meiner Person geben. Der Bericht ist wahrscheinlich, auch wegen der Natur der Methamphetaminwirkung auf deren Spätnachwirkungen er auch geschrieben wurde, etwas chaotisch gestaltet, weswegen ich die wichtigsten meiner Erkenntnisse bzw. Theorien zu dieser Substanz zum Schluss (im Fazit) nochmal zusammengefasst habe.

Es handelt sich genau um die Beschreibung von, 3 verschiedenen Gelegenheiten an denen ich Methamphetamin konsumiert habe die alle innerhalb etwa eines Monats stattfanden. Dazwischen habe ich im polytoxen Stil, wenn ihr versteht was ich meine, jeweils relativ geringe Mengen von Ketamin, Alkohol, Marihuana, Clonazepam, Flunitrazepam, Poppers, Lachgas, Heroin, Koffein und eine größere Menge (beinahe täglicher Konsum) von Kratom und Tabak konsumiert, weswegen ich also in diesem Monat nie wirklich nüchtern war (hab auch sicher ein zwei Sachen vergessen). Der Methamphetaminkonsum fand allerdings weitgehend ohne Mischkonsum statt, es wurden nur sehr geringe Mengen Alkohol dazu sowie geringe Mengen dämpfender Substanzen zu den späten Nachwirkungen des Methamphetaminrausches konsumiert.

Eins noch: Vor einigen Jahren habe ich schon einmal ein unbekanntes weißes Pulver konsumiert, welches mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit eine geringe Menge Methamphetamin enthielt, ich sehe, dass für diesen Bericht allerdings nicht wirklich als relevant da die Dosis sehr gering war.






Seit 8 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Rauschmittel, im weiteren Sinne. Anfangs aus kultureller bzw. soziologischer Sicht, später aus psychonautischer und schließlich auch aus pharmakologischer bzw. medizinischer Sicht.

In dieser Zeit wurden von mir eine große Vielzahl von Substanzen, praktisch aus allen gängigen Klassifizierungen, konsumiert bzw. ausgiebig getestet, oder als Suchtmittel „missbraucht“.(hier im Forum gibt es auch eine relativ ausführliche Liste davon)

Aber niemals zuvor unterlag ich vor dem Konsum einer wirklich folgenreichen Fehleinschätzung, bezüglich der Eigenschaften bzw. Risiken der vorliegenden Substanz. Ich habe hochdosierten, hochriskanten Konsum, hochpotenter Entheogene, offenbar ohne bisher nennenswert erkennbare Schäden davongetragen zu haben, durchgeführt, obwohl ich einen „problemlosen“ Verlauf der halluzinogenen Effekte und deren Nachwirkungen nicht durch intensive Vorbereitungen meiner Persönlichkeits und Lebensumstände ermöglichte, sondern vielmehr durch relativ gut geplanten, exzessiven Umgang mit stark stimmungsaufhellenden Substanzen ((harte Drogen)) und Geld, auch auf Tripsitter verzichte ich mittlerweile eigentlich generell und Konsumiere allein.





Bei der von mir Konsumierten Substanz handelt es sich um weiße relativ klare aber leicht getrübte Schieferkristalle mit einer Durchschnittsgröße von etwa 3mm. Ich kann mit außerordentlich hoher Wahrscheinlichkeit, aus mannigfaltigen Gründen, davon ausgehen, dass es sich tatsächlich um Methamphetamin in kristalliner Form handelt.

Der nasale Konsum der zerstoßenen Kristalle führt zu einem brennenden Schmerz in der Nase, der allerdings schwächer ausfällt als bei 2-ce und vergleichbar mit Amphetaminpaste, oder auch Mdma-Kristalle, ist.

