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Ketamin

Kurz-Info:

Art:  Synthetisch
Legalität:  halblegal
Wirkung:  halluzinogen

Synonyme:

Special K


Geschichte:

Im Rahmen eines Forschungsauftrages der Firma Parke-Davis bei der Suche eines Ersatzes für das mit starken Nebenwirkungen behaftete Narkosemittel Phencyclidin (PCP, Angel Dust) synthetisierte Calvin L. Stevens, Pharmakologe an der Wayne State University (Detroit, Michigan, USA), im April 1962 erstmalig die Substanz Ketamin. Im Jahre 1966 erhielt dann Parke-Davis das US-Patent (Nr. 3.254.124) für die Herstellung von Ketamin als Arzneimittel sowohl für die Humanmedizin als auch für die Tiermedizin. Edward Felix Domino, Professor für klinische Pharmakologie an der Universität in Michigan (USA), führte am 3. August 1964 seinen ersten (nicht medizinischen) Selbstversuch mit Ketamin durch und erkannte dabei das psychedelische Potential der Substanz. Die Bezeichnung "dissoziatives Anästhetikum" für Ketamin wurde von ihm dann im folgenden Jahr 1965 eingeführt.

Heute findet Ketamin vor allem in der Veterinärmedizin sowie in der Notfallmedizin Anwendung. Ketamin ist in Deutschland u.a. unter dem Namen Ketanest® im Handel. Es ist verschreibungspflichtig, unterliegt jedoch nicht dem Betäubungsmittelgesetz.


Wirkstoffe:


Erfahrungs-Berichte:

Es liegen 57 Erfahrungsberichte für diese Droge vor: Tripberichte Ketamin mit Mischkonsum oder purer Konsum.

Es liegen 5 Berichte über Langzeitkonsum für diese Droge vor.


Wirkung:

Ketamin findet in der Anästhesie zu Narkosezwecken, bei der Schmerzbehandlung (Analgesie) in der Nofallmedizin und zur Behandlung des therapieresistenten Status asthmaticus Anwendung. Charakteristisch für die Wirkung des Ketamin ist die Erzeugung einer sogenannten "dissoziativen Anästhesie". Darunter wird die Erzeugung von Schlaf und Schmerzfreiheit unter weitgehender Erhaltung der Reflextätigkeit, insbesondere der Schutzreflexe, verstanden. Ketamin ist sowohl ein schlaferzeugendes Mittel (Hypnotikum) als auch ein potentes Analgetikum.


Nebenwirkungen:

blutdruck- und pulssteigernd
albtraumartige Hallozinationen, Nahtod-Erlebnisse und Tunnelvisionen

Überdosierung führt zu Bewegungsunfähigkeit und Abschaltung aller äußerlichen Sinneswahrnehmungen


Wechselwirkungen:

Problematische Trips treten vor allem in Verbindung mit Alkohol und Benzodiazepinen (Valium, Rohypnol) auf


Legalität:

In Deutschland verschreibungspflichtig. Es unterliegt jedoch nicht dem Betäubungsmittelgesetz.

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