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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Roter Pilz mit weißen Punkten
Drogen:Fliegenpilz
Autor:bastitinki
Datum:05.11.2021 12:23
Set:entspannt, erwartungsvoll, etwas gelangweilt
Setting:Zuhause mit meiner Frau, hauptsächlich Wohnzimmer am Esstisch, Stift und Papier
Nützlichkeit:7,67 von 10 möglichen   (6 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Trip auf Fliegenpilz vom 04.11.2021



Liebe TraumländerInnen,
ich habe schon vor langer Zeit begonnen, regelmäßig hier mitzulesen, doch erst seit Kurzem bin ich auch selbst aktiv. Ich habe schon zahlreiche Erfahrungen mit Alkohol, Cannabis, Speed, Ecstasy, Pilzen und LSD gemacht, doch nun wollte ich auch die Welt der heimischen Naturdrogen erforschen.
Der Bericht ist sehr lang, doch ich hoffe, dass er verständlich ist. Ich habe versucht, den Text durch einige Leerzeilen etwas aufzulockern, damit man sich nicht so konzentrieren muss, um nicht in der Zeile zu verrutschen.

Schon seit längerem habe ich Interesse am Fliegenpilzkonsum, doch als dieser Wunsch das erste Mal in meinem Bewusstsein auftauchte, hatte ich noch überhaupt keine Ahnung von Pilzen oder dem Pilzesammeln, weshalb ich nie welche fand.

Dieses Jahr hat sich das geändert: Ich habe begonnen, mich über Pilze und das Pilzesammeln zu belesen, war oft draußen auch abseits der Wege unterwegs und bin diesen Herbst mehrmals mit vollem (Speise-)pilzkorb nach Hause zurückgekehrt.

Eines Tages fiel mir auf der Suche nach einem neuen Sammelspot eine Allee im Wald auf, die man von einem Wanderweg aus sehen konnte. Die Allee bestand aus Birken, die von Fichten umgeben waren. Am Ende der Allee befand sich ein Jägersitz. Das erste Mal, als ich dort sammelte, fand ich zahlreiche Röhrlinge, doch ich wusste, dass dort auch die auffälligen roten Pilze mit den weißen Punkten wachsen müssten.
Und tatsächlich: Als ich in einer Phase milden Wetters nach einer kälteren und verregneteren Woche dorthin zurückkehrte, wurde ich fündig.

Nachdem diese Pilze verschwunden waren, wurde ich dort in der Nähe, etwa zwei Wochen später, noch einmal fündig. Insgesamt müssen es wohl etwa 15 Pilze unterschiedlichster Größe gewesen sein.

Die Pilze würfelte ich und trocknete sie im Backofen bei 130°. Ich habe zwar bei meinen Recherchen Empfehlungen für deutlich niedrigere Temperaturen gelesen (60°, 80°), aber wenn das Wasser verdampfen und nicht nur alles zermatschen soll, erscheint mir eine Temperatur von >100° als angemessen. Ibotensäure und Muscimol zersetzen sich (s.Wikipedia) erst bei deutlich höheren Temperaturen. Bei Ibotensäure wird der Schmelpunkt mit 150° angegeben, das heißt, bis dahin ist es sogar noch fest; bei Muscimol wird angegeben, dass bei 170° die Zersetzung stattfindet.
Die trockenen, spröden Pilzstückchen habe ich in einem Mörser zu Pulver verarbeitet. Auf diese Weise erhalte ich ein homogenes Gemisch mehrerer Pilze, das den Durchschnittsgehalt an Muscimol enthält, um so den starken Wirkstoffschwankungen zwischen verschiedenen Pilzen entgegenzuwirken.

Das Pulver habe ich eine halbe Stunde gekocht und dabei mit Zitrone angesäuert, anschließend das Fruchtfleisch abgesiebt und nur den Extrakt getrunken. (vgl. Youtube-Kanal Buschfunkistan Fliegenpilz... ja ich weiß, keine wissenschaftliche Quelle, aber ich vertraue dem.)

Das erste Mal habe ich nur 1 g konsumiert: Nichts passiert

Das zweite Mal habe ich 2,5 g konsumiert: Keine sofortige Wirkung, allerdings ein lebhafter Traum in der nächsten Nacht, also nicht direkt nach dem Konsum, sondern einen Tag später.

