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Abwesender Träumer

dabei seit 2021
2 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.07.23 01:05
Hallo Zusammen,

ich weiß nicht wieso ich mich nach vielen Jahren mal wieder hier angemeldet habe. Wahrscheinlich weil ich niemanden habe dem ich meine Gedanken mitteilen kann. Werde im November 30 Jahre alt, stehe wohl, so wie man gerne sagt, mitten im Leben. Guter Job, seit 9 Jahren eine Partnerin, aber trotzdem fehlt mir etwas...

Ich denke immer öfter an die Zeit zwischen 16 -20. Es war gesundheitlich und familiär keine super Zeit, aber ich hatte so viel Spass. Mädels, Drogen, Alkohol, Freunde und dann war plötzlich Schluss als ich meine Partnerin kennenlernte, sie stellte mich vor die Wahl, sie oder Drogen. Und so entschied ich mich schleichend immer mehr Distanz zu allem zu nehmen, fing aber gleichzeitig mit Kratom an, welches ich heimlich seit mittlerweile 4+5 Jahren nehme.

Chemie konnte ich damit nahezu komplett verbannen, max. 1-2 im Jahr etwas Speed (heimlich). Bis auf einen Freund, habe ich alle Kontakte abgebrochen. Aber es gibt Tage, so wie heute, da frisst es mich auf, vorallem XTC, hatte damit so krasse Gefühle die ich nie wieder hatte. Vorallem Abende alleine oder gewisse Lieder, lösen ein so krasses Suchtgefühl aus, dass ich am liebsten wieder 10 Jahre zurück reisen würde und das obwohl ich eigentlich glücklich vergeben bin.

Hauptsächlich geht es um XTC, was hat das damals in mir ausgelöst, dass ich sogar mit dem Gedanken spiele alles zu verlieren? Meine Partnerin käme darüber nie hinweg nachdem wir so lange zusammen sind, an den riesen Augen würde sie es direkt peilen.

Geht es einigen genauso? Oder ist es einfach weil ich meine Sucht nur verlagert habe?

Mich würden einfach Mal eure Gedanken interessieren.

Danke, Gruss Zico!




 
Traumländer



dabei seit 2012
1.106 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.07.23 08:47
zuletzt geändert: 16.07.23 09:12 durch ckomi (insgesamt 1 mal geändert)
Naja wenn du seit 4-5 Jahren durchgehend kratom nimmst, hast du höchstwahrscheinlich deine sucht verlagert. ^^

Btw. nein mir geht es gar nicht so, auch wenn ich von 19-22 durch gefeiert habe, die 3 mal welche ich danach noch mal upper genommen habe, waren richtig mies.
Wenn ich nur an den Geruch von mdma denke wird mir richtig schlecht
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Traumländer



dabei seit 2008
3.213 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.07.23 20:18
ckomi schrieb:
Naja wenn du seit 4-5 Jahren durchgehend kratom nimmst, hast du höchstwahrscheinlich deine sucht verlagert. ^^
Ja, das ist eindeutig.
Liebe ist Leben.
Traumländer



dabei seit 2017
250 Forenbeiträge

  Geschrieben: 16.07.23 20:44
Zico993 schrieb:
sie stellte mich vor die Wahl, sie oder Drogen. Und so entschied ich mich schleichend immer mehr Distanz zu allem zu nehmen, fing aber gleichzeitig mit Kratom an, welches ich heimlich seit mittlerweile 4+5 Jahren

Hast Du Dir schon mal überlegt, ob das die richtige Partnerin für Dich ist?!

Eine Beziehung in der man seine Sehnsüchte voreinander verbergen muss ist kein Partnerschaft. Ein echter Partner ist jemand, der es gut mit einem meint - und dem es wichtig ist, dass es einem gut geht. Jemanden zu erpressen ist doch keine gesunde Basis für ein gemeinsames Leben, oder?! Du scheinst Dich da auf ungesunde Weise unterzuordnen. Das tut niemandem gut. Jeder Mensch hat das natürliche Bedürfnis seine eigenen Sehnsüchte - zumindest gelegentlich auszuleben. Wenn ein "Partner" das nicht akzeptiert - und damit seine eigenen Interessen über Deine stellt - solltest Du Dir überlegen weshalb seine Bedürfnisse wichtiger sein sollten als Deine eigenen. Das es Dir damit nicht gut geht, schreibst Du ja ganz offensichtlich.

