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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Baumwipfels Höhen in die mikr. Tiefen des Toilettenpapiers
Drogen:LSD
Autor:Larinx
Datum:07.11.2017 19:30
Set:Aufgeregt, leicht nervös
Setting:Der outdoor Seilpark G.
Nützlichkeit:7,63 von 10 möglichen   (8 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Hier noch ein Völlig überbewerteter Tripbericht:

Einleitend, möchte ich die Leser darauf hinweisen, dass die Sicherheitsregeln für einen risikoarmen Konsum Psychoaktiver Substanzen (PAS) in diesem Bericht nicht vollumfänglich eingehalten wurden. Der Konsum von PAS bietet immer Risiken. Von der Einnahme ist generell, insbesondere aber in der im Bericht beschriebenen Umgebung, auch für erfahrene Konsumenten, abzuraten. Dies ist daher kein Aufruf zum Konsum, sondern lediglich eine Geschichte; die keinesfalls PAS Konsum verharmlosen soll. Für jegliches, durch diesen Bericht motivierte Einnehmen von PAS übernehme ich keine Haftung.
Die Ereignisse sind daher, wie immer, als frei erfundene Belletristik zu verstehen.
Die Aussagen zur Menge der Substanz und wie oft sie Konsumiert wurden, sind deshalb fiktiver Natur.
Der Aufruf: "probiert es doch mal selbst" bezieht sich daher auf den Verlauf der Geschichte, ist im übertragenen Sinne und somit nicht als Aufforderung zum Konsum von PAS zu verstehen.
Jegliche Namen sind Erfunden und daher jegliche übereinstimmungen mit Lebenden und/oder toten Personen eher zufällig ;-)

Mein verbindlichster Dank gillt Dr. Ph.D. Phil. Timothy Leary für sein Schaffen; Dr. Alber Hofmann für seine Entdeckung und seine philosophischen Gedanken dazu; D.M. Turner (The Essential Psychedelic Guide) für das aufopferungsvolles Archiviere seiner Erfahrungen; Maria Sabina für ihre rituelle, schamanistische Tätigkeit; sovie Terence McKenna; Hunter S. Thomson; Aldous Huxley und Bill Hicks uvm.

Es Dankt der Autor
A. Larinx



Von seilbespannten Baumwipfels Höhen bis in die mikroskopischen Tiefen des Toilettenpapiers.

Die Story liegt zwar schon einige Jahre zurück, aber ich wollte auch mal ein Tripbericht veröffentlichen, somit viel Spass:

Da meine Partnerin und ich sonnst immer in einem Waldstück, auf einer Alpwiese oder einem abgeschiedenen Seeufer (einsame, unbewohnte Inseln bevorzugt), tripten, entschieden wir uns, für diese Gruppenerfahrung der extremeren Art, einmal einen Seilpark aufzusuchen.

Sie hatte schon an die 8 trips hinter sich (davon 3 auf LSD, 5 auf Psilo's) plus wir sind begeisterte Seilpark Besucher und waren somit schon nüchtern in Seilparks in der ganzen Schweiz unterwegs. Somit dachte ich, könne man mal etwas riskieren. Trotzdem machte ich mir gewisse Sorgen. Was Psychedelika anbelangt habe ich eher eine risikovermindernde Haltung. Ich hab' für mich herausgefunden, dass man sich in Seilparks zu allererst einmal in die Seile fallennlassen muste, um die Angst vor der Höhe zu verlieren, aber ob das auf Trip auch so lässig funktionierte?
Klar versprach die Idee ein einzigartiges Erlebniss zu werden, vorausgesetzt man behielt sich wärend des Trips stehts im Hinterkopf, dass man sich jaaa nie mit beiden Sicherungskarabiner gleichzeitig aushängte.
Ich sprach mit meiner Partnerin über meine Bedenken und zu meiner Überraschung (sie ist bez. Drogen noch vorsichtiger als ich), schien sie sich über diesen Umstand nicht im geringsten den Kopf zu zerbrechen.

Die Gruppe bestand aus meiner Partnerin, nennen wir sie mal Yana, meinem langjärigen guten Freund Marc und dessen Freundin Sandra, und deren Freunde, Thomas und Nadine und mir.
Der Rest der Gruppe war, bis auf Nadine, sehr erfahren im Umgang mit Psychedelika.
So liess ich es auf mich zu kommen.

