your psychedelic community
   Werbung
kratom.eu






Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:nehmt und esst alle davon oder Schlüssel zur Tür der Erkenntnis
Drogen:Mischkonsum von Psilocybinhaltige Pilze und Cannabis (Reihenfolge vom Autor festgelegt)
Autor:Dion Ysos
Datum:05.04.2018 11:37
Set:Neugier, Vorfreude, Respekt
Setting:Balkon, Hängematte später Schlafzimmer und Bett
Nützlichkeit:9,27 von 10 möglichen   (15 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Meine psychedelische Erfahrung und die Folgen

Zu meiner Person möchte ich folgendes schreiben: Ich bin 42 Jahre alt, die einzigen Erfahrungen mit Drogen die ich bis zu meinem Experiment mit Paychedelika hatte waren Alkohol und Cannabis beides konsumierte ich exzessiv seit meiner Jugend. Mein Hauptinteresse aber galt der Sexualität und ich habe nichts unversucht gelassen eine Frau kennen zu lernen usw. Meine ganze Aufmerksamkeit und alle meine Bemühungen waren darauf ausgerichtet, wenn ich z. B. Trainieren ging dann war das nicht des Trainings wegen sondern mit der Erwartung eine Bekanntschaft zu machen, und so verhielt es sich mit Einkaufen, Studieren, Spazieren usw. Leider waren meine Erfolge bei Frauen sehr mäßig, meine Flirt- und Verführungskünste waren miserabel, manchmal habe ich die Dienste von Prostituierten in Anspruch genommen. Dennoch mit 29 habe ich geheiratet, doch die Ehe war nichts für mich es hat mich gelangweilt. Ohne großen Skrupel bin ich meiner Frau bei jeder Gelegenheit fremdgegangen, und es ihr verheimlicht.

Nach drei Jahren Ehe haben wir uns getrennt, kamen nach kurzer Zeit wieder zusammen, uns wieder getrennt und so lief es einige Jahre. Das konnte nur funktionieren weil meine Frau mich sehr liebt und die Qualitäten eines Engels hat aber das war mir damals egal denn ich hate andere Prioritäten. Weil ich es nicht geschafft habe mir meine sexuellen Fantasien zu erfüllen lastete eine gewisse Enttäuschung auf mir, und ich hatte manchmal das Gefühl umsonst gelebt zu haben. Die besten Jahre waren längst vorbei, ich habe nichts erreicht, keine Familie, keine Besitztümer wie Haus oder Auto und keine Pläne. Solche Gedanken sind mir manchmal durch den Kopf gegangen. Diese Enttäuschung habe ich versucht mit Alkohol und Cannabis zu betäuben, mit bis zu einem Sixpack von jeweils 0,5 Litern Bier am Tag und ein Joint nach dem anderen waren Jahre lang die Regel. Neben diesen triebgesteuerten Eigenschaften habe ich seit ich mich erinnern kann ein großes Interesse für philosophische, theologische und mystische Themen, welche eine große Rolle beim Verarbeiten, Verstehen und den Umgang mit der psychedelischen Erfahrung bei mir bis heute haben.


Vorgeschichte:

Im Jahr 2011 sah ich auf ARTE eine Reportage über das LSD mit dem Titel: Vom Trip zur Therapie, beim Zuschauen fiel mir auf wie wenig ich über dieses Thema wusste und das was ich wusste nicht der Wahrheit entsprach oder nur mit Vorurteilen behaftet war, meine Neugier war auf jeden Fall geweckt. In den nächsten Jahren habe ich die Recherche über dieses Themen zu meiner Hauptaufgabe gemacht, habe sämtliche Reportagen geschaut, mir Literatur besorgt und mich stets weitergebildet (z. B. Hoffman, Wasson, Grof, McKenna..). Irgendwann war meine Neugier so stark, dass ich bereit war ein Experiment, zu wagen. Dafür habe ich sämtliche Vorbereitungen getroffen z. B. den ganzen Tag gefastet, auf Alkohol verzichtet. Die ersten paar Versuche, zunähst mit geringen und mittleren Dosierungen (ca. 5-30g Trüffel) waren kaum spürbar, nichts von dem was ich gelesen habe ist eingetroffen, zumindest nicht das was ich mir erhofft habe, von wegen Kaleidoskopische Muster, Visionen usw. es tat sich einfach nichts. Als Folge habe ich beschlossen die Dosis weiter zu erhöhen. Dafür fuhr ich nach Holland holte mir eine Growbox mit Myzelium und fing an meine eigenen Pilze zu züchten.