Bei „verdampfen“ der Kristalle auf Aluminiumfolie durch Erhitzen mit einem Feuerzeug und anschließendem Inhalieren der Dämpfe macht sich für mich ein mit fauliger Kresse vergleichbarer Geschmack im Mundraum breit










Das erste Mal:



Die Entscheidung Methamphetamin zu konsumieren traf ich durch die Tatsache, dass es mir an diesem Tag nicht gelang an Diacetylmorphin zu gelangen, welches ich nach über einem Jahr Pause mal wieder konsumieren wollte. Natürlich ist schon alleine die Idee Heroin mit Methamphetamin in irgendeiner Art und Weise zu substituieren mindestens absurd. Dennoch entschied ich mich diese Substanz zu testen, einfach weil nichts Anderes da war und ich mal wieder am mir mittlerweile nicht mehr fremden Junkylifestyle teilhaben wollte, wenn ihr versteht was ich meine und ich ging wohl zutreffend davon aus ,dass ich dies mit Crystal sehr leicht erreichen kann.

Da ich mittlerweile tatsächlich schon relativ risikofreudig geworden bin, was den Konsum mir noch unbekannter Substanzen anbelangt, da ich in der Regel auf meinen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann, hatte ich kein Problem damit mit nasalem Konsum zu beginnen. Als mir ein Bekannter nach meiner initialen 5mg Line dann das Blech in die Hand drückte hatte ich zuerst schon Zweifel, aber ich habe meinen Körper ohnehin schon sehr vielen grenzwertigen Zuständen ausgesetzt, was macht da einer mehr dachte ich mir, also noch mal ca. 5mg sauber aufgeraucht. Der Geschmack nach „abgelaufener Kresse“ wie ich ihn beschreiben würde hat mich mindestens verstört.

Zu Beginn umkam mich ein kaltes, machtvolles, metallisches Gefühl, welches ich als erstaunlich unangenehm empfand. Mein Ziel war ja ursprünglich einen ähnlich „wohltuenden“ Effekt zu erzeugen wie er durch toleranzfreien Heroinkonsum auftreten kann, aber natürlich war mir bereits damals klar ,dass ich mit derartigem nicht zu rechnen brauche, aber manche wissen sicher wie das ist wenn man aus reinem Suchtdruck konsumiert, da kann es schon mal passieren ,dass man aus reiner Gier nach Betäubungsmitteln, nur weil nichts anderes da ist, selbst zu pseudohalluzinogenen Substanzen greift, um zu versuchen diese als solche zu missbrauchen, was natürlich praktisch unmöglich ist und mindestens in einer gefährlichen Gratwanderung endet. Auch wenn mein Drogenkonsum noch als vergleichbar halbwegs moderat, mit vielen längeren Konsumpausen einzustufen ist, halte ich mich für schwer polytox Rauschmittelsüchtig. Die letzten Jahre haben mir gezeigt, dass die Menge an Substanzen die man konsumiert nicht der einzige oder zwingend deutlichste Indikator für Rauschmittelsucht sein muss.



Relativ schnell wurde mir klar, dass ich die Veränderung in meinem Denken und Handeln als beängstigend einstufe. Bei Kokain merke ich in der Regel vor Allem den Wirkungseintritt daran, dass sich mein Handeln und Auftreten in einem nicht gerade wünschenswerten, aber interessanten und akzeptablen Ausmaß verändert. Methamphetamin ist hier weitaus komplexer.

Ich hatte nun tatsächlich eine weitere Substanz gefunden die mich selbst, zumindest vorübergehend, vergleichbar psychisch krank fühlen lässt wie Cannabinoide (allen voran Künstliche). Selbst Entheogene, die ja dafür bekannt sind sogenannte Modellpsychosen auszulösen, konnten bei mir bisher derartige Zustände nur ansatzweise auslösen, auch wenn ich ihnen dennoch ein enorm hohes derartiges „Potential“ zuschreibe. Im Falle von Methamphetamin wird diese Angstsymptomatik durch die enorme, kraftspendende, aufputschende, einzigartige, unglaublich mächtige Wirkung, die ich noch weiter versuchen werde zu beschreiben, allerdings mehr als ausgeglichen.



