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Langzeit-Berichte lesen

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Titel:Das Wunderland
Droge:Heroin
Autor:thewursthaut
Datum:11.05.2017 22:02
Nützlichkeit:8,54 von 10 möglichen   (147 Stimmen abgegeben)

Bericht::

Ich bin mittlerweile 22 Jahre alt, gelernter Bürokaufmann und komme aus Bayern.



Ich wollte hier einfach mal meine bisherigen Erfahrungen dokumentieren, und erläutern wie es dazu kam.

Drehen wir mal die Zeit zurück in die 7te Klasse Realschule:



Damals trank ich mein erstes Bier. Nichts allzu besonderes von der Wirkung, aber da man in Bayern erst mit einem Bier in der Hand ein echter Kerl zu sein scheint, war es doch ein spannender Moment für mich. Es schmeckte mir allerdings nicht.



Ein paar Monate später ging ich dann auch das erste mal "feiern"...

Kluge Idee gleich mit Jägermeister anzufangen, obwohl man nichtmal die Wirkung von Bier richtig kennt...

Naja, nachdem ich dachte ich muss an einer Alkoholvergiftung sterben, beschloss ich jetzt wirklich selten und wenn, dann nur noch Bier zu trinken.



Das funktionierte relativ gut.



Dann mit 15 überredete mich meine damalige Freundin, doch mal Shisha zu rauchen. Gesagt getan. Da ich bis dato auch noch nie eine Zigarette geraucht habe, hatte ich einen schönen Nikotinflash, der mich irgendwie an ein paar Kurze zu viel erinnerte... Allerdings hatte das rauchen etwas an sich, dass mir gefiel... Es schmeckte gut und es war einfach "cool" wenn man den anderen davon erzählen konnte.



Mit dieser Einstellung fing ich dann 3 Monate später auch das Zigarettenrauchen an. Anfangs musste ich mich anstrengen, dass ich den Rauch überhaupt in meine Lunge bekam, aber nach ca. einer Woche ging das wie mit links. Und seitdem wird fleißig geraucht was das Zeug hält.



Mittlerweile bestand mein Wochenende aus Alkohol und Tabak. Freitag und Samstag feiern und Sonntag auskatern. Wahrscheinlich die sorgloseste Zeit in meinem Leben.



Ich hörte zu dieser Zeit gerne Hip Hop. Sex, Drogen und Geld wird in den Songs natürlich an oberste Stelle gesetzt. Da interessiert man sich dann schonmal für eine neue Erfahrung, da der Alkohol und der Tabak mittlerweile langweilig wird.



Ich war 16 als ich meinen ersten Joint rauchte. Leide habe ich dabei nix gemerkt. Gar nix. Null. "Super was ist daran jetzt so toll ?", dachte ich mir. „Es muss doch einen Grund haben warum die ganzen Leute das so toll finden…“.



Nachdem ich das einem Freund von mir erzählte meinte dieser ich solle doch mal Räuchermischungen probieren, die knallen viel stärker... Da ich diesen Freund seit der ersten Klasse kenne, und ich mich definitiv auf ihn verlassen konnte, tat ich das auch.



Es war 19:30 Uhr an einem extrem heißen Sommerabend. Wie immer, war ich leicht alkoholisiert als ich eine neue Erfahrung machen sollte. Unser eigentliches Ziel war ein Jahrmarkt in der Stadt. Der Treffpunkt aller Jugendlichen. Auf dem Weg dorthin machten wir allerdings an einer Bushaltestelle halt. Ein Joint. Ein Zug. Es wirkte. Ach du Scheiße ist das stark. Ich muss mich hinsetzen. Ich muss mich hinlegen.

Ich spürte meine Beine nicht mehr und mir wurde kalt (trotz 30°C).



Überschwemmt (!) von kaltem Schweiß wurde es mir klar. Ich werde mit 16 Jahren hier auf der Straße sterben, fuck, irgendwie habe ich den Tod noch nicht so früh erwartet. Mein Hirn arbeitete wie verrückt. Ich dachte viel an meine Freunde und an meine Eltern. Ich habe sie alle enttäuscht.



Nach etwa Zwei Minuten akzeptierte ich es... Hauptsache das Elend dieses Trips hat ein Ende. BAMMMMM. Ein extrem anstrengender Brechreiz erfüllt meinen ganzen Körper. Einer meiner Freunde, welche mein Elend in den ersten Minuten gar nicht mitbekamen, brachte mir Wasser. „Alter, trink das, dann geht’s dir besser. Ich weiß wovon ich rede…“ Ich trank die Flasche Wasser und alles passte wieder. WAHNSINN. Schlagartig war wieder alles in Ordnung und ich fühlte mich besser als vor dem Konsum der Mischung. Wie auf einer Wolke, es war perfekt. Aus Vernunft bin ich dann allerdings doch nach Hause. Duschen. Wasser trinken und ab ins Bett.



Ich weiß nichtmehr warum, aber irgendwie habe ich mich dazu überreden lassen diesen Dreck nochmal zu probieren, und es hat sich gelohnt. Das JWH-18 in der Mischung erzielte genau die von mir erwartete Wirkung. Ich war zufrieden und total gechillt. Musik hören ein Traum. Filme gucken ein Traum. Essen und Trinken ein Traum.



Also gleich mal 4 Monate jedes Wochenende RM's geraucht.



Aus Langeweile informierte ich mich über diese Mischungen, und fand heraus, dass damit einfach überhaupt nicht zu spaßen ist. Die Fakten und Berichte schockierten mich so sehr dass ich den Konsum umgehend einstellte. Ohne Probleme. Naja. Bock hatte ich schon noch, sehr sogar, aber keinerlei Probleme mit dem aufhören an sich (leider erging es einigen meiner damaligen Freunde nicht so leicht).



Ich hörte im November 2012 mit den Räuchermischungen auf. Ich nahm mir vor jetzt mal ein Jahr drogenfrei zu bleiben. Warum ich mir das vornahm weiß ich heute nicht mehr, aber es funktionierte auch halbwegs gut… solange Alkohol und Zigaretten nicht unter „Drogen“ fallen.



Im Sommer 2013 bot mir dann ein guter Freund an, doch mal richtig gutes Gras zu probieren. Da ich bisher noch nie von Cannabis high wurde, wollte ich der Sache nochmal eine Chance geben. Also ging ich eines Nachmittags zu meinem „Gastgeber“. Ich bereute es nicht. Unglaublich. Nach etwa 2 Joints und meinem ersten Bongkopf bin ich das erste mal in meinem Leben richtig high. Ich hörte Musik, redete extrem viel und war so unglaublich glücklich. Ich fand eine neue Wochenendbeschäftigung.



Nachdem ich mich mal etwas genauer erkundigt hatte, musste ich mit entsetzen feststellen, dass sich das Thema Cannabis und Führerschein leider überhaupt nicht miteinander kombinieren lässt, was mich leider dazu brachte, nur noch maximal einmal im Monat mein geliebtes Kraut zu konsumieren.



