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Tripbericht lesen

Übersicht:

Titel:LSD - ein Bad Trip der mein Leben verändert hat
Drogen:LSD
Autor:coldblood
Datum:18.06.2019 13:51
Set:gelassen; unbedacht; uninformiert; neutral
Setting:Waldweg; Sommernacht; verschiedene Schauplätze
Nützlichkeit:7,65 von 10 möglichen   (17 Stimmen abgegeben)

Bericht:

Hallo zusammen. Ich habe mich dazu entschieden mich hier anzumelden, um euch meine heftigste LSD-Erfahrung aller Zeiten mitzuteilen.

Vowort: Ich schreibe diesen Tripbericht aus verschiedenen Gründen. Einerseits will ich aufzeigen, was durch unkontrollierten, unbedachten und informationslosen Drogen- bzw. Psychedelikakonsum passieren kann. Andererseits möchte ich für mich selbst und andere User ein Fazit aus dem ganzen ziehen. Und nebenbei noch um Rat fragen, aber dazu später mehr!

Zu mir: ich bin mittlerweile 23 Jahre alt. Zu dem Zeitpunkt des Trips war ich ~16/17 (Ich rate JEDEM ab in diesem Alter Drogen, vor allem Psychedelicas zu konsumieren!!)

Drogenerfahrungen vor dem besagten Trip: Alkohol, Nikotin, Cannabis, MDMA, Speed, LSD

LSD Trips vorher: ca. 4-5, immer gleiche Qualität und Dosis in Form von Zuckerwürfeln; bis auf 1 Mal Pappen, welche komischerweise aber erst nach 2 Stunden wirkten und so gut wie ausschließlich psychische, aber kaum optische Wirkung zeigten (was mich bis heute rätseln lässt ob das überhaupt LSD war - wenn jemand etwas darüber weiß bitte schreibt es gerne, ich war von den Zuckerwürfeln nur starkte, optische Wahrnehmungsveränderungen gewohnt)

LSD Form bei besagtem Trip: Pappen mit Smiley drauf (leider weiß ich weder welches LSD-Derivat es war, noch welche Dosis auf den Pappen war)

Zu meinen vorherigen LSD Trips und meiner unbedachten Verwendung:

Ich muss ehrlich zugeben, dass meine vorherige Anwendung total unbedacht, naiv, fahrlässig und schlichtweg kurz gesagt DÄMLICH war. Ich hatte vor dem besagten Trip, zu dem ich weiter unten kommen werde, 4-5 mal LSD in Form von Zuckerwürfeln konsumiert. Das einzige was ich über diese Droge wusste war, dass sie halluzinogen ist bzw. Hallizunationen verursacht. Ich war mir weder über die Gefahren und Risiken, noch über Safer-Use, Set oder Setting bewusst - also das perfekte Beispiel für einen (weitaus zu jungen) Vollidioten. Das sehe ich auch ein und stehe dazu. Allerdings hatte ich jedes mal das "Glück"(?), dass ich zu keinem Zeitpunkt einen Drift in eine schlechte Richtung hatte. Mir ging es immer super, ich fand das Gefühl und die Optiks toll und atemberaubend - psychisch/spirituell/geistig hatte ich allerdings kaum Berührungspunkte - ich lief halt immer mit Freunden durch die Gegend und staunte über die Optiks - es war also nie so, dass ich tief in meine Seele tauchte o.Ä. - ich genieß immer nur die optischen und auditiven Eindrücke. Das tiefste was ich bei all diesen Trips mal erlebt habe war, dass ich mit Kopfhörern im Bett Hardstyle (*facepalm*) gehört habe, und die Musik sehen konnte, in farbvollen Wellen welche ähnlich wie eine Illustration im alten Windows Media Player aussahen.

