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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:Ein wunderschöner Misserfolg
Drogen:LSD
Autor:HeckloDerGecko
Datum:10.01.2018 23:19
Set:Gespannt, etwas erschöpft/gestresst aber zufrieden da das Jahr am nächsten Tag enden würde.
Setting:Alleine zuhause, gedämmtes Licht mit Kerzen und abwechlungsreicher aber chilliger Musik.
Nützlichkeit:6,50 von 10 möglichen   (10 Stimmen abgegeben)

Bericht:

((Dies soll kein gewöhnlicher Tripbericht werden. Kurz vor dem Droppen habe ich angefangen in mein Notizbuch zu schreiben und ich denke dass es ganz interessant sein könnte das zu teilen. Ich finde man kann die verschiedenen Phasen des Erlebnisses hier ganz gut nachvollziehen. Alles was in Klammern steht habe ich jetzt am Computer hinzugefügt, der Rest wurde 1:1 aus meinen Notizen übernommen. Ich erhebe keinerlei Anspruch auf Wahrheit der folgenden Weisheiten.
Meine Intention war zu meditieren und die Tiefen meines Unterbewusstseins nach dem Grund für meine persönliche Unansgeglichenheit zu finden.))



Seite 1:
Ich sitze in der Hamburgerei und beginne meinen Abend. Es ist schon nach halb 10, die genaue Uhrzeit kenne ich nicht, ist aber auch egal.
200 Mikrogram.
Alleine.
Ich habe die üblichen psychedelischen Schmetterlinge im Bauch. Es wird Zeit.
In den letzten Wochen beschrieb ich meinen geistigen Zustand als "zwischen hier und da" und das obwohl es keinen vernünftigen Grund gibt. Lena ist sicher ein Thema das noch unterbewusst brodelt und damit mein komplettes Liebesleben. Falls ich dort heute ein Hindernis finde werde ich es überwinden.
Der Hirschburger hat gemundet. Genau die richtige Protionsgröße. Zuhause werde ich kurz duschen, zur Ruhe kehren, es nehmen und mein Cheat-Sheet erstellen. Damit fängt die Reise an.
I bought the ticket and finally I am taking the ride.

((Auf dem Cheat-Sheet standen beruhigende Sachen wie "Dieser Trip geht vorbei" und "Wenn es dir zu viel wird ruf soundo an". Ich hatte wirklich etwas Angst vor dieser Dosierung in Einsamkeit aber ich wollte es durchziehen, komme was wolle.))



Seite 2:
Ich versuche gerade einen Joint zu bauen. Alice hat mich mittlerweile voll geküsst. Perspektiven verschwimmen und verändern sich. Ich bin noch beim hochkommen.
Sehr intensiv, gelache, nur aufgrund von Gedanken.
Flauer Magen, unruhiger Kopf, gespannter Geist.
Ich verliere mich mehr und mehr in mir selbst. Ich werde größer und alles um mich herum auch. Wörter werden zu Sätzen, Tinte zu Buchstaben. Buchstaben in Gefühle.

Ich bin dankbar.
Danke.
((Hier hab ich mich in den Tintenstrichen auf dem Papier verloren und eine halbe Seite voll mit Wellenmustern und einem abstrakten Meteroiteneinschlag o.ä. gezeichnet))


Seite 3:
Es ist vollbracht! Ich habe ihn fertig gerollt in meinem Mund! Erfolg! Tja, lang hab ich dafür gebraucht aber es war wieder intensiv am Leben zu sein.
Immernoch etwas flau, das wird mich wohl bis zu Ende begleiten. Nichts womit ich nicht klarkäme.
Die Musik ist elektronisch, Farben leuchten in größeren Spektren, feste Formen nicht mehr zwingend und.............................................................................................

Ich bin dabei. Beat, Beat, Beat
Millionstelzwischentöne, ich nehme die Geräusche in ihrer Gesamtheit war. Es ist Energie in mir die geleitet werden muss.
Zünd ihn dir erstmal an. Dann kannst du ja immer noch weiterschauen.
Klassische Musik. Besser.

In meiner Robe aus grünem Stoff ((ich habe mir eine Decke umgewickelt)) sitze ich auf der Couch.
Die Optics werden auch schon während dem schreiben immer präsenter.
Rauchen schmeckt gut ist aber äußerst anstrengend.
Ich trinke Tee, das hilft und tut mir gut.


Seite 4:
Ich bin in die grüne Decke eingewickelt wie ein Magier oder ein römischer Kaiser. Es macht Spaß.

Gerade wird mir bewusst in welchem Kontext mir das Spaß macht. Es ist eine Verspieltheit in der der gesamte Kosmos absurd wirkt.
Allein dieser Gedanke wiederum ist absurd da es mir möglich ist diese Betrachtung zu machen.
Das Absurde kehrt immer wieder in einen Kern zurück.
Mich.
Ich bin das Zentrum des Nichtverstehens.
Ich bin der Versuch des Begreifens.