Unterm Strich musst Du Dich entscheiden: Unterordnung oder Selbstbestimmtheit.
 
Ex-Träumer
  Geschrieben: 17.07.23 00:07
zuletzt geändert: 17.07.23 08:12 durch ehemaliges Mitglied (insgesamt 13 mal geändert)
Hallo Zico,

Es fallen mir dazu mehrer Dinge ein.

Erstmal will ich dich beglückwünschen, dafür, Daß du es geschafft hast, deinen Konsum soweit runterzuschrauben, daß dies doch ein Fortschritt ist :)
Das meine ich sehr ernst.

In einer Zeit so mit 27 , und ich vom harten drogenkonsum weg wollte, lernte ich jemanden kennen, der mir klar gesagt hat, wenn ich mit harten Drogen rückfällig werde, macht er sofort Schluss. Kiffen war für ihn okay.
Für mich waren mehrere Faktoren, daß ich mich darauf einlassen wollte. Die Beziehung gab mir Sicherheit, eine Zeitlang, bevor es mir zu eng wurde, auch wegen seiner Eifersucht.
Und ich wollte was zuende bringen und nicht wieder abhauen, nur weil es Probleme gibt. Ich wollte nicht diejenige sein die die Beziehung beendet.
Das waren so meine Gründe, mich darauf einzulassen.
Und natürlich auch mein Wunsch clean von harten Drogen zu sein, auf das Ziel ich ja hingearbeitet hatte.

Eine Zeit hat es mir geholfen mich zu stabilisieren. Dann war es wie ein Gefängnis. Nach 5 Jahren.

Zur Zeit beobachte ich bei einem Freund ähnliches wie bei dir. Er verschweigt seine Heroin sucht. Das finde ich sehr schwierig, mir wäre es so nicht möglich. Fast als wäre die Partnerin die Mutter.
Jedoch ist saufen für sie okay, auch mal Koks. Das finde ich etwas heuchlerisch und führt auch dazu, daß er jetzt auch viel trinkt, was noch schlimmer ist, und ihm mehr Schadet als nur Heroin.

Doch auch in diesem Fall ist die Motivation Sicherheit und die Illusion von Normalität.

Ich weiß nicht was dich da hält, wie du damit umgehen kannst und tust.
Dieses ständige verheimlichen ist doch super anstrengend.
Braucht du sie als Mutter, der du Rechenschaft ablegen musst.
Oder gibt es dir Sicherheit.
Oder gibt es dir ein Gefühl der Kontrolle, die du nicht hast über deine Sucht, dich aber dadurch, daß du sie an der Nase herum führst, aber so fühlst.
Du solltest deine Motivation hinterfragen und schauen wie es dir damit geht.
Es wird Gründe geben, wenn vielleicht auch verborgen im unterbewussten.
Dir alles Gute und viel Kraft.

Und vergiss nicht, daß kratom eine legale und gesündere Alternative zu deinem vorherigen Konsum ist, darauf darfst du stolz sein :) .

Auch wenn die Beziehung teilweise Dysfunktional ist, so ist nicht alles daran krank. Es sind oft durchaus gesunde Bestrebungen, die mitspielen, einem aber nicht bewusst sind.
Und durch eine Bindung wird es schwierig sich davon zu lösen. Vielleicht kennt man auch keine gesunden Beziehungen. Dann geht es oft nur über Umwege und mit Schmerzen.
Gib nicht auf.

Du bist im besten Alter und kannst auch nochmal neu anfangen :)
Und wer weiß, vielleicht könnte sie mit der Wahrheit doch umgehen. Falls du einen Arzt hast, der deine Suchtverlagerung positiv bewertet, könntest du den als Unterstützung für ein Gespräch mit rein nehmen.
Manchmal haben Menschen einfach falsche Vorstellungen und falsche Informationen. Und vielleicht kann ein Gespräch mit einem Fachmann was verändern und Zu mehr Verständnis führen.
Außer natürlich dein unterbewusstes hat mehr davon es zu verheimlichen, als mit offenen Karten zu spielen.