Über mehrere Stunden hinweg applizierte ich mir regelmäßig, hauptsächlich nasal, relativ gleichbleibende Mengen von etwa 5mg, obwohl mir relativ schnell klar wurde welchen enormen Flash der nasale Konsum auslösen kann und wie groß die Rolle der Menge dabei ist hatte ich absolut keine Probleme mich, zumindest bei den einzelnen Applikationen, zusammenzureißen und nicht zu übertreiben. Ich denke dies resultierte hauptsächlich aus der Tatsache ,dass die Substanz für mich unheimlich mysteriös, machtvoll und angsteinflößend wirkte.



Meine Physiologie musste sich beim ersten Mal, wohl wie üblich, erst auf die Substanz einstellen (Ich bin generell der Meinung, dass man ohne viel Drogenerfahrung eine Substanz eventuell sogar viele male „antesten“ muss, bis sich die Wirkung quasi stabilisiert hat.) Da ich noch vergleichsweise mäßig Erfahrung mit derart stark dopaminergen Substanzen bzw. allgemein mit derart starken Substanzen habe, spielt dieser Effekt hier vermutlich eine Rolle.



Das Hochkommen war, vergleichbar wie bei mdma, ein Anpassen und Einstellen auf diesen Zustand, dieses Mindset. Und beim Runterkommen muss man diesen Weg dann in die andere Richtung beschreiten und, dass ist ein wirklich außerordentlicher Kraftakt bei Methamphetamin, einfach weil diese Substanz so unempathisch und einsam ist. Mdma ist dagegen ein längerer Familienspaziergang über einen Berg oder so. Durch Meth muss man alleine durch Eisregen und Wüste.



Irgendwann fiel mir auf, dass ich einige Stunden nach der letzten Line ein sehr unangenehmes Schwächegefühl empfinde, welches im starken Kontrast zu eigentlichen Wirkung steht. Dieses Gefühl geht so weit, dass ich Angst davor bekomme die Kontrolle oder gar das Bewusstsein zu verlieren, oder somnolent zu werden. Also ab auf die Toilette und benommen, schnell nach dem Zeug fummeln und eine möglichst vernünftige Line machen.

Als ich immer mehr das Gefühl hatte die Kontrolle über den Rausch, beziehungsweise mich selbst, zu verlieren entschloss ich mich den kurzen Weg zu einem Bekannten, der ebenfalls garantiert noch wach war, durch die Stadt, anzutreten und dabei noch eine 10mg Nase zu ziehen und damit quasi „Hilfe“ zu suchen.



Diese Nase schoss ein wie eine Rakete und ich sprang von der Bank auf und wollte alles um mich herum kurz und klein schlagen. Nach einer Nase Methamphetamin überkommt mich richtig das verlangen vor Flash zu schreien. Als ich vor dieser Nase eine Polizeistation passierte überkam mich kurz der Gedanke dahin zu gehen, eine Selbstanzeige zu machen und denen das Zeug zu geben, ich habe echt 30 sek. darüber nachgedacht.

Die Line schickte mich, für etwa 20 min, in einen von Größenwahn und ausgeprägter Manie bestimmten Zustand, den ich als megaaffentittenobergeil bezeichnen würde. Die obig genannten „pathologischen“ Zustände sind sicher nicht die einzigen aufgetretenen, nur jene die ich mit ziemlicher Sicherheit quasi in „Eigendiagnose“ zu diagnostizieren wage, es traten aber auch noch andere Formen von Wahn und Maniesymptome auf.



Nach diesen 20 Minuten überkam mich ein Gefühl kotzen zu müssen, aber nicht wegen Übelkeit, sondern wegen „Erscheinungen“ wie Schuldgefühle, Verstimmung, Körperschmerzen, leichte Übelkeit und "Hunger". Dieses Gefühl überkam mich, auch künftig, bei jedem Methamphetaminkonsum, aber mich wirklich richtig erbrechen musste ich nie, wohl auch weil Nahrungsaufnahme für mich auf dem Zeug enorm anstrengend ist, bzw. kein wirklich merkbares Hungergefühl vorhanden ist.