Nun zum eigentlichen Tripbericht. Ich versuche ihn so detailiert wie möglich zu gestalten:

Ein Freund, mit dem ich vorher immer LSD konsumiert hatte (wir stehen uns sehr nahe; langjährige, beste Freunde) und ich hatten dummerweise 2 verschiedene Pappen (aber von der selben Quelle, welche später noch eine bedeutende Rolle im Tripverlauf spielt). Wir nennen diesen einen Freund jetzt einfach mal Freddy.
Es war bereits dunkel. Ich entschied mich für den mit dem Smiley drauf. Leider weiß ich nicht mehr genau, welches Bild auf dem anderen Pappen war.
Wir nahmen die Pappen ein und zogen einen schönen Flussweg entlang zu Fuß in Richtung einer Hütte, wo bereits andere Freunde auf uns warteten. Diese waren allerdings weder auf LSD, noch eine große Hilfe - ganz im Gegenteil ..

Was mich anfangs direkt sehr stutzig gemacht hat: Ich kannte es nur so, dass LSD (wie bei unseren Zuckerwürfeln) nach frühestens 45-60 Minuten wirkte. Diesmal traten die ersten Effekte aber bereits nach 20 Minuten ein. So weit so gut. Wir gingen also zu 3 anderen Leuten, welche A gar keine LSD-Erfahrungen hatten und B auch kein guter Einfluss für unseren Trip waren.

Angekommen an der Hütte setzte ich mich in der Hocke auf einen großen Felsen der vor der Hütte platziert war. Dann sagte einer der nicht-Tripper sowas wie: "Alter warum sitzt du da so wie Gollum?". Diese Frage schockierte mich irgendwie, da ich tatsächlich wie Gollum auf dem Fels hockte. Also entschied ich mich von dem Felsen runterzugehen und mich auf die Bank in der Hütte zu setzen. Plötzlich holte einer der Nicht-Tripper eine Gasknarre raus und schoss damit rum. Ich fand das ehrlichgesagt (im Bewusstsein) nicht soooooo schlimm. Ich fand es zwar auch nicht cool, aber es scheinte so als würde mir das nichts ausmachen (ich denke das hat es unterbewusst aber trotzdem getan). Wir entschieden uns alle gemeinsam ein wenig herumzugehen.

Ein anderer Nicht-Tripper fand es dann überaus amüsant mit einem starken Laser rumzuspielen und ihn immer wieder kurz durch die Bäume leuchten zu lassen und uns "Hallizunationen einzureden". Das hat mich irgendwie echt genervt. Rückblickend würde ich mit diesen Personen auch nie wieder abhängen wenn ich auf LSD bin, denn wie man merkt haben sie eigentlich alles getan, damit der Trip mies wird (auch wenn es sicherlich keine Absicht war, sie hatten halt noch weniger Ahnung/Erfahrung mit der Droge als ich).
Nachdem Freddy und ich bemerkt hatten, dass die 3 Nicht-Tripper uns verarschten, hatten wir keine Lust mehr auf sie und auch offen kommuniziert, dass wir lieber unter uns bleiben. Sie nahmen uns das auch nicht böse. Als Freddy und ich uns verabschiedeten, wurde mir dann auf einmal urplötzlich richtig schlecht und ich musste mich übergeben. Es hat sich angefühlt als würde ich mir gerade die Seele aus dem Leib reiern, also gar nicht schön (ein bisschen befreiend war es allerdings trotzdem), vor allem war dieses fiese Gefühl im Mund und an den Zähnen aufgrund der Magensäure echt enorm störend.

Also gingen Freddy und ich einen Weg entlang, der parallel zu einem schönen Fluss durch einen Waldweg führte. Dieser Weg zieht sich über mehrere Kilometer neben dem Fluss. Aber da wir ja in gewohnter Umgebung waren, wussten wir noch klar wo wir sind und wir gingen einfach ein wenig neben diesem Fluss nebenher.
Nun eine Sache die mMn. maßgeblich zum Bad Trip beigetragen hat: Unsere LSD-Quelle an diesem Tag war ein Bekannter von uns. Da er uns bei Gras oftmals versucht hat zu verarschen, war ich allgemein misstrauisch gegenüber ihm eingestellt. Ich entwickelte dann plötzlich einen starken Kopfschmerz, welcher sich anfühlte als würde oben links auf meinem Kopf ein Amboss stehen und ich müsste diesen Tragen. Im selben Moment dachte ich dann daran, dass diese Pappen komischerweise ja schon nach 20 Minuten eine starke Wirkung hatten. Das brachte mich auf folgenden Gedanken: Unser Dealer hat uns vielleicht irgeneinen Dreck verkauft was gar kein LSD ist!! Dieser Gedanke war meines Erachtens (natürlich zzgl. zum unbedachten Set & Setting einer der Hauptgründe für den Bad-Trip).