Das dritte Mal habe ich 6 g konsumiert. Ich habe mich zwar nicht berauscht gefühlt, aber meine Frau hat berichtet, ich wäre irgendwie komisch gewesen. Höchstens ein wohlig-warmes Körpergefühl, aber nichts Besonderes. Allerdings gab es da einen Moment, in dem ich eine merk-würdige Erfahrung hatte, als ich auf der Couch unter einer Decke lag und mit geschlossenen Augen einem Video lauschte. Der Inhalt des Videos ist dabei egal, da ich es eher als Hintergrundrauschen wahrnahm: Ich hatte das Gefühl, dass meine Beine sich langstreckten, nach oben bogen und mit meinem Kopf einen Kreis bildeten. Dies war aber nicht nur ein Gefühl, sondern eine Mischung aus Vorstellung und Wahrnehmung: Ich hatte zwar das Gefühl, dass meine Beine langsam länger wurden und sich, wie ein Bogen gekrümmt, emporhoben, aber ich hatte auch ein skizzenhaftes Bild vor meinem geistigen Auge, in dem genau dieses Gefühl visualisiert wurde.


Das vierte Mal habe ich 9,5 g konsumiert. Das war gestern Abend. Ich habe währenddessen von Hand Protokoll geführt, sodass ich nun den Abend zu rekonstruieren versuche.
Um 17:00 habe ich den Tee aufgesetzt und bis 17:40 kochen lassen. Ich stellte die Tasse raus auf den Balkon, um sie schneller trinken zu können.

Um 17:53 begann ich, den Tee zu trinken. Zu diesem Zeitpunkt unterhielt ich mich mit meiner Frau. Sie erzählte von ihrer Familie, in der es immer etwas zu erzählen gibt. Eine meiner Schwägerinnen ist ständig verschuldet, ihrem Kind gegenüber gewalttätig und hat neben dem offensichtlichen Selbstwert- auch ein Alkoholproblem. Ich möchte die Geschichte in einem Theaterstück verarbeiten und schrieb mir deshalb ein paar Sätze auf, die meiner Frau als authentische Äußerungen ihrer Schwester beschrieb.

Um 18:22 hatte ich den Tee ganz ausgetrunken. Er hatte einen sehr starken, schweren Geschmack, weshalb ich langsam trank und ihn nicht herunterstürzen wollte.

Kurz danach muss ich mich ins Schlafzimmer verkrochen haben, um dort allein zu sein und zu schreiben.
Ab jetzt schreibe ich in Anführungszeichen, was ich genau so gestern geschrieben habe.
„18:58 leichte Benommenheit, flauer Magen, Lust zu essen. Ein angenehmes Gefühl der Taubheit geht von meinem Bauch aus und erfüllt meinen Körper. Ich gehe pinkeln und mache meine Dehnübungen. Im Vgl. zu vorher DEFINITIV leichte Mydriasis. War es bei den vorherigen Versuchen auch!“

Um die Dehnübungen zu machen (Gesäß dehnen gegen Ischialgie), ging ich ins Wohnzimmer zu meiner Frau, da wir dort genug Platz und einen Teppich haben, um sich auf den Boden zu legen. Ich empfand die Dehnung als sehr angenehm und verharrte, so meinte ich zumindest, länger als sonst in den Yoga-artigen Posen. Als ich aufstand, war mir leicht schwindlig, was sich jedoch sofort in Luft auflöste.

„19:08 Übungen gemacht, leichter Hunger, leichte Betäubung. Angenehm betäubt, aber doch NICHT wie ein Alkoholrausch. Nicht die Euphorie des Alkohols, eher das angenehme Taubsein (vgl. comfortably numb), wenn man schon mehr getrunken hat.
Assoziationskette Musik - Laute Stimme – Rauschen – Geräusche – sprechen – Gegenwart – Wissen – emotionales Befinden – Befindlichkeiten – Käse – Assoziationskette – Gefühl

Ich habe das Gefühl, dass ich einen vorbeirauschenden Gedankenstrom aufschreibe und nicht Assoziationen. Ja, es stimmt, Assoziationen einer Assoziationskette sind vorbeirauschende Gedanken, von denen jeder mit dem vorherigen zu tun hat. Ich hatte das Gefühl, meine Gedanken seien komplett aus dem Kontext gerissen, hätten nicht die nötige Kohärenz, um als Assoziationen zu gelten.