Ablauf:

An einem Samstagvormittag am 24 August 2013 habe ich ca. 70g frisch gepflückter insgesamt 28 kleine Pilze (Psilocybe Cubensis) gegessen, dabei habe ich berücksichtigt unbedingt eine gerade Anzahl an Pilzen zu essen wie von der Schamanin Maria Sabina empfohlen. Nach der Einnahme kniete ich mich Richtung Sonne, bekreuzigte mich und sprach das Vater Unser so zu sagen aus Respekt vor der Sache, ich war allein und hatte keine Ahnung. Im Hinterkopf hatte ich auch den Gedanken einen Wunsch durch diese Erfahrung einen größeren Erfolg bei Frauen zu erlangen. Geplant habe ich meinen Trip auf den Balkon in einer Hängematte zu verbringen, doch kurz nach der Einnahme wurde mir kalt und ich verspürte das Bedürfnis mich ins Bett zu legen. Das tat ich dann auch dazu machte klassische Musik (Bach air) an und wartete auf meinen Trip.

Zunähst geschah wieder nichts, was ich verspürte war ein seltsamer Druck auf meinem Kopf, dieser druck erfasste meinen Kinn, meine Kiffern und Zähne es wurde unangenehm, fast unerträglich als würde mein Kopf beginnen sich zu verformen, meine Pupillen wurden riesig, was immerhin ein Hinweis darauf war, dass sich Etwas tut aber nicht das was ich mir vorgestellt habe. Ich dachte schon, ungeeignet oder zu blöd für diese Sache zu sein, und war sehr enttäuscht bis frustriert. Wie viel an Pilzen muss ich denn noch essen damit es bei mir wirkt? Habe ich mir gedacht. Zur Ablenkung habe ich beschlossen ich einen Joint zu rauchen. Nach einigen Zügen völlig unbemerkt legte sich der Druck von meinem Kopf, meine Gemütsverfassung wurde heiterer, ich entspannte mich und es kam zum Durchbruch. Interessant wurde auf einmal die Raufasertapete über mir, ihre Unebenheiten kamen in Bewegung und formten sich zu fantastischen Gebilden, in den meisten dieser Bilder erkannte ich Ähnlichkeiten zu der Kunst aus Süd und Mittel Amerika, so lenkte ich mich für einige Zeit ab.

Sogar als ich meine Augen schloss vernahm ich flüchtige Bilder. So sah ich eine Gestalt ohne Gesicht mit Umhang zwar unscharf aber erkennbar. Diese Gestalt zeigte mir eine unendlich hohe und unendlich lange Mauer. Es war als wollte die Gestalt mir irgendwie verständlich machen, dass ich diese Mauer überwinden soll. Darauf sagte ich, ganz intuitiv: vergib mir meine Sünden, das war offenbar wichtig. Denn sofort danach ist mir wie ein Stein vom Herzen gefallen ich konnte tiefer durchatmen als hätte sich mein Lungenvolumen vervielfacht und es überkam mich eine Erleichterung, wie ich sie noch nie verspürt habe. Es war als hätte mir Jemand erwidert und gesagt na klar vergebe ich dir Junge komm mit alles ist gut wie es ist. Alles fühlte sich irgendwie sehr vertraut und sehr natürlich an, als würde ich dieses Gefühl von irgendwo schon kennen, ich konnte mein Gehirn spüren wie es kribbelt, als hätte man Sekt im Kopf sprudeln, fühlen wie es arbeitet sich erweitert bis es ich möchte fast sagen auf seinen Nennbedingungen läuft als sei der Standby Modus beendet worden, als wäre ein altes mir noch unbekanntes Uhrwerk in Gang gesetzt worden.

Es war göttlich, das Gefühl war sehr ähnlich dem das wir beim Orgasmus erleben nur es zog sich über Stunden, ich bekam eine Ahnung davon was Ewigkeit und Unendlichkeit bedeuten, ich fühlte mich schwerelos wie im freien Fall und wurde auf Musik getragen. Ich hatte das Gefühl frisch verliebt zu sein und wurde von Liebe und Schönheit erdrückt. Beim Blick in den Spiegel sah ich mich jünger und schöner wie frisch aus dem Ei gepellt. Ich merkte, dass ich eigentlich gar ich selbst bin sondern jemand anders bzw. ich habe gemerkt, dass ich eine Seele habe, und alles was mich umgibt ein Wunder ist und, dass ich selbst ein Teil davon bin, ich spürte, dass sich das was wir Gott nennen in mir und in meinen Mitmenschen befindet und unaufhörlich wurde ich mit Informationen gespeist die ich zunächst nicht deuten konnte, ich wurde bis zuletzt aufgefordert an etwas völlig unmögliches zu glauben an das Unmöglichste was ein Mensch sich vorstellen kann.