Ich habe dies natürlich mit Freddy kommuniziert. Er sagte mir aber allerdings immer und immer wieder "Wenn du jetzt die ganze Zeit darüber nachdenkst dann bekommst du nen Bad-Trip. Denk daran dass du den Trip leiten kannst. Du bist der herrscher über den Trip - nicht umgekehrt." Sehr weise muss ich sagen. Seine Worte verstand ich auch und gab ihm auch Recht, allerdings konnte ich leider nichts dagegen tun - ich hatte immer im Hinterkopf dass wir gar kein richtiges LSD bekommen haben, sondern eine nicht-erforschte Substanz oder Ähnliches. Er versuchte mich wirklich immer wieder davon zu überzeugen dass es mir gut geht. Allerdings konnte ich es irgendwie nicht einsehen. Ich war vermutlich bereits zu versteift darauf, dass unsere Quelle uns beschissen hat und wir gerade nicht auf einem LSD Trip sind. Ich bat Freddy nett, ob wir in Richtung meines Zuhauses gehen können. Er sagte so viel wie "Digga, du willst doch jetzt nicht etwa nach Hause gehen oder?" - ich sagte "ganz ehrlich: es würde mir schonmal gut tun ein wenig in diese Richtung zu gehen. Ich hoffe natürlich es wird besser - aber wenn nicht, dann sei mir bitte bloß nicht böse falls ich reingehen will". Er war verständlicherweise etwas enttäuscht aber willigte ein, was ich ihm im Nachhinein hoch anrechne. Er spürte anscheinend das genaue Gegenteil: Der Trip war so intensiv wie meiner, nur halt positiv.

An das meiste des Weges kann ich mich kaum erinnern. An das letzte Stück vor meinem Zuhause allerdings schon: Man muss erst einen Berg hinunter und daraufhin wieder eine Straße hinaufgehen. Als wir diese Straße hochgingen (mitten in der Nacht), fühlte es sich so an, als würden wir auf einem meeega schnellen Laufband die Straße "hochgefahren" oder "hochkatapultiert" werden surprised - dies war das erste was ich an diesem Abend ausgesprochen witzig fand. Allerdings sagte Freddy beim Gehen die ganze Zeit leise "Boah alter sind die Pappen stark". Er sagte es vermutlich echt sehr leise. Allerdings kam es mir sooooo enorm laut vor! Ich sagte "Pssst. Die Leute hier können uns doch hören". Ich hatte beim Hochgehen dieser Straße also starke Paranoia, wenn man das so bezeichnen kann. Angekommen an meinem Haus, fragte er mich ein weiteres Mal: "Bist du wirklich sicher, dass du jetzt reingehen willst? Was ist mit deinen Eltern? Komm, gib dem ganzen doch noch ne Chance. Es wird bestimmt super werden, wenn wir noch ein wenig rumgehen und der Peak ein wenig nachlässt". Ich bedankte mich tausendfach, aber konnte irgendwie nicht einwilligen, selbst obwohl ich es tief im inneren wollte.
Ich fragte ihn aber, ob er noch kurz mit in den Garten kommen mag, sodass wir dort noch ein wenig rumsitzen können. Dann passierte etwas sehr seltsames: Unser Hund kam auf mich zu (er freute sich allgemein immer total wenn einer der Familienmitglieder nach Hause kam) - allerdings sah es aus als wäre das zu 1000% NICHT MEIN HUND! Ich erkannte ihn optisch nicht - spürte allerdings eine gewisse Zuneigung zu ihm. Ich konnte noch den Gedanken fassen, dass es ja mein Hund sein MUSS, denn wie soll hier ein anderer Hund hereingekommen sein? lol
Ich traute mich meinem Hund meine Hand entgegenzustrecken. Er dachte sich wahrscheinlich nur "Was zum Geier ist mit Herrchen los?" lol
Als ich ihn dann berührte und streichelte war ich baff: ich habe NOCH NIE IN MEINEM LEBEN so etwas weiches gefühlt wie in diesem Moment. Als ich mir dann eingestehen konnte, dass es echt mein Hund war, habe ich das Gefühl ihn zu streicheln sowas von genossen. Er war sooo weich. Freddy fand das ganze lustig. Dies störte mich gar nicht.