19:15 Hamburger essen ist, was ich will. Ich möchte es noch herauszögern, wobei... warum? Meine Gedanken rasen. Gerade habe ich gedacht: ‚Ich habe nirgends gelesen, dass jmd. Erst Fliepilz nimmt und danach isst, vllt. Geht der Rausch verloren/ wird abgeschwächt, wenn ich jetzt etwas esse.‘
Andererseits kann das Essen

NEUER GEDANKE, JETZT

reich für die Beschreibung sein, warum mich quälen? Warum nicht genießen?
‚...jetzt etwas esse. Ah, Moment, ich erinnere mich daran, gelesen zu haben, dass jmd. geschr. hat, dass man Hunger bekommt und ich meine in Klammern (, dass) es auch sehr gut geschmeckt habe‘
Der Gedanke kam natürlich eher in gedankengroßen Stücken, in Bildern, Assoziationen, kleinsten gedanklichen Einheiten, nicht so elaboriert, wie ich das schreibe.
Was ist die kleinste kognitive Einheit? Kann man Gedanken unterteilen?

Abseits von Emotionen meine ich, Gedanken. Das Konzept muss die kleinste, NEIN, das Konzept ist die kleinste gedankliche ENTITÄT, konzeptuelle Eigenschaften; können sie einzeln gedacht werden? Ja, aber nur in einer bestimmten Suche oder einem TOT“
(Anmerkung: Tip of Tongue (TOT) ist die Bezeichnung für das Phänomen, wenn einem ein Wort auf der Zunge liegt. Das TOT wird in der Psycholinguistik/Kognitiven Linguistik als Argument dafür genommen, dass der Abruf eines Wortes in mehreren Schritten geschieht.
Konzeptuelle Eigenschaften sind Dinge wie Größe, Form, Farbe oder andere Eigenschaften, die Konzepte, also Begriffe, das heißt, geistige Repräsentationen bestimmter Gegenstände, Handlungen, Vorgänge oder Zustände beschreiben und von anderen abgrenzen.)

„19:21 Ich werde essen“ Das Essen war lecker, ich habe dabei etwas mit meiner Frau gesprochen und von meinen Befindlichkeiten erzählt. Neben den gedanklichen Wirkungen ist mir vor allem das veränderte Körpergefühl aufgefallen.

"19:46 Schritte leicht, doch nicht leer, schwebend, aber fest und mit Kraft. Musik von Ricardo Ajona: Schale: Sicht flackert zwischen scharf & unscharf, das nehme ich aber als von mir selbst gesteuert wahr.
Eindruck des oval-Langziehens der Schüssel nicht als Verformungsprozess, sondern als Oszillieren zw. Ist-Zuständen“

Die Musik von Ricardo Ajona hörten wir zusammen beim Essen. Meiner Frau gefällt seine Musik sehr und sie erfuhr in diesem Moment von seiner Europatournee. Wir berieten eine Weile, ob wir zu einem seiner Konzerte fahren würden, aber es war terminlich schwer zu machen und würde einen Rattenschwanz an Kosten mit sich tragen, weshalb wir uns letztendlich dagegen entschieden. Obwohl seine Musik nicht meinem Geschmack entspricht, hatte ich Spaß daran, mit meiner Frau ein paar seiner Lieder zu hören, da sie es sehr genoss.

„19:50 Videos gucken ist Verschwendung des Rausches.

19:57 irgendwas wollte ich... motorische Ungereimtheiten, sanftes Gegen-Türrahmen-Stoßen

20:00 Wenn Körpergefühl besonders  Yoga?

Ich möchte bewusst wahrnehmen und festhalten. Ich verfüge über die Wörter, um es zu tun.

20:01 Hans“ (mein großer Bruder) „ruft an: Nicht rangehen. Guter Rat meiner Frau. Ich: Schuldgefühl. Sie: beschwichtigt.

