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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:LSA (Hawaiianische Baby-Holzrose)
Drogen:Hawaiianische Baby-Holzrose
Autor:montihighwood
Datum:22.02.2019 16:13
Set:1. Mal: müde, 2. Mal: gut aufgelegt, vorbereitet
Setting:1. Mal: zu Hause, 2. Mal: im Wald
Nützlichkeit:6,33 von 10 möglichen   (9 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Erfahrungsbericht:

Bisher habe ich LSA insgesamt zwei Mal probiert, hier beide Erfahrungsberichte:

Jänner 2019

Am gleichen Tag noch, an dem ich die Samen erhalten habe, probierte ich drei Stück. Das Setting war zwar nicht optimal, aber, da ich mich zuvor gründlich über LSA informiert hatte, dachte ich, dass es in Ordnung sein müsste. Um die Samen zu konsumieren, sollte man auf jeden Fall zuerst die weiße Schicht unter kaltem Wasser abwaschen, da diese zu starker Übelkeit führen kann, wie sie so oft von LSA berichtet wird. Mit etwas mehr Aufwand kann man auch eine Cold Water Extraction (CWE) durchführen, bei der man den eigentlichen Wirkstoff möglichst gut isoliert und die anderen giftigen Stoffe der Pflanze, die zu Unwohlsein führen können, abtrennt. Der Prozess bedarf etwas Aufwand – Anleitungen dazu sind zuhauf im Internet zu finden.

Es ist besser, als Erstkonsument nur mit einer eher geringen Menge an Samen (2-3) zu starten, bevor man sich an eine größere Dosis heranwagt. Der Grund dafür liegt darin, dass man wie bei allen Naturdrogen nie die Potenz der einzelnen Wirkstoffe wissen kann. So kann ein einzelner Samen z. B. so stark sein wie vier andere. Es ist nicht ratsam, bei LSA nachzulegen, da die Wirkung oft erst verspätet einsetzen kann. Bei meinem ersten Versuch habe ich drei gewaschene Samen zerkaut und anschließend runtergeschluckt. Zugegebenermaßen, der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig.

Die Wirkung setzte etwa nach einer drei Viertel Stunde ein und begann damit, dass ich mich unglaublich leicht und betäubt fühlte. Mein Kopf war leer und die erste Stunde beobachtete ich nur meine Umgebung. Diese wirkte sehr plastisch und unreal, wie in einem Traum. Selbstverständliche Handlungen, wie das Öffnen einer Tür, erforderten meinerseits große Denkleistung, da man sich von der Realität abkapselt und zu nichts mehr wirklich handlungsfähig war.

Dennoch war dieser anfängliche Trip sehr angenehm und war von starker Euphorie begleitet. Da LSA die Blutgefäße verengt, war es mir nur mit Mühe möglich, meine Beine oder Hände zu bewegen, daher legte ich mich für eine Zeit lang auf den Boden und entspannte. Zwischenzeitlich stand ich dann aber doch auf und hatte plötzlich das Verlangen, etwas zu zeichnen. Mein Bild war immer ziemlich wirr und machte im nüchternen Zustand betrachtet alles andere als Sinn.

Irgendwann verspürte ich schließlich eine starke Müdigkeit und beschloss, schlafen zu gehen. Dies war aber, wie sich dann herausstellte, eine sehr schlechte Idee, da ich bis mitten in der Nacht nicht einschlafen konnte. Mein Geist war voller komplexer Gedanken über das Universum und ich konnte nicht zu Ruhe kommen. Schnell entwickelte sich das Ganze zu einem sehr belastenden Horrortrip, der durch ausreichende Vorbereitung ganz einfach hätte verhindert werden können. Im Nachhinein war es eine Kombination von verschiedenen Faktoren (Setting, Uhrzeit etc.), die ein stark negatives Gefühl auslösten. Am schlimmsten war das Herzrasen und die Atemnot, die nicht aufhören wollten, begleitet von der völlig irrationalen Angst, dass der Trip nie wieder enden würde. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch ziemlich unerfahren mit Psychedelika und war in dieser Hinsicht durchaus leichtsinnig, bei mangelnder Vorbereitung LSA zu konsumieren.