Freddy fragte mich ein letztes Mal: "Willst du wirklich hier bleiben? Glaub mir, du verpasst was!" .. Ich sagte "Ja, sorry, es tut mir echt leid (blablabla)". Ich hatte ein richtig mieses Gewissen, ihm den Trip jetzt so zu "versauen" und sagte das auch. Er meinte aber "mach dir keine Sorgen, hauptsache dir geht es besser". Das zeigte mir wieder was für ein toller Freund er war. Allerdings war ich (zumindest in diesem Moment) das genaue Gegenteil, denn ich ließ ihn dann alleine nach Hause gehen (etwa 20 Min Fußweg) und er war ja genau so drauf wie ich - nur positiv - aber das heißt ja nicht, dass es nicht auch gefährlich war ihn einfach alleine nach Hause gehen zu lassen.

(Kurzes Offtopic: Freddy erzählte mir im Nachhinein dass es das allerkrasseste Erlebnis in seinem ganzen Leben war. Er ist wohl (dummerweise) mit seinem Fahrrad gefahren (Hoffmann-Style lol ) und hat krasse Optics gehabt. Er war anscheinend stundenlang einfach irgendwo durch die Gegend gefahren - er selbst sagte, dass er A keine Ahnung mehr hatte wo er überall war und B keine
Ahnung mehr hatte wie lange es so ging - aber er fand es mega toll! Im Nachhinein war es echt dämlich und fahrlässig ihn gehen zu lassen, das weiß ich. Ich bereue dies heute zutiefst aber bin froh, dass das ganze nochmal gut gegangen ist.)

Nachdem Freddy losgefahren war, entschied ich mich ins Haus zu gehen. Mein Vater war noch wach. Er wusste zwar dass ich Gras rauche, aber mehr nicht. Ich stand dann im Gästeklo, welches recht klein ist, und schaute in den Spiegel. Der Raum veränderte und verzog sich in pulsierenden Regelmäßigkeiten. Es wurde eng und weit, die ganze Zeit. Dann kam mir kurz ein seeehr dummer Gedanke: 'Hmm, vielleicht erzähle ich Dad einfach dass ich voll auf LSD bin, nicht mehr klarkomme, ich ins Krankenhaus muss und vielleicht hängengeblieben bin?!' (denn GENAU DAS war den ganzen Abend hinweg meine Hauptsorge: Eine bleibende, psychische Schädigung, obwohl ich mir im Klaren darüber war LSD genommen zu haben). Ich war kurz davor mich dafür zu entscheiden, und dann klopfte es an der Toilette. Mein Vater fragte "Max, bist du es?". Ich bejahte es, schloss auf und versuchte unauffällig zu sein. Aber er merkte definitiv irgendwas. Ich murmelte irgendwas von "ich habe zu viel getrunken" und ging in mein Zimmer. Auch dieser Raum war mir irgendwie, warum auch immer, nicht geheuer. Gar nichts war mit geheuer. Alles war "irgendwie" Scheiße, es ist so schwer das in Worte zu fassen. Ich kämpfte teilweise schon mit dem Gedanken "es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder du bleibst FÜR IMMER auf diesem Trip, oder etwa du MUSST dir das Leben nehmen". Ich will anmerken, dass ich zu keinem Moment darüber nachgedacht habe mir etwas anzutun, keine Sorge. Es war für mich aber irgendwie eine logische Schlussfolgerung. Aber nicht so, dass ich dachte "scheiße, jetzt muss ich sterben" sondern eher so gelassen, von wegen "hmm, dann werde ich jetzt wohl ewig auf diesem Bad Trip sein, selber Schuld".