20:06 el chichimaco. Soy el chichimaco de Antje
20:12 ganas de fumar

20:33 whacky Motorik embasarte statt embarazarte, Silbe bar fällt raus... motorischen Automatismen fehlen einzelne Stücke

20:34 Wie beim Sprechen, so ist es auch beim bewegen. Es sind automatisierte Routinen wie das Aufstehen, Gehen, eine Tür öffnen oder Aussprechen einer Silbenkette, die plötzlich mit einem FEHLENDEN GLIED produziert werden.“
Hier drängte sich mir die Doppeldeutigkeit von ‚fehlendes Glied‘ auf, weshalb ich hinzufügte „fehlender Handlungsschritt“

„20:30 Ich fühle, dass das Schreiben meinen Rausch kanalisiert, ihn leitet und führt. Er erhält einen Sinn und einen Weg. Um den Rausch zu be-schreiben gibt es nichts Naheliegenderes. Doch will ich dies auch mit andern Substanzen? Ich befürchte, nein. Ein LSD-Trip am Schreibtisch. 12 Stunden mit Stift und Papier? Zum Scheitern verurteilt. 20:48 Es mag ein schriftstellerischer Erfolg sein, aber sicherlich ein erlebnishafter Reinfall.

Die Farbe des Blatts scheint zwischen weiß und rot zu wechseln, wie vorher die Schüssel“ (Anm.: Wie die Schüssel zwischen ovaler und runder Form wechselte, ohne dass es einen Übergang gäbe. Es war ein Hin- und Herspringen zwischen zwei Zuständen ohne eine graduelle Verformung, ohne einen Übergang.)

„Es ist ein Blatt, das eine weiße Farbe hat. Doch während ich blinzle oder nicht auf das Blatt schaue, selbst während ich es anvisiere, in winzigen Momenten zwischen den Frames ist das Blatt rötlich.
Es ist, wie beim letzten Mal die Beine, eine Mischung zwischen Wahrnehmung und Vorstellung. Ich sehe kein Rot. Es ist ein Bild vor meinem inneren Auge, aber ein sehr präsentes. Ständig kehrt dieser Eindruck wieder.

21:20 Urin riecht nach Fliegenpilz. Lust auf Rauchen vergeht. Vergeht der Rausch?

21:33 Immer noch leichtes Schwanken, ganas de fumar deutlich verringert aber nicht verschwunden
21:35 Die Kälte des Balkons fühlt sich wie eine angenehme Frische an und lädt mich zu einem Spaziergang ein

21: 42 Dosis zum Nachlegen vorbereiten
21: 48 Aufsetzen
21:54 WC3 Channels Bo7 Moon vs 120“
Anm: Ich hatte vor einigen Jahren eine sehr intensive Computerspielphase, in der ich WC3 gespielt habe. Der folgende Abschnitt könnte (oder wird?) für diejenigen zahlreichen Personen, die mit dem Spiel nichts anfangen können und den Kanal Back2Warcraft nicht kennen, uninteressant sein. Ich empfehle, bis zu 22:08 zu springen. Da geht es zwar immer noch um das Spiel, aber ich denke, dass es denjenigen mit etwas Computerspielerfahrung (egal welches Spiel, wobei RTS von Vorteil) leicht fallen wird, das nachzuvollziehen.

Gestern fand ein Spiel zwischen Moon und 120 statt, zwei der besten Spieler überhaupt. Moon spielt Nachtelf, wie ich damals, und genießt den Ruf des besten Nachtelfen-Spielers. Das Spiel war schon vorbei und ich suchte eine Möglichkeit, es anzusehen, fand aber nichts. Ich suchte den Back2Warcraft-Kanal. Ich suchte nach einer Kontaktmöglichkeit und fand eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer. Eine E-Mail schreiben? Nein, das dauert doch ewig, bis ich eine Antwort habe. Anrufen? Ist das vielleicht einfach Neos Handynummer? Der Gedanke ließ mich schmunzeln.
„22:04 WC3-Stream Ich habe ewig nach einem Spiel gesucht, es nicht gefunden, daher Stream. Hab überlegt, Jannes Tjarks anzumailen  dauert zu lange
Anrufen  zu unhöflich; kann mir vorstellen, wie Carson sagt: „No, that’s what Reddit is for. And exactly that is what Reddit is for.“
 Auf reddit anmelden Spam besser mit anderer Mail“ (nicht Arbeitsmail) „die zu erstellen so viel Geklicke: am Handy keine Lust

22:08 spielen und streamen = sich in das Spiel verwandeln: Man wird zu seiner Maus, wird zu den Einheiten, die man ausbildet, man wird zu einem Wisp, der sich im Baum versteckt.

