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LdT-Forum » Konsum » Aufhören & Entzug » Kratom-Entzug


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AutorBeitrag
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 20.06.17 19:01
Prarrior schrieb:
Wenn ich hier aber lese wie schwer das für manche ist.... Das die Leute nicht einmal raus gehen können.. Ich habe gar keine Entzugserscheinungen

Vielleicht liegt es daran, dass hier einige über viele Jahre schon vor dem Frühstück mehr konsumiert haben als du am ganzen Tag. :)

 
Traumländer

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  Geschrieben: 21.06.17 16:58
axelios schrieb:
Vielleicht liegt es daran, dass hier einige über viele Jahre schon vor dem Frühstück mehr konsumiert haben als du am ganzen Tag. :)


Naja. Nach fast 3 Jahren mit fast 10g täglich, manchmal mehr sollte dann doch zumindest etwas zu spüren sein. Jedenfalls wenn ich sehe wie schwer es manche haben. Ich bin eigentlich jemand der sehr schnell von etwas abhängig wird. Ich habe es mir wirklich auch schwer vorgestellt. Aber an sich fehlt mir nur das reine trinken und dabei zocken.
Das high Gefühl fehlt eigentlich nicht. Naja... Das was ich die letzten Monate hatte war sowieso eher ein schlechtes Gefühl. So wie es am Anfang war würde ich mir zurück wünschen..
Aber ich hatte es schnell übertrieben. Am Anfang einmal im Monat, dann alle 2 Wochen, dann jedes Wochenende und irgendwann jeden zweiten Tag. Am Ende jeden Abend und wenn ich keine Arbeit habe/hatte, sogar 2 mal am Tag.
Ich werde wohl wieder damit anfangen, aber diesmal halte ich mich daran es maximal einmal die Woche zu machen. Fragt sich nur ab wann meine Toleranz wieder bei Null ist
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 21.06.17 19:38
Zeigt mal wieder, wie unterschiedlich wir ticken.

Kratom scheint nochmal eine ganz andere Nummer zu sein, als übliche Opioide.

Ich beschäftige mich inzwischen lange mit Kratom und hab einiges gelesen.
Aber wenn mich jemand nach dem Abhängigkeitspotential fragt, kann ich eigentlich
nur mit den Achseln zucken.

Sicher wird es oft unterschätzt. Gibt im LdT genügend Beispiele für schwere Abhängigkeit.
Ich höre aber auch immer wieder, wie manche Leute einfach so aufgehört haben, auch nach längerer Zeit.

Ist Kratom wirklich so eine Ausnahme, oder ist es mit den üblichen Opioiden vergleichbar?

Ich bin da nach wie vor etwas ratlos.
Aus Protest die AfD wählen ist, als würde man in der Kneipe aus dem Klo saufen, weil das Bier nicht schmeckt.
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 21.06.17 20:29
Mofi schrieb:
Zeigt mal wieder, wie unterschiedlich wir ticken.

Klar Mofi, jeder von uns tickt anders, denk nur an die Gelegenheitsraucher.
Auf einer Feier kaufen sie sich ein Päckchen und quarzen es weg, dann wird wochenlang das eine oder andere mal eine geschnorrt.
Das wiederholt sich dann ein Leben lang. Wir sind alle unterschiedlich suchtempfänglich.
Das kannst du aber doch auf alle Rauschmittel beziehen.
Auch spielt die körperliche Konstitution eine große Rolle.
Früher habe ich die Nacht durchgemacht, bin dann ins Auto geklettert und habe mir 14 Stunden im Außendienst gegeben,
heute könnte ich das auf keinen Fall mehr. Kann bestimmt jeder nachvollziehen.
Ich denke Kratom ist mit anderen Opioiden vergleichbar.
Bei mir hat K. gepasst wie Faust auf Auge, da war nichts mit anfänglichem Wochenendkonsum und dann eine langsame Steigerung über Jahre.
War für diese Substanz empfänglich und über ein paar Tagen gleich auf 25gr. wäre auch bestimmt noch mehr geworden wenn mein Verstand mich nicht immer gebremst hätte.
Dann hat man bei einer 4,5 jährigen Karriere mit einigen Unterbrechungen fast 40 kg. konsumiert und glaube mir, dann hat man Entzug.
Wobei ich weiß der geht schon viel früher los, hatte ja zwischendurch einige Entzüge hingelegt.
Hier wird bestimmt oft was den Konsum betrifft auf den Putz gehauen, der Mensch neigt zu Übertreibungen, Mengen und Zeiträume müssen nicht immer so stimmen.
Länger, härter, größer ist doch in allen erdenklichen Foren angesagt und zutiefst menschlich.
Nach jahrelangem Konsum, mit mehrmals tgl. Einnahme, schön über den Tag verteilt, hört niemand CT ohne spürbaren Entzug auf.
Wobei die Intensitäten bestimmt variieren können.
Ich, für meinen Teil bin erst mal froh das Gröbste hinter mir gelassen zu haben.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 21.06.17 20:53
axelios schrieb:
Früher habe ich die Nacht durchgemacht, bin dann ins Auto geklettert und habe mir 14 Stunden im Außendienst gegeben,
heute könnte ich das auf keinen Fall mehr. Kann bestimmt jeder nachvollziehen.