Zum Thema suchtdruck:
Ich hatte Alben, die ich über 10 Jahre nicht hören konnte, ohne wieder in dem Drogen Rausch und Dilemma zu sein, wie früher.
Mittlerweile geht es wieder.
Dinge, Plätze und Musik müssen wieder neu besetzt und verknüpft werden, mit neuen Gefühlen, Erfahrungen und Ereignissen.
Auch sehr lange noch suchtdruck zu haben, ist normal.
Oft gibt es Auslöser. Musik ist ein starker.
Aber auch Situationen in denen man unter Druck steht und sich unwohl fühlt. Manchmal auch das Gegenteil, wenn man sich besonders wohl fühlt, erfolgreich war, und sich denkt, man könnte sich belohnen dafür.
Es gibt trigger.
Manchmal sehr einfache wie, nicht genug oder gesund gegessen ,nicht genug getrunken,
nicht genug geschlafen.
Umso besser du sie kennst und reflektieren kannst, umso besser kannst du den suchtdruck auflösen.
Manchmal hat es mir dann geholfen den Gedanken rückfällig zu werden bis zum Ende gedanklich durchzuspielen. Dann wusste ich wieder, daß ich das nicht will, und es mir danach richtig schlecht gehen würde. Das hat mir geholfen dann garnicht erst rückfällig zu werden.
Viel Erfolg dir!


Alles Liebe!
 
Traumländer



dabei seit 2008
3.213 Forenbeiträge

  Geschrieben: 17.07.23 05:22
grogu schrieb:
Oder gibt es dir ein Gefühl der Kontrolle, die du nicht hast über deine Sucht, dich aber dadurch, daß du sie an der Nase herum führst, aber so fühlst.
Das ist echt ein interessanter Gedanke. So ein Mechanismus dürfte in vielen dysfunktionalen Beziehungen, in denen betrogen wird, eine Rolle spielen, ob mit oder ohne Drogen.
Liebe ist Leben.
e
TV-Scout

dabei seit 2004
396 Forenbeiträge
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  Geschrieben: 17.07.23 06:55
ich habs nur kurz ueberflogen, aber, 9 jahre in einer beziehung ? rede mit deiner partnerin. rede mit ihr, was du tun willst.
heimlich ? waere ne moeglichkeit. ich befuerchte, sie wird es merken. und wohl weniger an deinen augen.

so long, reden.
ein kind mit einem riesengroßen ameisenhaufen
Ex-Träumer
  Geschrieben: 17.07.23 08:55
zuletzt geändert: 17.07.23 09:11 durch ehemaliges Mitglied (insgesamt 1 mal geändert)
e schrieb:
... ich befuerchte, sie wird es merken. und wohl weniger an deinen augen.


Das frage ich mich allerdings auch.
Sie muss doch was merken .
Das kann doch garnicht sein, daß sie deine Lügen so garnicht durchschaut.
Und auch, wenn sie jetzt null Erfahrung mit Drogen hat, so müsste sie, so gut wie sie dich kennt, merken daß du sie anlügst.

So gut kann niemand lügen über so einen langen Zeitraum, oder?

Mann sagt ja auch, daß wenn ein Partner betrügt, daß der andere das spürt.
Das glaube ich auch.

Und wenn es so ist, dann will sie es vielleicht garnicht wissen und gibt sich mit dem Status quo zufrieden.
Ich beobachte das auch bei anderen Paaren, wo es nicht um Drogen geht.
Wie Zitronenfalltür auch schrieb.

Wenn sich ein Pärchen also mit Lügen in einer Beziehung arrangiert.
Was macht es mit Ihnen?
Das Vertrauen wird sicherlich zerstört sein.
Es liegt sicher auch eine Unzufriedenheit vor.
Und was gibt es für Konsequenzen?
Der betrogene, wenn beide es wissen und nichts sagen, sind eigentlich beide Betrüger, könnte sich denken, ach was er kann, kann ich mir auch rausnehmen.
Im Grunde keine gute Basis für eine Beziehung, wo beide zufrieden und glücklich miteinander sein können.

Ich persönlich finde Lügen unfair dem anderen gegenüber, da dem anderen die Möglichkeit genommen wird, eine Entscheidung anhand der Fakten zu treffen. Und gegebenenfalls sich zu trennen, oder sich für den Partner zu entscheiden, trotz der Sache, wegen der gelogen wurde.
Unsere Lebenszeit ist doch das wertvollste, was man einem anderen Menschen schenken kann.
Jeder sollte die Freiheit haben, selbst zu entscheiden, anhand dessen was wirklich ist.