Völlig aufgelöst, mit dem Gefühl heulen zu wollen, aber nicht zu können, kam ich also zu dem Bekannten, der nunja sehr Erfahren im Umgang mit derlei Subtanzen ist und selbst auch noch relativ gemütlich, wie gewohnt halt, als Abhängiger auf Sendung war (Allerdings ist er nicht unbedingt Methamphetaminabhängig). Innerhalb relativ kurzer Zeit kam er irgendwie in den Besitz der restlichen ca. 35mg meth und setzte mich davon in Kenntnis, dass er es bis zu meinem Ausnüchtern einbehalten werde. Ich bat ihn, dreimal, langsam und höflich, mir das Zeug auszuhändigen und überlegte es mir, nach dem dritten klaren Nein, 3 sek. lang, mit ihm darum zu kämpfen, obwohl ich noch nie, im Leben, an irgendeiner Art von außersportlichem Kampf aktiv und auch kaum passiv teilgenommen hatte, entschied mich aber schließlich dagegen. Interessanterweise empfinde ich allgemein die meiste Aggression gegenüber mir nahestehende Personen, insbesondere meinen Familienmitglieder. Es hätte das Herunterkommen tatsächlich nur sinnlos hinausgezögert und erschwert und es ist ohnehin schon eine Tortur sondergleichen. Die letzten Phasen des Herunterkommens erleichterte ich mir mit einer mittleren Dosis Kratom.







Das zweite Mal:




Da mich das erste Mal so komplett überwältigt und geschockt hatte und so tiefe, offenbar zumindest langanhaltende Furchen hinterlassen hatte musste ich es ca. eine Woche später nochmal wagen, ich hatte ja noch an die 35mg und nach dem Debakel letztes mal sollte das mehr als genug sein. Ich wollte wissen ob es eventuell am set lag, oder allgemein am Erstkonsum.

Mit einigen ““strikten““ Vorsätzen, ging ich also diesmal ran an die Sache, die ich auch tatsächlich alle einzuhalten vermochte: Keine Lines über geschätzte 7,5mg, mindestens 1h zwischen 2 Lines, nichts davon rauchen.



Ich entschied mich wieder für den nasalen Konsum, aufgrund der Tatsache das 35 mg oral eventuell nicht ausreichend sein könnten bzw. keine Ahnung ob das ausreicht, ich wollte halt doch den Flash.



Grundsätzlich verlief alles wie beim ersten Mal nur mit abgeschwächten Symptomen. Beim Herunterkommen, bzw. ziemlich am Ende davon, rauchte ich in geringe Menge Cannabis und etwas Tabak in einem Joint ,dessen Wirkung sich relativ problemlos entfaltete und ich bald darauf einschlief.







Das dritte Mal:



Ich kann nicht wirklich beschreiben was mich dazu bewogen haben könnte das Ganze nochmal durchzumachen, aber als ich durch einen Zufall zu 0,1g wohl wieder ziemlich reinem Methamphetamin kam, habe ich es erstmal einige Tage zuhause aufbewahrt und war unschlüssig was ich damit tun will. Meine Bestrebung möglichst viele verschiedene langhaltbare Drogen zu sammeln wurde mir bei „harten Drogen“ schon des Öfteren zum Verhängnis und die Haltbarkeit spielte dann gar keine große Rolle mehr.



Ich schaffte es meine Vorgaben vom zweiten Mal diesmal, sogar noch gemäßigter, einzuhalten und zog wohl über 12h verteilt, in 6-8 Lines relativ gleichgroße, an die 40mg und rauchte nichts davon.