Ich plante meine Kifferzeiten. Ich nahm mir Urlaub, und deckte mich mit reichlich Weed ein, um möglichst die ganze Zeit breit zu sein. Dabei berücksichtigte ich allerdings auch immer mindestens drei Tage um wenigstens die meisten Abbauprodukte aus meinem Urin zu spülen (5 Liter Wasser am Tag).





Mein Leben ist langweilig. Ich stehe um 7:45 Uhr auf, gehe duschen und fahre auf die Arbeit. Dort bin ich bis 17:00 Uhr. Wenn ich Zuhause ankomme, esse ich was, setze mich vor den Pc oder treffe mich noch mit Freunden (letzteres allerdings nicht so oft, da diese auch arbeiten und meist wenig Bock haben gegen Feierabend noch vor die Tür zu gehen).



Ich lebte für das Wochenende, um mich Freitag und Samstag betrinken zu können. Der Alkohol lies mich den Stress und die Sinnlosigkeit meines Lebens vergessen.

Eines Tages wollte ich mehr. Mehr rausch. Ich wollte fühlen was ein nüchterner Mensch nie fühlen kann, koste es was es wolle.



Aus diesem Grund besorgte ich mir LSD. Oh ja. Die Droge von der ich bisher neben Crystal am meisten Respekt hatte. Ich hielt sie in der Hand, eingewickelt in Plastikfolie: Eine kleine hauptsächlich Orange Pappe, mit vielen kleinen Mustern drauf. Ich fühlte mich als hielt ich eine Waffe in meinen Händen, so klein und so mächtig. So viele schwören auf diese Substanz, und am Freitagabend werde ich sie endlich testen können.



Die Woche vor dem Konsum erkundigte ich mich, über die Möglichkeiten einen schlechten Trip zu verhindern, wie lange das Zeug wirkt und was andere Leute damit erlebt haben.



Endlich war es Freitag. Ich war bereit. Unglaublich aufgeregt. Mein Begleiter T., der schon um einiges erfahrener war als ich, und unser besoffener Mitstreiter B. waren in meinem Keller. Dort gibt es einen kleinen „Partyraum“. Wir spielten etwas Xbox und tranken jeder ca. 3 Bier. Dann legten wir los. T. und ich legten uns je eine Pappe auf die Zunge. Ein sanftes Prickeln machte sich auf meiner Zunge breit. Ich war angespannt, wie ich auf die Wirkung reagieren werde.



Wir verließen das Haus und machten uns auf den Weg in unsere Stammkneipe, wo wir noch etwas abhängen wollten, bevor wir uns in eine von den ganzen Druffis empfohlene Disco begeben.



Nach 20 Minuten schluckte ich die Pappe herunter. Und etwa 15 Minuten später musste ich dauerhaft grinsen. Grundlos. In meinem Bauch machte sich ein Kribbeln bemerkbar, das ich vom Achterbahnfahren kannte. Wir liefen an allerlei Leuchtreklamen vorbei, und auf einmal geschah es. Die Reklame wechselten Ihre Farben und morphten sich ineinander. Ich wusste, das war die Droge. Ich hatte keine Angst. Ich war überwältigt. „So etwas geniales hab ich ja noch nie gesehen!“, sagte ich. „Ist ne geile Droge, wa?“, sagte T.



Ich genoss die Optiks und schwebte vor mich hin. Im ernst. Ich fühlte meine Beine nicht, trotzdem lief ich ganz ruhig und gelassen vor mich hin. Wie in Trance.



In der Bar angekommen bestellte ich mir eine Mate, ich wollte nicht noch mehr Alkohol trinken, wer weiß was noch alles passiert.



Die Phasen von Acid machten sich bemerkbar. Auf einmal war ich nur noch am Philosophieren. 5 Minuten später genoss ich die Muster und Lichter an den Wänden, die sich auf mich zu bewegten. Dann wollte ich unbedingt rauchen. So zog sich das die nächsten 2 Stunden. Unser Trunkenbold B. verabschiedete sich nun von uns, da er leider versuchte unser Acid-High mit Alkohol nachzuahmen, was ihm natürlich nicht gelang…



T. und ich machten uns auf den Weg in die Disco. Es machte so viel Spaß durch die Stadt bei Nacht zu laufen wie nie zuvor. Alles war so unglaublich interessant und schön. Was mich allerdings am meisten in seinen Bann zog waren Pflanzen und Bäume. Ich liebte es an Blumen und Sträuchern zu riechen, den im Wind rauschenden Blättern zu lauschen oder einfach einen Baum zu berühren. So viel Energie ging von all dieser Natur aus, mir wurde klar, dass sich etwas Göttliches in allen Pflanzen befand. Aber nicht nur in einer Blume oder so, sondern in jedem Bisschen Vegetation auf dieser Erde. Ich bildete mir ein, es zu verstehen. Das Ganze. Ich hörte auf über den Sinn des Lebens und so weiter nachzudenken, und nahm es einfach hin. Wir sind hier, um hier zu sein. Und nicht mehr. Ich war zum ersten Mal in meinem Leben zu einer Antwort auf die Frage nach dem Sinn gekommen. Wenn du etwas nicht verstehst, ist es gut so. Alles hat einen Sinn, wir sind nur nicht in der Lage es zu verstehen.



Angekommen am Eingang der Disco. Die Türsteher starrten mir tief in die Augen. Besser gesagt in die Seele. Es war fürchterlich, ich fing an zu zittern und schwitzte als sie mich nach meinem Ausweis fragten. Irgendwie schaffte ich es dann doch sie zu überzeugen mich reinzulassen.



Was ist das? Was ist das? Oh mein Gott ist das geil. Ich hörte Musik. Elektronische Musik setzte meinen ganzen Körper in Wallung. Es war besser als alles was ich bisher fühlen durfte. Unglaublich. Einfach unglaublich.



Im Folgenden verlor ich jedes Zeitgefühl. Der Abend fühlte sich an wie ein ganzes Leben. Wir tanzten und rauchten. Zwischendurch tranken wir mal eine Flasche Wasser und machten uns über die normalen Menschen lustig. Was ist denn daran so toll sich jedes Wochenende zu besaufen? Ist das lächerlich, was für arme Kreaturen… (zu denen ich ja eigentlich auch zählte).



Um 5:00 Uhr morgens verließen wir das „Tanzhaus“ und liefen nach Hause. Die Wirkung war immer noch voll da, es war wunderbar, hin und wieder sah oder hörte man zwar mal ein paar gruselige Dinge, zum Beispiel hörte ich oft laute, schneller werdende Schritte hinter mir, oder sah dunkle gestalten in irgendwelchen Seitengassen, aber ich verfügte über die Macht mir selbst zu sagen: „Keine Angst, das ist nur die Droge, das ist alles nicht echt.“ Hätte ich das nicht gekonnt, wäre der gesamte Abend vermutlich anders verlaufen…



Zuhause angekommen hatte ich nur eins im Kopf: Musik an, Lichter aus und CEV’s geniesen. Gesagt getan. Der stärkste Laser kam nicht an die Stärke der Farben ran, welche ich sah. Wahnsinn. Es war wie eine Visualisierung der Musik. Die Halluzinationen veränderten sich je nach Song den ich spielte. In diesem Zustand achtete ich verstärkt auf den Einsatz von „heller“ und „fröhlicher“ Musik, da ich sofort einen negativen Turn bemerkte, wenn ich etwas anderes hörte.