22:09 Nachtrag: vorher irgendwann hatte ich die Eingebung, meine ‚Beinschließer‘ (gibt’s das Wort überhaupt?) zu trainieren
Wisp, der sich im Baum versteckt... Du wirst zum Archer, der mit 10HP davonkommt, du wirst zur BO, du wirst zum Schmied des genialen strategischen Plans.
REALITÄT
Was ist Realität?
Was ist Welt?
Es ist nicht das FAKTISCHE, es ist das IMAGINÄRE. Ein drogensüchtiger Obdachloser und ein berufstätiger Familienvater, der seine Laster im Griff hat, leben in verschiedenen Welten.“

Anm.: Ich möchte nicht pauschalisieren und möchte mich für dieses unglücklich gewählte und außerdem auch gar nicht treffende Beispiel entschuldigen. In keiner Weise möchte ich drogensüchtige Obdachlose ab- oder Familienväter aufwerten.
Was ich damit sagen wollte, ist, dass die Welt nicht das ist, was du wahrnimmst, sondern die Art und Weise, wie du es wahrnimmst und, in der Folge, interpretierst. Wenn zwei Personen ein Problem haben, sagen wir zum Beispiel, schwer verschuldet sind, gibt es mehrere Möglichkeiten, damit umzugehen. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, durch (irgendeinen) Rausch vor den Sorgen zu flüchten. Eine andere Möglichkeit wäre es, die Arschbacken zusammenzukneifen und solange Dinge zu tun, die einem nicht gefallen, bis man das Schuldenproblem beseitigt hat. Warum kann man mit dem Rausch überhaupt vo Sorgen flüchten? Weil, während man berauscht, vor allem natürlich betrunken oder bekifft, ist, die Sorgen gar nicht existieren.
Die Sorgen sind nicht etwas, das man messen kann, sie sind ein reines Bewusstseinsprodukt. Wenn die Existenz der Bewusstseinsprodukte durch Drogenkonsum verändert werden kann, kann dann nicht auch die Realität durch Bewusstseinsveränderung verändert werden?
Ich denke, dass das Lösen des Problems und das Fliehen vor dem Problem im ersten Moment die gleichen Auswirkungen auf die Realität hat: Das Problem ist weg.

„Ich behaupte, und das ist eine Gedanke, den ich shcon öfter hatte, dass das, was die REALITÄT, die WELT ausmacht, nicht dsa Faktische, sondern das IMAGINÄRE ist. Meine anekdotische Evidenz beziehe ich aus Erfahrungen des Rauschs, der Virtualität und der Geisteskrankheiten und, viel grundlegender: der Emotionen“ (Anm.: auch die weite Verbreitung von Verschwörungsmythen lässt sich hier gut anführen). „Was wir erleben, folgt nicht aus faktischen, aus determinierbaren Ereignissen, Zuständen und Situationen. Die REALITÄT ist ein Produkt unseres Bewusstseins. Wenn wir unser Bewusstsein verändern, verändern wir die Realität. Das geht stets noch mit der Unterscheidung

Wirklichkeit – das Subjektive/ Imaginäre
I I
Realität – das Faktische

Warum setze ich nun das Faktische dem Subjektiven gleich? Ich nehme als Referenz NICHT den imaginären Punkt außerhalb, den imaginären Dirtten, denn es gibt ihn nicht. Eine Realität wäre eine nicht wahgenommene Wirklichkeit. Ob diese existiert, ist eine Glaubensfrage, da nicht falsifizierbar. Die Auflösung von Wirklichkeit und Realität, OBACHT: denn, genauso ihre Trennung ist eine Glaubensfrage, ist wissenschaftlich nicht zu beantworten. Somit ist auch der Glaube selbst nicht zu verwerfen, sondern gilt der Zweifel des Unwissens.