Es entstand eine Art kalt warm spiel, immer wenn ich einen Gedanken oder Idee fasste die richtig war füllte ich eine Bestätigung die sich durch ein Gefühl der Erleichterung oder Heiterkeit bemerkbar machte. Es kam mir z. B. der Gedanke, dass wir alle so werden sollen wie Jesus bzw. dass wir das selbe Potential haben, bei diesem Gedanken fühlte ich eine Große Freude und eine noch größere Erleichterung, die sich wie eine Bestätigung anfühlte und so ging es stets weiter auch als ich daran dachte, Jesus hätte beim letzten Abendmahl psychedelische Substanzen rumgereicht anstatt nur Brot und Wein und uns aufgefordert dies zu seinem Gedächtnis zu tun. Jedenfalls ergab das alles endlich einen richtigen Sinn und ich wurde aufgefordert diese Ideen weiter zu denken. Meine Euphorie und Glückseligkeit steigerten sich bis ins unermessliche, bis ich das Gefühl verspürte, unwürdig zu sein so etwas Schönes zu erleben und mir flossen Freudentränen, es war zu schön um wahr zu sein, bin mir wie ein Tier vorgekommen das gerade seinen ersten Kontakt mit der Zivilisation erfährt aber alles mit einer sehr heiteren Stimmung, Komik und Laune, habe sozusagen über mich selbst gelacht. In diesem Zustand vergingen Stunden, erst gegen 22 Uhr klang alles ab. Danach holte ich mir ein Bier, telefonierte mit meiner Frau, ließ den Fernseher laufen und saß so einige Zeit völlig überwältigt auf der Couch bis ich mich irgendwann schlafen legte.


Die Folgen:

Am nächsten Morgen fühlte ich mich wie neu geboren und ich war nicht mehr derselbe Mensch, ich hatte ein anderes Körpergefühl und in meinem Gehirn kribbelte es immer noch, was ich aber als sehr angenehm empfand. Da es Sonntag war verspürte ich das Bedürfnis an einer Messe teilzunehmen was ich auch tat, allerdings war die Messe im Vergleich zu meinem Erlebnis nur eine Trockenübung. Die nächsten Tage hatte ich ein wunderbares Gefühl, ich war total ruhig, entspannt, bewegte mich langsam und hatte den Wunsch dieses Gefühl so lange wie möglich zu behalten, man kann sagen ich badete in diesen Erinnerungen, Eindrücken und Gedanken. Seltsamerweise hatte ich sehr oft stark ausgeprägte Déjà-vus die mich sehr amüsierten. Immer wenn ich mich hinlegte, auch Tagsüber, bin ich in eine Art Schlummer gefallen begleitet von tiefgründigen Gedankengengen, Erkenntnissen und Ideen, als würde mein Gehirn dabei diese ganzen Informationen, die während des Trips so vielfach und unverständlich wirkten, sortieren und verarbeiten wie eine Art update oder Konfiguration.

Das meiste womit ich mich gedanklich beschäftigte war die Bibel. Geschichten daraus, die mir vorher total unbedeutend, rätselhaft oder abstrakt vorgekommen sind, habe ich endlich verstanden und dabei Erkannt, dass die Bibel und alle anderen Schriften eine Anleitung im Umgang mit Psychedelika sind. Meine Umwelt wirkte ganz anderes auf mich, z. B. war ich nicht mehr in der Lage dazu eine Uhr zu tragen, Fernseher gucken oder mit Geld zu hantieren genauso wie daran zu denken. Diese Dinge erweckten den Eindruck etwas Diabolisches zu sein, genau wie Werbeplakate mit den mageren Models darauf übten einen gewissen Schrecken und Ekel auf mich aus. Sie wirkten wie Dämonen auf mich die mich verhöhnten, über mich spotteten mir deutlich machend wie viel Macht sie über mich haben.