Die Zeiten sind auch für mich längst vorbei. Wie schön wäre es, nochmal 20 zu sein.

Zitat:
Bei mir hat K. gepasst wie Faust auf Auge, da war nichts mit anfänglichem Wochenendkonsum und dann eine langsame Steigerung über Jahre.
War für diese Substanz empfänglich und über ein paar Tagen gleich auf 25gr. wäre auch bestimmt noch mehr geworden wenn mein Verstand mich nicht immer gebremst hätte.


Hat auch bei mir gepasst wie Arsch auf Eimer, hab sofort jeden Tag konsumiert. Bin aber nach fast zwei Jahren bei 5 - 7 g am Tag. Nicht weil ich besonders diszipliniert bin, sondern weil mir schon kleine Dosen reichen, ich wohl sehr empfindlich auf K reagiere und hohe Dosen nicht mag.
Will damit nicht angeben, oder so, bin sehr dankbar, dass es bei mir bisher so gut funktioniert.

axelios schrieb:
Hier wird bestimmt oft was den Konsum betrifft auf den Putz gehauen, der Mensch neigt zu Übertreibungen, Mengen und Zeiträume müssen nicht immer so stimmen.
Länger, härter, größer ist doch in allen erdenklichen Foren angesagt und zutiefst menschlich.

Das befürchte ich auch. Ich hoffe, dass die meisten ehrlich sind, aber es wird sicher sowohl unter als auch übertrieben.
Aus Protest die AfD wählen ist, als würde man in der Kneipe aus dem Klo saufen, weil das Bier nicht schmeckt.
Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 22.06.17 09:47
Mofi schrieb:
Bin aber nach fast zwei Jahren bei 5 - 7 g am Tag

5-7 gr. genügen ja auch, es gibt halt maßlose Typen ( so wie ich einer bin/war)
Ich habe es bereut. Glaube aber, dass die Ratio bei dir auch eine Rolle spielt, Hut ab.

Zitat:
Die Zeiten sind auch für mich längst vorbei. Wie schön wäre es, nochmal 20 zu sein.

Nein, dass wollte ich nicht.
 
Abwesender Träumer



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  Geschrieben: 22.06.17 13:43
Den Hut kannst du stecken lassen. Mehr macht mir einfach keinen Spaß.

Aus Protest die AfD wählen ist, als würde man in der Kneipe aus dem Klo saufen, weil das Bier nicht schmeckt.
Abwesender Träumer



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2 Langzeit-TB

  Geschrieben: 22.06.17 14:02
kommt immer auf die Toleranz an würd ich sagen. 5-7g brauch ich um irgendwas zu spüren, immerhin war ich Heroin- Morphinabhängig. Anfangs war ich auch mit 5g hochzufrieden, nach der Heroinabhängigkeit brauch ich aber definitiv mehr...
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Abwesender Träumer

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  Geschrieben: 22.06.17 14:04
Kratom ist mehr als ein Opioid. Da sind noch ein paar andere, nicht uninteressante Rezeptoren beteiligt..
 
Abwesender Träumer

dabei seit 2014
138 Forenbeiträge

  Geschrieben: 22.06.17 16:16
agony schrieb:
Kratom ist mehr als ein Opioid. Da sind noch ein paar andere, nicht uninteressante Rezeptoren beteiligt..

Leider...
 