Ich war stolz den Peak ohne bleibende Schäden überstanden zu haben, und überließ mich noch einiger Zeit den unglaublichen Erfahrungen des LSD Rausches. Gegen 8 Uhr morgens beschloss ich dann, jetzt doch mal schlafen zu gehen, was sich noch etwas hinzog aber dennoch klappte.



Ich wachte um 14 Uhr auf, und war immer noch überwältigt von den Erlebnissen des letzten Abends. Allerdings war ich auch extrem verpeilt und „geistig erschöpft“.



Ich werde diese Erfahrung nie vergessen, es hat mich verändert, ich weiß zwar noch nicht inwiefern, aber ich spüre dass seitdem irgendwas an mir anders ist...



Exakt eine Woche später wollte ich erneut eine Erfahrung mehr gewinnen. Diese nannte sich XTC.



Da ich mit diesem Upper nichts derart unglaubliches erlebt habe, werde ich den „Trip“ etwas schneller zusammenfassen:



Wir waren 8 Leute. 4 Jungs und 4 Mädels. Wieder in meinem Keller. Und wieder waren es nur T. und ich, die mal wieder übertreiben mussten. Erst ordentlich gesoffen und gekifft, dann im Club jeder eine Pille konsumiert und ab in Richtung Dancefloor.



Ich fühlte mich himmlisch und tanzte was das Zeug hielt. Jeder Mensch im Club war mein Freund. Ich habe in diesem Zustand tatsächlich einige ziemlich amüsante Gespräche geführt, und das mit Leuten die ich gar nicht kannte. Zwischendurch immer schön Wasser trinken und rauchen.

Zum ersten mal in letzter Zeit erkannte ich, was ich eigentlich für tolle bzw. coole Freunde habe. Es war ein perfekter Abend. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.



Am nächsten morgen hatte ich keinen Kater und war in keinster Weise gerädert.

Dazu muss ich sagen, dass ich vor dem Konsum 5-HTP zu mir genommen habe, um den Serotoninmangel auszugleichen. Wenn man diesen beim ersten Mal überhaupt merken sollte versteht sich...



Ich werde die nächste Zeit mit diesem Lebensstil verbringen.

Unter der Woche bin ich der unscheinbare und gehorsame Kaufmann und am Wochenende werde ich fliegen.



Mir ist klar, dass ich das nicht über Jahre machen kann, aber ich will derzeit einfach nichts anderes als diese ganzen Gefühle sammeln. Es gefällt mir.







Wer es bis hier geschafft hat, hat meine Hochachtung. Ich werde diesen Bericht aktuell halten, und neue Erfahrungen dokumentieren.



Bis bald!







-Update Mai 2014

Ich ziehe seit ein paar Wochen regelmäßig Speed. Vorallem in Kombination mit Alkohol bringt es einen enormen "Spaßfaktor". Allerdings fühle ich mich am nächsten Tag als wäre ich krank. Das hält mittlerweile sogar 2-3 Tage danach noch an, weshalb ich nun meinen Speedkonsum erstmal bis auf weiteres pausieren werde.

Zum Speed an sich kann ich nicht viel sagen, du kriegst was du erwartest.

Euphorie, enorme Ausdauer, Selbstbewusstsein (bzw. Überschätzung) und du bist hellwach. Darauf ist Verlass. Es wird getanzt und gelabert was das Zeug hält. Ohne Kaugummi wird's allerdings unschön, da ich ab einer gewissen Menge nicht mehr aufhören kann mit meinem Kiefer zu "zucken".



Außerdem habe ich mich in das 2. Plateau DXM verliebt. Diese völlige Entspannung, losgelöst von allen Problemen, Stress und Sorgen.

Auf DXM lasse ich mir sehr gern ein heißes Schaumbad ein, stelle mein Laptop neben mich und schaue einen Film oder höre Musik. Beides entfaltet in dieser Umgebung einen enormen Zauber.

Könnte ich jeden Tag machen... werde ich aber nicht.



Ich werde weiterhin neue Erfahrungen posten, allerdings in unregelmäßigen Abständen.

Danke für's lesen :)



-Update Juni 2014



Ich konsumiere mittlerweile wieder relativ viel XTC. Alkohol wird immer seltener getrunken, da er mir einfach nichts mehr gibt. In dem richtigen Club, mit den richtigen Leuten und der richtigen Musik ist MDMA einfach unbezahlbar. Man knüpft viel schneller Kontakte, ist offen gegenüber allen anderen und fühlt sich einfach nur so wahnsinnig gut.



Die Kehrseite ist allerdings der Wirkungsverlauf. Ich erlebe ein "Heilige-Scheiße-ist-das-geil"-High welches ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde andauert. Dann lässt es (sehr) langsam nach. Eigentlich ganz gut, wäre da nicht die Gier... Die Gier nach einem am besten 6 Stunden anhaltenden Orgasmus erzeugt von Musik, Tanz und Gruppengefühl.



Aus diesem Grund wird (dank der Toleranz) nun auch immer häufiger angemessen nachgelegt.



So lange, bis die Kaugummis leer sind und man auf den Lippen bzw. Zahnfleisch kaut.

So lange, bis einem vom ganzen Schweiß der übers Gesicht läuft die Augen brennen.

So lange, bis dich andere Leute fragen ob du dich nicht lieber hinsetzen willst.

Eben einfach so lange, bis die Pillen aufhören zu knallen und man besser aufhören sollte. (Bestimmt nicht riskant jeden Freitagabend ein Gramm MDMA zu fressen, aber hey...)



Ich erlebe durch XTC einen Abend, besser als alles andere. Allerdings muss ich dafür büsen. Ich verlasse den Club, die Sonne ist schon lange aufgegangen, und ich versinke in trauer. "Warum kann dieser Abend nicht ewig anhalten?", denke ich mir nur allzu oft. Diese Depri-Phase zieht sich so lange bis ich mein 5-HTP konsumiere, einen Joint geraucht habe und endlich schlafen kann.



Ich werde es mir am kommenden Wochenende noch einmal gönnen und anschließend erstmal ein paar Monate Pause machen.





-Update Juli 2014



Irgendetwas verändert sich.

Ich habe viel Interesse an alltäglichen Dingen verloren. Es ist mir mittlerweile egal wie meine Leistungen in der Berufsschule ausfallen, ich bin mir zwar voll und ganz bewusst, dass ich bei meiner Abschlussprüfung alles geben werde aber dieses "sinnlose" zweite Ausbildungsjahr zieht wie ein kurzer Regentag an mir vorbei. Jeder Tag ist der gleiche. Ich frage mich immer mehr wie lang ich das noch aushalten soll... Ist es das? Dafür opfere ich mein ganzes Leben? Den ganzen Tag zu arbeiten, um Geld zu verdienen, welches ich für Dinge ausgebe die ich nicht brauche (und für Drogen).