Vier Tage nach meinem Trip, einem Mittwoch mit einem perfekten Wetter, geschah etwas seltsames Als ich auf meinem Balkon in der Hängematte mit einer Tüte und Bier so da lag, und an ein Thomasevangelium dachte, das ich irgendwann gelesen habe, welches vom Inhalt in etwa besagt, dass die Erkenntnis im Innern des Menschen zu finden sei, verspürte ich plötzlich ein Kribbeln in meinen Händen und meine Arme wurden irgendwie schwerelos und das Kribbeln wurde immer heftiger bis meine Hände verkrampften als sei ich spastisch gelähmt, es Schmerzte und es fühlte sich wie bei einem Krampf an und ich konnte meine Hände nicht öffnen, da bekam ich einen riesen Schrecken.

Aus Angst habe ich versucht zu beten, zappelte aber nur auf dem Balkonboden rum und versuchte die Kontrolle über meine Hände zu gewinnen was mir aber nicht gelang, diese Situation war mir völlig unerklärlich und ich dachte, dass meine Hände gelähmt bleiben. Plötzlich kam mir der Gedanke an Jesus und die Kreuzigung und daran, dass die Hände von Jesus auch derart verkrampften als sie Angenagelt wurden, bei diesen Gedanken ließen meine Krämpfe nach bis sie ganz zurückgingen, alles was blieb war ein Gefühl der Anstrengung und Erschöpfung vor allem in den Händen, welches noch Tage danach als Muskelkater zu spüren war und ich hatte die Hosen voll. Erschrocken lief ich zur Kirche mit dem gerade erlebten war ich völlig überfordert, hatte auch das Gefühl irgendwie auserwählt worden zu sein, als hätte ich ein Zeichen bekommen. Dieses Erlebnis war mir völlig rätselhaft an der Sache derart seltsam, dass ich kaum Worte finde um darüber zu berichten, habe versucht es zu verdrängen, doch dies war nur der Anfang.

Am Freitag kam meine Frau aber alles woran ich denken konnte war meine psychedelische Erfahrung von der ich ständig erzählen wollte verständlicher Weise interessierte es meine Frau überhaupt nicht. Wie schon erwähnt es war keine große Sache für mich meiner Frau Fremdzugehen. Als meine Frau und ich beieinandersaßen und redeten überkam mich plötzlich das Gefühl eine innere Stimme die mir sagte ich solle mein Fremdgehen meiner Frau gestehen, ich versuchte mir vergeblich diese Gedanken auszureden wollte es verdrängen, dachte später irgendwann, doch diese innere Stimme ließ nicht nach und drängte mich immer eindringlicher meine Fehler auszusprechen bis ich irgendwann nachgab und alles zugegeben habe. Zunähst dachte ich, meine Frau würde mich sofort verlassen, was sie mir auch immer angekündigt hat, dass wenn ich sie betrüge sie mich verlassen wird. Meine Frau wurde sehr enttäuscht und traurig, denn damit hat sie nicht gerechnet. Immerhin sie sprach noch mit mir und wir redeten mehrere Stunden. Meine Ehrlichkeit wurde aber belohnt, meine Frau hat mir fürs erste verziehen. Ich beschloss nie wieder fremdzugehen und ich war nicht mehr in der Lage zu Lügen. Ich war froh darüber dieses Lügenkonstrukt aus der Welt geschafft zu haben.

Am neunten Tag nach meinem Trip an einem Montag, der erste Arbeitstag nach meinem Urlaub. Am Arbeitsplatz empfand ich ein Schamgefühl und ein Versagen gegenüber meinem Trip, als würde ich Gott fremdgehen, meine Arbeit kam mir sinnlos und unbedeutend vor, meine Kollegen wirkten auch ganz anderes auf mich, es kam mir vor als könnte ich ihre Gedanken lesen sie taten mir einfach nur leid. Zuhause angekommen, kreisten meine Gedanken immer noch um Spirituelle Themen z. B. daran, dass Jesus nur ein Mensch war, und Gott geworden ist und nicht umgekehrt und, dass Jesus dieselbe Ausgangssituation hatte wie wir alle auch.