Traumländer



dabei seit 2011
1.357 Forenbeiträge

  Geschrieben: 22.06.17 18:41
Also ich bin jetzt seit knapp drei Monaten jeden Tag auf Kratom gewesen, täglich 2,0-3,0g, im Schnitt so 2,5g. Hab es Anfang des Jahres genutzt, um von Tilidin runterzukommen und ab April um von einer zwei-wöchigen Subutexphase runterzukommen. Bin jetzt seit Sonntag die Dosis am reduzieren, und obwohl ich recht langsam runtergehe, so in 0,3g-Schritten, ist das deutlich spürbar. Schlafe nachts schlechter, bin tagsüber teils echt übel gelaunt, und generell das Empfinden ist anders. Insgesamt schon sehr ähnlich wie ein leichter Entzug von klassischen Opioiden, bloß mehr psychisch als körperlich, glaube ich. Bin jetzt aktuell bei 1,0g am Tag aufgeteilt in zwei Dosierungen zu je 0,5g, und glaube dass das schlimmste schon überstanden ist, denke ich könnte es eigentlich jetzt auch relativ safe komplett absetzen. Aber Montag und Dienstag waren schon unangenehm. Hätte ich bei 2,5g am Tag + "warmer Entzug" in der Intensität jedenfalls nicht erwartet.
 
Traumländer

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874 Forenbeiträge
1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 23.06.17 01:07
Ich bin jetzt bei Tag 10 ohne Kratom und bei Tag 6 ohne den Ersatz (Morphin). Körperlich fühle ich mich sehr matt und schlaff, bin dauernd müde, aber ich kann kaum schlafen.

Schwer ist es auch diese "Nüchternheit" zu ertragen, all meine Probleme prasseln wieder hart auf mich ein. Die Opioide Dämpfung... der Kratomschleier der alles viel leichter machte, der fehlt mir...

Meine psychische Stimmung ist traurig-depressiv... nicht den ganzen Tag über, sondern wenn ich an all die Probleme denke, all den scheiss den ich noch angehen und ändern muss...ein Teil der negativen Gedanken kommt sicherlich noch vom (psychischen) Entzug... wenn ich in dem Gedanken zulange verweile, dann nimmt der Suchtdruck massiv zu...


Das Kratom liegt immer noch hier bei mir rum, ich hab es bisher nicht hinbekommen es wegzuschütten. Es einem Freund zu geben ist für mich keine Option. (warum ist schwer zu erklären, ich habs versucht, hier x-mal was hingeschrieben, aber immer wieder gelöscht, deshalb ohne Erklärung)

Ich habe alles mit meinem Hausarzt besprochen, da die Schmerzen zugenommen haben, soll ich erstmal das Oxycodon in der aktuellen Dosierung weiternehmen. Das heisst ich werde heute den Entgiftungstermin absagen.



so weit... so gut... so beschissen... ich vermisse den verdammten Kratomturn... ich bin noch ziemlich heftig am kämpfen...
 
Abwesender Träumer

dabei seit 2014
1.016 Forenbeiträge

  Geschrieben: 23.06.17 02:46
kann dich ja einerseits verstehen aufsuche, aber da du ja scheinbar
schmerzpatient bist und demzufolge ja auch zumindest auf opis, wie
morphin und/oder oxy angewiesen bist ,macht es doch keinen sinn,
dass du komplett auf opis verzichtest .....oder wo ist hier bei dir der
fehler ...?

ich bin so in ner ähnlichen lage und konsumiere auch tili/targin+
kratom und ja, das kotzt mich so langsam auch an, das mit der sucht,
aber ohne sind die schmerzen wieder da und mein nächster termin wo
über meine OP entschieden wird, ist erst ende august .

bis dahin macht es für mich keinen sinn zu entziehen .kommt die
erhoffte OP und ich bin wieder schmerzfrei und nehme dann weiter
meine o.g. lieblinge,......ja ....dann muss das problem via entzug
gelöst werden, aber bis dahin .... so viel wie nötig und das ist momentan
100-200 mg tili oder 20 mg targin +ca. 7-9 g kratom auf 2 dosen .

WARUM willst du entziehen trotzdem du schmerzen hast und auf zb
morphin angwiesen/eingestellt bist ?
verstehe dein problem nicht, außer das du halt auf kratom verzichten
willst.....aber SCHMERZMITTEL brauchst du doch oder ?

sorry, will dich nicht angreifen, aber da du nicht schmerzfrei bist, erschließt
sich mir der sinn bei dir nicht .

viel erfolg und korrigier mich gern, falls ich dich falsch verstanden habe !
Das Leben ist eine Schlampe.
Also lerne es zu ficken !!!
Traumländer

dabei seit 2016
874 Forenbeiträge
1 Langzeit-TB

  Geschrieben: 23.06.17 05:02
@Mercedes AMG S65

Ja ich brauche Schmerzmittel, aber ob die unbedingt opioid sein müssen ist nicht klar. Eine höhere Dosis Lyrica oder zusätzlich Gabapentin und/oder Amitriptylin könnte vielleicht auch reichen. Das hatte ich nie versucht, hab mir ja Anfang 2016 quasi selber Opioide (Tilidin) verordnet.