Der Ablauf war wieder in etwa der gleiche nur das, dass Herunterkommen im Vergleich zum zweiten Mal etwas anstrengender ausfiel und ich mich entschied mir das Herunterkommen mit 2 Applikationen a 1mg Clonazepam zu erleichtern anstatt mit einer mittleren Kratomdosis auch wegen den leichten Verdauungsproblemen und der Tatsache das ich meinen Kratom Konsum zumindest pausieren muss um einen deutlichen Entzug zu vermeiden, auch wenn mir bewusst ist das polytoxer Entzug kein bisschen besser ist und unter Umständen sogar gefährlicher und zumindest unberechenbarer, aber das ist so und so mein Problem und ist hier nicht Thema.



Ich habe keine Ahnung was ich mit den restlichen 60mg machen soll. Jedenfalls habe ich mir fest vorgenommen das Zeug lange nicht mehr und wenn überhaupt wieder dann nur oral zu konsumieren. Ob ich das schaffe kann ich echt schwer sagen, denn so unglaublich schrecklich dieses Zeug für mich ist, so unglaublich geil ist es auch. Ich habe schon überlegt es an einen mir nicht immer zugänglichen Ort aufzubewahren, aber ich möchte dem Zeug diese Extrabehandlung eigentlich nicht geben. Vielleicht verbrenne ich es auch einfach, aber wohl eher nicht.











Zusammenfassung der Wirkung die ich empfand:






Hochkommen:




- Das Hochkommen war, vergleichbar wie bei mdma, ein Anpassen und Einstellen auf diesen Zustand, dieses "Mindset" ist zwingend notwendig, um die Kontrolle zu behalten. Und beim Runterkommen muss man diesen Weg dann in die andere Richtung beschreiten und das ist ein wirklich außerordentlicher Kraftakt bei Methamphetamin. Einfach weil diese Substanz so unempathisch und einsam ist. Mdma ist dagegen ein längerer Familienspaziergang über einen Berg oder so. Durch Meth muss man alleine durch Eisregen und Wüste.



-durch nasale Applikation relativ großer Mengen zerstoßener Kristalle kommt es zu einem sehr intensiven Flash der kurzzeitig, enormen Bewegungsdrang, Rededrang und deutliche Aggression verursacht, aber nach Aussetzen, dieses "nur" einige Minuten anhaltenden Flashes, kommt es oft zu wirklich außerordentlich starkem craving, bzw. in weiterer Folge danach.





Hauptwirkung:




-Wie bei den meisten sogenannten harten Drogen sind die "persönlichen Probleme wie weggeblasen", vor Allem soziale Ängste und Probleme sind vorübergehend kuriert, teilweise auch noch lange über die Wirkdauer hinaus.



-Grundsätzlich so ziemlich alle Symptome einer Manie. Ich würde es bezeichnen als eine wahnsinnig ich bezogene, gedankenanströmende Kraftmanie



-Wahnartige Symptome die schon in Richtung einer möglichen Schizophreniesymptomatik deuten könnten. Vor Allem Größenwahn war auffällig.



-stark abgeschwächtes, verändertes, aber vorhandenes Hungergefühl



-ein Gefühl verrückt bzw. psychotisch zu sein und schräge unangenehme Gedankengänge anzunehmen, welches ich in derartiger Intensität nur von Cannabinoide kenne, bei leichten bis mittleren Dosen würde ich es dennoch als deutlich schwächer als bei Cannabinoiden beschreiben, dennoch viel problematischer als bei der Großen Mehrzahl der Substanzen. Die Veränderungen in meinem Denken und Handeln, durch den Konsum, würde ich als sehr beängstigend bezeichnen, was den Umgang bzw. den auf eine vernünftige Dosis reduzierten Einzelkonsum, zumindest anfangs, deutlich erleichtert, auch wenn diese mäßige Angstsymptomatik von der positiven berauschenden, energetischen Wirkung mehr als wett gemacht wird.



-durch nasale Applikation relativ großer Mengen zerstoßener Kristalle kommt es zu einem sehr intensiven Flash der kurzzeitig, enormen Bewegungsdrang, Rededrang und deutliche Aggression verursacht, aber nach Aussetzen, dieses "nur" einige Minuten anhaltenden Flashes, kommt es oft zu wirklich außerordentlich starkem craving, bzw. in weiterer Folge danach.