Plötzlich, als ob ein Schalter in meinem Gehirn umgelegt worden wäre, wurde ich “erleuchtet“, die Gegenwart wurde zu einem nicht endendem Déjà-vu und die ganze Realität wurde anders, auf einmal wusste ich Alles, musste nicht mehr nachdenken oder Überlegen, konnte in die Zukunft schauen, aus meinem Unterbewusstsein sprudelte es wissen, alle Gegenstände, Bilder, Farben kommunizierten mit mir. In Konstellationen von einfachen Gegenständen wurden mir Zeichen gesendet die ich als Symbole erkannte, deuten und verstehen konnte, als wäre meine Umgebung auf eine sehr humorvolle Art auf mich zugeschnitten worden als würde mein ganzes Leben auf diesen Moment hinauslaufen und ich konnte Gottes Willen “hören, wahrnehmen“. Mir wurde klar, dass dieser Zustand das Ziel unseres Daseins ist, das es das ist worauf Jesus und alle Propheten uns hingewiesen haben, dass alles darauf abzielt seit Anbeginn der Zeit. Als ob ich erst jetzt ein wirklicher Mensch geworden wäre. Es war ein ähnliches Erlebnis wie im Buch Siddhartha von Hermann Hesse wo der Protagonist am Ende der Geschichte das Nirwana am Fluss erlebt, und so etwas Ähnliches wurde auch mir zuteil.

Zur Feier dieses Augenblicks habe ich beschlossen einen Joint zu rauchen. Während des Drehens ermahnte mich eine Stimme ich solle es lassen, aber ich blieb bei meinem Vorhaben und war der Meinung tun zu können was ich will. So wollte ich beim Joint rauchen mir Gedanken über den Aufbau des Universums machen, ich freute mich darüber, dass ich jetzt alles wies, dass ich nicht mehr arbeiten muss, dass ich immer Recht haben werde und es ergab sich, dass ich im Begriff war mir meiner neu errungenen Fähigkeiten zu spielen bzw. sie zu meinem Eigennutz einzusetzen, in dem ich z. B. Antworten auf die Geheimnisse der Menschheit erwartet habe. Nach paar Zügen am Joint kippte mein Gefühl alle Gedanken, Eindrücke und Informationen kamen sehr Chaotisch, wirkten auf mich erschreckend, da wollte ich das Gefühl möge wieder aufhören, tat es aber nicht.

Plötzlich und sehr eindringlich sagte eine innere Stimme zu mir ich sollte die Blüte einer Engeltrompete die auf meinem Balkon wächst essen sonst würde Etwas Schreckliches passieren, wenn ich es nicht tue. Zunähst nahm ich es nicht ernst habe diesen Blödsinn verdrängt, doch diese innere Stimme oder Eingebung wurden stärker, und es ging so weit, dass ich auf meinem Balkon hinausrannte und die Blüte wie ein Besessener verschlang obwohl mir klar war, dass das was ich gerade tue nicht das richtige ist.

Nachdem ich die Blüte verschlungen habe sagte mir eine innere Stimme, mit derselben Eindringlichkeit und Bestimmtheit wie zuvor bei dem Geständnis gegenüber meiner Frau oder mit dem Verschlingen der Engeltrompetenblüte ich solle sofort vom Balkon springen oder mir sonst wie das Leben nehmen, denn die Lösung des ganzen liegt in dem, dass wir uns umbringen, denn danach wachen wir auf und erfahren alles, und wenn ich es nicht tue passiert etwas schreckliches und ich werde die Verantwortung dafür tragen, meine Seele wird verdammt sein und ich werde für immer das Gefühl haben lebendig begraben zu sein. Über meine Handlungen hatte ich in diesem Moment kaum noch eine Kontrolle, die Kommunikation mit Gott wurde unterbrochen und es kommunizierte etwas ganz Anderes mit mir doch das erkannte ich zunächst nicht, denn die Stimme die ich vernahm war die selbe hatte aber andere Absichten. Da bekam ich große Zweifel ob ich diesen Abend überleben werde, denn diese Eingebung vom Balkon (4 Etage) zu springen wurde immer größer.

Das Bewusstsein was mir vertraut war änderte sich total, darauf war ich nicht vorbereitet, in meinem Kopf hämmerte es. Einerseits hatte ich das Gefühl mit Informationen aller Art, in dem Moment unfähig diese zu verarbeiten, überflutet zu werden begleitet von Schrecklichen Bildern, Gedanken und Visionen mit Blick in die Zukunft andererseits sagte mir etwas auf eine sehr eindringliche Weise: das wird dir Niemand glauben und das mehrmals hintereinander. Mit letzten Reserven meines Verstandes griff ich zum Hörer und rief meine Eltern an mit der Absicht denen das alles zu erklären und mich vielleicht zu verabschieden, da ich dachte, dass ich die Kontrolle völlig verliere und mich gegen meinen Willen umbringe, und all das wollte ich eben erklären. Am anderen Ende der Leitung ging mein Vater ans Telefon doch ich war nicht in der Lage dazu mich richtig zu artikulieren d. h. ich konnte nicht das sagen was ich wollte, zunähst sagte ich sehr energisch hintereinander: dies wird mir niemand glauben, deine Welt wird zusammenbrechen... für meinen Vater ist es nichts als wirres Zeug gewesen, mal sprach ich ganz schnell dann wieder langsam mit stottern, größtenteils waren es nicht mal richtige Worte sondern nur eine Kombination aus Jaulen und Heulen, meinen Eltern habe ich einen riesen Schrecken eingejagt sie dachten ich hätte mich vergiftet und läge im Sterben sie fassten sofort den Entschluss aufzubrechen und zu mir zu fahren, etwa 80 km gegen 21 Uhr.