Wir traffen uns um 0900h im Dorf wo sich der Park befand und gingen erst einmal in ein Restaurant frühstücken. Die, die sich noch nicht kannten, wurden sich gegenseitig bekannt gemacht. Hatte ich bei der Anfahrt (natürlich mit dem ÖV, Ehrensache) noch ein mulmiges Gefühl, so wurde dies durch den Umstand gelindert, dass auch die zwei die ich bis anhin nicht kannte, komunikative und offene Leute zu sein schienen.

Wir nahmen die Filze um rund 0945h ein (laut Angaben des Kollegen à je 150 Mikro reines LSD), so dass wir auch bei einem unerwartet schnellen Wirkungseintritt genügend Zeit hatten, die Einführung hinter uns zu bringen, die ein Jeder jedesmal zu absolvieren hatte.

Wir waren früher dort als angenommen und das Personal des Parks war noch mit einrichten beschäftigt. Sie hiessen uns wilkommen und nachdem wir ihnen erklährt hatten wir seien mit Seilparks bestens vertraut, meinte der Teamleiter wir können ruhig schon mal die Ausrüstung für uns bereitmachen. Wir diskutierten, darüber was alles zu beachten sei, wenn man mit verändertem Bewusstsein in 30 metern höhe in den Seilen hängt.
Zum Glück waren alle schon mal in einem Seilpark gewesen und kannten daher die Tücken.
Nüchtern versteht sich.
Auch entschieden wir stehts zusammen zu bleiben, uns gegenseitig zu überprüffen und uns beim Sicherheitssatz: 'auf den Boden zurück' zu ziehen, falls es jemandem zu viel wurde.
Die Instruktion dauerte länger und trockener als erwartet, aber der Wirkungseintritt lies auch auf sich warten.

Wir hatten sogar schon die ersten zwei, als leicht klassifizierten Kurse ganz durchlaufen, als ich ein erstes Gefühl der inneren Aufregung verspührte; welches sich definitiv nicht mehr mit der Höhe und der körperlichen Betätigung erklähren liess.
Mein Puls wurde spührbar schneller und meine Hände fingen an zu kribbeln.

Ich warf einen verheissungsvollen Blick zu Yana, die vor mir ging und konnte erkennen, dass es ihr auch so ging.
Wir traffen uns verbotenerweise, da nur maximal 2 Personen pro Plattform und je eine pro Seilabschnitt zugelassen waren, alle zusammen auf einer grossen Plattform.
Marc und Thomas bescheinigten uns, dass sich bei ihnen noch rein gar nichts tut, Sandra und Nadine wollten sich noch nicht festlegen. ("So irgendwie komisch-mulmig zumute")



Wir gingen also weiter auf dem als 'mittel' klassifizierten Pfad. Ich hatte das Gefühl als würde ich auf einem durch einen Film vorgegebenen Weg wandern und wäre somit wie ausserhalb der tatsächlichen Seilparkerfahrung.
Es fühlte sich ein bisschen so an wie im Film 'Rambo', gemixt mit der Gameboysequenz von 'The Beach', in der Leonardo DiCaprio desilusionierend happy in verpixelter Grafik und im Jump&run Stil durch das Inselparadies hüpfte.
Ich war definitiv mittendrin!
Ich merkte wie mein Kopf immer schwerer wurde und im Nacken nach unten zu gleiten drohte. Das beinah holotrope, tiefe durchatmen, wie ich es mir nur von Psilocybin gewohnt war, setzte unvermindert ein.

Ich holte zu Nadine auf, die schon stark in Aufregung war. Im Gegensatz zum unmittelbar vor ihr kraxelnden Thomas; der immer noch, ein bisschen zu überschwänglich zwar, bekräftigte nicht das geringste zu spühren.
Nadine schien von der über ihr hereinbrechenden Welle überwältigt zu werden. Dass kannte ich nur zu gut. Ich liess ihr zusammen mit Yana das komplette Seminar der Tricks zukommen, die ich aus Timy Learys Tibetischem Totenbuch und all den 'Essential triping guides to the galaxy' in stundenlangem Selbststudium 'ad absurdum' zu führen pflegte.
Darin war ich mitlerweile sehr versiert.
Und sie fing augenblicklich an auf meine 'Stimuli' einzusteigen und mir das Universum zu erklähren, in dem sie sich gerade befand.