-Schwächegefühle durch Aussetzen eines Flashes, oder bereits vor dem Herunterkommen, die phasenweise den Nachlegedrang/das Craving zu absolut bedenklicher stärke erhöhen. Das geht soweit, dass ich dachte ich würde ohne Nachlegen ohnmächtig, oder unkontrolliert werden, oder gar sterben bzw. was ganz Schlimmes würde passieren. Diese Zustände klingen allerdings, nach meiner Erfahrung, in der Regel genauso schnell ab wie sie auftreten, zumindest bei meinen Dosierungen.



-stark persönlichkeitsverändernde Wirkung, vor Allem im Bereich der Sexualität und eben im Triebverhalten, dass noch weniger wie die meisten Wirkungen dieses Methamphetamins unterschätzt werden sollte.



-außerordentlich aphrodisierende Wirkung wie ich es noch nie erlebt habe, trotz der stark verminderten sexuellen Leistungsfähigkeit



-stark verminderte sexuelle Leistungsfähigkeit, die jedoch den Geschlechtsverkehrsakt in keinster Weise verhindert sonder nur massiv verlängert und verändert.





Herunterkommen und längerfristige Nachwirkungen (Ich liste das gemeinsam, da der Übergang ja fließend ist):



-Schuldgefühle



-deutliche „Verstimmung“: Agitation trotz Schwächegefühl bzw. gepaart damit



-Körperschmerzen (Vor Allem Kopfweh, Verdauungsprobleme, Gliederschmerzen)



-nicht wirklich fühlbares aber vorhandenes Hungergefühl bzw. „Hunger“



-leichte Übelkeit



-ein Gefühl, dass einem einfach nur zum Kotzen ist, dass Stundenlang anhält, aber man kann nicht wirklich kotzen, dass denke ich durch die Durchmischung der Symptome zustande kommt (keine gewöhnliche Übelkeit).



-Mit anderen Substanzen verglichen sehr lange Wirkdauer und eben auch Nachwirkungsdauer, die ich schon bei "moderatem" Konsum bei deutlich über 10h ansetzen würde. Substanzen zum Runterkommen wie Benzodiazepine erleichtern hier die Symptome bei richtiger Anwendung wohl erheblich, allerdings würde ich das Herunterkommen als Teil der Wirkung btrachten und möchte keinesfalls zum Konsum dämpfender Mittel zum Erleichtern der Methamphetaminnachwirkungen raten.



-Nachlegen sollte, denke ich, in der Phase des Comedowns tunlichst vermieden werden, da so, denke ich, der ganze Prozess noch weiter erschwert, bzw. verlängert wird. Ich habe allerdings selbst in einer solchen Situation noch nie weiterkonsumiert, aber bin mir ziemlich sicher, dass dies die ohnehin schon hohen Risiken des Methamphetaminkonsums noch einmal deutlich steigert.



-geplatzte Blutgefäße im Auge



-Das Herunterkommen ist, vergleichbar mit Mdma, ein sehr angenehmer und lehrreich anmutender Kontrast, wie ich finde und einer der wenigen Punkte die für einen Konsum dieser Substanz sprechen, aber phasenweise schon arg schlimm, also ich kann es mir kaum ausmalen wie das ist wenn man auf diesem Zeug mehrere Tage, oder wie ich gehört habe sogar Wochen fast nur wach ist, ohne Medikation ist das denke ich überaus gefährlich bzw. schrecklich für den Betroffenen.



-Im Gegensatz zu Entheogenen durch deren Konsum ich in der Regel das Gefühl habe es würden mir Fragen beantwortet, oder das ich mir diese zumindest nicht mehr stelle bzw. stellen muss, wirft der Methamphetaminkonsum für mich vorallem im Nachhinein eine enorme Menge Fragen auf und erfordert eine für mich im vorhinein nicht annähernd erwartete Form der ausführlichen Verarbeitung.