Schon am Montag kann ich nur noch an den Freitag und Samstag Abend denken. Es ist nicht die Freizeit die mir Freude bereitet... es sind die Drogen, egal ob Speed, XTC, Gras, DXM, LSD oder Alkohol. Hauptsache ich bekomme was anderes zu sehen als diesen alltäglichen Dreck.



Ich glaube ich bin süchtig.

Nicht nach einer Droge, sondern nach der Zeit in der ich mit meinen Freunden in der Disco auf der Tanzfläche stehe. Süchtig danach, einfach mal dem alltäglichen Trott aus Stress und Depression zu entfliehen. Süchtig nach dem Moment, in dem du dich fühlst, als würde dieser Abend nie vorbei gehen, und dir die Welt für immer offen stehen...



Viele meiner normalen Freunde machen mir Stress. Sie meinen es ist zu viel und zu exzessiv...

Ich bin unter der Woche oft sehr mürrisch, aggressiv und gelangweilt, was sie auch teilweise zu spüren bekommen.



Die haben doch keine Ahnung... oder vielleicht doch? Ich weiß es nicht.



Ich stecke fest.

Auf der einen Seite würde ich liebend gern mit den Drogen aufhören (wäre es nicht so endgeil). Es ging doch vorher auch ohne.

Aber mittlerweile geht ein Wochenende ohne diverse Substanzen nicht mehr in meinen Kopf. Zumindest nicht bis ich einen Job oder eine Aufgabe gefunden habe, die mich bereichert (was sich ein paar Jahre später als dumme Ausrede herausgestellt hat).



Es ist lustig was die Drogen mittlerweile verändert haben:

-Ich achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung

-Ich mache seit langem endlich wieder Sport

-Ich gönne meinem Körper unter der Woche mehr Ruhe



Und all das nur um das Wochenende heil zu überstehen. Es gibt keinen anderen Grund dafür.





Mein derzeitiger Plan:



Da ich absolut keine Connection dazu herstellen kann habe ich Initiative ergriffen und 10 San Pedro Kakteen in meinem Zimmer angepflanzt, von denen schon 7 aufgegangen sind. Damit ist die Meskalin-Geschichte in Arbeit, könnte sich aber trotz allem noch etwas ziehen, da die Dinger so langsam wachsen... Stay tuned.



Ich werde so weitermachen wie bisher, allerdings nur bis zum Ende meiner Ausbildung. Das ist die Deadline. Vielleicht werde ich diese auch noch etwas weiter nach vorne verschieben wenn es zu krass wird... Ich werde auch mit äußerstem Druck die unten aufgeführte "To-do-list" abarbeiten und euch auf dem laufenden halten ;)









Ich wünsche euch weiterhin schöne lange Nächte und angenehmes Runterkommen :)





- 2.Update Juli 2014



"Pause machen"



Das war der Plan. Wir hatten es alle miteinander abgesprochen. Noch dieses Wochenende und dann ist erstmal ne Zeit lang Schluss mit dem Unfug.



Es war Freitag. 15:30 Uhr um genau zu sein. Ich setzte die Bong langsam an meinen Mund, während ich mit dem Clipper Feuerzeug in Richtung Chillum wanderte. Ein herrlich riechender Kopf gefüllt mit harzigem Super Lemon Haze, direkt aus Holland.

Nochmal kurz luftholen... und zünden. Ich katapultierte den Rauch in meine Lunge, welche mit ganzer Kraft versuchte dem drohenden Husten zu trotzen. Flutsch machte es, als die verglühten Reste des Wunderkrautes durch das Chillum in das Wasser gezogen wurden und ich das schöne Rauchgerät auf den Tisch stellte, ausatmete und auf das baldige Einsetzen einer Wirkung wartete.



Wir wollten den Freitag gechillt verbringen. Nichts hartes. Einfach mal wieder ein bisschen mit den guten Freunden kiffen, was wir wirklich schon seit langer Zeit nicht mehr gemacht hatten.



Obwohl ich dachte, ich hätte jegliches Interesse am Cannabiskonsum verloren, zeigte mir dieses 1a Haze das Gegenteil. Obwohl ich nicht tanze oder mit einem Serotoninrausch durch die Disco laufe, habe ich hier auf der Couch eine herrliche Zeit. Losgelöst von sämtlichem täglichen Stress. Ich starre nur auf den Fernseher. "Fear and loathing in Las Vegas". Wie fast immer, wenn wir eine "Session" starteten.



Und so zog sich der Freitag dahin. Es wurden bis zum Abend noch einige Joints und Töpfe geraucht, allerdings sicherlich nicht so viel um damit angeben zu können. Wir sind immerhin alle außer Übung...



Als die Wirkung des letzten Joints seinen Abklang fand, beschlossen wir spontan noch ein Paar Bier trinken zu gehen.



Es war ein warmer Tag. 30° und sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Was gab es da besseres als sich um 11:00 Uhr Abends noch mit einem kalten Kellerbier in den Garten unserer Stammkneipe zu gesellen?



Wir alle wussten es. Niemand wollte es aussprechen.



Das mit der Pause taugt uns nicht. Warum etwas so spaßiges pausieren?



Während ich von meinem Bier trank, und in den klaren Sternenhimmel sah, musste ich immer mehr daran denken. Der Plan für Samstag war es, mit einer Kombination aus Speed, Teilen und Gras den vorerst letzten und ultimativen Spaßfaktor zu erzielen.

"Danach ist Pause!". Wie oft hab ich diesen Satz in letzter Zeit gehört. Doch diesmal ist er von uns allen ernst gemeint. Wir müssen uns beweisen, dass es auch noch ohne Drogen geht.



Bier leer. Noch eins? Nein. Ich gehe nach Hause und bereite mich auf den morgigen Tag vor.









Samstag, 21:00 Uhr.

Pünktlich wie immer stand ich vor der Tür eines Kollegen, der mit seinen 18 Jahren schon alleine wohnt. "Legen wir los?", fragte ich. "Na was denn sonst?", gab er mir als Gegenfrage.



Ich betrat das Wohnzimmer und grüßte die Anderen. Es roch nach Amphetamin. Zurecht, der Wohnzimmertisch war gedeckt mit einem Spiegel und einem dicken Haufen feinster frischer Paste.

Musik an. Fritz Kalkbrenner mit "Wes" um genau zu sein.



6 Lines und ein paar Stunden später tanzen wir alle wie die Geisteskranken in der Bude des Gastgebers. Die Musik voll aufgedreht, die Nachbarn werden es uns schon einmal verzeihen. Erst jetzt fiel mir auf, dass relativ viel Zeit vergangen ist. Ich zückte mein Handy: 23:40 Uhr. "Leute wir müssen los! Abmarsch!", rief ich in das Zimmer hinein.