Ob das immer so intensiv sei, die Formen, die Blätter und die Hintergründe? Fragte sie. (Die Blätter schienen es ihr besonders angetan zu haben)
Ich riet ihr einmal tief in den Wald zu schauen und sich dann vorzustellen, dass sich zwischen jedem Baum ein Spiegel oder eine durchsichtige Barriere befinde.
Dies ist eine meiner Lieblingshalluzinationen. Sie eignete sich ganz gut, um sie für andere 'sichtbar' zu machen.
Der menschliche Geist auf Substanzen, schien erstaunlicherweise nach prägnanter, kurzer Erklährung dazu bereit, so zimmlich genau die gleiche Halluzination zu reproduzieren. So auch dieses Mal und sie war sichtlich entzückt ab dem Spiegelkabinet, dass sich plötzlich rund um sie herum zu materialisieren begann.
Versucht es doch mal selbst.

Auch Thomas und Marc hingen nun in den Seilen. Ich begann mir Sorgen zu machen (die ich natürlich beiseite zu wischen versuchte). Einerseits weil ich dachte, sie würden uns wohl aus dem Park werfen wenn sie sähen, dass jemand minutenlang an einer Stelle stand und die Zinnen des chinesische Schlosses anstarrte, welches sich gerade im Wipfel des Baumes vor mir bildete. Andererseits sorgte ich mich wegen der Passagen die nur aus Seilen bestanden, denn die bereiteten mir zusehends mühe. Wenn ich nach unten schauen musste, begann der Boden und allgemein alles unter mir rein und wieder raus zu zoomen und diese verdammten Seile waren so dünn, ich konnte sie einfach nicht mit dem Fuss treffen.
Generell hatte ich aber nie Angst um mich selbst. Statt 30 Meter über dem Boden, fühlte ich mich eher wie auf einem Waldspielplatz, auf dem man nicht mehr als 1m fallen konnte.

Das Licht, dass durch die Äste fiel, kreirte eine mystisch, tropische Atmosphäre und sorgte für Verwirbelungen der Luft, die stofflich-transparent und doch sichtbar, um uns herum in die Höhe zogen.
Weisse Striche aus Licht begannen vor mir durch die Luft zu schiessen, gerade als eine Gruppe ausgelassener Bankangestellter auf einem Betriebsausflug (das sagten sie zumindest) unsre kleine Gruppe überholte.
Die schienen sich absolut nicht über unser kurioses Verhalten zu wundern.
Wir wirkten auf sie wohl eher so als seien wir blutige Anfänger, die jeden Schritt ausgiebig planten.
Das schien perfekt! Egal wie bedeppert man sich bier oben benahm, für alle 'Nüchternen' schien das hier oben nur normal und lustig.
Wir liessen sie trotzdem erstmal alle passieren.

Als ich wenig später aber sah, dass Thomas sich beinahe mit beiden Karabinern gleichzeitig abgurtete, entschied ich, dass wir doch zu weit gegengen waren mit dem Experiment. Ich vorderte offen eine Aussprache und wir entschieden uns, nach beenden dieses Rundganges, auf den Boden zurück zu kehren.

Ob Thomas sich in der Situation von mir beformundet fühlte, hat er mir nie verraten. Wenn ja, täte mir das unendlich leid!

Wir liefen noch ein wenig durch den Wald als wir die Ausrüstung zurückgegeben hatten und stiessen auf einen Waldspielplatz und tollten herum wie Hundewelpen.

Marc kam mittendrin zu mir und hiess mich an mit zu kommen, wenn das für mich okay sei. Er führte mich zu einer kleinen Lichtung am Fusse eines Hügels. Vor ein paar, ca. eine Elle langen Steinen blieb er stehen, deutete auf sie und fragte: "Was ist das?"
Als ich mir die 'Steine' genauer betrachtete, erkannte ich, dass sie auf einer flachen Stelle Einkerbungen hatten, die Zähnen ähnelten.
Es waren Kieferknoche eines Säugetieres.
"Sind das Knochen oder Steine?" Fragte er mich. Noch heute fungiert dieser geflügelte Satz als art Running-Gag zwischen uns. Jedes Mal wenn wir uns davon überzeugt hatten, dass es Knochen waren und schon darüber diskutierten, welchem Tier diese wohl gehörten, wurden sie wieder zu Steinen und so weiter. Als erstes getraute ich mich nicht sie anzurühren und ekelte mich gar. Ich überwand mich dann schlieslich, was aber auch keine Lösung brachte. Hielt ich sie in den Händen, waren es je nach Drehung eben Steine oder Unterkiefer eines uns unbekannten Tieres.

