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Titel:DXM und die Wahrheit
Droge:DXM
Autor:anonym
Datum:21.04.2014 16:10
Nützlichkeit:8,13 von 10 möglichen   (82 Stimmen abgegeben)

Bericht::

Hallo zusammen,



meine "Drogenphase" ist zwar was länger her, aber trotzdem möchte ich zum Thema DXM was meinerseits loswerden.



Der Anfang



Im August 2010 war ich in einem geistigen Tief, da meine Eltern in meinem Zimmer Gras gefunden hatten und mich ziemlich zur Sau gemacht hatten. Dass es illegal sei und ich an Heroin landen würde, blabla... Jedenfalls suchte ich daher nach einer legalen Lösung, um ein legales Rauschmittel zu finden. Jedenfalls las ich über Diphenhydramin. Parallel dazu über DXM, einem Hustenstiller, der in höheren Dosen dissoziativ wirkt. Dissoziativa - Eine Stoffklasse, die ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannte. Deswegen lief ich einige Tage später zur Apotheke und besorgte mir eine Packung "Ratiopharm Hustenstiller". Zuvor hatte ich mich bereits über die Wirkungen und Nebenwirkungen informiert, um Bescheid zu wissen, was auf mich zukommen wird.



Der erste Konsum



Nachdem ich mir die Packung Hustenstiller gekauft hatte, warf ich direkt 4 Stück ein. Da ich die Wirkung nicht abwarten konnte, zog ich meine Lieblingsdroge, Lachgas, neben Cannabis. Nachdem die Wirkung des Lachgas abnahm, bemerkte ich eine andere Wirkung, die das DXM war. Und ich stellte fest - es wirkte GENAUSO wie das Lachgas. Da war ich sehr erfreut drüber und konnte ohne schlechtes Gewissen auf DXM umsteigen. Die Wirkung war mir sehr bekannt durch das N2O. Es war jedoch von den Optics her etwas anders. Aber die Bilder, die man sah, waren sich ziemlich ähnlich, auch die körperliche Wahrnehmung. Eine Art "negative Cannabiswirkung", da die Wirkung des DXMs in eine andere Richtung ging. Diese Erfahrung machte mich neugierig und ließ auf mehr hoffen.



Weitere Versuche und eine Vorahnung



Nach diesem Tag begann ich mit DXM zu experimentieren. Ich nahm an einem Tag etwa 8 Tabletten vor dem Zubettgehen ein und war total fasziniert über diese Halluzinationen. Später bekam ich die typisch dissoziativen Halluzinationen, ich durchlebte vergangene Kindheitserinnerungen. Auch begann ich an Werten und Grenzen zu zweifeln, die ich bis dato besaß. Das liegt daran, dass Dissoziativa die Eigenschaft besitzen, geistige Grenzen aufzuheben, was dazu führt, dass man Dinge und Sachverhalte anders sieht.



Einige Zeit später nahm ich etwa 15 Tabletten und bekam meine erste Nahtoderfahrung. Zudem kehrte sich das empfundene Raum- Zeitgefüge, welches ich bis dato kannte, und ich fühlte mich in der Lage, Zeitreisen durchführen zu können. Dabei trat ich auch aus meinem Körper aus.

Ich sah Szenerien aus der Erinnerung, während ich die zeitlichen Geschehnisse in dieser Szenerie zu sehen vermochte.

Heißt: ich sah Personen und wusste alles über ihre Geburt, ihren Lebensweg bis hin zu ihrem Tod.

Es ist einfach zu krass, um es in Worte zu fassen. Dabei traf ich u.a. meinen Opa, den ich nie kennengelernt habe und seit ca. 35 Jahren unter der Erde liegt.

Auch begann ich mich selber zu sehen, mit allen Stärken und Schwächen, objektiv und sachlich.





Meistens trippte ich auf 20 Kapseln (600mg) und ich war immer aufs neuste von dieser dissoziativen Welt fasziniert. Es war eine Welt ohne Trieb, Über- Ich (nach Sigmund Freud), einfach nur das "Sein", denn es existierte keine Zeit.

Dieses Kollektivum an Wissen, welches man anzapfen konnte, war einfach überwältigend. Dieses Allwissen, welches in einigen DXM- Tripberichten beschrieben wird. Auch verlor ich immer mehr die Angst vor dem Tod, denn ich erkannte, dass das Sein keine Zeit kennt und demnach nicht sterben kann. Auch erkannte ich, dass ein verstorbener Mensch immer noch lebt, nämlich zu einer anderen Zeit.