22:30 Tee abkühlen
Die Trennung von Realität und Wirklichkeit ist anzweifelbar, denn sie basiert auf der aciomatischen Annahme einer unwahrgenommenen Version der Welt

22:37 Tee noch draußen

23:00 Tee in mir, der Tee hat am Anfang schwach, wie eine starke Verdünnung des ersten geschmeckt. Je mehr ich davon trank, desto stärker wurde die eigenartige, an Fett erinnernde Umami-Note, die etwas zwischen Gefühl auf der Zunge und Geschmack ist.

TAP: Transfer-Appropriate Processing
23:10 Durch das ganze Tagebuch-Schrieben in Bus und Bahn kann ich nicht zwangsläufig GESCHICHTEN schreiben, aber Tripberichte NATÜRLICH. Das ist ja genau das Gleiche: ich beschreibe meinen Bewusstseinszustand.

Den Gedanken oben muss ich übrigens wieder einschränken. Die Messung ist der objektive Beobachter, somit muss auf eine der Wahrnehmung unabhängige Realität geschlossen werden. Was ich sagen will, ist, dass sie uns nicht zugänglich ist.

Ja, wir können Dinge messen.
Ja, es muss diese... „REALITÄT“ ... geben,
aber in unserem Erleben, in unserer Identität, in unseren Entscheidungen, in unseren sozialen Beziehungen, in unserem Selbstwert und und Weltbild spielt die REALITÄT nur vermittelt über die WIRKLICHKEIT eine Rolle. Für unser Leben, für unser Bewusstsein, kurz: für Fragen des Lebens, Fragen des Menschen ist die Realität nicht so wichtig wie die Wirklichkeit.
Das ist die Rechtfertigung der Geisteswissenschaften. Unser alltägliches Leben qwird von der Wirklichkeit beeinflusst, nicht von der Realität. Daher hat die Untersuchung der Wirlkichkeit ebenso große Aufmerksamkeit wie die Untersuchung der Realität verdient.

23:20 Vorher habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich den Tripbericht verfassen sollte. Zuerst wäre wohl eine kleine Einleitung angemessen, außerdem sollte ich mehr Absätze und Leerzeilen einfügen, damit es leichter zu lesen ist.

23:34 gucke RapVideos von Chris Turner, technisch ziemlich gut

23:56 Es wird wohl nicht mehr mehr werden
Ich entschließe mich dazu, meine Beine zu trainieren. Übrigens habe ich einen Kippenstummel geraucht, wofür ich mich ein bisschen schäme“ (Anm.:Ich habe vor zwei Jahren aufgehört zu rauchen, der Kippenstümmel war von einem Gast und schon wochenlang im Aschenglas gelegen) „, aber ich werde es im Tripbericht nicht weglassen, da Naturalismus.
Scham Tabu Naturalismus: Tabus darstellen

Erst Sport
Game 2 of Botvinnik – Tal
Especially: The variation of the SAEMISCH
Game 10 is about the Saemisch
00:32 Hinlegen, Videos gucken, bis ich müde bin, schlafen.“
Ich bin auf dem Sofa eingeschlafen, bin dort um 01:30 aufgewacht und habe mich ins Bett gelegt.

Das ist das Ende des Tripberichts. Ich hoffe, irgendwann wird jemand bis hier lesen, wobei ich es auch schon schön fand, es einfach nur zu schreiben. Für mich.
In einem Tripbericht will ich vor allem den Rausch nachvollziehbar machen, ich möchte, dass sich jemand ungefähr vorstellen kann, wie ich denke, wie ich fühle. Dafür sind die Aufzeichnungen geeignet und ich denke, dass es besser ist, auch Unverständliches nicht immer zu erklären, da ja das Äußern unverständlicher Dinge Teil des Rauschs ist. An manchen Stellen konnte ich mir eine Anmerkung aber nicht verkneifen, da ich denke, dass die zusätzliche Information das Erlebte sinnvoll ergänzt.
Ich bin froh, an dieser Community teilhaben zu können.






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