Richtige Halluzinationen (bzw. bei LSA eigentlich nur Pseudo-Halluzinationen) hatte ich bei dieser Dosis noch keine, obwohl ich bei geschlossenen Augen schwach weiße Muster, die vor mir flatterten, erkennen konnte. Nachdem ich mich durch bewusstes Atmen wieder so weit beruhigt hatte, dass ich in den ursprünglichen, sehr angenehmen Zustand zurückkehren konnte, schlief ich dann mit der Zeit auch endlich ein.

Am nächsten Morgen war meine Wahrnehmung jedoch noch immer durch LSA beeinträchtigt, man sieht gewissermaßen nur im Tunnelblick und alles um einen herum wirkt doch noch sehr traumhaft. Hier muss ich hinzufügen, dass das Zeitgefühl bei LSA stark verlangsamt wird – wenn gefühlt eine halbe Stunde vergangen ist, waren es tatsächlich aber nur vielleicht zehn Minuten. Glücklicherweise war ich zumindest in der Hinsicht schlau genug, mir an diesem Tag freizunehmen. Grundsätzlich sollte man beim Konsum von LSA einplanen, die nächsten 1-2 Tage zu Hause zu verbringen. Man spürt noch den “Afterglow” der Droge und muss das Erlebnis sowieso noch psychisch verarbeiten, bevor man wieder voll einsatzfähig ist.

Februar 2019

Den zweiten Erfahrungsberichte halte ich viel kürzer als den ersten, da das Wesentlichste bereits gesagt worden ist. Auch bei diesem Mal habe ich drei Samen, die ich zuvor von der weißen Schicht befreit hatte, zerkaut, allerdings habe ich von meinen früheren Fehlern gelernt. Unter anderem habe ich als Setting eine Lichtung im Wald an einem sonnigen, warmen Tag um die Mittagszeit herum gewählt. Ebenso war ich von Anfang an entspannt und sah den Trip als Möglichkeit, spirituelle Erleuchtung zu erreichen. Das habe ich zwar nicht ganz geschafft, aber dennoch war das zweite Mal um einiges besser als das erste.

Die Wirkung trat später als gewohnt ein, dafür war sie sehr entspannend und intensiv. Vielleicht sogar zu intensiv, da der traumähnliche Zustand, in den man sich begibt, mit der Zeit etwas überwältigend wird und relativ lange andauert. Dennoch war es durchgehend eine positive Erfahrung, die etwa fünf Stunden anhielt und danach in abgeschwächter Form für einige Stunden ausklang.

Es war besonders interessant, den Wald auf eine andere Art und Weise zu erkunden, man fühlt sich einfach leichter und freier, “anders”, was aber schwer vorzustellen ist, wenn man die Droge noch nie probiert hat.

Fazit:

Wer psychedelische Drogen probieren möchte, sollte sich zuerst mental darauf vorbereiten. Auch, wenn langfristige körperliche Schäden unwahrscheinlich sind und das Suchtpotenzial eher gering, darf man nicht vergessen, dass die Substanzen einen starken Einfluss auf die menschliche Psyche ausüben und im schlimmsten Fall zu schweren Psychosen führen können. Das ist aber sehr selten und sofern man sich ordentlich vorbereitet, sich ein gutes Setting und eine passende Zeit aussucht, einen nüchternen Tripsitter besorgt (wichtig!) und Respekt vor dem, was man sich zuführt, hat, kann ein psychedelischer Trip in den allermeisten Fällen sehr schön und erkenntnisreich sein.

LSA eignet sich aufgrund des eher mittleren Wirkungsgrades gut für Anfänger, auch, wenn man, wie die meisten, mit starken Nebenwirkungen (Übelkeit, körperliche Belastung) rechnen sollte. Es empfiehlt sich, unbedingt mehrere Trip-Reports durchzulesen und auf die Erfahrungen von anderen Leuten zurückzugreifen, bevor man sich selbst auf die Reise durch den menschlichen Geist begibt.






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