Wie kann ich jemanden lieben, der mir wesentliches verheimlicht?
Kenne ich diese Person dann überhaupt?
Ich finde die Wahrheit und Ehrlichkeit in Beziehungen und auch Freundschaften, sind sehr wichtig, wenn nicht das wichtigste.

Ihr tut euch damit nur weh und beraubt euch wertvolle Lebenszeit um eine Lüge aufrecht zu erhalten. Was auch noch viel mehr Energie braucht, als ehrlich zu sein.
Klar, die Erpressung ist nicht okay, aber ebensowenig zu Lügen.

Damit nehmt ihr euch die Chance eine wirkliche Beziehung, mit Respekt, zueinander zu haben.
Ehrlichkeit währt am längsten, davon bin ich überzeugt.
Auch wenn es vielleicht erstmal unangenehm sein wird, so wird es, wenn alles auf dem Tisch ist, eine Erleichterung sein.

Und ein Zeichen von Respekt dem anderen gegenüber.

Wenigstens dies könnte man noch retten, daß man sich in die Auge schauen kann, auch nach der Beziehung. Oder der Beziehung eine reale Chance gibt neu anzufangen.

Und wer weiß was dann alles raus kommt.
Sicher ist es an deiner Partnerin nicht spurlos vorüber gegangen.

Alles Liebe! Und wie du dich auch entscheiden wirst, so wünsche ich dir viel Glück und Erfolg.

Um ehrlich geliebt werden zu können, muss man sich auch so zeigen wie man ist!
Ansonsten wirst nicht du geliebt, sondern das, was du dem anderen zurecht lügst.
Wie du merkst bin ich eine Verfechterin von Ehrlichkeit.
Es gibt auch Menschen, die überzeugt sind, daß Lügen okay sind und die Beziehung erhalten und das Motto "was der andere nicht weiß, macht ihn nicht heiß " vertreten.
Von letzterem halte ich nichts. Bei einer kleinen notlüge, okay, ist verzeilich.
Jedoch geht das über eine kleine notlüge weit hinaus.

Letztendlich kannst nur du entscheiden, was du tun wirst in Zukunft. Denn auch du trägst die Konsequenzen.


 
Endlos-Träumer

dabei seit 2022
62 Forenbeiträge

  Geschrieben: 17.07.23 09:22
Um Gotts Willen, Zico, pfeif auf das Kratom, konzentrier dich auf deine Partnerin. Das ist unendlich wertvoller als ein paar Gramm Kratom.
Ciao
 
Dauer-Träumer



dabei seit 2023
82 Forenbeiträge
10 Galerie-Bilder

  Geschrieben: 18.07.23 03:48
Da das noch nicht zur sprache kam, etwas enttäuschend in einem drogenforum, sage ich es:

Drogen sind nicht inhärent böse. Zum beispiel psychedelika konsum wird mitlerweile offen in den medien diskutiert und propagiert. Was spricht also dagegen in einer aufgeklärten beziehung auf augenhöhe die partnerin auf respektvolle weise in den konsum einer substanz mit mehrwert und ggf möglichst wenig risikopotenzial miteinzzbeziehen?

Direkt gesagt könnte es doch extrem bereichernd für beide individuell und für die beziehung sein zusammen z.b. MDMA oder 2cb, lsd, pilze zu nehmen. Je nachdem wie psychisch stabil die partnerin ist ist auch zusammen kratom zu nehmen sicherlich kein "teufelswerk" sondern ein absolut berechtigter, nachvollziehbarer gedanke bzw wunsch.

Gibt schließlich viele paare die zusammen konsumieren, wenn man das reflektiert und vernünftig angeht sollte ein verantwortungsvoller konsum absolut möglich sein. Wer diese möglichkeit nicht sieht, hat womöglich basierend auf einem verantwortungslosen eigenen konsummuster eine problematische sichtweise auf drogen allgemein und sollte überdenken wieso das so ist, denn dem konsens im aufgeklärten diskurs entspricht das nicht.