Schnell aufräumen. Glas Wasser trinken. Schuhe an. Sonnenbrille auf. Den letzten Rest wegziehen obwohl es einem schon die Nackenhaare aufgestellt hat. Und Los!





Trotz des einsetzenden Kontrollverlustes schafften wir es, schon um 1:00 Uhr vor der Disco zu stehen. Jetzt geht's erst los. "Einchecken" und Jacke abgeben. An die Bar, Wasser bestellen. Raus in den Raucherbereich. Ich zückte meinen kleinen Beutel gefüllt mit 6 gelben Supermännern und spülte einen davon sofort mit dem kalten Wasser herunter. Schnell noch auf der Toilette eine fette Bahn ziehen bevor das MDMA knallt.



Es knallt. Das kribbeln. Das leichte Schwindelgefühl. Die Liebe.



Der Rest des Abends ist verschleiert. Ich warf im verlauf von 8 Stunden noch 5 Teile ein und trank geschätzte 5 Liter Wasser. Der Feuchtigkeit meiner Klamotten nach zu urteilen bin ich schwimmen gegangen...



Mit letzter Kraft machte ich mich auf den Weg nach Hause, wo ich mich komplett angezogen ins Bett legte und mir wünschte nie wieder aufstehen zu müssen...



Der Kater war erträglich. Allerdings schreiben wir mittlerweile Dienstag, und ich muss mich immer mehr mit der Pause abfinden. Ich werde sie durchstehen aber es wird nicht ganz leicht. Vorallem nicht nach so einem "Schlussstrich".



Gegen Mitte August geht es weiter mit dem Bericht ;)

Bleibt sauber, trinkt Wasser und genießt die langen Abende. Danke für's Lesen.







-Update August 2014



5 Wochen sind seit meinem letzten XTC Konsum nun vergangen. Die erste Woche war „hart“. Es kam mir vor als würde ich nie wieder Spaß haben können. Es war als hätte man mir irgendetwas Lebensnotwendiges genommen. Es mag so unglaublich lächerlich klingen, aber ich habe in der letzten Zeit so viele Erfahrungen gesammelt wie noch nie zuvor in meinem ganzen Leben. Das Durchtanzen der Nächte, das Erforschen der eigenen Psyche, das Finden und Überschreiten der eigenen Grenzen… Unglaublich.



Da mich einige Freunde dazu gedrängt haben, bin ich in meiner „sauberen Zeit“ mit Ihnen feiern gegangen wie es normale Leute halt so machen, also mit Alkohol.

Gott war das hart. Es ist für mich mittlerweile so schockierend mitzuerleben wie viel Spaß der gemeine Mensch schon haben kann sobald sein Hirn betäubt ist. Aggressive, grölende und kotzende Menschen bewegen sich zu Trap und Hip Hop in einer Disco… Obwohl ich relativ viel Schnaps intus hatte, konnte ich mich diesem „Gelage“ nicht anschließen. Ich gab mein Bestes, dass ich meinen Freunden nicht den Abend versaute, aber es kostete mich enorme Selbstbeherrschung.



Ich lachte wenn andere lachten. Ich holte mir neuen Alkohol wenn meine Freunde das gleiche wollten. Ich unterhielt mich mit Leuten die ich kenne aber nicht mag.

Und das alles für einen unbeschreiblichen Kater am nächsten Morgen? Nein, Danke.





Ich habe viel darüber nachgedacht, und mittlerweile ist mir eine Begründung für mein fehlendes Vergnügen eingefallen: „Wer will schon Fiat fahren wenn er mal Ferrari gefahren ist?“



Ich will es definitv nicht mehr. Ich KANN es nicht mehr. Aber genug mit dem rumgeheule.





Ich habe mein Leben immer noch gut unter Kontrolle. Die Arbeit läuft, Freundschaften werden stets gepflegt und es geht mir körperlich gut.











Es sollte Freitag, der 15.08.2014 sein, an dem ich mein erstes Mal Crystal Meth konsumierte.

In der Erwartung von meinem Händler LSD zu kaufen, fahre ich mit enormer Vorfreude zu ihm nach Hause. Ich gehe die Treppen hinauf und höre im Wohnzimmer Musik laufen. House um genau zu sein.

Ich betrete den Raum und sehe eine sehr große Line bestehend aus einer mir nicht ganz ersichtlichen Substanz auf dem Tisch, bereit von irgendjemandem konsumiert zu werden.

„Bevor du jetzt irgendwas sagst wirst du dein Maul halten und dir die Line da geben!“, sagte mein Händler in einem ungewöhnlich ernsten Tonfall. Okay, warum nicht, ist doch sowieso Freitag, wird höchstwahrscheinlich Speed oder Koks sein…

Ich sehe mir die Substanz nicht genauer an, aber erkenne kurz vorm ziehen kleine glasähnliche Kristalle… RIIIIIITSCH

Die stark nach Amphetamin riechende Substanz verschwindet in meiner Nase und frisst sich direkt in mein Gehirn. So fühlte es sich zumindest an. Ein wirklich richtig schmerzhaftes Brennen machte sich bemerkbar.

Der Ticker lachte nur:“Ich wünsche dir die nächsten 24 Stunden viel Spaß, du hast gerade 1a Meth gezogen“.



Ich musste erstmal schlucken. Moment, ich wollte schon irgendwann mal Crystal ausprobieren, aber doch nicht hier und jetzt, nicht so spontan.

Wie lang werde ich wach bleiben? Wie schlimm wird das Runterkommen?

Mit einem Moment waren die Bedenken verschwunden, ich hörte die Musik und ein starkes Kribbeln machte sich in meinem ganzen Körper breit. Herrlich. Ich bedankte mich noch schnell und vergaß in aller Eile noch das Acid, wegen dem ich eigentlich gekommen bin.



Moment, welche Eile? Ach ja, für den Abend war geplant mit einem guten Freund und zwei Freundinnen ein bisschen was zu trinken. Bei ihm zuhause. Für diesen Anlass musste ich noch Alkohol besorgen, also rein ins Auto…



Ich atmete kurz durch, bemerkte meine zitternden, verschwitzten Hände und überlegte ob es so klug ist, jetzt noch autozufahren… Noch im selben Moment ging der Motor an und das Auto fuhr los…



Mit Höchstgeschwindigkeit raste ich durch die Stadt, die Musik auf Anschlag, die Zigarette im Mund und sämtliche Fenster unten. Ich war so auffällig, dass es schon wieder unauffällig war. Ich fühlte mich richtig frei, wie ein Vogel. Ich hätte auch für den Rest des Tages nur noch Autofahren können, und hätte daran die größte Erfüllung überhaupt gefunden… und wahrscheinlich einen Unfall verursacht.



Zuhause angekommen machte ich mir laute Musik an, holte mir eine Flasche Wasser und fing das tanzen an. Unbeschreibliche Energie erfüllte meinen ganzen Organismus. Nach einer Stunde ging ich duschen und machte mich auf den Weg zu der heutigen Verabredung.