Wenn ich es nicht geschafft hätte das Kratom alleine abzusetzen, dann wäre ich stationär entgiften gegangen, dann von allen Opioiden auch von dem Oxycodon. In der Klinik hätte ich auch keine andere Wahl gehabt.

Jetzt war ich gestern bei meinem HA hab ihm erzählt das ich es geschafft habe vom Kratom zu entziehen, habe ihm aber auch erzählt das ich ab und an ziemlich heftige Schmerzen hab. Er hat mich dann gefragt ob ich es unbedingt versuchen will ob ich ohne Opioide auskomme, und ich hab nach längerem überlegen mit NEIN geantwortet.

Ich gehe also nicht mehr in die Klinik zum entgiften, das Hauptziel also auf Kratom und auf den Rausch zu verzichten hab ich ja erreicht.

Also bekomme ich nun Oxycodon weiter verschrieben. Auch wenn ich nun noch jeden Tag weiter Opioide nehme, so nehme ich sie nicht mehr zum turnen.


Ich war über 1,5 jahre lang täglich breit von Opis... erst vom Tilidin später vom Kratom...

Nur noch konsumieren... sobald der Turn weniger wurde, nächstes Tässchen Kratom trinken... an nichts anderem mehr Freude... keine Gefühle... immer benebelt... heftigste Schweissausbrüche bei der kleinsten körperlichen Tätigkeit... keine Lust auf Sex... im Sessel vorm dem PC vor sich hin dämmern... Schlafprobleme... kaum noch was Essen... öfters mit nem beginnenden Affen aufwachen... immer das Pulver mit sich rumschleppen... es so zu konsumieren das es möglichst keiner sieht... keiner fragt was ich da nehme...

Wenn ich das hier so aufschreibe dann bin ich sehr froh das ich das hinter mir habe, das ich Kratom nicht mehr konsumiere...

Aber ich fühle gleichzeitig auch Suchtdruck... der "Suchtteufel" sagt mir: so schlimm war es doch nicht... gönn dir nochmal ein Tässchen... nur noch ein einziges mal...

Dem darf ich nicht nachgeben, denn es würde garantiert nicht bei dem einen mal bleiben...

Die psychische Entwöhnung vom Kratom wird noch einige Zeit dauern... ich muss aufpassen das ich nicht leichtsinnig werde oder mich selbst belüge...


Mercedes AMG S65 du nimmst 100-200 mg tili oder 20 mg targin +ca. 7-9 g kratom auf 2 dosen. Bist du sicher das du dir da nichts vormachst, die OP als Ausrede für deinen Konsum benutzt, denn das sind doch Rauschdosen, oder?

Gegen den Schmerz wäre es sinnvoller Tilidin und Kratom wegzulassen und das Targin so zu erhöhen das es ausreicht um den Schmerz völlig zu killen. Auch schon vor deiner OP.
 
Abwesender Träumer

dabei seit 2014
138 Forenbeiträge

  Geschrieben: 23.06.17 05:35
Aufsuche schrieb:
Schwer ist es auch diese "Nüchternheit" zu ertragen, all meine Probleme prasseln wieder hart auf mich ein. Die Opioide Dämpfung... der Kratomschleier der alles viel leichter machte, der fehlt mir...

So ging es mir auch, verschwindet aber nach u. nach vollständig. Der Geist wird rationeller, ist anfangs erschreckend, weil so ungewohnt. Ich musste gegen Ängste, scheinbar ohne Ende kämpfen und war vollständig in einer erdrückenden Gedankenspirale gefangen. Kein Licht am Ende das Tunnels. Das geht aber vollkommen vorbei, man wird positiver, wie von einer Last befreit. Obwohl sich an der eigentlichen Lebenssituation nur wenig ändert, lernt man damit viel besser umzugehen. Man wächst daran. Ich wünsche dir sehr, dass du weiter entschlossen das Ding durchziehst, du wirst es nie bereuen.

 

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