-alles in allem ist dies eine Kombination von Nachwirkungen die mit einem ausgewachsenen Alkoholkater mithalten kann, beziehungsweise diesen sogar eventuell harmloser aussehen lässt. Bedenkt man das hohe Schädigungspotential und Risiko von hochdosiertem Alkoholkonsum ist dies, wie ich glaube, mehr als bedenklich. Die suchtvorbeugenden Eigenschaften die zum Vergleich mdma besitzt, welches ebenfalls durchaus bedenkliche, heftige Nachwirkungen körperlich wie psychisch nach sich zieht, fehlen hier allerdings, oder sind zumindest deutlich schwächer.











Persönliches Fazit (auf mich und den von mir betriebenen Konsum bezogen):




Ich möchte dieses Fazit vor Allem dazu benützen, vielleicht wirklich, herüberzubringen was der Konsum dieser Substanz für mich bedeutet hat, beziehungsweise für wie gefährlich ich sie für mich und vielleicht auch für einige Andere halte.

Vielleicht liegt es ja an meiner Physiologie, dass ich diese „Droge“ als so problematisch einstufe. Jeder Mensch ist anders jeder Mensch braucht in den verschiedenen Lebensphasen andere Medikamente um sich besser zu fühlen, oder zu überleben, dass ist mir durchaus bewusst.




Es schlummert viel Potential und Energie in diesen Kristallen, Tabletten oder was auch immer Methamphetamin enthält, das ist keine Frage. Man kann mit diesem Zeug denke ich sehr viel erreichen aber ich kann mir kein Szenario ausdenken in dem man sich nicht selbst zerstört, beziehungsweise sich selbst ad absurdum setzt wenn man nicht enorm vorischtigen und reduzierten Konsum betreibt.



Ich habe noch keine Droge erlebt die ihre Wirkung als eine derartige Präsenz in mir entfaltet, in meinen Hirnströmen oder wie auch immer Auftritt, wie ein Bewusstsein in meinen Hirnströmen und mit mir kommuniziert ohne Worte zu verwenden. Jedes Rauschmittel hat Charakter und vermischt mit dem Charakter des Konsumenten ergibt sich da halt ein Rauschmittel-Mensch-Komplex. Aber normalerweise, habe ich zumindest das Gefühl, bin ich es der die Droge kontrolliert solange ich sie vernünftig anwende, was bei manchen Substanzen durchaus schwer ist, aber bei Methamphetamin bin ich ratlos wie es möglich sein sollte dieses mächtige zeug zu kontrollieren. Einsatzmöglichkeiten sehe ich höchstens sehr niedrig dosiert im therapeutischen Bereich bei psychischen Erkrankungen (In Amerika wird es ja an sehr junge Kinder verschrieben gegen ADHS oder so, was ich, auch wenn ich nicht viel darüber weis, sehr fragwürdig finde), oder einfach als enorm potenter Upper für Ausnahmesituationen und Notfälle.



Gleichzeitig stufe ich das Missbrauchspotential als enorm hoch ein.



Natürlich ist mir, als jemand der sich seit einiger Zeit mit der "Drogenthematik" auseinandersetzt, durchaus bewusst, dass momentan die weitaus größere Mehrheit wissenschaftlicher Erkenntnisse klar darauf hinweisen, dass eine Entkriminalisierung beziehungsweise Legalisierung sämtlicher Rauschmittel eine sehr wichtige Maßnahme wäre und die Gesellschaft ein großes Stück voran bringen würde.



Dennoch habe ich jetzt nach 8 Jahren intensiver Forschung eine Substanz entdeckt die ich als kaum verkehrsfähig einschätze. Möglicherweise liegts echt an mir, aber diese Substanz sollte glaub ich streng reglementiert, wenn nicht sogar grundsätzlich verboten, sein.






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