Wir wollten die anderen befragen, aber die hatten sich schon mental bereit gemacht, um ins Dorf zurück zu kehren.
Sandra klagte über Wassermangel, sie wollten in's Restaurant von heute morgen gehen.
Auf dem Weg dorthin, wirkte das Dorf wie ein Ort aus einem Historienfilm.
Zwei, drei ältere Leute, in chiquer Bekleidung aus dem letzten Jarhundert, flanierten durch das Dorf. Die Sonne schien und überall herrschte gemütlich Ruhe.

Das Restaurant wirkte wie verlassen. Im Eingangsbereich, wo wir am Morgen noch frühstückten, waren ein paar Leute. Aber dort war etwas unangenehmes im gange, das spührten wir alle instinktiv als wir den Raum betraten.
Statt schnell eine Flasche Ice Tea am Tresen zu kaufen und dann zu verduften, entschieden sie sich, in der Ecke eines Hinterzimmers platz zu nehmen.
Marc ging an den Tresen zum 'bösen' Eingangsbereich zurück und brachte es tatsächlich fertig, für uns alle je ein Glas zu trinken zu bestellen. Soweit ich das entscheiden konnte, schöpfte niemand ab unserem Verhalten verdacht und Marc brachte es sogar fertig, dass am Ende tatsächlich jeder das Getränk vor sich hatte, dass er oder sie vorgängig bei ihm bestellt hatte. Obwohl das in diesem Zustand geschmacklich wohl kein all zu grosser Unterschied gewesen währe.

Die Holzäfelung lies ihre Maserierung in kaleidoskopartigen Wellen über die Wand tanzen und der Boden schien aus grossen, ungleich behauenen Schieferplatten zu bestehen. Diese waren wie grosse Felsen und als ich recht hinschaute, war ich plötzlich in Mordor. Der Tresen wurde zum grossen Wall und in der ferne des Landes, lies ein Fenster ungefiltert, grelles Licht herein, dass so strahlend Rot war, dass es sich hier wohl erübrigt zu erklähren, was das da war.
Ich schüttelte mehrmals ausgiebig den Kopf, aber meine Gefolgschaft des Ringes schien keine Notitz von mir zu nehemen.
Unter ihnen war schon eine rege, wirre Diskusion im gange. Ich entschied für mich: wenn man trippte, soll man trippen und nicht diskutieren.
Ich musste sowiso auf Toilette und so entschuldigte ich mich.

Ich hatte etliche Mühe das WC überhaupt zu finden, den ich war nahe des Peaks.
Rund um mich und meine Toilettenkabine herum Morphte und zog es an den Wänden meines kleinen Scheisshauses. Mal dachte ich, ich sei mit ihm auf einer hohen Klippe, dann wieder war ich in einem U-Boot und konnte den Druck von hundert Tonnen Wasser, die sich auf mein Gefährt pressten förmlich spühren.
Ich versuchte es zu ignorieren und begann, den Toilettensitz zu arangieren. Deckte ihn, mit fünf mal zwei Bättern sorgfälltig ab, auf dass ja kein Stück Sitz meinen Hintern berühre, so wie ich es immer zu tun pflegte. Die Angst vor Bazillen auf fremden Klobrillen, eine Gewohnheit die, während unserer Beziehung, massgeblich von meiner Partnerin auf mich abgefärbt hatte.

Nur war ich heute mit der Überlappung der Blätter nicht zufrieden.
Da mir natürlich jegliches Zeitgefühl fehlte, musste ich wohl mindestens zehn minuten, wenn nicht gar länger, an den Blättern rumgezupft haben. Sie gedreht, geschoben, arrangiert. Biss sie ein perfektes Prisma bildeten, worauf ich die absurdität der Situation erfasste, in der ich mich, mit mir selber, gerade befand.
Ich musste laut los prussten. Neben mir befand sich jemand in der Toilettenkabine und ich weiss nicht wie komisch es sich für ihn angefühlt haben musste, als er sich, an diesem sonnigen Samstag Vormittag, auf die Herrentoilette begab und plötzlich jemand in der Nachbarkabine einen Lachanfall kriegte. Das war halt eines jener Dinge mit denen man rechnen musste, wenn man einem "triping fool" über den Weg lief.