Wir hörten Musik, lachten und tranken. Ich schaffte es allen Ernstes einen Liter Jägermeister zu trinken und nur leicht wackelig auf den Beinen zu sein. Ich kannte das schon teilweise von diversen Alkohol und Speed-Mischungen aber eben nicht so krass wie auf Meth.

Ich war so ein perfekter Mensch… Zu jeder Situation fielen mir die passenden Worte ein. Immer einen Witz parat. Volle Kontrolle, so lässt es sich am besten beschreiben.



Um 4:00 Uhr morgens beschlossen die anderen, dass sie jetzt wirklich schlafen wollen… Fuck…

Ich schaffte es, mich eine halbe Stunde ins Bett zu legen. Dann hatte ich die Schnauze voll und setzte mich in die Küche, rauchte eine Zigarette nach der anderen, hörte Musik und trank den restlichen Alkohol weg.



Gegen 8:00 Uhr morgens wollte sich eine Freundin was zu trinken holen. Sie betrat die Küche, sah mich und fragte erschreckt: “Oh Gott, geht’s dir gut? Du siehst ja schrecklich aus.“ Den Schreck ertrank ich in einem ganz trockenen: „Hab nur n bisschen zu viel getrunken, alles gut!“



Wie habe ich die Nacht so schnell herumgebracht ohne zu schlafen? Ich kann es euch nicht sagen.



Gegen 10:00 Uhr war ich endlich wieder Zuhause und wollte nur noch schlafen, ich bemerkte immer mehr, wie der Alkoholkater von einem viel viel stärkeren und dunklerem Unwohlsein überdeckt wurde. Das Methamphetamin fordert wohl langsam seinen Tribut?

Wo ist mein Gras??? Verdammte scheiße, ich habe vergessen, dass ich absolut kein Gras zum runterkommen parat habe. Langsam wird mir übel.

Ich legte mich ins Bett und ließ die Jalousien herunter. Und hier liege ich, seit ca. 2 Stunden und kann einfach nicht schlafen. Je länger ich liegen bleibe, desto schlechter geht es mir. Ich muss aufstehen, wenigstens am PC irgendetwas zocken, Musik hören oder eben tun, was ein Mann tun muss. Hauptsache es lenkt mich ein bisschen ab.

Nachdem das alles abgearbeitet ist, fühle ich mich etwas besser. Jedoch fernab von gut. Ich weiß was mir helfen würde. Tief in mir drin wusste ich es, wollte es mir nur nicht laut vorsagen…

„Ich brauche nur eine kleine Line und mir geht’s besser…“



Ich mache mir zu jeder Droge die ich konsumiere immer ein Paar Notizen, und die einzige Notiz die ich mir zu Meth geschrieben habe ist die folgende:

Tiefes Bedürfnis jetzt nochmal eine Nase zu ziehen…(!)



Ich verbrachte den Tag im Wachkoma, bis ich am Abend noch einen Kollegen besuchte, der mir (Gott segne ihn dafür) 3 Gramm feinstes Northern Lights abdrückte, damit ich mich mal ordentlich „runterrauchen“ konnte.

Am nächsten Morgen wachte ich nach 6 Stunden Schlaf schweißgebadet auf, ging ausgewogen frühstücken und legte mich in die Badewanne. Danach war ich wieder Fit.





Was mich am Meth schockiert ist, dass es mir niemand angemerkt hat, dass ich total auf Sendung war.

Es hat mich noch dazu schockiert, dass ich so „perfekt“ war. Dass alles nach Plan funktionierte. Dass ich so ein interessanter, kluger und geselliger Zeitgenosse wurde.

Ich möchte jeden Tag auf Crystal sein… Wären da nicht die Nebenwirkungen und der fehlende Schlaf.



Fakt ist: Die Erste Substanz die ich vermutlich nicht mehr anrühren werde, da ich mich sofort in sie verliebt habe. Kommt mir nur so vor als wär man bei MDMA derjenige der bestimmt wie es weiter geht, und bei Meth wirst du schön von der lieben Christina an die Hand genommen und mitgerissen...



Jede Droge hat negative Folgen, das sollte man sich vor dem Konsum immer Bewusst sein.

Und süchtig wird man mit einem gewissen Maß an Selbstbeherrschung auch nicht beim ersten Konsum einer neuen Droge (das sind nur meine Erfahrungen, vielleicht irre ich mich ja auch).



Ein relativ hirnloser aber irgendwie doch guter Satz eines Freundes:

„EINMAL GEHT IMMER“





Erneut danke ich euch allen für's Lesen. Welche Substanz die nächste wird ist schwer zu sagen, wobei es mittlerweile stark zu Kokain tendiert.













-Update Dezember 2014-



Nach einer kleineren Drogenpause, die eigentlich viel länger geplant war, habe ich gestern mit einem guten Freund mal wieder ein Teil eingeworfen. Einen weißen Bugatti.

Ich wollte es einfach nochmal machen. Einfach nur nochmal spüren wie es sich angefühlt hat... zur "guten Zeit" meine ich.



Ich war relativ gespannt, ob die völlige Abstinenz etwas verändert hat...oh ja.



Diverse XTC Berichte kann man überall lesen, deshalb erspare ich euch die positiven Seiten des Rausches.



Mir fiel sofort beim Eintritt der Wirkung auf, dass es so unglaublich falsch ist. Klar ist es sehr angenehm, wenn der olle Prozessor im Kopf mal ordentlich Serotonin pumpt, aber es hat für mich den ganzen Zauber verloren.



Pille rein.===> Warten.===> 2 Stunden unerklärliche Freude. ===> Traurig weils vorbei ist.



Es geht immer aufs gleiche raus. Und dabei ist es egal ob ich 12 Stunden Tanze oder ein Paar Stündchen gechillt auf einer Couch sitze:



Das Ende des XTC Trips endet immer in Depression (bei mir zumindest).





Ich bin mit dem Thema harte Drogen fertig. Es gibt mir nichts mehr.

...wer's glaubt wird seelig ;-)







Gekifft wird noch, ist auch das einzige was wirklich bisher immer klar ging.

Habe damit auch noch nie schlechte Erfahrungen gemacht.





Und wie ich es vor ein Paar Monaten schon mal geschrieben habe: "Ich habe alles unterschätzt"

Niemals hätte ich gedacht, dass alles so schnell geht. Am einen Tag rauchst du noch gemütlich deinen Joint im Park und ein paar Tage später liegt eine Line Amphe vor dir, und alles weil du den Leuten vertraust die es dir andrehen wollen, und voralllem weil du selbst aufgrund anfangs fehlender Nebenwirkungen alles so super toll findest.



Ich war das kleine Kind das auf die Herdplatte gefasst hat. Und ich habe mir die Hand verbrannt, wie es mir ja von vielen sehr oft prophezeit wurde...



Somit ist es vermutlich offiziell, dass ich diesen Tripbericht ab hier beenden kann. Es wird nichts mehr neues "Erforscht".







...oder doch?