Mir kam dann allerdings eine Idee: Warum google ich nicht einfach nach "Was bei einem LSD Horrortrip tun damit es aufhört", bzw. versuchte ich es, die Zeicheneingabe erschwerte sich enorm, die Buchstaben sprangen von links nach rechts und umgekehrt. Als ich dann irgendwann in der Lage war, die nötigen Suchbegriffe einzutippen, war ich noch lange nicht fertig. Das Lesen war in diesem Moment so gut wie unmöglich. Vor allem befand ich mich in einem Forum (möglicherweise sogar dieses hier haha) und ich suchte nach 1% Informationen, dazwischen standen allerdings 99% Dinge die mir nicht halfen und wonach ich nicht suchte (Dinge wie "Warum nimmt man LSD und will dann runterkommen?" oder "wie wäre es mit nächstes Mal einfach Finger davon lassen?"). Das machte mein Mindset nicht gerade besser. Nach keine Ahnung wie lange fand ich dann die Info die ich suchte: "Trink ein Glas warme Milch, das beruhigt dich". Ich dachte so "hey, das wird es sein. Das wird mir helfen".

Also ging ich im total verklatschen Kopf in die Küche, nahm mir ein Glas, schüttete die Milch ein, und stellte es für 30 Sekunden in die Mikrowelle.
Ich nahm es heraus und bemerkte, dass sie noch nicht heiß oder warm sondern nur lauwarm war. Ich stelle es also weitere 30 Sekunden in die Mikrowelle. Nachdem es dann immer noch zu lau war, war es mir zu dumm und ich stellte das Glas einfach für 1 Minute oder so hinein. rnAls die Minute um war und ich es rausholte, rührte ich nocheinmal durch und dachte mir "so, jetzt aber". Ohne mir Gedanken über die Temperatur zu machen nahm ich einen dicken Schluck. Diesen spuckte ich daraufhin allerdings durch die halbe Küche - die Milch war jetzt heiß wie sau freak. Ich hatte mir richtig den Mund verbrüht. Das juckte mich aber erstmal gar nicht. "Hauptsache der Trip geht endlich vorbei", dachte ich. Ich trank also dieses Glas Milch, nachdem es nicht mehr so heiß war. rnrnDaraufhin ging ich wieder in mein Zimmer und dachte mir, dass ein wenig Weed pur in der Pfeife nicht schaden könne.
Also nahm ich mir ein wenig Weed, bröselte es in die Purpfeife und zog es in einem Zug weg.
Jetzt stellte sich mir das Problem, dass ich nicht erkennen konnte, ob ich einfach sehr wenig Gras in die Pfeife getan habe oder ob ich einfach kein Gefühl für Rauch mehr besitze (also eigentlich hätte es ja in der Lunge wie gewohnt drücken müssen). Also baute machte ich mir noch eine 2. Pfeife. Das selbe: Ich konnte nicht differenzieren zwischen "zu wenig drin" oder "du merkst es einfach nicht". Das ganze wiederholte sich dann noch 1-2 Mal, bis es mir dann zu dumm wurde und ich einen richtig dicken Kopf stopfte. Diesmal merkte ich diesen auch.
Leider wusste ich aber immer noch nichts mit mir anzufangen. Ich ging in unseren Garten. Wir haben dort so eine Art Werkstatt, von der aus man durch ein Fenter in den Garten schauen konnte. Ich dachte mir, dass ich jetzt einfach mal Freddy anrufen werde.
Ich rief Freddy nach langen Bemühungen mit meinem Handy zurechtzukommen also an, ohne den Garten durch das Fenster aus den Augen zu verlieren. Meine Eltern schliefen zwar schon, allerdings hatte ich trotzdem Angst, dass sie mich sahen. Als Freddy dann ranging und mir erzählte wie nice sein Trip ist, erzählte ich ihm dann auch dass ich mich fast hätte selber ins Krankenhaus einweisen lassen. Wir sprachen noch ein wenig und irgendwann fragte ich dann: "Du sag mal Freddy. Meinst du das hört eigentlich irgendwann auf? Meinst du ich werde irgendwann wieder normal sein?" Freddy lachte am Telefon irgendwie sympathisch darüber und sagte nur "Klar man. Du bist gerade auf LSD. Morgen bist du wieder ganz normal" und BAM! Da war es! Ab da an hat sich mein Trip völlig gedreht! Es war so als hätte ich die ganze Zeit darauf gewartet das zu hören, als wäre es mir bewusst gewesen, aber nicht so bewusst, dass ich mich danach richten könne. Freddys lockere, lustige Aussage hat mir so gut getan, dass der Trip ab dem Zeitpunkt einen sehr lustigen Ausklang fand.