Und ich lächele:
Denn allein dass ich überhaupt existiert um sich selbst zu begreifen ist doch absurd :-)
((Ich hab wirklich einen Smiley reingemalt))

Das Konzept der Existenz ist eigentlich unbeschreiblich.
0=>1


Seite 5:
Da es unbeschreiblich, unfassbar ist ist es gleich mit bloßen Fantasiegeschichten. Beides ist gleich wahr. Und gleich falsch.
Das bedeutet Realität ist formbar. Realität an sich ist DER kreative Akt. Aus nichts etwas zu schaffen.
Das Nichts ist nicht vorstellbar, eher Nicht-Nichts, ergo Existenz.
Alles was ich auf diese Seiten schreibe ist Realität. Ich versuche gerade ein unbegreifbares Konzept in Worte zu bringen.
Man kann nur alles um sie herum beschreiben, diese Leere. Dieses Potential.
Ja, es ist eine Leere mit Potential.
Obwohl dies ein wiederspruch sein muss oder?


Ich beobachte Dinge aus nächster Nähe. Alles wird fließender. Ich sehe dinge leuchten dich in wahrheit sehe ich es in all ihren Spektren.
Es fällt mir zuhnemend schwerer graduelle Lineare Gedanken zu verfolgen. Die Musik, zu viele schöne Eindrücke. Orientalische Musik und Muster.
Göttlich!


Seite 6:
Freuden kündigen die Prüfungen an. Ich plane noch einen zu rauchen. Bis ich es durchführe wird wohl noch eine Weile vergehen.
Ich habe mich selbst ausgelacht weil ich so gnadenlos ehrlich zu mir bin. Das schreiben an sich macht mir viel Spaß. Und die Fähigkeit selbst zu reflektieren.
Damit steht mir alles offen um mich selber zu erforschen. Es ist ein Dialog, der gerade unabhängig von mir in meinem Kopf stattfindet.
Oha, jetzt wird mir erst klar wie viel es noch in mir selbst zu entdecken gibt. Ich lese immer wieder gerade geschriebenes und erkenne diesen Kreis der Erkenntnis an.
Hier kann ich gut an und mit mir arbeiten.
Ich sollte darauf achten leserlich zu schreiben. Mir ist gerade bewusst dass ich gerade auf einem Grad/Draht zu anderen Ebenen der Existenz stehe.
Okkulte Symbolik vermischt sich mit


Seite 7:
heiliger Geometrie. Mein Blick ist aufs zigfache verschärft. Alle Details, Einzelheiten sind zu erkennen.
Genau. Es ist eine Expidition in mich selbst! Das wird spannend!:-) Wenn immer es mir zu viel werden sollte schreibe ich einfach darüber.

Zu viele Gedanken auf einmal. Sie rasen quasi an mir vorbei.
Alice hält mich wach. Ich genieße die Zeit mit ihr sehr. Ihr Eindruck wird mir noch lange bleiben.
Ich freue mich schon darauf mit mir zu schlafen. Und auch um meinen Körper mit Alice zu entdecken. Uuuh, da fällt mir ein das alles was ich denke eine Realität ist, ich muss sie "nur" aktzeptieren. Unglaubliche Möglichkeiten, unbeschreibliche Horizonte Das alles hier und jetzt. Ungefiltert. Jedoch immens verschärft.

Hehe, ich bin der Meister meiner Realität!


Seite 8:
Mein Auge ist in der Lage _ wie ein Mirkoskop verwendet zu werden. Es ist lächerlich wie ich in der Lage bin diese Feinen Härchen auf dem Gras zu erkennen.
Ich sehe die einzelnen Staubkörner durch die Luft schweben............
Alice verschärft meine Wahrnehmung macht sie aber gleichzeitig sehr empfänglich und reagiert gut. Diese Details! Da hat mich schon irgendwie der Forschergeist erfasst!
Jedoch muss ich zugeben dass ich vieles einfach nicht fassen kann. In allem Steckt so viel Information. Es liegen so viele Ebenen übereinander.
Faszinierend wie ein kleines Molekül mit so viel........ Erfahrung verbunden ist.

Kleine Offenbarung zwischendurch:
Ich sehe alles so scharf weil meine Pupillen so stark geweitet sind.


Seite 9:
((Kontext: Ich wohne in der Nähe eines großen Hauptbahnhofes und habe eine verkleidete Schaufensterpuppe im Wohnzimmer stehen))

Soundsovielter achtzehnhundertwasauchimmer

Das ist mein Expiditions Gebiet im Orient.
Ich trinke aus Feldflaschen, trage Alladinhosen und einen Umhang. Passende Musik. ich hab sogar einen Bart.
Mein Kamerad steht mit Helm in der Ecke, Paschminer Schal nicht vergessen. In dieser Nachbarschaft! Passend, passend.
Vielleicht treffe ich ja noch eine hübsche Tänzerin.

Ich bin ein Junge im Körper eines mannes.

Und ich habe schon befürchtet dass mir mit Alice langweilig werden würde. Aber Sie kennt allerlei Tricks die nach meiner Aufmerksamkeit gieren.
Zeit zur Ruhe zu kehren.
Sich bereit machen. Nochmal einen drehen.


Seite 10:
Ich hab mir eine Vorlesung von Albert Hoffman angemacht. Gut für eine kurze Zwischenpause.



((Hier habe ich wieder gezeichnet und zwar mit einer detailverliebtheit die ich nüchtern nicht habe. Während des bauens waren die akuten Effekte urplötzlich verschwunden, nur ein schöner Afterglow blieb bis in den nächsten Morgen))


Hmmmmmmm hätte ich auch auf nen Zettel kritzeln können.






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