Aus Angst vom Balkon zu springen lief ich raus aus meiner Wohnung runter auf die Straße während ich weiterhin mit meinem Vater telefonierte. Meinem Vater habe noch versucht die Anreise zu mir auszureden, denn in meinen Visionen sah ich meine Eltern verunglücken. Nachdem wir das Gespräch beendet haben lief ich wieder zur Kirche. Die Kirche war um diese Uhrzeit geschlossen da setzte ich mich auf die Treppe und habe versucht klar zu kommen, was gar nicht so einfach war, denn diese innere Stimme wollte immer noch von mir, dass ich mir das Leben nehme, ich hatte immer noch größte Ängste, weil ich ja noch die Engeltrompetenblüte intus hatte und dachte, dass sie jeden Moment zu wirken anfängt und alles noch schlimmer wird. Im Hinterkopf hatte ich die Gewissheit, dass meine Eltern zu mir unterwegs sind und irgendwann bei mir sein werden und, dass ich sie empfangen muss, dazu musste ich aber zurück in meine Wohnung vor der ich immer noch Panik hatte.

Gegen 23 Uhr kamen meine Eltern völlig Ahnungslos über meine Aktivitäten mit Psychedelika und sonstigen Substanzen. Da ich mehrere Tage nicht aufgeräumt habe war meine Wohnung sehr unordentlich. Alles lag durcheinander, von leeren Flaschen volle Aschenbecher usw. Es lief klassische Musik und ich starrte auf einen Rosenstrauß. Meine Eltern dachten ich sei besoffen und hätte ein Drogencocktail genommen, dementsprechend haben sie mich behandelt und mit mir gesprochen. Mein Sprechen fiel mir sehr schwer und ich habe es nicht geschafft diese Situation erklären. Nach kurzer Zeit verließen meine Eltern mich ohne diese Situation verstanden zu haben. Meine Lage besserte sich kaum und ich hatte immer noch eine riesige Angst alleine in der Wohnung zu bleiben, irgendwann gegen 24 Uhr rief ich meine Frau an, die verständlicher Weise sehr schwer angeschlagen von meinem Geständnis war, sie möge zu mir kommen, weil ich alleine nicht klar komme und mich vielleicht in Lebensgefahr befinde.

Als meine Frau ankam wartete ich unten auf der Straße auf sie und meine Verfassung normalisierte sich zunehmend die Engelstrompetenblüte zeigte zum Glück keine Wirkung, Weil ich die Befürchtung hatte in der Wohnung meiner Frau oder mir selbst was anzutun setzten wir uns ins Auto und verbrachten da paar Stunden bis meine Panik sich legte, anschließend gingen wir in meine Wohnung und legten uns Schlaffen. Am nächsten Tag Meine Wahrnehmung war immer noch stark verändert, das d. h. wenn ich Menschen auf der Straße anschaute konnte ich in ihren Gesichtern mehr erkennen als ich es sonst gewohnt war, ich sah die ganze Last die alle Menschen mit sich schleppen ob jung oder alt als wären alle vom Teufel besessen. Dabei habe ich gedacht und auch deutlich gefühlt eine Art Jesus geworden zu sein und das ich Irgendetwas unternehmen muss. Weil ich mit der ganzen Situation völlig überfordert war habe ich mich vorsichtshalber in die Klapse einweisen lassen, wo ich insgesamt vier Tage verbrachte.