-Update Januar 2016-



Heilige Scheiße... Es ist verdammt viel passiert seit dem letzten Update.



Ich weiß nicht ganz wo ich anfangen soll, aber alles begann damit, dass ich im Januar 2015 meine Meinung änderte und wieder anfing harte Drogen (Speed, Koks, XTC und Crystal) zu nehmen, neue Leute/Connections kennen lernte und mit meinem besten Freund vom perfekten Leben träumte.

Die vielen langen Partys in den Techno-Disco's haben uns alle mehr und mehr verändert. Ich würde mittlerweile sogar behaupten wir haben teilweise vergessen wie das Leben außerhalb der Szene war, es zählte nur noch die Party.

War einem unter der Woche langweilig hat man halt genommen was gerade zu haben war, hat sich dann mit Benzos zum runterkommen beholfen, hat am nächsten morgen gleich wieder was genommen weil man ja wach und aktiv sein muss um auf die Arbeit gehen zu können und sich dann am kommenden Abend mit einer 60mg Dosis ins Koma befördert... Klingt bescheuert, war aber für mich zu der Zeit ganz normal und toll. Nebenbei mehr Joints als Kippen rauchen, Tilidin und Tramadol wie Bonbons fressen und am Wochenende auf allen genannten Substanzen zusammen abstürzen.



Im Januar 2015 hatte endlich die Möglichkeit mein heiß ersehntes Heroin zu probieren. Im Nachhinein war das ein gewaltiger Fehler, da ich so erst richtig in den Geschmack der Opiate/Opioide kam und innerhalb von fünf Monaten erst von Heroin abhängig wurde, den Entzug zuhause mithilfe von (viel) Valium ausharrte, um ein paar Wochen später von Oxycodon schon wieder nen kleinen Entzug mitmachen zu müssen.

Ich ziehe meinen Hut vor den Leuten die nach jahrelangem Opiatkonsum trotzdem noch einen Entzug durchstehen, mir hat es nach dem verhältnismäßig kurzen Konsum schon gereicht. Depression, fürchterliche Gliederschmerzen, Schweißausbrüche, Schüttelfrost... das volle Programm an Bestrafung für den eigenen Leichtsinn.



Und nun zum eigentlich schwerwiegendsten Fehler meiner Drogenkarriere:

Im Frühling 2015 habe ich in unserer Stammdisco eine Person kennengelernt, die mir große Mengen von sauberem Speed verkaufen konnte. Der Preis war unglaublich.

Ich habe mit ein paar Leuten geredet und ehe ich mich versah hatte ich eine sehr große Menge an strahlend weißer Speed-Paste vor mir liegen. Ich holte mir immer größere Mengen und verkaufte sie an die ganzen hungrigen örtlichen Druffis.

Es war perfekt, ich hatte immer Geld, konnte mir alles gönnen was ich wollte. Wobei ich mittlerweile denke dass ich das meiste Geld für meinen eigenen Konsum ausgegeben habe... Aber das interessierte mich nicht, ich lebte den typischen "Gangster-Film". Tag für Tag wollten mehr Leute mein Produkt, welches sich in der Stadt aufgrund seiner Qualität schon einen guten Namen gemacht hat, testen. Meine Philosophie dahinter war "Ich gebe den Leuten endlich das was sie wollen, ein sauberes Amphetamin ohne übermäßige ekelhafte Streckmittel, und sie bezahlen mir dafür einen fairen Preis, so haben beide Seiten gewonnen". Und so lief das auch das halbe Jahr.



Eine damals sehr enge Freundin hatte die Möglichkeit in einer öffentlichen Einrichtung für kranke und alte Menschen Medikamente aller Art zu besorgen. Da kam es vorallem nach Crystal oder exzessiven Speed-Konsum gelegen wenn Sie immer ein paar Benzos klären konnte.

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet durch Ihre Leichtsinnigkeit mein damaliges "Spielchen" auffliegen würde? Ich auf jeden Fall nicht.

Nachdem Sie aufgeflogen war, eine Hausdurchsuchung kassierte und die liebe Polizei bei ihr zuhause mein Speed fand kamen natürlich die gewohnten Fragen auf.

"Woher hast du das? Wenn du uns bei der Arbeit hilft werden wir deine Strafe mildern bla bla bla",



Am nächsten Tag betreten zwei Herren meine Arbeitsstelle und wollen mit mir sprechen... "Wir sind von der Drogenfahndung, Ihnen wird der Handel mit Amphetamin vorgeworfen!"



In Handschellen brachten Sie mich zu mir nach Hause, um dort kleine Mengen Speed, Koks, MDMA, Gras, Hasch, Codein und Valium zu finden. Sie brachten mich aufs Revier und versuchten von mir zu erfahren wer meine Quelle war. Ich lachte den Beamten nur wie ein Schelm ins Gesicht und hielt mein Maul. Ich war extrem von mir selbst überzeugt, weil Sie nicht meine große Menge gefunden hatten (die ich nie bei mir Zuhause hatte). Wenn ich mir heute mal vor Augen halte, was für ein elender Junkie man sein muss um dauerhaft so eine Auswahl an Drogen für den täglichen Konsum parat zu haben, dann könnte ich kotzen.



Als mein Verhör beendet war und meine Fingerabdrücke etc. aufgenommen wurden, musste ich meine Mutter anrufen, ob Sie mich nicht bitte von der Kriminalpolizei abholen kann.

Nachdem ich meinen Eltern mit den ganzen genannten Tatsachen das Herz gebrochen habe, ging mein Leben ganz normal weiter. Ein Glück konnte ich auf der Arbeit alles von mir abweisen und darauf schieben, dass ich nur mit Leuten aus der Szene Kontakt hatte.

Ich hörte auf Drogen zu nehmen und entfernte mich aus der Szene, wollte das aber nur so lange machen bis Gras über die Sache gewachsen war und ich wieder "Spaß" haben konnte. Oxycodon nahm ich trotzdem noch dauerhaft mit kürzeren Pausen wenn es mal wieder nicht verfügbar war.



Dann kam drei Monate Später der Brief von der Führerscheinstelle. Entzug der Fahrerlaubnis. "Ich brauche meinen Führerschein um auf meine Arbeit zu kommen, das können die mir doch nicht alles versauen!?", schrie ich als ich den Brief gelesen hatte. Ich sah mein Leben vor mir zusammenbrechen. So hart es klingt, aber mir kam es so vor als hätte man mir meine einzige Freiheit genommen.

Das war der Moment in dem mir zum ersten Mal seit einigen Jahren so richtig klar wurde, dass sich die ganzen Drogen einfach nicht lohnen. Ich wurde zu einem kalten, kriminellen Arschloch das fast alles verloren hat.



Laut dem Gesetz hätte ich meinen Schein abgeben müssen. Nun habe ich allerdings die nette Dame von der Führerscheinstelle angefleht mir noch eine letzte Chance zu geben und meine Abstinenz mit einem einjährigen Urinscreening nachweisen zu lassen. Es hat tatsächlich funktioniert, und das obwohl alles so hoffnungslos schien.