Vorher habe ich beim Ausklingen der Zuckerwürfel-Trips immer Horrofilme geschaut. Ich fand es einerseits krass dass man so vertieft im TV war als wäre man dabei, aber sich trotzdem noch im Klaren ist, dass man nur TV schaut. Diesmal hielt ich einen Horrorfilm "irgendwie" nicht so für die beste Idee. Also entschied ich mich für den Film "Wir sind die Millers", welchen ich zuvor noch nicht gesehen hatte.rnDieser Film ist, falls ihr ihn nicht kennt, voller dämlichem Humor, also genau mein Fall, da es gleichzeitig nicht so ein aufgezwungender Humor ist.rnEs gab dort Stellen, in denen ich einfach lauthals loslachen musste - mitten in der Nacht. Ich spulte diese Stelle sogar ein bis zwei mal zurück, schaute sie nochmal, und lachte wieder enorm ab. Es tat irgendwie gut, vielleicht lag das Lachen auch an der uneinschätzbaren Menge Cannabis die ich ja durch die Pfeife geraucht hatte - keine Ahnung.rnrnJedenfalls schlief ich glaube ich irgendwann ein. Als ich morgens wach wurde, habe ich mich direkt darüber vergewissert, dass alles wieder normal ist. Und Freddy hatte Recht: ich war nur auf LSD headbanging lol2

Dies war meine erste Bad-Trip Erfahrung. Ich hoffe es ist nicht so schlimm dass ich auf die Optiks nicht eingegangen bin. Ich konnte mich glaube ich gar nicht darauf konzentrieren. Ich war zu sehr mit dem Gedanken des Hängenbleibens beschäftigt. Nun fragt ihr euch bestimmt, wieso ich in den Titel geschrieben habe, dass der Bad-Trip mein Leben verändert hat, stimmts? Nun ja, es ist dann über die Jahre so geworden, dass ich Dinge viel mehr hinterfrage (Regierungen, das Geldsystem, das Sein an sich und vieles mehr). Ich sehe Dinge viel klarer. Ich habe seitdem das Gefühl viel besser hinter die Fassade blicken zu können. Das war mir aber natürlich nicht direkt bewusst. Sondern eines Tages fragte ich mich, seit wann ich mich eigentlich so viel mit derartigen Themen wie z.B. 9/11, Pizzagate, Geoengineering etc. befasse. Dann habe ich mal ein wenig die Jahre zurückgerechnet, und es passt wie die Faust aufs Auge mit der Zeit um den Horror-Trip zusammen. Mein Bewusstsein verschärfte sich danach enorm! Dies fiel mir aber erst Jahre danach auf. Bzw. fiel mir erst Jahre danach auf, dass dies höchstwahrscheinlich durch diesen intensiven Trip so geworden ist. Kann natürlich zeitlich gesehen auch ein ganz dummer Zufall sein, allerdings glaube ich das weniger. Ich bin seit dem genannten Tag viel bewusster, ich habe das Gefühl ich bin der Frage nach dem Sinn des Lebens ein Stück näher gekommen - jedoch ohne sie in Worten beantworten zu können. Es ist echt schwer zu beschreiben. Ich würde mich vorher als "Sklaven der Matrix" bezeichnen. Und mittlerweile bin ich seit Jahren gedanklich aus diesem Käfig ausgebrochen. Ich bin nicht mehr irgendwer der seiner Arbeit nachgeht o.Ä., sondern ich bin Max, der, der die Macht besitzt die Welt zu verändern.rnDas mag jetzt erstmal übertrieben klingen, allerdings ist mir "unbewusst bewusst geworden", wie wichtig jede Person im Einzelnen ist. Wie göttlich sie ist. Wie mächtig wir als Spezies wären, wenn wir uns darüber bewusst wären wie mächtig wir sind. Das mag jetzt beim Lesen vielleicht stark durchgeknallt klingen, das liegt allerdings nur daran, dass es schwer ist, ein Bewusstsein in Worte zu fassen. Mein leben hat sich durch einen Bad Trip ins Positive verändert: ich empfinde mehr Liebe, mehr Empathie, bin mir bewusst über die besonderen Fähigkeiten die wir haben, ich bin umweltbewusster geworden, habe die Welt und ihre Vorhänge besser verstanden, habe erkannt dass WIR im Mittelpunkt dieser Dimension stehen, dass der Sinn des Lebens ist den Sinn des Lebens zu suchen statt 8 Std. pro Tag für nen Hungerlohn zu arbeiten. Ich habe gemerkt, dass es weitaus wichtigere Dinge als einen guten Job und viel Geld gibt. Ich bin der Erleuchtung einen großen Schritt näher gekommen..