PS. In der Klapse bin ich mit einem Patienten ins Gespräch gekommen er schien mir sehr verwirrt es fiel mir nur schwer ihn zu verstehen und ihm zu folgen. Auf seine Frage warum ich denn hier sei habe ich ihm erzählt, dass ich Zauberpilze,- aaach Pilze fügte er hinzu, gegessen hätte und einen Flashback erlebt habe. Flashback gibt es nicht, es sei denn du glaubst daran sagte er … und er hatte Recht denn ich habe daran geglaubt, ich meine die Inhalte während des Trips und die Botschaft davon. Genau darum ging es an das Unmöglichste zu glauben was der Mensch sich überhaupt vorstellen kann. In den Tagen nach dem Trip, ich weis nicht warum, habe ich nämlich, im inneren Dialog stets wiederholt: stärke meinen Glauben und mein Wunsch hat sich offenbar erfüllt.

PPS. Es gibt Schauergeschichten über Menschen die im Zusammenhang mit der Einnahme von psychedelischen Substanzen durch Suizid ums Leben gekommen sind. Letztes Jahr beim burning man ist ein Mann in die Flammen gerannt und dabei umgekommen. Wenn ich von so was höre dann denke ich an diese Eingebungen oder innere Stimmen die ich gespürt habe dann kann ich derartige Handlungen nachvollziehen denn die Eingebungen sind sehr stark und mächtig, kommen plötzlich, unerwartet und man ist darauf nicht vorbereitet, dabei fühlt es sich total real an.


Erkenntnisse, Ansichten, Fazit:

Mittlerweile sind fast fünf Jahre vergangen und dieses Erlebnis beschäftigt mich Pausenlos. Bis heute ist es das erste an woran ich denke wenn ich erwache und das letzte woran ich denke wenn ich mich schlafen lege. Immer wenn ich in mich kehre und an das Erlebnis denke treibt es mir vor Ergriffenheit Tränen in die Augen. Das war das intensivste und seltsamste Erlebnis meines Lebens, es hat mir aber viel Kraft und Hoffnung gegeben. Seitdem bin ich nicht mehr derselbe Mensch der ich davor war, meine Weltanschauung hat sich total verändert z. B. betrachte ich jetzt die Arbeit als Zeitverschwendung sogar als Sünde, Sex ist mir nicht mehr das wichtigste, kein Fremdgehen mehr keine Lügengeschichten mehr. Insbesondere hat sich meine Anschauung zur Spiritualität intensiviert. Mein Glaube ist zur Gewissheit geworden aber die Gewissheit ist unglaublich. Mir ist klargeworden, dass es GOTT gibt und, dass wir eine Seele haben. Und es sollte uns nicht um die Frage gehen ob es einen Gott gibt sondern darum was Gott von uns will.

Meiner Erkenntnis nach haben Psychedelika ein unermessliches Potential. Unsere Aufgabe ist es den richtigen Umgang damit zu finden. Die Idee ist nicht neu, dass Jesus beim letzten Abendmahl nicht nur gewöhnliches Brot und gewöhnlichen Wein, so wie wir es heute kennen, rumgereicht hat, sondern, dass es sich dabei um Psychedelische Substanzen handeln musste. Beim letzten Abendmahl sagte Jesus u. a. nehmt und esst alle davon...und ...tut dies zu meinem Gedächtnis... und eigentlich ist es das einzige wozu er uns derart auffordert. Die Kirche versucht diese Aufforderung zu erfüllen und ist im Prinzip, bei der Kommunion nah dran, tragischer Weise befindet sich in der Hostie keine psychedelische Substanz. Versucht euch vorzustellen wie die Welt heute ausschauen würde, hätten die Priester seit dem letzten Abendmahl, psychedelische Substanzen den Gläubigen verabreicht? Da beim letzten Abendmahl von zwei Substanzen die Rede ist könnte man auf den Gedanken kommen es würde sich um eine Kombination aus DMT und MAO-Hämmern handeln (ein MAO-Hämmer Lieferant in dieser Gegend ist die Syrische Steppenraute und das DMT ist fast überall).

Andeutungen auf magische Speisen mit wunderbaren Bezeichnungen und Eigenschaften ziehen sich durch die gesamte Bibel. Angefangen mit Adam und Eva mit der Frucht vom Baum der Erkenntnis über das Manna, bis hin zum letzten Abendmahl. Oft ist die Rede von der Speise der Engel, vom Wasser des Lebens, das Brot das vom Himmel herabgekommen ist, Brot des Herren, Speise die für das ewige Leben bestimmt ist, zudem werden jene Speisen deutlich von der Speise für den Hunger oder der Speise die verdirbt unterschieden und hervorgehoben.