Es blieb bei der blossen Vermutung, denn ausser dass er, gefühlt oder bloss eingebildet, relativ schnell seine Kabine verliess, deutete nichts auf eine potentielle Verlegenheit hin.
So auf dem WC sitzend, begann ich mir typischerweise Sorgen zu machen, meine lange Abwesenheit könne unangenehme Fragen provozieren. Obwohl ja mein Zustand beinahe alles gerechtfertigt hätte. Ich wischte diese Sorgen weg und entschied mich, ohne Stress aufkommen zu lassen möglichst rasch zurück zu den Anderen zu gehen.

Die Klopapierrolle brachte mich jedoch von diesem ambitiösen Vorhaben ab. Erstens wollte sie nicht den von mir vorgegebenen Bewegungen folgen, was bei mir Zweifel über meine Kontrolle in diesem Universum auslösste. Statt mir, je zwei Stück zum zweck der Arschabwischung, in die Hand zu kommen, entrollte sie sich zwischen meinen Beinen. Ich bedauerte den Teil der Rolle die den Boden berührt hatte. Es waren mindestens sieben Blatt!!! Die musste ich nun, aus hygienische Gründen, im Klo versenken, ohne sie zu benutzen. Was für eine Verschwendung!
Anschliessend und bei genauerem hinsehen, eröffneten sich mir Welten aus schneebedeckten Berggipfeln und lauschigen Tälern in des Toilettenpapierrolles weiten tiefen. Ich sehe diese 'Papierfreunde' auch heute noch, occasionally.
Wie kleine Welten, einer Schneekugel gleich, wie man sie in Zermat oder einem dieser Touristenorte im Schaufenster präsentierte. Die Berge bekamen graue Schatierungen. In den Tälern wurde es moosig grün.
Kleine Seilbahnen, die Skiegebiete bedienten und gar Skifahrer welche die pulverig, flauschigen Hänge der Toilettenpapierrolle hinunter carvten.
Ich werde nie müde die Detaillverliebtheit dieser Substanz zu bewundern. Wiso machen die auch solch poorig, poröses Toilettenpapier!

Irgendwie schaffe ich es, schweren Herzens, mich aus den Wolken über dem Skigebiet herauszureissen und zu den anderen zurück zu kehren.
Meine Abwesenheit ist im Spiel mit den Bierdekeln meiner Compagnerros beinahe untergegangen und so entschieden wir uns, den rest des Tripps doch noch draussen auf der Wiese im Sonnenschein zu verbringen. Die Bedienung fing nämmlich schon an fies zu gucken.
Wir verbrachten den Rest unserer gemeinsamen Zeit auf der Wiese liegend damit, in die Wolken zu starren oder die mikroskopisch kleinen Punkte zu beobachten, die überall im Gras und auf dem Steinen herumkrappelten. Und uns ganz allgemein darüber zu wundern, wie perfekt die Natur doch geschaffen ist und wie gut alles ohne den Menschen funktionierte.

Mittlerweile begann auch mein Tripp wieder etwas abzuflachen und es war mir wieder möglich, einigermassen zusammenhängende Sätze zu formulieren.
Die Rückfahrt war dann, als wir uns schliesslich trennten, eher mühsam. LSD ist nicht gemacht um in grossen, hektischen Bahnhöfen seine Verbindung zu suchen, aber wir schafften es trotzdem irgendwie nach Hause. Ironischerweise, waren die letzten nennenswerten Simptome in ebendiesem Augenblick abgeklungen, als ich die Schwelle unserer Eingangstüre überschritt.

Abschliessend kann ich nur sagen, dass dies einer meiner risikoreichsten Trips war. Das Wiederholen ist, besonders für im Umgang mit Psychedelika unversierte, nicht wirklich zu empfehlen. Die Gefahr abzustürzen ist einfach zu gross, insbesondere auf einer so potenten Substanz wie LSD.

ENDE

Bhu ihr habts geschafft! ;-)

Autor: A. Larinx






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