Mein persönliches Fazit:

LSD ist eine sehr zu respektierende, aber dennoch spirituell mächtige Droge. Ich habe gelernt, dass man Drogen nicht einfach so konsumieren sollte, ohne sich darüber vorher ausgiebig zu informieren. Ich mein, meine Bilanz war ja gut (ca. 6 Mal LSD ohne Gedanken zu Set & Setting, davon "nur" 1 Mal einen Bad Trip), allerdings würde ich das auf pures Glück schieben! Es hätte auch viel früher zu negativen Erfahrungen kommen können.

Was ich beim nächsten Mal machen würde, um einen Bad Trip zu vermeiden, wären folgende Dinge:

- Man sollte mMn. CBD am Start haben (vielleicht entweder einen Tee vor dem einwerfen des Trips oder einen vorgebauten, puren (!!!) Joint den man entweder nach dem Einwerfen des Trips raucht, oder nur im Notfall), denn CBD wirkt angstlösend, beruhigend und vasorelaxierend, ohne großartige Nebenwirkungen.
- 432 Hz Musik (da ich von dieser Frequenz und ihrer positiven Wirkung überzeugt bin! (Fakt am Rande: Auf allen vorherhigen LSD Trips habe ich, außer das eine Mal im Bett, glaube ich nie wirklich Musik gehört)
- wenn man auf Bad-Trip Gedanken oder Gefühle abdriftet, dann hilft eines ganz bestimmt: Meditieren!! Und bitte sag nicht "das kann ich nicht" - jeder kann es! Man muss nur wissen, dass es jeder kann! :)
- Set und Setting natürlich, das habe ich mittlerweile gelernt hehe
- Auch ganz wichtig: Wenn du beängstigende Dinge siehst, dann versuche sie für dich lächerlich zu machen. Wie z.B. bei den "Irrwichten" aus Harry Potter, welche sich in deine größte Angst verwandeln, bis du dich von der Angst löst und dich über sie lustig machst (vielleicht schwer diesen Vergleich zu fassen wenn man Harry Potter nicht so gut kennt). Also kurz gesagt: Egal was du siehst oder fühlst, akzeptiere es und kämpfe nicht dagegen an! Sobald du es akzeptierst und dir bewusst wird, dass es ja nur so crazy ist, da du auf einer Droge bist, sollte sich das Blatt relativ flott in eine positive Richtung wenden!
- lieber LSD im Hellen als in der Nacht: ich habe LSD bisher traurigerweise ausschließlich nachts genommen und noch nie tagsüber eine LSD-Wirkung verspürt. Ich denke das macht alleine schon einen gewaltigen Unterschied, alleine von den Eindrücken und vom Setting her
- habe KEINE Angst vor LSD, sondern lediglich Respekt! Solltest du Angst haben und trotzdem LSD konsumieren, ist die Gefahr eines Bad Trips viel wahrscheinlicher! Also lass dir Zeit damit!rnrnIch hoffe mein Bericht hat euch gefallen und konnte Anfänger oder auch Experten weiterhelfen.