Ich persönlich könnte nie mit jemandem zusammen sein mit dem ich nicht zusammen konsumieren kann.
Wo gezogen wird, wird auch geschoben.
Traumländer



dabei seit 2012
1.106 Forenbeiträge

  Geschrieben: 18.07.23 08:16
Mathamphetematiker schrieb:

Ich persönlich könnte nie mit jemandem zusammen sein mit dem ich nicht zusammen konsumieren kann.


Merkt man haha
stole ya secret sauce and i'm still on the scene;
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Traumländer



dabei seit 2018
207 Forenbeiträge

  Geschrieben: 18.07.23 10:57
Andere Leute sind arbeitssüchtig was oft ausschließlich fremdschädigend ist, fressen sich kaputt, Zigaretten, Reisen, menschenverachtende Ideologien (nimm keine Drogen etc.) In der Sache exakt das Gleiche.

Ach was bin Ich frei, soviele Alternativen zu illegalen Drogen und Alle mit ner Wagenladung Schwachsinn gratis dazu.
fucking OldRye
Traumländerin

dabei seit 2009
89 Forenbeiträge
1 Tripberichte

  Geschrieben: 17.09.23 20:28
DIe Frage ist, ob diese Art der Beziehung für dich (noch) passt. Offenbar hast du dich damals drauf eingelassen dir von deiner Partnerin vorschreiben zu lassen, dass Drogen tabu sind. Die Frage ist, ob du heutzutage noch dazu bereit bist, dir das vorschreiben zu lassen? Im Grunde genommen konsumierst du ja ohnehin schon seit Jahren heimlich Kratom, also hast du für dich eigentlich schon entschieden, dass du weiter konsumieren willst und dir das nicht von deiner Partnerin verbieten lässt. Du könntest entweder auch den Konsum anderer Drogen heimlich betreiben (dann müsstest du nur dafür sorgen, dass du danach lang genug Zeit hast, wo du deine Partnerin nicht siehst und dass sie die Leute mit denen du konsumierst nicht kennt, damit sie es nicht merkt) oder du suchst das Gespräch mit ihr und machst ihr klar, dass du wieder konsumieren möchtest. Und entweder akzeptiert sie das oder eben nicht.
Für mich persönlich wäre es undenkbar eine Beziehung mit jemandem zu führen, der mir vorschreiben will, was ich zu tun und zu lassen habe. Wobei ich im Bekanntenkreis mitbekomme, dass offenbar viele Partnerschaften so funktionieren. Wobei du auch nichts dazu geschrieben hast, inwieweit dein Drogenkonsum in der Jugend problematisch war. Also es ist für mich nicht klar, ob du wirklich einfach nur ne coole Zeit mit viel Konsum und Partys hattest oder ob es eigentlich eher ein Konsummuster war, dass du selbst als problematisch bezeichnen würdest? Wenn du dein Konsummuster damals selbst problematisch fandest, dann soltest du dir vermutlich auch unabhängig von deiner Partnerschaft erst mal Gedanken machen wie du künftig mit Drogen umgehen möchtest, ehe du dich wieder komplett in den Konsum stürzt. Denn bei täglichem Kratomkonsum über Jahre besteht definitiv auch eine Sucht. Also es scheint bei dir schon eine gewisse Tendenz zu riskantem Konsum zu geben.
Für mich persönlich sehe ich es so, dass man seine/n Partner/in so akzeptieren sollte wie er/sie ist und sich in einer Partnerschaft nicht versuchen sollte vorzuschreiben, was man konsumieren darf oder nicht. Eine Grenze sehe ich lediglich da erreicht, wenn man als Partner/in durch den Konsum des/r anderen beeinträchtigt ist, also z.B. erlaube ich nicht, dass mein Partner, der Tabak raucht, bei mir in der Wohnung raucht, da ich selbst keinen Tabak rauche und den Gestank eklig finde. Ebenso meckere ich manchmal, wenn mein Freund, der sehr gerne und viel Speed konsumiert (und das im Vergleich zu fast allen Leuten, die ich kenne, auch sehr gut verträgt) so lange am Stück konsumiert, dass er auf Grund seines Konsums kein Interesse mehr an anderen Menschen inkl. mir hat. Aber da stört mich dann nicht der Konsum, sondern sein Verhalten, das er bei zu dauerhaften und exzessiven Konsum zeigt. Wobei es vermutlich auch sehr viel leichter ist solche Dinge zu verhandeln, wenn man den Partner im ldt kennen gelernt hat;)

 

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