Durch all diese Erfahrungen haben sich alle meine Einstellungen relativiert, es geht letztendlich um die menschlichen Werte, die wichtig sind. Nicht um das, was durch die Prägung als wichtig erachtet wird.

Besonders betraf dies die Regeln der Gesellschaft, die letztendlich für die breite Masse geschaffen wurden, aber nicht auf den einzelnen abgestimmt sind.



Mein DXM- Konsum zog sich bis Anfang 2011. Doch an meinem letzten Trip hatte ich einen ziemlichen Bad- Trip:



Ich sah meine Umgebung objektiv und "kühl", das war einfach grauenhaft. Ich wollte nur noch sterben, da diese Erfahrung einfach zu krass war.

Ich musste mit ansehen, wie ich dem Schicksal ausgeliefert war und erkannte, dass es keinen Gott gibt. Wenn die Menschen Gott anbeten, ist es letztendlich das Schicksal, denn dieses entscheidet über Leben und Tod, durch das Schicksal wurden wir ins Leben gerufen und auch wieder dahinscheiden. Während dieser Erkenntnis dachte ich einfach nur, dass der jedem gegebene Weg doch so einfach gemacht werden kann. Ich kann als mündiges Lebewesen aktiv handeln und mein Leben bestimmen.

Durch diese Erkenntnis hatte ich eine Antwort auf für mich grundlegende Fragen gefunden und hat mich dermaßen umgehauen, dass das DXM sich von selbst überflüssig gemacht hatte.



Resümee



In den darauffolgenden anderthalb Jahren begann ich, gemachte Erfahrungen zu reflektieren und bemerkte, dass sie sich mit dem deckten, was ich mit dem DXM sah.



Ich hatte zu diesem Zeitpunkt etwas über einen gewissen "Noziroeve" gelesen. Dieser experimentierte ebenfalls mit DXM herum und seine Erfahrungen decken sich auch zum großen Teil mit denen, die ich gemacht habe.

Schade, dass er so früh aus dem Leben geschieden ist. Denn das Schicksal kann Mensch im Rahmen seiner persönlichen Fähigkeiten beeinflussen. Seine Stärken zu finden und ein erfülltes Leben zu haben, sollte das Ziel eines jeden Lebens sein.



körperliche Nebenwirkungen



Direkt nach den Trips hatte ich - abhängig von der Dosierung - einen Afterglow, der meist sehr angenehm war. Besonders dieses "Und was ist, wenn das, was du erlebt hast, real war?" war sehr merkwürdig. Ich fühlte mich meist wie Neo von Matrix und wusste von einer wahren Welt, obwohl ich in einer programmierten (von Gesetzen bestimmten) Welt lebe. Aber in den Monaten nach dem letzten Trip flachten diese Gedankengänge ab. Auch hatte ich in einem exponentiellen Abstand Deja- Vu's, d.h. ich hatte 3 Tage nach dem letzten Trip ein Deja-vu, dann 1 Woche darauf, dann 1 Monat darauf, usw.

Auch hatte ich kurze Zeit nach dem letzten Konsum Gedächtnisprobleme.



Wie auch immer, es waren interessante Erfahrungen, die mein Leben grundlegend beeinflusst und geprägt haben.



Wer es bis hier geschafft hat, dem möchte ich fürs Lesen des Tripberichtes danken.



Auch wenn du, der das gerade liest, über den Konsum des DXM nachdenkst, möchte ich dir raten, es nicht zum Spaß zu konsumieren, denn es ist eine Droge, die einem alles aufzeigt, ungefiltert und ohne Einschränkungen. Man sollte also die potenziellen persönlichen Vorteile und die Nebenwirkungen abwägen und für sich selber entscheiden, ob man das Risiko eingeht oder nicht. Menschen mit psychischen Problemen sollten sowieso die Finger von Drogen lassen!!!



lg,





€: Ich habe letzten Samstag noch einmal mit 4 a 30mg DXM getrippt und was soll ich sagen... mieses Feeling, da geb ich mir doch tatsächlich lieber ne Flasche Vodka, obwohl ich überhaupt keinen Alk trinke.

Die Gedankenmuster sind recht abstrakt, besonders mit Lachgas + Ott.

Die Dopaminwiederaufnahmehemmung ist recht interessant, da sie bei mir noch einige Tage nach dem Konsum anhält.

Aber die Nebenwirkungen sind es absolut nicht wert, ich hab noch Tage danach übelste Kopfschmerzen.








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