Nun noch kurz zu einem kleinen Problem, bei dem ich eure Hilfe brächte:

Ich habe seitdem eine Art "Angst". Aber es ist keine direkte Angst. Ich würde gerne nochmal LSD mit Freddy nehmen, da er in der Zwischenzeit sooo viele tolle Erfahrungen mit LSD gesammelt hat. Allerdings habe ich seit dem besagten Bad-Trip-Day kein LSD mehr angefasst. Ich hatte immer wieder die Sorge, dass das ganze nochmal abdriften könnte. Allerdings ist das ganze in meinen Augen recht unwahrscheinlich. Heute weiß ich wie man zu handeln hat wenn man abdriftet - damals wusste ich ja nichtmals was Set & Setting ist.rnEs tut mir ebenfalls gut, so viele Tripberichte wie möglich zu lesen oder sie mir vorgelesen auf YT anzuschauen. In letzter Zeit beschäftige ich mich wieder sehr intensiv mit dem Thema rund um LSD, DMT und Pilzen. Ich würde LSD oder Pilze sehr gerne nutzen, um mal eine richtige, spirituelle und mystische Reise zu durchleben, denn sowas hatte ich vorher nie! Lediglich optische Hallus einhergehend mit verschiedenen, krassen Eindrücken und Gefühlen.rnAber dass ich z.B. mit Freddy auf einer Wiese liege, in den Himmel schaue, CEVs oder OEVs habe, Meditationsmusik oder Goa höre, mit ihm kommuniziere ohne zu reden, all das würde ich jetzt in einem erneuten Trip so machen wollen. Ich würde jetzt, 6-7 Jahre später viel bewusster an die Sache rangehen.rnEinerseits denke ich echt: Was ist wenn es wieder passiert? Andererseits denke ich: Wieso sollte es wieder passieren? Und SELBST WENN es wieder passiert dass ich einen Bad-Trip-artigen Schub bekomme: Ich denke alleine die Tatsache, dass ich bereits einen Bad-Trip durchlebt habe, wird die Wahrscheinlichkeit verringern, oder meint ihr nicht? Zumindest erscheint es mir logisch, denn jetzt weiß ich mit was ich im schlimmsten Falle zu rechnen hätte, und kann mich für den Notfall darauf vorbereiten (mit u.A. den oben genannten Dingen) - oder wie seht ihr das?rnIch denke mir halt immer wieder "was soll schon passieren? Ist doch nichts dabei, die 6 Male davor war ja auch alles super". Aber irgendwas in mir erschwert es mir mich einfach mit Freddy zu treffen und ein Ticket zu legen. Vielleicht ist es noch ein leichte Art "Trauma", wie es eigentlich bei jeder negativen Erfahrung im Leben ist? Vielleicht ist dieses Traume ja beseitigt, sobald ich nochmal LSD nehme?rnEbenso muss ich hinzufügen, dass ich vorher öfters mal XTC oder Speed konsumiert habe. Nach dem Bad Trip allerdings erstmal Jahrelang nicht mehr. Erst vor 1 Jahr wagte ich mich dann einmalig nochmal an MDMA und einmalig an einem anderen Tag nochmal an Speed ran. Vor 3 Jahren ca. habe ich ebenfalls Trüffel aus Holland konsumiert, welche mir die allerbesten OEVs in meinem Leben schenkten. Aber so richtig, wie damals, dass ich mir spontan im Club mal n Teil gönne, kann ich es einfach nicht mehr. Ich weiß nicht warum. Könntet ihr mir vielleicht einen Ratschlag im Bezug auf erneuten LSD-Konsum geben? Ich wäre jedem Einzelnen sehr dankbar darüber. Aber damit meine ich jetzt kein "tue es" oder "tue es nicht", sondern würde ich gerne lediglich eure Gedanken zu meiner Theroie des Traumas, das es zu lösen gilt, hören. Danke bereits im Voraus.rnrnSo, nun sind meine Finger aber echt wund getippt.rnIch hoffe ich konnte euch einen Einblick in meine Bad-Trip-LSD-Erfahrung geben und bringe vielleicht auch einige, vor allem junge Leser dazu, sich das ganze ein 2. Mal zu überlegen bzw. sich wenigstens vorher ausgiebig mit den Risiken, Set & Setting, etc. zu befassen.rnrnAnsonsten erstmal einen schönen Dienstag! Ich bin gespannt auf eure Antworten zu dem Thema :-)rnrnStay True! <3rnEuer Coldbloodrn






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