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Benzodiazepine

Kurz-Info:

Art:  Synthetisch
Legalität:  halblegal
Wirkungen:  beruhigend
betäubend

Wissenschaftlicher Name (Chemie):

1H-Benzo-1,4-diazepine

Synonyme:

Benzos, Diaz, Roypies


Geschichte:

1957 ist es erstmals gelungen, ein Benzodiazepin zu synthetisieren (Chlordiazepoxid). Heute zählen sie zu den meistgebrauchten Beruhigungsmitteln ("Tranquilizer"). Auch als Schlafmittel spielen sie eine bedeutende Rolle.

Im weiteren Verlauf der Forschung sind vor allem Verbindungen mit Lactamstruktur eingeführt worden.

Diazepam ist hierbei das bekannteste und auch unter den Handelsnamen Faustan® oder Valium® im Handel. Diazepam wird auch zur akuten Behandlung von epileptischen Anfällen als Antikonvulsivum eingesetzt.

Eine weitere Verwendung finden diese Substanzen als Hypnotika. Vertreter sind hier Nitrazepam, Handelsname Radedorm®. Auch Antikonvulsiva wie etwa Clonazepam (Antelepsin®) oder Sedativa, die vor allem als Tagessedativa Verwendung finden, wie z. B. Medazepam (Rudotel®, Nobrium®), stammen aus dieser Substanzklasse.


Eigenschaften:

Spuren von Benzodiazepinen und einer Reihe weiterer Moleküle mit ähnlichen Eigenschaften finden sich im tierischen und menschlichen Blut.In Säugetierhirnen wurden Nordazepam und Diazepam nachgewiesen.Auch in verschiedenen Pflanzen und Früchten - beispielsweise in Weizen oder in Kartoffeln - sind sie enthalten, wodurch sich vermutlich die beruhigende Wirkung mancher traditioneller Heilmittel erklären lässt.


Erfahrungs-Berichte:

Es liegen 90 Erfahrungsberichte für diese Droge vor: Tripberichte Benzodiazepine mit Mischkonsum oder purer Konsum.

Es liegen 14 Berichte über Langzeitkonsum für diese Droge vor.


Wirkung:

leichte Stimmungsaufhellung
angstlösend
krampflösend
muskelentspannend
beruhigende, schlaffördernde Wirkung
amnestisch (Erinnerung für die Zeit der Wirkdauer fehlt)


Nebenwirkungen:

Die menschliche Reaktionszeit wird negativ beeinträchtigt.

Benzodiazepine machen (wie jede Droge) fahruntüchtig!

Ferner dämpfen sie das Atemzentrum. Dadurch ist Atemstillstand möglich.


Suchtpotential:

Benzodiazepine besitzen ein beträchtliches körperliches wie auch psychisches Abhängigkeitspotenzial. Zum einen ist dies in dem spezifischen Wirkmechanismus begründet, der eine körperliche Gewöhnung verursacht; zum anderen spielt die Möglichkeit, mit Hilfe der Präparate die Befindlichkeit stark zu beeinflussen, eine wesentliche Rolle. Die Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung ist vor allem dann gegeben, wenn die Einnahme nicht aufgrund medizinischer Indikationen und entsprechend der therapeutischen Absprachen erfolgt.

Doch auch bei ordnungsgemäßen Gebrauch - vor allem über einen längeren Zeitraum hinweg - kann es zum Dauerkonsum bis hin zur Abhängigkeit kommen. Hierbei können Dauergebrauch, periodischer Missbrauch und Abhängigkeitsentwicklung nahtlos und oftmals innerhalb kurzer Zeit ineinander übergehen.

Dementsprechend stehen Missbrauch und Abhängigkeit von Benzodiazepinen mit Abstand an der Spitze des schädlichen Arzneimittelgebrauchs in Deutschland, dessen Ausmaß in der Anzahl von etwa 1,5 Millionen Arzneimittelabhängigen deutlich wird. Die am häufigsten missbrauchten Benzodiazepine sind Lorazepam, Bromazepam, Oxazepam, Flunitrazepam und Diazepam, die unter den entsprechenden Handelsnamen wie Tavor, Lexotanil, Adumbran, Bromazanil, Diazepam Ratiopharm u.a. verordnet werden.


Gefahr:

Benzodiazepine gelten als die Medikamente mit der höchsten Missbrauchsrate in Deutschland.

Ferner dämpfen sie das Atemzentrum. Dadurch ist Atemstillstand möglich.


Erste Hilfe:

Flumazenil (Markenname: Anexate®) kann die Wirkung von Benzodiazepin kurzfristig aufheben (intravenöse Gabe).


Legalität:

Grundsätzlich unterliegen alle Vertreter der Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine dem Betäubungsmittelgesetzes (BtmG), gemäß Anlage III (verkehrsfähige und verschreibungsfähige Betäubungsmittel).

Jedoch hat der Gesetzgeber Höchstmengen pro abgeteilter Form (Tablette, Suppositorium, Ampulle, Volumeneinheit bei Tropfen) zugelassen, bis zu denen die Betäubungsmittel-Verschreibungs-Verordnung nicht gilt („ausgenommene Zubereitungen“).

Diese Höchstmengen sind für jeden einzelnen Wirkstoff individuell festgelegt.





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