Seit ein paar Monaten bin ich nun in dem Programm, habe neue Freunde gefunden und alte zurückgewonnen und kann seit einiger Zeit mein Leben ohne Drogen wieder voll und ganz genießen. Natürlich denke ich oft über das Gefühl nach, welches man erlebt wenn man Crystal zieht oder Heroin raucht, aber kein Rausch ist wichtiger als Freunde und Familie. Diese beiden Dinge stehen für mich mittlerweile an oberster Stelle.



Ich bin hoch geflogen, tief gefallen, habe aus meinen Fehlern gelernt und gebe mein bestes um clean zu bleiben, im Beruf erfolgreich zu werden und endlich die Liebe meines Lebens zu finden.





Das war dann nun wohl endgültig mein letzter Eintrag in diesen Tripbericht bzw. dieses wunderbare Forum. Ich wünsche euch allen eine gute Zeit im Wunderland. Übertreibt es nicht und bleibt immer ehrlich zu euch selbst ;-)







-Update Februar 2017-



Es ist Freitag Abend, gegen 4:00 Uhr morgens, 08/15 Club, ich trinke meinen xten Long Island Ice Tea und vergesse wer ich bin und was ich hier eigentlich mache... So läuft es jedes Wochenende. Doch während meine Freunde kotzen gehen oder nur noch rumhängen bin ich glücklich und schwanke über die Tanzfläche. Hätte nie gedacht, dass man Alkohol so herrlich auskosten kann, wäre da nicht dieser fürchterliche Kater nachdem man sich fast ins Koma getrunken hat...





Tja, was soll ich sagen...? War ja klar, dass es wieder losgeht oder? Nachdem ich seit einem Jahr jeden Tag zwischen vier und zehn Bier getrunken habe und am Wochenende regelmäßig abgestürzt bin, brauchte ich irgendwie eine Alternative mit der ich in meinem Beruf noch halbwegs funktioniere. Und ehe ich mich versah lag ein Blister 80er Oxygesic vor mir...



Im Moment kiffe ich wieder unregelmäßig, gönne mir am Wochenende Kokain und bin eigentlich wieder dauerhaft auf Oxycodon. Das einzig beunruhigende ist, dass ich meinen "Hunger" kaum stillen kann. Ich trinke Alkohol bis ich nicht mehr laufen kann, ziehe Kokain bis mein Herz komplett auf Anschlag pumpt und mache, obwohl ich schon im sitzen wegnodde, nochmal eine Pille Oxy klein... Woche für Woche aufs neue. Selbstmedikation, oder wohl eher Selbstzerstörung? Kann ich nicht so ganz sagen. Außerdem nehme ich die Drogen für mich allein. Niemand meiner Leute weiß, dass ich wieder drauf bin, wobei man es sich beim Kokain teilweise denken kann. Es hat mir früher viel Spaß gemacht mit meinen Freunden zusammen Drogen zu nehmen, mittlerweile will ich nur noch in Ruhe mein Gift konsumieren und nicht mehr dafür verurteilt werden.



Der eigentliche Witz an der Sache ist, dass ich damit sehr zufrieden bin. Im letzten Jahr ist mir immer mehr aufgefallen, dass ich ohne "Rausch" in ein depressives Loch falle aus dem ich keinen Ausweg finde... warum auch immer. Möglicherweise bin ich ja einfach verloren, naja, was soll's.

Beruflich läuft es sehr gut und mein Freundeskreis blüht auf (wobei niemand weiß dass ich wieder Drogen nehme).



Ich würde in diesem Sinne mal behaupten, dass ich mit diesem Bericht einfach perfekt zeigen kann, wie schnell es um Einen passieren kann. Natürlich geht es vielen Menschen anders als mir, aber ich habe mit Drogen bzw. Opiaten etwas gefunden, nach dem ich seit Ewigkeiten gesucht habe. Ich kann damit die Sinnlosigkeit meiner Existenz vergessen und den allgegenwärtigen Schmerz verdrängen. Wobei ich ehrlich gesagt nicht mal definieren kann, was dieser "Schmerz" denn genau ist...



Wenn ich eine Flasche Gin trinke ist der Schmerz weg.



Wenn ich so viel Oxycodon ziehe bis mein Kopf auf den Tisch knallt ist der Schmerz ebenfalls weg.





Ich habe aufgehört mir Vorwürfe zu machen. Ich habe aufgehört mit meinen Bekannten über meine Probleme zu Reden. Ich habe aufgehört mich für die Welt zu interessieren. Ich habe aufgehört Mitgefühl für andere Menschen zu zeigen. Ich habe aufgehört sinn-freie Dinge zu tun. Ich habe aufgehört stressigen Situationen aus dem Weg zu gehen. Ich habe aufgehört mich für andere Menschen zu verändern. Ich habe aufgehört mich selbst zu bemitleiden. Ich habe außerdem damit aufgehört einen Job zu machen, der mich langweilt und habe einen Beruf gefunden der mich erfüllt. Genau so gefällt mir das.



Mal sehen wie sich dieser Konsum auf Dauer aushalten lässt, möglicherweise werde ich mir irgendwann mal Hilfe suchen müssen, aber bis dahin wird sich erst mal noch gegönnt.





Wünsche euch allen weiterhin das Beste!













-Update Mai 2017-

Da meine beiden Dealer hochgenommen wurden habe ich nun seit einiger Zeit keine andere Wahl mehr als wieder zum Alkohol zu greifen. Daher bin ich seitdem wieder täglich betrunken. Am Wochenende endet es meistens in einem Totalabsturz. Auf der Arbeit werde ich für meine Anwesenheit bezahlt und kann eigentlich den ganzen Tag schlafen. Ich habe eigentlich keinerlei Druck oder Stress in meinem Leben, habe aber gleichzeitig absolut keine Motivation mehr morgens aufzuwachen. Kommt mir mittlerweile einfach so vor als habe ich durch den Drogenkonsum komplett verlernt wie man überhaupt normal lebt.



Wenn ich mal ganz ehrlich bin besteht mein Leben seit dem Ende meiner Schulzeit nur noch aus dem nächsten Rausch. Ich habe mich nie wirklich für zwischenmenschliche Dinge interessiert. Beziehungen haben nie lange gehalten weil ich einfach nie wirklich Lust hatte Zeit mit meiner Partnerin zu verbringen und Freundschaften bestanden zum größten Teil immer nur aus "lass mal auf die Party da gehn".



Ich bin mittlerweile an dem Punkt, an dem ich den Sinn meiner Existenz anzweifeln muss. Ich habe alles gesehen was ich sehen wollte, alles getan was ich tun wollte und teilweise einfach zu viel scheiße erlebt. Möglicherweise werde ich in den nächsten Tagen mal zu einem Psychiater gehen, da ich so auf Dauer nicht weiter machen kann.

























Forum Link: http://www.land-der-traeume.de/forum.php?t=33652



























To-do-List: 25i-NBOME, 2C-B, Meskalin und DMT (hinfällig)






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