Auch in anderen Religionen wie dem Koran finden sich entsprechende Andeutungen z. B. beim Ramadan. Würde man es planen Psychedelika einzunehmen wäre die Vorbereitung darauf sehr ähnlich dem verhalten welches die Moslime beim Ramadan einnehmen, insbesondere das Fasten und kein Alkohol zu trinken, kommt uns Psychonauten bekannt vor. Bei den Juden spricht ebenfalls einiges für sich, denken wir nur an das Paschamahl Aber wie der Mensch so ist, wenn in den heiligen Schriften vom Essen die Rede ist, dann wird es sehr gerne wörtlich genommen und alle bemühen sich nur darum ihre Mägen zu füllen und sich zu besaufen oder eben das Gegenteil, deswegen entwickelt sich keine Religion weiter weil sich alle am Unwesentlichen aufhalten. Im Psalm 14,4-5 steht folgendes: ...sie essen das Brot des Herren, / doch seinen Namen rufen sie nicht an...Und das ist wie ich finde ein Teil des Dilemmas denn diejenigen die den Namen des Herren rufen essen wiederrum sein Brot nicht. Betrachtet man die Ernährungsregeln der Juden oder der Moslime, stellt man fest, dass das was nicht Koscher oder Hallal ist auch nicht mit MAO-Hämmern kombiniert werden darf oder sollte.

Psychedelika werden immer populärer, dennoch gibt es keinen Erkennbaren Fortschritt. Wie wäre es, wenn wir Psychedelika als Sakramente begreifen und versuchen Wissen daraus zu schöpfen, wie es in der Bibel heißt Schlüssel zur Tür der Erkenntnis oder ...Stein den die Bauleute verworfen haben... Auf der Seite vom LdT steht der berühmte Spruch: “Hatten wir etwas ernst genommen, mit dem man nur spielen darf oder im Gegenteil…dazu ist mir folgendes eingefallen: da wo wir es hätten ernst nehmen sollen da haben wir damit gespielt und da wo wir hätten damit spielen sollen da haben wir es ernst genommen. Wenn jemand von Euch die Gelegenheit hat und daran denkt empfehle ich ihm wehrend des Trips das Vater unser zu sprechen oder an das letzte Abendmahl zu denken, bin gespannt wie das auf Euch wirken wird.

Oft hört man aus sämtlichen Kreisen, ob bei den Philosophen Archäologen wie z. B. Eckhart Tolle, Erich v. Däniken, Axel Klitzke, Armin Risi und viele anderen. Sie sprechen von verschiedenen Theorien, Erkenntnissen, dem Missing Link, dem heiligen Gral, von sämtlichen Mythen und Mysterien. Der Gedanke, dass Psychedelische Substanzen damit gemeint sind, liegt wie ich finde nicht weit und in den besagten Denker- und Wissenschaftskreisen werden diese Zusammenhänge völlig ignoriert. In unserer Gesellschaft ist das Wissen darüber verloren gegangen, es sollte uns interessieren jenes Wissen und den Umgang damit wieder zu erlangen, wie einst unsere Vorfahren die uns Hinweise in ihrer Kunst, Architektur und in ihren Legenden hinterlassen haben. Die wichtigste Bedingung, ist wie ich finde, dass wir der Sache mit reinsten Herzen begegnen.

Die Wissenschaft sagt wir würden, je nach dem nur, 10% unseres Gehirns nutzen und manche Quellen sagen, dass wir mit allen unseren Sinnen, in der Lage dazu sind, nur ein Prozent der Realität wahrzunehmen. Wenn wir uns vorstellen psychedelische Substanzen ermöglichen es uns Zugriff auf die ungenutzten 90% zu nehmen? Und auf diese Weise die gesamte Realität oder Wirklichkeit zu erkennen. Um es bildlicher auszudrücken berufe ich mich auf ein Johannesevangelium (12, 24) in dem geschrieben steht: Amen, Amen ich sage euch: wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt bringt es reiche Frucht...Stellen wir uns vor wir seien die nicht gekeimten Weizenkörner und was währe, wenn wir durch die Einnahme psychedelischer Substanzen zum Keimen gebracht werden.

Wie denkt Ihr darüber? [editiert] Über Eure Kritik, Kommentare, Anregungen und Meinungen würde ich mich sehr freuen.

Danke fürs lesen.

Kommentar von Svastika (Moderator), Zeit: 07.04.2018 14:25

Verabredung zum Konsum aus dem letzten Absatz editiert
 






Impressum   Kontakt   Nutzungsbedingungen